Ressortarchiv: Kultur

Woher kommen, wohin gehen

Woher kommen, wohin gehen

Bremen - Von Ute Schalz-laurenze. Ein Riesenprojekt, das die Choreografen Helge Letonja (Bremen) und Felix Landerer (Hannover) mit zahlreicher Hilfe erfolgreich initiieren konnten: die Gründung einer neuen Tanztruppe, die sich „of curious nature/TanzRAUM Nord“ nennt und am Donnerstagabend im Kleinen Haus des Bremer Theaters eine überwältigende Premiere feiern durfte.
Woher kommen, wohin gehen
Klassenkampf mal ganz in Ruhe

Klassenkampf mal ganz in Ruhe

Bremen - Von Jan-paul Koopmann. Es ist zwar nicht die schlimmste, aber doch eine besonders perfide Gemeinheit des kapitalistischen Normalzustands, dass er selbst seine angenehmeren Seiten vergiftet. Die Freizeit zum Beispiel – oder gesundes Essen. Dass es historisch nämlich überhaupt möglich war, dem Kapital solche Vorzüge abzuringen, liegt ja vor allem daran, dass wir uns damit seelisch und körperlich fit halten für die nächste Runde Ausbeutung. Und gerade weil man im Pauschalurlaub oder beim Feierabendbier über sowas nicht gern nachdenkt, ist es umso erfreulicher, wenn wenigstens die Kunst einmal nicht mitmacht – und einem solche Zusammenhänge mitten rein in die schönste Zerstreuung spuckt.
Klassenkampf mal ganz in Ruhe
Wenn Körper qualmen

Wenn Körper qualmen

Hannover - Von Jörg Worat. Ein paar Leute gingen in der ersten Pause, ein paar in der zweiten, und am Schluss war großer Jubel – wer daraus den Schluss zieht, dass Hannovers neuer Ballettdirektor Marco Goecke a) polarisiert und b) sein Fan-Publikum zu finden beginnt, dürfte einigermaßen richtig liegen. Jedenfalls propagiert Goecke nicht nur eine einzige Tanzsprache: Mangelnde Abwechslung kann man dem neuen Abend „3 Generationen“ im Opernhaus sicherlich kaum vorwerfen.
Wenn Körper qualmen
Doch die Verhältnisse sind zu stabil

Doch die Verhältnisse sind zu stabil

Bremerhaven - Von Rolf Stein. Der berühmte Tisch in einem Fernsehstudio des WDR, er war dann doch zu stabil, um von Nikel Pallat mit der Axt zerlegt zu werden. Und ist damit ein hübsches Sinnbild für die Geschichte der Rockband Ton Steine Scherben, deren Manager Pallat eine Zeit lang war. 1970 in der Berliner Hausbesetzerszene gegründet, verstand sich die Band als so etwas wie der musikalische Arm der Studentenbewegung, der sie mit Songs wie „Keine Macht für Niemand“, „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ oder dem „Rauch-Haus-Song“ („Das ist unser Haus / Ihr kriegt uns hier nicht raus“) griffige Slogans und Melodien lieferte.
Doch die Verhältnisse sind zu stabil
Weserburg-Geschäftsleiter Tom Schößler: „Saß selbst ein paar Stunden an der Kasse“

Weserburg-Geschäftsleiter Tom Schößler: „Saß selbst ein paar Stunden an der Kasse“

Bremen - Ende vergangenen Jahres erregte die Bremer Weserburg Aufsehen mit einem speziellen Eintrittsmodell: Besucher zahlten in der Adventszeit je nach Dauer ihres Aufenthalts, pro zehn Minuten war ein Euro fällig, maximal fielen neun Euro an. Dienstag geht das Experiment bis zum 27. März in die zweite Runde. Tom Schößler, kaufmännischer Geschäftsleiter der Weserburg, stand dieser Zeitung Rede und Antwort.
Weserburg-Geschäftsleiter Tom Schößler: „Saß selbst ein paar Stunden an der Kasse“
Theater Bremen zeigt „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill

