Programm für das Musikfest Bremen 2014 steht / Jubiläumsfestival mit Eröffnungskonzert am 30. August

Aus genialem Teufelskreis

Kreiszeitung Syke
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Kate Lindsey ist beim Eröffnungsabend mit dabei. 

Bremen - Von Nina Baucke. Alte Bekannte von vor 25 Jahren und Debütanten, regionale Schätze und Sänger, die zwischen zwei Gastspielen auf den großen Bühnen dieser Welt einen Zwischenstopp an der Weser einlegen: Das Programm für das Musikfest Bremen 2014 steht.

In diesem Jahr als Jubiläumsversion, geprägt von „mehr“: mehr Etat (liegt in diesem Jahr bei knapp 3,7 Millionen Euro), mehr Konzerte – und natürlich auch mehr Zuschauer, die die Macher um Prof. Thomas Albert, Intendant des Musikfestes, erreichen wollen.

Bruno Ganz ist beim Eröffnungsabend mit dabei. ·

Als „Erfolgsstory“ lobt Heiner Henseler, Aufsichtsratsvorsitzender der Musikfest Bremen GmbH, die 25-jährige Geschichte des Musikfestes, als eine Marke, die nicht mehr aus der Stadt wegzudenken sei. Er wie auch Albert machen im Rahmen einer Pressekonferenz deutlich, wie sehr das Musikfest von einer Bremer Konzertreihe zu einem Festival für die Metropolregion und darüber hinaus geworden ist: Neben Bremen stehen in diesem Jahr 16 weitere Veranstaltungsorte auf dem Programm, darunter Groningen in den Niederlanden, Verden, Wilhelmshaven und Hamburg. Auftakt des Programms, dessen Entstehung Albert als eine „Art genialer Teufelskreis“ beschreibt, ist am 30. August – wie schon in den vergangenen Jahren mit „Eine große Nachtmusik“ rund um den Marktplatz. In seiner stilistischen Vielfalt eine destillierte Version des gesamten Festivals, von Purcell bis Jazz. Auf zwei Gäste an diesem Abend freue er sich besonders, betont Albert. Zum einen singt Mezzosopranistin Kate Lindsay im großen Saal der Glocke Mozart-Arien. Zum anderen ist ein Musikfestakteur der ersten Stunde erneut mit an Bord: Schauspieler Bruno Ganz liest nebenan im kleinen Saal des Konzerthauses.

Gleichzeitig ist die Teilnahme Ganz‘ Ausdruck eines roten Fadens, der sich laut Albert durch das Festival zieht: die Sprache der Musik – widergespiegelt in mehreren szenischen Produktionen. Darunter ist Glucks „Orfeo ed Euridice“ am 31. August und 1. September im Bremer Musical Theater in einer Inszenierung der Salzburger Mozartwoche und Teil des „Open up!“-Programms, mit dem das Musikfest Bremen Jugendliche an klassische Musik heranführen will.

Ergebnis einer weiteren Partnerschaft – neben der mit Salzburg – ist das Gastspiel des Pariser Théâtre des Bouffes du Nord mit „The Valley of Astonishement“ von Peter Brook und Marie-Hélène Estienne vom 5. bis 7. September im BLG-Forum Überseestadt. Der mexikanische Tenor Rolando Villazón singt am 4. September unter dem Dirigat von Emmanuelle Haim Werke von Monteverdi – „als Präludium für mehr Monteverdi in den nächsten Jahren“, betont Albert.

Doch ein Schwerpunkt liegt auf dem Arp-Schnittger-Festival, in dessen Rahmen acht verschiedene Kirchenorgeln des Instrumentenbauers mit Konzerten vorgestellt werden. „Wir haben auch noch einige weitere Konzerte im Köcher“, verspricht Albert. Details dazu gebe es erst Stück für Stück im Laufe des Sommers. Als nach Thomas Alberts Worten „Rausschmeißer“ dient in diesem Jahr ein Konzert mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy am 20. September.

Karten für das Musikfest gibt es ab sofort unter http://www.musikfest-bremen.de – bis zum 12. April mit Frühbucherrabatt.

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