33 Menschen verletzt

Bremer bei "Rock am Ring" von Blitz getroffen

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Das Areal des ehemaligen Militärflugplatzes in Mendig (Rheinland-Pfalz) ist von der Zeltstadt des Festivals "Rock am Ring" bedeckt, das mit 90.000 Besuchern ausverkauft ist.

Mendig – Von Pascal Faltermann. „Das waren bestimmt 1000 Blitze in drei Stunden“, erzählt der Jeersdorfer Florian Hastedt über „Rock am Ring“ in Mendig. Während des Festivals in der Eifel sind in der Nacht von Freitag auf Samstag bei heftigen Blitzeinschlägen insgesamt 33 Menschen verletzt worden. Ein Bremer wurde dabei vom Blitz getroffen. Er ist wohlauf.

Sonnenschein und Livemusik: Am Samstag war für Sascha Bett beim Rock am Ring wieder alles bestens.

Eine Nacht, die auch der Scheeßeler Fotograf Sascha Bett nicht so schnell vergessen wird. Die Blitze schlugen bei dem Rockfestival bei einem Unwetter an mehreren Stellen ein. Glücklicherweise habe es laut Veranstalter und Polizei keine schweren Verletzungen gegeben. Die Betroffenen seien in Krankenhäuser gebracht worden und sollten spätestens am Sonntag wieder entlassen werden. Unter den Verletzten waren sowohl Festival-Mitarbeiter als auch Besucher. Mittendrin im Geschehen: Bett und Hastedt. Der 22-jährige Hastedt wie auch der 44-jährige Bett schauten sich am Freitagabend das Konzert von den Toten Hosen an. Beim letzten Akkord der Band setzte der Regen ein. „Wir dachten erst, dass die Erfrischung zum Programm gehört, merkten aber schnell, dass es ernst wird“, berichtet Bett. „Es gab einen megastarken Wind und der Regen setzte ein“, erinnert sich Hastedt. Nach zehn Minuten sei es aber wieder besser geworden. Er habe sich dann mit Freunden den Auftritt von Marilyn Manson angeschaut, bevor das Gewitter zu Beginn des Konzertes von Fritz Kalkbrenner erneut und heftiger anfing. „Die Donnerschläge waren unglaublich laut, ein wenig mulmig war mir schon.“, so Hastedt. In Durchsagen wurden die Gäste gebeten, sich in Sicherheit zu bringen. Das hatte Bett schon getan. Er war mit seinen Freunden auf dem etwa halbstündigen Weg zum Wohnmobil. „Wir sind im strömenden Regen zu unserem Platz gelaufen“, so Bett. Die Blitze seien da noch in den Bergen eingeschlagen. Als das Unwetter so richtig wütete, war der Scheeßeler schon im Fahrzeug.

Am Samstag klingelten dann die Telefone ohne Unterlass. Familie und Bekannte erkundigten sich bei den beiden Männern nach dem Wohlbefinden. Schnell meldeten sie, dass es ihnen gut gehe. „Erst dann habe ich die Nachrichten gelesen und mitbekommen, was passiert war“, so Bett.

Vom Blitz getroffen wurde unter anderem der Tontechniker Timo aus Bremen, der mit den Donots unterwegs war. Er machte sich nachts um 1 Uhr bei Regen und Gewitter auf dem Weg zum Bus, um ins Trockene zu gelangen. „Dann kam alles zusammen“, so der Bremer. Der Boden war nass, und als er in den Bus einsteigen wollte, bekam er einen gewischt. „Nicht weiter schlimm, hat aber etwas gekribbelt“, versichert Timo. Die Band habe aber darauf bestanden, dass er sich im Krankenhaus durchchecken lasse. Ein weiterer Technik-Kollege von der Band Broilers sei ebenfalls dabei gewesen. Beide verbrachten die Nacht im Krankenhaus. Auch der Crew von Callejon sei beim Einladen etwas passiert. Alle seien aber wieder „auf dem Damm“ und keiner habe ernsthafte Verletzungen.

Das „Rock am Ring“-Programm wurde in der Nacht abgebrochen, am Samstagnachmittag konnten die fast 90.000 Rockfans jedoch wie geplant weiterfeiern. Das Festival gastierte erstmals auf dem Flugplatz des Eifel-Städtchens Mendig - und nicht wie zuvor am Nürburgring. Mit Musik von Bands wie den Beatsteaks, den Foo Fighters und Motörhead geht am Sonntag das Musikfestival „Rock am Ring“ zu Ende.

#RAR2015 #ROCKAMRING update: gerade aufgewacht und erfahren dass es während des unwetters verletzte gegeben hat. die...

Posted by FRITZ KALKBRENNER on Freitag, 5. Juni 2015

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