Der Billy-Talent-Frontmann zu seinen Vorbildern

Freddy war der Beste

Benjamin Kowalewicz steht mit Billy Talent morgen in Hannover auf der Bühne. - Foto: dpa

München - Von Gunther Matejka. Mit ihrem eingängigen Mix aus Punk, Rock und guter Laune begeistern die kanadischen Musiker von Billy Talent seit 23 Jahren ihre Fans. Nach dem Auftaktkonzert gestern Abend in München tourt die Band durch die Republik und spielt morgen Abend in Hannover. Im Interview spricht Sänger Benjamin Kowalewicz (40) über seine Vorbilder, das besondere Verhältnis der Band zu Deutschland und die Magie der Musik.

Was waren Ihre wichtigsten Einflüsse?

Benjamin Kowalewicz: Als Sänger muss ich sagen: Freddy Mercury, er ist mein Lieblingssänger. Er war der Beste, der vollkommene Frontman! Daneben finde ich noch David Bowie, Perry Farrell von Jane‘s Addiction und Eddie Vedder von Pearl Jam großartig. Für mich sind das die großen Vier.

Sie feiern große Erfolge in Ihrer Heimat Kanada und auch in Europa. Nur in Amerika will es nicht so recht klappen. Warum?

Kowalewicz: Das frage ich mich seit zehn oder zwölf Jahren. Wir haben sehr treue Fans dort – nur nicht so viele wie anderswo. Wer weiß, vielleicht sind wir für Amerika um einen Tick zu komisch.

Seitdem Donald Trump als künftiger US-Präsident feststeht – haben Sie überhaupt noch den Ehrgeiz, es in Amerika zu schaffen?

Kowalewicz: Ich habe Angst, was in den nächsten Jahren in Amerika passieren wird – ich glaube, die Angst haben wir alle. Ich hoffe, dass vernünftige, aufgeschlossene, zukunftsorientierte Menschen ihre Stimmen erheben werden.

Sie sind eine politische Band. Welche Botschaft möchten Sie Ihren Fans mitgeben?

Kowalewicz: Es geht darum, ein guter, aufgeschlossener Mensch zu sein, der die Welt, sich selbst und seine Gemeinschaft etwas besser macht. Das ist gar nicht so schwer – zum Beispiel durch Freundlichkeit, Anstand und Güte. Auch wenn diese Eigenschaften zurzeit fast verschwunden sind, glaube ich daran, dass es einen Wandel zum Guten geben wird.

Kann die Musik dabei helfen, die Welt zu verbessern?

Kowalewicz: Absolut! Musik gibt es in jeder Kultur. Egal, wo du auf der Welt bist. Sie wird bei freudigen und bei traurigen Anlässen verwendet. Musik ist die therapeutischste, die schönste immaterielle Sache. Sie ist dieses universelle Ding, das uns alle verbindet.

Was denken Sie: Warum ist Billy Talent gerade in Deutschland so erfolgreich?

Kowalewicz: Es hat hier einfach alles gepasst: Die Plattenfirma hat uns unterstützt, wir haben einen tollen Tour-Promoter – und dazu haben uns deutsche Bands wie die Beatsteaks und die Toten Hosen sehr geholfen, hier bekannt zu werden. - dpa

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