Theater Bremen zeigt „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill

Bremen - Es staubt gewaltig auf der Bühne des Theaters am Goetheplatz. Kein Schritt, den das Ensemble tut, der keinen Staub aufwirbelte, keine Requisite, aus der er nicht rieselte. Das ist eine starke Ansage, wenn auf dem Programm ausgerechnet die „Dreigroschenoper“ steht, noch keine hundert Jahre alt und eigentlich unverwüstlich. Und nicht nur allüberall die Ablagerungen der Zeit, sondern auch Verfall: Immer wieder kracht es im Gebälk und eine Schauspielerin oder ein Schauspieler brechen durch den Bühnenboden ein.
Theater Bremen zeigt „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill
Der zweite Blick

Der zweite Blick

Oldenburg - Von Ulla Heyne. Seit einer Woche zieren sie wieder die Wände des Dachgeschosses im Oldenburger Schloss: Fotografische Zeugnisse von Krieg, Gewalt, Zerstörung und Verstörung – kurz: die besten der insgesamt 80 000 eingereichten Pressefotos des vergangenen Jahres. Zum fünften Mal zeigt das Landesmuseum für Kunst & Kulturgeschichte Oldenburg die von einer internationalen Jury ausgewählten Bilder der Wanderausstellung „World Press Photo Exhibition“.
Der zweite Blick
La Fleur zeigt den zweiten Teil ihres „Nana“-Projekts

La Fleur zeigt den zweiten Teil ihres „Nana“-Projekts

Wenn im Theater vor der Vorstellung der Intendant vors Publikum tritt, bedeutet das in der Regel, dass etwas nicht ist, wie es sein sollte. So auch am Donnerstagabend im Kleinen Haus am Theater Bremen, wo „Nana kriegt keine Pocken“ von der ziemlich diversen Performance-Truppe La Fleur um Monika Gintersdorfer undFranck Edmond Yao Uraufführung feiern sollte. In diesem Fall musste Michael Börgerding verkünden, dass der Schauspieler Justus Ritter aus gesundheitlichen Gründen nicht auftreten könne.
La Fleur zeigt den zweiten Teil ihres „Nana“-Projekts
Zur Entspannung etwas Mozart

Zur Entspannung etwas Mozart

Bremen - Von Markus Wilks. Geht das – ein Orchester ohne einen Dirigenten? In ihrem 2. Premieren-Abokonzert spielt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen quasi in Eigenverantwortung ein anspruchsvolles Programm. Konzertmeister Florian Donderer überwacht vom 1. Pult aus mitspielend das Geschehen, Solist Christian Tetzlaff ist quasi in die Instrumentengruppe eingegliedert und meistert in der Glocke als „Primus inter pares“ das Brahms-Konzert.
Zur Entspannung etwas Mozart
Gibt es „schwarzes Bewusstsein“?

Gibt es „schwarzes Bewusstsein“?

Hannover - Von Jörg Worat. Gibt es so etwas wie ein „schwarzes Bewusstsein“? Der britische Soziologe Paul Gilroy prägte einst den Begriff des „Black Atlantic“, um das Zusammentreffen und -wirken von Elementen der afrikanischen, amerikanischen, britischen und karibischen Kulturen zu beschreiben. Und wenn der Kunstverein Hannover seine neue Ausstellung „Beyond The Black Atlantic“ nennt, geht er im Wortsinne noch einen Schritt darüber hinaus: Zu sehen sind vier jüngere Positionen, die um das Thema kreisen, ob und wie Selbst- und Fremdwahrnehmung von „Blackness“ heutzutage zu definieren seien.
Gibt es „schwarzes Bewusstsein“?
Unverkennbar menschlich, wundersam verformt

Unverkennbar menschlich, wundersam verformt

Bremen - Aufmerksame Besucher der Museen Böttcherstraße sind Maria Lassnig (1919 bis 2014), der zum 100. Geburtstag nun zum ersten Mal in Bremen eine größere Einzelausstellung gewidmet ist, schon begegnet. Zweimal war sie bereits an gleicher Stelle vertreten, einmal im Jahr 2012 im Rahmen von „Gnadenlos. Künstlerinnen und das Komische“, ein zweites Mal im Jahr darauf in „Sie. Selbst. Nackt“, in der es um Selbstakte von Paula Modersohn-Becker und anderen Künstlerinnen ging. Damit sind eigentlich auch schon recht treffend zwei Eckpunkte markiert, an denen sich die Qualitäten der Kunst Lassnigs charakterisieren lässt.
Unverkennbar menschlich, wundersam verformt
Unter Kuscheltieren

