„Kleines Ensemble“ mit großem Potenzial: Neues von der „Melodie des Lebens“ in der GSO Bremen

Basis-Arbeit und Spitzen-Input

Pianist, Arrangeur, Sänger: Mark Scheibe.

Von Rainer BeßlingBREMEN (Eig. Ber.) · Wenn Franz Jentschke heute auf der Bühne steht, sieht man ihm nicht nur den Stolz auf seine „Kultur-Schule“ an. Der Leiter der Bremer Gesamtschule-Ost hat sich inzwischen auch zum launig-eloquenten, professionellen Moderator entwickelt, dessen persönliche Begeisterung die beste Werbung für das musische Profil seines Hauses ist.

Zum siebten Mal konnte Jentschke jetzt die „Melodie des Lebens“ in seiner GSO ansagen. Die Veranstaltung, regelmäßig ausverkauft und Schulfest, Stadtteiltreff sowie Attraktion für Musikbegeisterte aus der Region in einem, erregt inzwischen im weiteren Musikbetrieb Aufmerksamkeit.

Ein renommiertes Orchester wie die „Deutsche Kammerphilharmonie Bremen“ gibt zusammen mit dem Berliner Pianisten Mark Scheibe und den ebenso engagierten wie kompetenten Musiklehrern in Osterholz-Tenever Schülern die Möglichkeit, sich als Komponisten und Interpreten zu erleben  – und das unter richtigen Konzertbedingungen. Eine solche Einrichtung hat Seltenheitswert.

Bühnendebüts, bei denen mal Unsicherheit, mal Unbefangenheit entwaffnenden Charme versprühten, wechselten auch in der jüngsten „Melodie“-Ausgabe ab mit beachtlich souveränen Beiträgen. Gecoacht und begleitet von Pianist/Conferencier Mark Scheibe, mit einer Lehrer-Pop-Rock-Jazz-Combo und den Kammerphilharmonie-Streichern im Rücken, singen Mädchen mit rührender Offenheit über Liebe. Jungen und Mädchen eines Rap-Kollektivs verbreiten ziemlich selbstbewusst und stilsicher Party-Laune. Und dann gibt es immer wieder herausragende Solisten, die sich mit eigenen, schon ziemlich kompletten Stücken zu der Veranstaltung gemeldet haben und das Publikum mit Originalität und Musikalität begeistern.

Ganz offenkundig beflügelt die Professionalität des Orchesters und des Arrangeurs sowie Interpreten Mark Scheibe alle Mitwirkenden. Doch eine solche Präsentation von Schülerinnen und Schülern wäre wohl kaum möglich ohne die kontinuierliche Basis-Arbeit der GSO-Musikpädagogen. Mit einer Lehrerin wie Imke Howie lässt sich ein erstaunliches Big-Band-Ergebnis erzielen, wie das GSO-Schulorchester beweist. Dass noch ein großartiges Trompeten-Solo eines Orchestermitglieds hinzukommt, dürfte angesichts der trompeterischen Fähigkeiten der Orchester-Leiterin kein Zufall sein.

Wer schon einige Ausgaben der „Melodie des Lebens“ miterlebt hat, wird jetzt die beachtliche Entwicklung des „Kleinen Ensembles“ bemerkt haben. Die Bläserformation überzeugte jetzt unter anderem mit einem Glenn-Miller-Medley, dynamisch, klanglich, sicher intoniert.

Dieser Erfolg zeigt, was profunde Basis-Arbeit im Zusammenspiel mit Talent und Enthusiasmus bewirken kann. Bei der öffentlichen „Melodie des Lebens“, deren achte Folge für den November geplant ist, spiegelt sich eine Atmosphöre, die auch den Alltag der Schule der Schule bestimmt: die Hochschätzung von Musik beziehungsweise des Musizierens, was noch viel wertvoller ist.

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