Grimme-Preise: ZDF räumt ab

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Bei den Grimme-Preisen ist das ZDF mit gleich sechs Auszeichnungen der große Gewinner. In der Kategorie Fiktion erhielt der Mainzer Sender vier von fünf Preisen.

Düsseldorf - Bei den Grimme-Preisen ist das ZDF mit gleich sechs Auszeichnungen der große Gewinner. In der Kategorie Fiktion erhielt der Mainzer Sender vier von fünf Preisen.

Geehrt wurden unter anderem der Krimi “Kommissar Süden und der

Die Gewinner des 46. Adolf-Grimme-Preises im Überblick

Luftgitarrist“ von Regisseur Dominik Graf und das Drama um ein tödliches Sexualverbrechen “Ein halbes Leben“, wie das Adolf-Grimme-Institut am Mittwoch in Düsseldorf bekanntgab. “Es gab auch 2009 wieder viel gutes und exzellentes Fernsehen und das in einem breiten Spektrum“, bilanzierte Instituts-Direktor Uwe Kammann. Die traditionelle Dominanz der öffentlich-rechtlichen Sender erstreckte sich bei den diesjährigen Auszeichnungen auch auf die Kategorie Unterhaltung.

Preise erhielten die ZDF-Nachrichtensatire-Sendung “heute-show“ mit Oliver Wilke und Martina Hill sowie das Talkformat “Inas Nacht“, eine Produktion von ARD und NDR. Ina Müller gelinge es, auf freche aber dennoch sehr charmante Art, ihre prominenten Gäste nicht nur zum Singen und Tanzen zu animieren, sondern sie auch aus dem Nähkästchen plaudern zu lassen, begründete die Jury ihre Wahl.

Anstrengungen honoriert

Ein “Novum“ konnte Grimme-Direktor Kammann in der Kategorie Information & Kultur verkünden, die in der Regel fest in öffentlich-rechtlicher Hand ist. Mit “Galileo Spezial - Karawane der Hoffnung“ (ProSieben) und “Tabubruch - Der neue Weg von Homosexualität im Fußball“ (DSF) wurden zwei der insgesamt fünf Preise an private Sender vergeben. “Das zeigt, das besondere Anstrengungen natürlich bemerkt und auch honoriert werden“, erklärte Kammann. Insgesamt wurden bei den Grimme-Preisen zwölf Produktionen in den Bereichen Fiktion, Information & Kultur sowie Unterhaltung ausgezeichnet.

Nominiert waren 52 Beiträge, die die Jury aus 582 eingereichten Vorschlägen ausgewählt hat. Keinen Preis erhielten in diesem Jahr trotz Nominierung Bastian Pastewka und Anke Engelke für ihre Auftritte als Volksmusik-Duo Wolfgang und Anneliese. Als preisverdächtig hatte im Vorfeld auch Harald Schmidt mit der Generalüberholung seiner Late-Night-Show gegolten. Verliehen werden die Grimme-Preise am 26. März im Theater Marl.

dapd

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