„German Acappella“-Landesentscheid in Achims „Kasch“/ Begeistere Zuhörer trotz Absagen einiger Gruppen

„Gesangsmarathon“ im Schützenhof

Die gestrige Profi-Wertung entschieden die „Hannover Harmonists“ klar für sich.

Von Christian WalterACHIM (Eig. Ber.) · Das Publikum im Achimer Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) hat Durchhaltevermögen. Schon um 11.30 Uhr war der große Saal gut besetzt.

Dort fand am Sonnabend der Hauptteil des „German Acappella“-Landescontests Niedersachsen / Bremen statt. 17 der insgesamt 21 instrumentenlosen Gruppen wetteiferten an diesem Tag um den Sieg in drei unterschiedlichen Wertungsklassen (Amateure, Semi-Profis, Profis). Über den Tag wurden es mehr und mehr Zuhörer, selbst abends zur Siegerehrung gegen 23.45 Uhr waren nur Stehplätze frei.

Das Organisatoren-Team um Susanne Groll (Kasch) und Matthias Greifenberg freute sich über den Zuspruch und die klasse Stimmung der Achimer und verzeichnete einen perfekten Ablauf der Veranstaltung. Aus NRW kam der Wettbewerb in diesem Jahr erstmals in den Norden der Republik.

Der Freitagabend war bei der Auftakt-Veranstaltung von einer Absage überschattet. Die Headliner-Combo „Sechszylinder“ hatte aus Krankheitsgründen ihren Auftritt außer Konkurrenz kurzfristig stornieren müssen. Spontan waren „High Five“ aus Offenburg eingesprungen, die einen fulminanten und begeistert beklatschten Einstieg in das A-cappella-Wochenende hinlegten.

Die 17 Gruppen, die am Sonnabend an der Wertung teilnahmen, boten unterschiedlichste Stilrichtungen. Von Rock und Pop über Jazz bis Barbershop war alles dabei. Am Ende setzten sich bei den Amateuren zwei Gruppen punktgleich durch. Diese waren die Bremer Gruppe „Sugar´n Spice“ und „Die Randgruppe“ aus Hohenhameln bei Hildesheim. Bei den Semi-Profis siegten „Female Affairs“ und die Sparte der Profis wurde angeführt von „Juicebox“, die allerdings in dieser Wertung die einzige Formation waren. „Insofern sind wir ja eigentlich Letzter geworden“, schmunzelte „Juicebox“-Mitglied Steffen Feindt nach der Siegerehrung. Alle Sieger fahren im Juni zum bundesweiten Wettbewerb nach Sendenhorst. Am Sonntag gingen noch vier Gruppen ins Rennen, die klassische Stücke boten. Dort belegte „AllerCappella“ bei den Amateuren den ersten Platz, die Profi-Wertung gewannen die „Hannover Harmonists“. Sie fahren zum „Festival Sakral“, bei dem die besten Klassik-a-cappella-Gruppen Deutschlands gegeneinander antreten.

Die Stimmung beim Contest wurde getrübt durch einige Absagen durch Krankheitsfälle. So verpasste das Kasch den Auftritt der Semi-Profis „*.jpg“. Gestern fiel der Kammerchor „allaBrema“, außer Konkurrenz, aus.

Begleitet wurde der „Konzert-Marathon“ von der Achimer Filmcrew „Klezi Productions“, die eine Dokumentation über das gesamte Programm drehte. Interviews mit Bands, Veranstaltern und Jurymitgliedern wurden geführt, die die Dokumentation abrunden sollen. Diese soll wegen der umfangreichen Post-Production aber erst in einigen Wochen fertig sein. Informationen hierzu gibt es unter http://www.kleziproductions.de.

Das Programm wurde abgerundet durch Workshops für die Musiker, in denen Tricks und Kniffe für das „Beatboxen“ oder bessere Arrangements auf der Bühne gegeben wurden. „Beatboxer“ Peter Stohl („Pete the Beat“) gab noch einen begeisternden Kurz-Auftritt im großen Saal zum Besten. In zwei Jahren soll der „German Acappella“-Landesentscheid wieder in der Weserstadt gastieren.

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