„Elektraktions“:

Im Mai bei Elektraktions: Harfenistin Solveig Thoroddsen Jonsdottir. Foto: Imke Hempel

Bremen - Von Rolf Stein. Kunst begibt sich beständig in den Konflikt zwischen Verschwendung und Ökonomie. An und für sich ist sie kein Muss – auch wenn ein Leben ohne sie schwer vorstellbar scheint. Aber natürlich braucht diese Verschwendung eben auch eine materielle Grundlage. Die ihrerseits auf die Verschwendung zurückwirkt.

Zu sehen ist das unter anderem heute Abend an einem besonderen Ort: Im Woltmerhauser Hafen in Bremen stehen die Zeichen wie in vielen Hafenarealen auf Strukturwandel. Dort hat das Theater des Kulturzentrums Schlachthof eine Art Probebühne eingerichtet, die der italienischstämmige Komponist, Musiker und Schauspieler Riccardo Castagnola für eine spannende Reihe nutzt. „Elektraktions“ bringt Künstler aus Bremen, Hamburg, Hannover und Berlin und den unterschiedlichsten Disziplinen zusammen, um sie je einen Abend gestalten zu lassen. Dafür haben sie jeweils 24 Stunden Zeit.

Mitte Mai begab sich Castagnola selbst in diese Laborsituation, gemeinsam mit der Harfenistin Solveig Thoroddsen Jonsdottir und der Projektionskünstlerin KatrinBethge verwandelte er den ehemaligen Lagerraum am Hafenbecken in einen digitalen Wald. Heute steht die fünfte und letzte Folge auf dem Programm. Die Tänzerin Magali Sander Fett, ehemals im Ensemble von Urs Dietrich am Theater Bremen tätig und seither umtriebige Akteurin in der freien Szene, trifft auf den Musiker Gabriele Lattuada. Ein weiteres Unikat – und fürs erste das letzte. Wer dabei sein möchte, kann sich übrigens auch aus dem Steintorviertel zum Theater bringen lassen. Echter Luxus. Und kostet nichts extra!

Termin:

Samstag, 21 Uhr, Theater Schlachthof, Ladestr. 1; Shuttle-Service: 20 Uhr, ab „Horner Eck“, Friesenstr. 95, Bremen.

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