Elbphilharmonie: Finanzierung beschlossen

Mehr Geld für Musik

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Hamburgs neuer Eiffelturm: die Elbphilharmonie.

Hamburg - Mit der Eröffnung der Elbphilharmonie soll Hamburg endgültig zu einer internationalen Musikstadt von Rang werden. Der Senat habe am Dienstag nicht nur die Grundlagen für den künstlerischen Betrieb des fast 800 Millionen Euro teuren Konzerthauses geschaffen, sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos). Auch seien zusätzliche Mittel für die Entwicklung der Musikszene beschlossen worden. Die Elbphilharmonie werde nicht nur „eines der besten Konzerthäuser der Welt, sondern auch ein lebendiger Ort der musikalischen Begegnung und ein für alle offenes Haus“.

Das Konzerthaus soll nach langen Querelen und Bauverzögerungen am 11. und 12. Januar 2017 eröffnet werden. Die „Elbphi“ solle ein internationales Wahrzeichen für Hamburg werden wie der Eiffelturm für Paris, sagte Kisseler. Allein für die Marketingkampagne stellt der Senat zehn Millionen Euro zur Verfügung. Auch um das größere Angebot in der Anfangsphase finanzieren zu können, bewilligt Hamburg einmalig fünf Millionen Euro. Der jährliche Zuschuss für den Spielbetrieb wurde von 3,2 Millionen Euro auf sechs Millionen Euro erhöht. Als einen Grund für die Mehrkosten nannte Kisseler das ausgeweitete Programm zur Musikvermittlung. Der Senat habe versprochen, dass jedes Hamburger Schulkind mindestens ein Konzert in der Elbphilharmonie besucht haben solle.

Zudem wird das Internationale Musikfest Hamburg jährlich mit einer halben Million Euro (bisher 150000 Euro) unterstützt, kündigte Kisseler an. Der Zuschuss für das Elbjazz Festival wird von 2017 an auf jährlich 200000 Euro verdoppelt. Zur Förderung der Freien Musikszene wird ein Musikstadt-Fonds (500000 Euro) neu aufgelegt. Das Ensemble Resonanz, das künftige Residenzensemble der Elbphilharmonie, wird mit 450000 Euro gefördert (bislang geplant: 320000 Euro).

„Wir sind wild entschlossen, diese einmalige Chance zu nutzen“, sagte Generalintendant Christoph Lieben-Seutter. Jährlich solle es 260 Konzerte im Großen Saal geben. „Wir wollen, dass die Besucher nicht nur einmal im Jahr zu einem Konzert kommen, sondern zehnmal. Wir haben also ein starkes Interesse daran, dass die Eintrittspreise nicht zu hoch sind.“ Kisseler sagte, Ziel sei, dass der Betrieb keine „permanent folgenden Erhöhungen“ bei den Kosten nach sich ziehe. „Man sollte sich aber auch nicht der Illusion hingeben, dass die Elbphilharmonie irgendwann Gewinne abwirft, mit denen womöglich der Haushalt saniert wird.“ Der Wert der Elbphilharmonie gehe über die materielle Dimension hinaus.

dpa

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