Bremer „Jazzahead“ erweitert ihr Spektrum

Essen zum Swingen

Eröffnet die „Jazzahead“: The Danish String Quartet. ·
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Eröffnet die „Jazzahead“: The Danish String Quartet. ·

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Schon zum Ein swingen muss man sich ein wenig umgewöhnen. „The Danish String Quartet“ ist zur Eröffnungsgala des diesjährigen Festivals „Jazzahead“ eingeladen worden: Dänische Streichmusik also statt Saxofon aus New Orleans.

Nun hat die Jazzahead immer schon ihr Programm am jeweiligen Gastland ausgerichtet, und in der traditionellen Musik Dänemarks spielen Streichinstrumente eben eine bedeutende Rolle. Und doch steht diese Gala am 13. März in der Bremer St.-Stephani-Kirche exemplarisch für eine Öffnung der Veranstaltungsreihe hin zu einem umfassenden Kulturfestival. „Jazzahead“ verspricht in diesem Jahr nicht allein Jazzkonzerte, sondern auch Performances und Filme, Ausstellungen und Lesungen.

So widmet sich das Wilhelm-Wagenfeld-Haus ab dem 12. März den Fragen postindustrieller Stadtentwicklung, und in der Buchhandlung Storm liest der dänische Autor Kim Leine am 6. und 7. Mai aus seinem neuen Roman „Ewigkeitsfjord“. Am Theater Bremen kommt es am 5. April zu einem „perfekten dänischen Abend“ mit „Film, Performance und Essen“. Und bei der Bremer Shakespeare Company ist etwas faul im Staate Dänemark: „Hamlet“ am 19. April als Teil des Partnerlandprogramms. Durchaus konkreten Jazzbezug dagegen gibt es in der Ausstellung des dänischen Fotografen Jan Persson in der Galerie Artdocks: Seine Schau vom 27. April bis zum 7. Juni zeigt „imposante Bilder der Jazzgeschichte“.

Die eigentlichen Jazz-Höhepunkte sind ohnehin um die viertägige Fachmesse vom 24. bis zum 27. April herum gruppiert. Gleich acht dänische Jazz-Ensembles sind bei der „Danish Night“ am ersten Tag zu Gast, darunter die 26-köpfige Big Band „Blood, Sweat, Drum + Bass“ im Kulturzentrum Schlachthof. Tags darauf bei der „German Jazz Expo“ sind renommierte deutsche Musiker wie der Kölner Kontrabassist und „Echo“-Preisträger Sebastian Gramss zu Gast, der im Borgward Saal sein neues Trio „Slowfox“ vorstellt. Auch die Glocke ist mit von der Partie: Gleichfalls am 25. April ist dort Gitte Haennig mit dem Aarhus Jazz Orchestra zu erleben.

So richtig vorbei ist „Jazzahead“ erst am 24. Mai. „The Artivicial Nature Project“ wird sich dann im BLG-Forum künstlerisch mit Fragen nach dem „Umgang des Menschen mit der Natur“ befassen.

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