Open-Air-Konzert für die Vielfalt

Band-Quintett um Faakmarwin spielt auf dem Domshof

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Faakmarwin mit Sänger Alexander Skipka (l.) spielen am 30. April gleich zweimal.

Bremen - Von Pascal Faltermann. Fünf Bremer Bands spielen für Toleranz, Zuwanderung und mehr kulturelle Mischung. Mit "Vielfalt rockt" ist das Open-Air-Konzert am Donnerstag, 30. April, um 20 Uhr, auf dem Bremer Domshof betitelt.

Mit dabei sind die Gruppen Vladi Wostok, Faakmarvin, Bartosz, We had to leave und Carizar. Von Rock bis Pop sollte dann im Herzen der Bremer Innenstadt für alle Gäste etwas dabei sein. Der Eintritt ist frei.

Mit Faakmarwin und We had to leave sind zwei Bands vertreten, die unter dem Hashtag #bremenlebt eine Video-Challenge für den Erhalt der kulturellen Vielfalt in Bremen ins Rollen gebracht haben. Daran haben sich auch Revolverheld-Sänger Johannes Strate oder Rapper Flowin Immo mit Beiträgen beteiligt. Faakmarvin, fünf Bremer Jungs, traten bereits auf Festivals in ganz Deutschland auf. Außerdem vertraten sie Bremen erfolgreich beim "New Music Award" in Berlin, einem renommierten Nachwuchspreis für junge Musiker in der ARD. Direkt im Anschluss an das Konzert auf dem Domshof wollen sie im Bremer Viertel in dem Kiosk Que pasa Amigos (Vor dem Steintor) ein kurzes Showcase spielen. Dabei sammelt der Sponsor "Papa Türk" Spenden - vor allem Spielzeug - ein, um diese einem gutem Zweck zu Gute kommen zu lassen. "Es passiert derzeit richtig viel", freut sich Faakmarwin Sänger Alexander Skipka. Nächste Woche wollen Faakmarwin übrigens einen weiteren Video-Beitrag veröffentlichen.

Außerdem auf dem Domshof dabei: Vladi Wostok, die einen Mix aus Surfrock-, Polka-, Chanson, gewürzt mit Balkan-Elementen, sowie 80er-Jahre Glamour und Megaphon spielen. Bartosz waren im Jahr 2014 mit ihrem Song "Walk away" beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest angetreten. Das Indie-Elektro-Trio We had to leave macht Musik zwischen verspielter Tiefgründigkeit und schnellen Beats zum Hüpfen. Carizar bringt frischen Wind in die deutsche Hip-Hop-Szene und spielte bereits mit Acts, wie Kool Savas, vor mehreren tausend Leuten. Geplant sind außerdem Auftritte von Poetry Slammern. Unterstützt wird das Konzert vom DGB, dem Bremer Rat für Integration, Werder Bremen und Radio Bremen.

Das Konzert wurde von den Organisatoren des Bündnisses "Bremen ist bunt! Wir leben Vielfalt" ins Leben gerufen und soll erneut zeigen, dass Bremen eine weltoffene und tolerante Stadt ist. Zu Beginn des Jahres kamen rund 7.000 Bremerinnen und Bremer zu einer Kundgebung des Bündnisses zusammen. Infos zum Bündnis "Bremen ist bunt! Wir leben Vielfalt" gibt es auf www.bremen.de/bremen-tut-was.

In der kommenden Woche steht dann das Festival "Das Viertel lebt" im Bremer Oster- und Steintor auf dem Plan. Am Freitag, 8. Mai, spielen in zahlreichen Kneipen und Clubs im Viertel Künstler und Musiker.

Rapper Flowin Immo veröffentlichte seinen Beitrag zu #bremenlebt am Dienstagabend. "Schlaf, Nachbar, schlaf. In Bremen geht nichts ab. Die Party steigt im Randbezirk, damit keiner deine Ruhe stört. Schlaf, Nachbar, schlaf. Wer feiert wird bestraft. Samt Anwalt schnell zum Ordnungsamt, per Strafbescheid hat es sich ausgetanzt", heißt es in dem Song.

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