Unter den Baum gehören Geschenke

+
Unter den Baum gehören Geschenke, und zwar jede Menge davon.

Was war? Was wird? Bannaschs Kulturwochen schauen hin.

Was war?

Die Zeichen stehen auf Sturm, jetzt sogar im eigenen Haus. Wenn die Sitzung der Bremer Kulturdeputation am Dienstag eines gezeigt hat, dann das: Mittlerweile stehen sich offenbar auch in der Weserburg selbst zwei Fronten unversöhnlich gegenüber. Auf der einen Seite Direktor Peter Friese und der Betriebsrat, die vehement dafür kämpfen, dass das Haus an der Weser von 2016 bis 2022 jährlich 1,8 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln bekommt. Eine Schlacht, die schon jetzt verloren ist, auch dank einer Gegenspielerin im eigenen Haus – zumindest wenn man dem Betriebsrat glauben darf, der mit Swantje Markus seine ärgste Widersacherin ausgemacht hat. Die kaufmännische Geschäftsleiterin hatte ohne Absprache mit der Personalvertretung einen Stellen- und Wirtschaftsplan vorgelegt, der sich auch mit einer jährlichen Zuwendung von knapp 1,3 Millionen Euro stemmen lässt. Eine Summe, auf die sich – wenig überraschend – Kulturbehörde und Stiftungsrat geeinigt haben. Und der Widerstand von Betriebsrat und Weserburg-Chef? Ist an entscheidender Stelle offenbar bedeutungslos. Kein Wunder, dass das Personal des Museums angesichts dieser Lage das Bild von einem schwankenden Schiff auf hoher See zeichnet. Doch was bleibt denn nun von der Sitzung der Kulturdeputation? Die Entscheidung, dass Kulturbehörde und das Neue Museum Weserburg einen Kontrakt für die umstrittenen 1,3 Millionen Euro ausarbeiten werden. Und die Erkenntnis, dass das Schiff Weserburg längst bei voller Fahrt mit Kurs Richtung Riff unterwegs ist.

Was wird?

Ich muss ja zugeben, so richtig in Weihnachtsstimmung bin ich noch nicht. Zwar steht die Nordmanntanne schon seit Tagen geschmückt in der Ecke, aber bei angekündigten fünf bis zehn Grad und Nieselregen ist mir eher nach Frühling, und nicht unbedingt nach einer Geschenkeschlacht unter dem Weihnachtsbaum. Womit wir bereits beim Thema wären: Geschenke. Aus meiner Sicht neben der Zeit mit der Familie das Wichtigste an Weihnachten. Obwohl ich damit zugegebenermaßen ein Außenseiterdasein friste. Die Mehrheit der Deutschen braucht laut einer aktuellen Umfrage nämlich vor allem zwei Dinge zum Glücklichsein über die Feiertage: Kerzen und eine möglichst gerade gewachsene Tanne. Von Geschenken ist erst spät die Rede, ganz zu schweigen von der Familie. Kein Wunder, sorgen zwei Tage mit der buckeligen Verwandtschaft bei vielen nicht unbedingt für Freude und Glücksgefühle. Statt Singen im Schein der Kerzen gibt es Stress und Streitigkeiten. Das lassen jedenfalls die Einsatzstatistiken der Polizeistationen vermuten, die jedes Jahr um die Feiertage herum einen sprunghaften Anstieg verzeichnen. In diesem Sinne: Frohes Fest! Termine Freitag, 19.30 Uhr: Platée (Die Hochzeit der Platäa), Premiere, Stadttheater Bremerhaven.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Auto fährt in Nordhessen in Karnevalsumzug - 30 Verletzte

Auto fährt in Nordhessen in Karnevalsumzug - 30 Verletzte

Schock, Ratlosigkeit und Wut in Volkmarsen: Fahrer rast in Rosenmontagszug und verletzt 30 Menschen

Schock, Ratlosigkeit und Wut in Volkmarsen: Fahrer rast in Rosenmontagszug und verletzt 30 Menschen

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

Drama in Volkmarsen - Auto rast bei Rosenmontagsumzug in Menschenmenge

„Spielt so wie wir saufen!“ - die Netzreaktionen zu #SVWBVB

„Spielt so wie wir saufen!“ - die Netzreaktionen zu #SVWBVB

Meistgelesene Artikel

“Bayern 3“-Hörer empört über „Panikmache“ - Wetter-Expertin reagiert deutlich

“Bayern 3“-Hörer empört über „Panikmache“ - Wetter-Expertin reagiert deutlich

Unverkennbar menschlich, wundersam verformt

Unverkennbar menschlich, wundersam verformt

Gibt es „schwarzes Bewusstsein“?

Gibt es „schwarzes Bewusstsein“?

Zur Entspannung etwas Mozart

Zur Entspannung etwas Mozart

Kommentare