Ressortarchiv: Kultur

Simpel und klangschön

Simpel und klangschön

Bremen – Glückliche Gesichter bei den Musikern und beim Publikum: Auch im Sendesaal gibt es wieder Konzerte. Natürlich unter strengsten Vorschriften und natürlich nach harter Konzeptionsarbeit, was man wie unter den neuen Umständen bieten kann. Das auf Neue Musik spezialisierte Bremer Ensemble New Babylon bietet vier Konzerte an: „Ein Stück, ein Konzert“. Es gibt keinen Pausenstress und genug Werke, die es verdient haben, einmal eine Konzentration zu provozieren, die keine Ablenkung oder ein Vielerlei zulässt. Damit stehen die Stücke auch immer auf einem einsamen ästhetischen Prüfstein wie jetzt das 1985 entstandene „Piano and String Quartet“, das der amerikanische Komponist Morton Feldman selbst als sein liebstes bezeichnete: „Es hat alles, was ich jemals gewollt habe.“
Simpel und klangschön
„Gesundheitsschutz steht über allem“

„Gesundheitsschutz steht über allem“

Bremen – Auch die Bremer Philharmoniker wurden vom Lockdown überrumpelt. Was sie für die kommende Saison planen und wie sie auf die Coronakrise reagiert haben, hat uns ihr Intendant, Christian Kötter-Lixfeld, erzählt.
„Gesundheitsschutz steht über allem“
Öffnet die Ohren

Öffnet die Ohren

Bremen – Es ist durchaus anzunehmen, dass Sie den „Bolero“ von Maurice Ravel kennen, zumindest aber gehört haben, vielleicht in dem Film „Zehn – Die Traumfrau“ mit Bo Derek aus dem Jahr 1979, wo das Stück in einer, nun ja, epischen Bettszene zu hören ist. Aber nicht nur, dass Sie da vielleicht von den Bildern ein wenig abgelenkt waren, gibt es Gründe, dieses Stück noch einmal neu kennenzulernen. Gelegenheit dazu besteht jetzt in der Bremer Kulturkirche St. Stephani mit dem Bremer Lautsprecher-Orchester.
Öffnet die Ohren
Auf Augenhöhe

Auf Augenhöhe

Syke – Sein T-Shirt ist dreckig, die Hose und Schlappen auch. Genauso wie seine Arme, mit denen er uns eine Schaufel entgegenstreckt. Mit ausdruckslosem Blick, für eine deutliche Anklage reicht die Kraft schon lange nicht mehr. Sie muss ihm irgendwo in den afrikanischen Minen verloren gegangen sein.
Auf Augenhöhe
Der Kunst eine Bühne

Der Kunst eine Bühne

Bremen – Es klingt ja irgendwie beruhigend: „Wir sind für Sie da“. Seit ein paar Tagen lädt unter diesem Titel die Bremer Galerie Mitte im Kubo zum Ausstellungsbesuch. Das mag erst einmal nicht spektakulär klingen. Schließlich haben längst auch die anderen Ausstellungshäuser wieder geöffnet.
Der Kunst eine Bühne
„Wir müssen uns noch mehr öffnen“

„Wir müssen uns noch mehr öffnen“

Bremen – Stefan Bläske (43) hat fünf Jahre lang mit Milo Rau zusammengearbeitet, zuletzt als Leitender Dramaturg am NT Gent in Belgien. Zur nächsten Spielzeit wird er als Leitender Dramaturg Schauspiel an das Theater Bremen wechseln. Allerdings beginnt er erst im Oktober. Unsere Zeitung traf Stefan Bläske anlässlich der Spielplan-Vorstellung.
„Wir müssen uns noch mehr öffnen“
Neue Bremer Beinfreiheit

Neue Bremer Beinfreiheit

Bremen – Vielleicht darf man die gute kleine und durchaus subjektive Nachricht einfach vorweg verkünden: Wieder in einem Theater zu sitzen, gemeinsam mit anderen Menschen, fühlt sich gar nicht schlecht an. Das Theater Bremen hatte zur Spielzeitpressekonferenz eingeladen, und die Presse war gekommen. Desinfektionsspray am Einlass, Niederschrift der Kontaktdaten, Maske auf dem Weg zum Platz – das gehört natürlich bis auf Weiteres dazu.
Neue Bremer Beinfreiheit
Im Alter von 55 Jahren: Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón gestorben

