- Bannaschs Kulturwochen.

Bannaschs Kulturwochen.

Mediengruppe Kreiszeitung
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Was War? - Der Bremer Kunstverein hat einen neuen Vorsitzer: Bernd Schmielau. Der Chef des Bremer Bauunternehmens Siedentopf beerbt Georg Abegg, der sein Amt nach 20 Jahren abgibt. So emotionslos teilt der Kunstverein, immerhin privater Träger der Bremer Kunsthalle, die personelle Veränderung mit. Kein Wort davon, dass die Personalie Schmielau mit einiger Brisanz beladen ist. Denn das Unternehmen Siedentopf war in der Vergangenheit am Gebäude der Weserburg interessiert. Eben jenem Museum, das in Zukunft mit der Kunsthalle kooperieren soll und vielleicht in ein Gebäude in den Wallanlagen umziehen muss. So hat es zumindest der Stiftungsrat beschlossen, ohne die Mitwirkung der Museumsdirektion. Wer in dem Gremium sitzt? Keine Ahnung, die Identität der Mitglieder wird besser gehütet als Fort Knox. Bekannt ist nur soviel: Dem Vorstand des Bremer Kulturvereins steht ebenfalls ein Platz zu. Also theoretisch auch Schmielau. -

Der – mindestens doppelt in die Angelegenheit verstrickt – beteuert zwar mittlerweile in zahlreichen Zeitungsartikeln, dass sein Unternehmen nicht mehr an der Weserburg interessiert sei. Ein Hauch von Vetternwirtschaft liegt aber weiterhin in der Luft.

Was wird?

Sommer, Sonne, Ferien: Endlich Zeit, im Garten oder auf dem Balkon zu sitzen. Wenn man denn einen hat. Und nicht, wie ich, immerhin zentrumsnah, dafür aber ohne ein Stückchen Grün wohnt. Umso unverständlicher ist mir die Bremer Angewohnheit, frische Luft in jeglicher Form zu meiden. Statt die lauen Sommernächte zu genießen, werden die Fenster verriegelt, die Kinder gerettet, die Jalousien heruntergelassen und die Fernseher eingeschaltet. Bloß schnell ins sichere Haus, man weiß ja nicht, welche Gefahren draußen lauern. Vielleicht droht ein Sauerstoffschock. Oder der Angriff eines blutrünstigen Mückenschwarms. Viele profitieren von dieser Frischluft-Phobie, zum Beispiel Psychiater und Fernsehsender. Nur eine Institution hat den Indoor-Trend komplett verpennt: die Bremer Theater. Wo finden Frischluft-Hasser sonst einen dunklen Ort, garantiert ohne Fenster oder störendes Licht, der auch noch gut gekühlt ist? Nun gut, im Kino vielleicht. Aber dort sind ja andere Menschen. Und die machen Geräusche – oder bringen Mücken mit. Ein Theater während der Sommerpause verspricht dagegen Ruhe, Kühle und Dunkelheit. Fehlt zum ultimativen Glück nur noch der Fernseher.

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