Schauspielchef wechselt zu Münchner Kammerspielen

Blomberg verlässt Bremen

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Bald in Bayern: Benjamin von Blomberg ·

Bremen - Von Johannes BruggaierPersonalwechsel am Bremer Goetheplatz: Schauspielchef Benjamin von Blomberg wird nach der kommenden Spielzeit das Theater Bremen verlassen.

Wie er gestern gegenüber unserer Zeitung erklärte, hat er bereits vor Wochen das Ensemble über seinen Wechsel zu den Münchner Kammerspielen informiert. Dort wird er zur Saison 2015/16 das Amt des Chefdramaturgen antreten. Er wird damit Teil des Leitungsteams um den designierten Intendanten Matthias Lilienthal.

Lilienthal sei ein Intendant, der seinen Mitarbeitern größtmögliche künstlerische Freiheit gewähre, sagte von Blomberg gestern: „Als er mir im November sein Angebot unterbreitete, hat er mich damit vor eine Entscheidung gestellt, die ich ohne Übertreibung als die schwierigste meines Lebens bezeichnen möchte.“

Die Zusammenarbeit mit dem Ensemble des Bremer Theaters sei stets sehr fruchtbar gewesen, er werde ein hervorragendes Team verlassen. „Ganz ohne Kitsch: Wir sind wirklich ein großartiges Team.“ Weder fliehe er aus Bremen noch habe er nur auf die Gelegenheit gewartet, an ein anderes Haus wechseln zu können. Sein Schritt sei schlicht dem Umstand geschuldet, „dass ich zu diesem außergewöhnlich attraktiven Angebot nicht nein sagen konnte“.

Dass sein Wechsel nach einer gerade einmal drei Jahre währenden Tätigkeit am Theater Bremen erfolgen wird, sei sicherlich nicht ideal: „Das Timing hätte glücklicher sein können.“ Allerdings werde er nicht vertragsbrüchig, sein Beschäftigungsverhältnis sei von Anfang an nur auf drei Jahre ausgelegt gewesen.

Am Theater Bremen ist die Entscheidung dem Vernehmen nach mit Bedauern aufgenommen worden. Generalintendant Michael Börgerding hatte mit von Blomberg bereits am Hamburger Thalia-Theater zusammengearbeitet und ihn 2012 nach Bremen geholt. Im selben Jahr war er in einer Umfrage der Fachzeitschrift „Theater heute“ auch zum Dramaturgen des Jahres gewählt worden.

In Bremen hatte er insbesondere als Experte für die Theaterliteratur von Elfriede Jelinek auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem hat ihm das Theater zwei Uraufführungen von Texten der Literaturnobelpreisträgerin zu verdanken.

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