Im Alter von 55 Jahren: Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón gestorben

Der Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón ist tot. Das bestätigte sein Verlag. 
Im Alter von 55 Jahren: Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón gestorben
Gemütlich geht nicht

Gemütlich geht nicht

Hannover – Was tun, wenn die Umsetzung eines ohnehin schon schwierigen Musiktheater-Projekts durch die Coronakrise noch wesentlich schwieriger wird? Die Staatsoper Hannover hat jedenfalls weder ausschließlich auf Zeit gespielt noch das Handtuch geworfen: „Der Mordfall Halit Yozgat“ ist sogar schon zu sehen – in Form eines Streams mit dem Untertitel „Eine Oper unter Quarantäne“.
Gemütlich geht nicht
Kurt-Hübner-Preis für Regisseurin Alize Zandwijk

Kurt-Hübner-Preis für Regisseurin Alize Zandwijk

Bremen – Der Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde geht in diesem Jahr an die Regisseurin Alize Zandwijk. Erstmals wird auch ein Nachwuchspreis vergeben. Diesen erhält der 26-jährige Dirigent Killian Farrell. In der Jurybegründung heißt es: „Mit ,Vögel‘ von Wajdi Mouawad gelang der leitenden Regisseurin des Schauspiels zu Beginn dieser abgebrochenen Spielzeit ein sehr intimer, gleichwohl sehr politischer und ungeheuer intensiver Theaterabend, ein Paradebeispiel für die große Könnerschaft, die Zandwijk und ihr überragend agierendes Schauspiel-Ensemble auszeichnet. Genauso intensiv, aber ganz anders war ihre zweite Arbeit mit elf Jungen bzw. jungen Männern im Kleinen Haus: ,Frühlingserwachen‘. Zum Zerreißen gespannt, in ständiger Bewegung, schutzlos sich allen Impulsen ausliefernd und trotzdem unerschrocken, entdecken und erspielen sich ihre jungen Akteure Sexualität, Einsamkeit und Freundschaft.“
Kurt-Hübner-Preis für Regisseurin Alize Zandwijk
„Sommer Summarum“: Bremer Kultursommer bietet Bühnenkunst im Grünen

„Sommer Summarum“: Bremer Kultursommer bietet Bühnenkunst im Grünen

Bremen – Schon vor einigen Wochen machte es die Runde: Bremen erlebt einen besonderen Sommer. Wegen Corona – trotz Corona. Im Interview mit unserer Zeitung berichtete Renate Heitmann von der Bremer Shakespeare Company von dem Plan, an ganz besonderen Orten in der Stadt einen Kultursommer zu präsentieren. Montagnachmittag gab es nun mehr zu erfahren. Im Licht-Luft-Bad auf dem Stadtwerder, einem jener grünen Kleinode, von denen Heitmann gesprochen hatte, stellten einige der Verantwortlichen das Projekt „Sommer Summarum“ vor.
„Sommer Summarum“: Bremer Kultursommer bietet Bühnenkunst im Grünen
Sammlung mit neuen Akzenten

Sammlung mit neuen Akzenten

Bremen - Von Rolf Stein. Klingt fresh, naja, so einigermaßen: „Remix 2020. Die Sammlung neu sehen“. So nennt die Bremer Kunsthalle ihre aktuelle Ausstellung. Die Gelegenheit war günstig: Im vergangenen Jahr räumte das Haus alles aus und zeigte die aufwändige Schau „Ikonen“, in der jedem der teils illustren Werke oder einzelnen Werkgruppen ein eigener Raum gewidmet war. Beinahe pünktlich zum Beginn der Corona-Pandemie endete diese Ausstellung – und die hauseigene Sammlung zog wieder ein. Zeit, lange nicht gezeigte Stücke wieder hervorzuholen und neu zu kombinieren.
Sammlung mit neuen Akzenten