14. Bremer Klavierwettbewerb

Aufregend

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Der 14. europäische Klavierwettbewerb hat gestern in Bremen begonnen: Alle Vorspiele im Sendesaal sind öffentlich. Die Kandidaten spielen 40 Minuten, eine Sonate, zwei Etüden und ein Werk, das nach 1970 entstanden ist.

„Da kann man wirklich was hören, und wir sind der einzige Wettbewerb, der eine solche Spiellänge anbietet“, so Konstanze Eickhorst, Klavierprofessorin in Lübeck und Vorsitzende der Jury. Der Bremer Wettbewerb ist auch der einzige, der keine Vorauswahl über CDs oder Videos betreibt. So bleibt tatsächlich bis zur letzten Minute offen, wieviele kommen.

„Dieses Jahr haben sich 94 angemeldet und jetzt sind es 37 aus 14 Nationen, 13 Frauen und 14 Männer zwischen 16 und 30 Jahren“, sagt Christian Kötter, Intendant der Bremer Philharmoniker und Vorsitzender des Hauptausschusses. „Das ist ein Drittel mehr als 2012, für das Renommé des Wettbewerbs ein Rekord“, so die Organisatorin Katharina Nora Tiedtke. Eine schier unvorstellbare Organisations- und Konzentrationsanstrengung: In den ersten drei Tagen müssen von zehn Uhr morgens bis elf Uhr nachts je 13 Kandidaten angehört werden.

Dann folgt der zweite Durchgang mit je 60 Minuten Vorspiel, im dritten sind noch sechs bis sieben Pianisten verblieben. In diesem Semifinale findet auch in Anwesenheit des Komponisten die Uraufführung einer Auftragskomposition an Gilead Mishory statt. Am 5. März um 19 Uhr kommt es im großen Saal der Glocke zum Finale mit den Bremer Philharmonikern unter der Leitung von Nicholas Milton, der gerade zum Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters ernannt wurde.

Preisgelder von insgesamt 23 500 Euro werden vergeben. Der erste Preis ist mit Euro 10 000 Euro dotiert. Jede Menge aufregende Klaviermusik, aufregende junge Pianisten sind also in Bremen zu hören, die vier Klaviere in der Jugendherberge stehen nicht still, und die Mitglieder der Jury bespielen am 27. Februar um 13 Uhr das Glockenspiel in der Böttcherstraße.

Der Eintritt zu den ersten beiden Durchgängen ist frei, der dritte kostet Euro 5 und das Finale 12 (ermäßigt 6). Nähere Informationen gibt es im Wettbewerbsbüro unter 0421 – 3300 4992 oder info@ekw-bremen.de.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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