Unter Kuscheltieren

Bremen - Von Mareike Bannasch. Eigentlich ist es ganz einfach, die Leute vor ihm sind doch auch durchgekommen. Haben ihren Oberkörper nach hinten gebeugt und sich mehr oder weniger elegant unter dem Klebeband durchgeschlängelt. Der Panda aber müht sich vergeblich. Unbeweglich wie er ist, bleibt dem Bären nur Krabbeln – bevor er schnellen Schrittes auf der Herrentoilette verschwindet.
Unter Kuscheltieren
Endgültig übergeschnappt

Endgültig übergeschnappt

Hannover - Von Jörg Worat. „Beziehungen schaffen, am liebsten zwischen allen Dingen der Welt“: Dieses künstlerische Ziel gab einst Kurt Schwitters (1887 bis 1948) aus, und nach einem solchen Maßstab kann es eigentlich gar keine würdigere Gewinnerin des von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergebenen, mit 25 000 Euro dotierten Kurt-Schwitters-Preises geben als Mika Rottenberg. Eine sehr spezielle Ausstellung im Sprengel Museum gibt Einblick in das überbordende Werk der 1976 in Argentinien geborenen Künstlerin, die mittlerweile in New York lebt. Rottenbergs Werke sind höchst angesagt, waren unter anderem auf der Venedig-Biennale vertreten und finden sich in bedeutenden Sammlungen.
Endgültig übergeschnappt
“Bayern 3“-Hörer empört über „Panikmache“ - Wetter-Expertin reagiert deutlich

“Bayern 3“-Hörer empört über „Panikmache“ - Wetter-Expertin reagiert deutlich

Empörung live auf Sendung: Ein „Bayern 3“-Hörer ließ Dampf ab und warf indirekt auch dem Sender „Panikmache“ vor. Das ließ sich eine Wetter-Expertin am Mikro nicht bieten.
“Bayern 3“-Hörer empört über „Panikmache“ - Wetter-Expertin reagiert deutlich
Hilfloses Traumwesen

Hilfloses Traumwesen

Oldenburg - Von Ute Schalz-laurenze. Antonín Dvoráks Meisterwerk, das 1901 uraufgeführte „lyrische Märchen“ „Rusalka“ zählt zu den häufig gespielten Opern – nicht nur wegen seiner fabelhaft sensiblen und mitreißenden Musik, sondern vor allem auch wegen seiner vielfältigen Deutungsmöglichkeiten für die Regie. Immer wieder sind große Regisseure angezogen von der Wassernixe Rusalka, die ein Mensch werden will, weil sie sich in einen badenden Prinzen verliebt hat. Sie zahlt dafür teuer: Die Hexe Jezibaba macht sie zum Menschen, zur Frau, aber Rusalka verliert ihre Sprache.
Hilfloses Traumwesen
Zwischen Voyager und Peterchens Mondfahrt

Zwischen Voyager und Peterchens Mondfahrt

Bremen - Von Ulla Heyne. Als „skandinavische Supergroup“ wurden sie vollmundig angekündigt, die drei Herren, deren spärlich behaarte Häupter am Donnerstagabend aus dem farbig beleuchteten Nebel in der Bremer Glocke leuchten. Fakt ist: Der norwegische Jazzpianist Bugge Wesseltoft, Begründer der „New Conception of Jazz“ hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit unzähligen Veröffentlichungen und seiner Synthese aus folk-orientierten Melodien und klassischen Jazzimprovisationen mit elektronischen Klangexperimenten die nordische Jazz-Szene mit geprägt. Gleiches lässt sich von Dan Berglund und Magnus Öström behaupten, beides Mitglieder des legendären Trios e.s.t., die nach dem plötzlichen Tod des Namensebers Esbjörn Svensson nach einem Tauchunfall zunächst Soloprojekte verfolgten.
Zwischen Voyager und Peterchens Mondfahrt
„Unverschämt“: Bühne frei für Frauen

