Electro, Punk und die Abgründe des Liebeskummers: Zum zehnten Mal „M‘era Luna“ auf dem Hildesheimer Flughafen

Auf der dunklen Seite der Musik

„Nightwish“ ist im Rahmen des Festivals „M‘era Luna“ zu erleben.

BREMEN (Eig. Ber.) n Für alle, die die dunkle Seite der Musik lieben, haben die hellen Zeiten bald ein Ende: Am Sonnabend, 8. August, und Sonntag, 9. August, steigt auf dem Flughafen Hildesheim zum zehnten Mal „M'era Luna“. Alles, was in der Welt des Darkwave, Gothic, Mittelalter-Metal, Electro-Pop, Symphonic-Metal Rang und Namen hat, ist bereits bei „M‘era Luna“ aufgetreten – oder tut es Anfang August.

Während die Aufmachung der erwarteten 25 000 Besucher ziemlich einheitlich in Schwarz gehalten sein wird, bereitet die Musik auf dem Festival Freude durch große Kreativität und Lust auf's Mixen: Opernstimmen zu Heavy-Metal-Riffs, Drehleiern und Synthesizer, drei Keyboards und ein Schlagzeug oder eines plus vier Celli.

Mit Peter Heppner – vor 20 Jahren Mitbegründer des Duos „Wolfsheim“ – hat sich in diesem Jahr ein Routinier angesagt, der am Sonnabend zur Prime-Time um 19.30 Uhr auftreten wird. Heppner hat auch in seiner Zusammenarbeit mit Joachim Witt, nachdem der vom Goldenen Reiter zum düsteren Gothic gewechselt hatte, die dunkleren Themenfelder beibehalten.

Allein die Namen der rund 30 Bands, wie etwa „Jesus on Extasy“ oder „Die apokalyptischen Reiter“ und „Nachtmahr“, lassen auf noch weitaus finsterere Thematiken und härtere Beats und Bässe schließen. Die unsterbliche Seele „L‘Âme Immortelle“ besingt die tiefsten Abgründe des Liebeskummers fast im Duktus netter Popsongs – aber eben nur fast. Die finnische Gruppe „Nightwish“ wird Sonnabend zur Mitternacht aufspielen, nachdem ihre Landsleute von „Apocalyptica“ Celli-Schlagzeug-Heavy-Metal kredenzten.

Am Sonntag gegen 22 Uhr machen „The Prodigy“ mit ihrer seit 19 Jahren bewährten Mischung aus Electro und Punk den Kehraus. Vor ihnen werden die Herren und Frau Schmidt von „Subway to Sally“, die sich netterweise auch regelmäßig in Bremen einfinden, mit ihrem Mittelalter-Hardrock und Frau Schmidts Geige in den Abend geleiten.

Mit „No More“, die seit 30 Jahren Punk und Minimal-Electro spielen, wird das Mond-Festival am Sonnabend um 11 Uhr auf der Hauptbühne eröffnet. Die zweite Bühne gehört dann dem fünf Jahre alten Bandprojekt „Heimataerde“, das mit Mittelalter-Electro und bösen Texten aufwartet.

Für die aus ganz Europa eintrudelnde Fangemeinde bieten viele der Gruppen Autogrammstunden an. Als Begleitprogramm können auf dem Festival die eigenen Outfits auf einem Laufsteg vorgestellt werden, auf dem ansonsten Underground-Labels und der Design-Nachwuchs ihre Entwürfe präsentieren. Es gibt einen Bereich zum Ausruhen und Entspannen.

Der Veranstalter weist darauf hin, dass „M‘era Luna“ kein Familien-Festival ist, will sagen: Es ist für Kinder nicht geeignet. Der Besuch kostet pro Tag 48 Euro, Karten gibt es an der Tageskasse.

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