„Unverschämt“: Bühne frei für Frauen

Bremen - Von Rolf Stein. Am Anfang ist Gepöbel. Über die Alten. Die dafür sorgen, dass die Straßenbahn warten muss. Zum Beispiel. In dem Theaterstück „R-Age“ nehmen Franziska Mencz und Brigitte Bertele kein Blatt vor den Mund. Und lassen – auch ganz buchstäblich – die Hosen herunter. Die autobiografisch-dokumentarisch gefärbte Inszenierung eröffnet den Themenschwerpunkt „Unverschämt“ in der Schwankhalle, der Frauen eine Bühne gibt. „Sie erzählen ihre eigenen Geschichten über Alter, Arbeit, Sex und Essen. Und sie laden alle ein, dabei zu sein. Wer die Hemmschwelle überwindet, kann nur gewinnen!“, heißt es programmatisch in der Ankündigung.
„Unverschämt“: Bühne frei für Frauen
Gesellschaft für Aktuelle Kunst zeigt erste Einzelausstellung von Kristina Buch

Gesellschaft für Aktuelle Kunst zeigt erste Einzelausstellung von Kristina Buch

Sie reden ohne Unterlass. Laut, wirr und ohne Rücksicht. Hier hört keiner dem anderen zu. Warum auch, haben sie doch alle etwas Wichtiges zu sagen. Was genau? Keine Ahnung, die einzelnen Stimmen verlieren sich in einem lauten, fast unerträglichen Gewirr.
Gesellschaft für Aktuelle Kunst zeigt erste Einzelausstellung von Kristina Buch
Ab durch die Mitte

Ab durch die Mitte

Syke - Gewiss, dieser Band ist schon ein paar Monate alt. Aber das, wogegen er angetreten ist, hat nach wie vor Konjunktur – sicherlich auch deshalb ging gerade die zweite Auflage in den Handel. „Extrem unbrauchbar. Über Gleichsetzungen von links und rechts“, herausgegeben von Eva Berendsen, Katharina Rein und Tom David Uhlig, erschien Ende 2019 im Verbrecher-Verlag.
Ab durch die Mitte
Alles offen

Alles offen

Bremen - Von Rolf Stein. Die neue Offenheit, die Janneke de Vries der Weserburg bei ihrem Amtsantritt vor rund einem Jahr verordnet hat, ist in sich offen: Sie zeigt sich innenarchitektonisch, schon im Foyer, wirkt strukturell, indem das Zentrum für Künstlerpublikationen neue, größere Räume bekam und die Bibliothek aus dem Keller in den zweiten Stock wanderte. Und sie öffnet gewissermaßen die DNA des Hauses, nämlich die Sammlungen, um ihre Bestandteile neu zu verketten.
Alles offen
Spiel mit Erwartungen

Spiel mit Erwartungen

Bremen - Von Rolf Stein. Berlin, besser gesagt: West-Berlin, das war in den 70er- und 80er-Jahren ein Sehnsuchtsort. Dort zog es nicht nur bekannte Künstler wie David Bowie und Iggy Pop hin, sondern auch etliche junge BRD-Bürger, deren männlicher Teil dort auch die Wehrpflicht aussitzen konnte. Damals sorgten obendrein Hausbesetzer für günstigen Wohnraum und dafür, dass die heute heißbegehrten und unbezahlbaren Altbauten erhalten blieben. Während eine umtriebige Künstlerszene den ästhetischen Aufbruch des Punk weitertrug. Und mittendrin: Die Tödliche Doris.
Spiel mit Erwartungen
Schnauze voll von der Szene

Schnauze voll von der Szene

Bremen - Von Jan-paul Koopmann. Von wegen: „gute alte Zeit“, auch wenn man zu einem 200. Geburtstag schon auf solche Ideen kommen könnte. Beim „Trust“ aber, dem mittlerweile weltweit dienstältesten „Fanzine für Hardcore, Punk und Underground“, hatte man schon 199 Ausgaben früher die Schnauze voll von der Szene. Bereits im Editorial der ersten Ausgabe vom Juli 1986 stand der Aufruf, sich hier zukünftig über Sachen auszulassen, die einen an der Szene ankotzen. Auf den Folgeseiten geht‘s um sexistisches Mackertum, dumme Sauflieder und andere vermeintliche Selbstverständlichkeiten, über die sich bis heute energisch streiten lässt, bis hin zur heute wieder brandaktuellen Frage, wo eigentlich die Grenzen der Satire lägen.
Schnauze voll von der Szene
Empfänger unbekannt verzogen

Empfänger unbekannt verzogen

Bremen - Mit der Größe ist es so eine Sache bei diesem Wald von Mario Ziegenbalg. Der allegorische Forst beschäftigt den Bremer Künstler schon eine ganze Weile und wuchert immer weiter zwischen Comics, Installationen und sehr persönlichen Erinnerungen. Zuletzt hat Ziegenbalg sein Dauerthema in Haushaltsgeräte gestopft und da wird’s wirklich interessant: dass ein Wald in keine Waschmaschine passt, wird nämlich so deutlich, gerade weil diese Ranken aus bunter Wolle in den Raum drängen und zur Größe streben – und trotzdem längst nicht das Volumen auch nur eines einzigen Baumes erreichen.
Empfänger unbekannt verzogen
Fotofestival „RAW“ kooperiert mit den großen Worpsweder Museen

Fotofestival „RAW“ kooperiert mit den großen Worpsweder Museen

Worpswede - Gut, dass Jürgen Strasser und Rüdiger Lubricht groß sind – sowohl von Statur als auch in ihren Visionen. Denn bei der dritten Auflage des von ihnen ins Leben gerufenen Worpsweder Fotofestivals „RAW“ greifen sie, wie Strasser bei der Vorstellung des Programms verriet, „ganz oben ins Regal“.
Fotofestival „RAW“ kooperiert mit den großen Worpsweder Museen
Hochzeit auf Hochtouren

Hochzeit auf Hochtouren

Hannover - Von Jörg Worat. Das Niveau von Unterhaltungsstücken auf städtischen Bühnen ist im Lauf der Zeit zweifellos gestiegen. Vor diesem Hintergrund bekommt erstklassiges Entertainment einen besonderen Stellenwert, und erstklassiger als das, was das hannoversche Schauspiel im Ballhof bei „Figaros Hochzeit“ – nicht die Oper, sondern die Komödie von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais – diesbezüglich anbietet, geht‘s wirklich kaum. Und doch lautet die große Frage des Abends: Darf man dem Amüsement die ernsthaften Elemente des Stoffs opfern? Auch oder vielleicht sogar gerade, wenn es sich um eine Veranstaltung des „Jungen Schauspiels“ handelt? Wobei sich wie üblich Vertreter diverser Altersstufen zur Premiere eingefunden hatten.
Hochzeit auf Hochtouren
Neue Formen gegen die Perfektion

Neue Formen gegen die Perfektion

Bremen - Von Katia Backhaus. Natürlich geht es um Formen. Um gerade Linien, starke Kontraste und um Auseinandersetzung. Doch im Stück „made in Deutschland – BauHaus“, das Günther Grollitsch (Choreografie) und Fabian Aimar (Konzept) mit dem „Steptext Dance Project“ und der „tanz_bar Bremen“ am Wochenende erstmals auf die Bühne der Schwankhalle gebracht haben, wird auch die Frage nach Perfektion verhandelt. Nicht zuletzt ist es der Verdienst der drei „tanz_bar“-Tänzer Neele Buchholz, Oskar Spatz und Adrian Wenzel, dass beim Zusehen immer wieder die Frage auftaucht: Wie perfekt soll Kunst sein – und was hat das mit dem Bauhaus zu tun?
Neue Formen gegen die Perfektion
Geheimtipp: Theater-Festival Panoptikum in Nürnberg startet - Wir verraten die Highlights

Geheimtipp: Theater-Festival Panoptikum in Nürnberg startet - Wir verraten die Highlights

Am Dienstag (4. Februar) startet das Theater-Festival Panoptikum in Nürnberg. In der Szene europaweit längst kein Geheimtipp mehr. Für das breite Publikum mit Kindern schon. Und es gibt noch Karten.
Geheimtipp: Theater-Festival Panoptikum in Nürnberg startet - Wir verraten die Highlights
In den „Kopfwelten“

In den „Kopfwelten“

Bremen - Von Peter Wolff. Jakob Reinhold Michael Lenz – das ist der manisch auf Goethe fixierte, exzentrische Sturm- und Drangdichter, der 1792 auf den Straßen Moskaus als Bettler endete. 15 Jahre zuvor hatte der Arzt und Apotheker Christoph Kaufmann, ein Freund Goethes und Lavaters, den seelisch verstörten Dichter nach einem schizophrenen Schub zu dem elsässischen Landpfarrer Johann Friedrich Oberlin geschickt. Dort blieb Jakob Lenz – bis seine Anfälle zu Selbsttötungsversuchen führten.
In den „Kopfwelten“