Ressortarchiv: Kultur

Prima Madonna

Prima Madonna

Bremen - Verführerin, Heilige, Feindbild, Hure, Galionsfigur und Stachel im Fleisch der katholischen Kirche: Im Lauf ihrer langjährigen Karriere war Madonna Louise Veronica Ciccone schon so einiges. Je nach Standpunkt gab und gibt die Sängerin mehr als genügend Anlass, sich über sie aufzuregen – oder sie für ihr Spiel mit den gängigen Vorstellungen von Weiblichkeit zu feiern.
Prima Madonna
Entwickelter Alltag

Entwickelter Alltag

Hannover - Von Jörg Worat. Bronze, Ton oder Alabaster: Das sind Materialien, mit denen wir in der Kunst rechnen. Wie aber steht‘s mit Schwefel, Joghurt oder Rauch – die Ausstellung „Aggregatzustände“ im Sprengel Museum bindet jedenfalls auch ungewöhnliche Werkstoffe ein.
Entwickelter Alltag
Labyrinth der Dinge

Labyrinth der Dinge

Die Bremer Hochschule für Künste arbeitet an einem „Dynamischen Archiv“ für künstlerische und technische Arbeitsweisen. Performance-Künstlerin Eva Meyer-Keller entwickelte nun einen Beitrag, der das ganze Ding noch einmal auf den Kopf stellen könnte
Labyrinth der Dinge
Liebe zu Brahms:

Liebe zu Brahms:

Bremen - Von Markus Wilks. Wie sich die Zeiten ändern: Durchgefallen bei den ersten Aufführungen, doch heutzutage beliebte, gleichwohl alles andere als gefällige Werke des Konzertrepertoires. Die Rede ist von Schumanns 4. Sinfonie und Brahms‘ 1. Klavierkonzert. Sie standen beim jüngsten Abokonzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen in der Glocke auf dem Programm, das mit Paavo Järvi und Igor Levit von zwei ebenso klug wie unroutiniert musizierenden Künstlern geprägt wurde. Viele Musiker und Zuhörer benötigen mehrere Anläufe, um mit Brahms‘ 1. Klavierkonzert warm zu werden. Der 50-minütige Koloss mit seinen düsteren Elementen und der komplexen musikalischen Struktur fordert heraus. Järvi am Pult der Kammerphilharmonie und Levit am Flügel machten es dem Publikum jedoch leicht, diesen Brahms zu verstehen und – ja – zu lieben. Gerade weil sie die Zerrissenheit dieser Komposition als Basis für eine aufregende Interpretation betonten, ergaben sich viele wundervolle oder energiegeladene Momente, die in ein fließendes Ganzes eingebunden waren.
Liebe zu Brahms:
Ulrich Mokrusch wird Intendant in Osnabrück

Ulrich Mokrusch wird Intendant in Osnabrück

Bremerhaven/Osnabrück – Ulrich Mokrusch wird Intendant der Städtischen Bühnen Osnabrück. Das gab die Stadt Osnabrück gestern bekannt. Ulrich Mokrusch ist seit August 2010 Intendant des Stadttheaters Bremerhaven. Seitdem wurde das Theater mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit dem verliehenen Theaterpreis des Bundes. Mokrusch wird die Städtischen Bühnen ab der Spielzeit 2021/22 leiten und dort den bisherigen Intendanten Dr. Ralf Waldschmidt ablösen. Die Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Neumann freut sich über die Wahl: „Sein Interesse auch spezifische Osnabrücker Themen in seine künstlerischen Pläne aufzunehmen, hat mich besonders überzeugt.“ Mokrusch kündigt an, in Osnabrück neue Akzente zu setzen: „Ich freue mich, in Osnabrück ein Theater für und mit der Stadt zu gestalten, die Öffnung des Theaters weiter voran zu treiben und mit einem künstlerisch abwechslungsreichen Programm auch neue, diverse Besuchergruppen zu erreichen“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Osnabrück.  rs
Ulrich Mokrusch wird Intendant in Osnabrück
Szenen einer Ehe

Szenen einer Ehe

Oldenburg - Von Ute Schalz-laurenze. Oft haftet in Operninszenierungen der Verlegung in die heutige Zeit etwas angestrengt Gewaltsames an, auch wenn die Ergebnisse in der Regel viel Spannung haben. Nicht so beim Deutschlanddebüt der griechischen Regisseurin Rodula Gaitanou, die jetzt Giuseppe Verdis Schmerzensoper „Un ballo in Maschera“ in die Jetztzeit und darüberhinaus in das Milieu der Mafia versetzte.
Szenen einer Ehe
Lehrjahre des Gefühls

Lehrjahre des Gefühls

Alexander Riemenschneider verankert Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ elegant auf der Bühne des Bremer Brauhauses. Und lässt uns mit der Gegenwart ein bisschen im Regen stehen.
Lehrjahre des Gefühls
Mehr Metal für Bremen: Hellseatic-Festival kommt 2020 an die Weser

Mehr Metal für Bremen: Hellseatic-Festival kommt 2020 an die Weser

Ein geradezu erstaunliches Comeback hat der schwere Rock in den vergangenen zehn Jahren hingelegt: Nach seiner Erfindung in den 70ern als Proletkult verschrien, in den 80er-Jahren dann musikalisch immer radikaler und durchaus Anziehungspunkt für Avantgarde-Musiker anderer Musikrichtungen geworden, verlor das Genre im Verlauf der 90er-Jahre an Glanz und zog sich in eine zerklüftete Nischenlandschaft zurück, während Grunge und sogenannter Alternative Rock die Szene dominierten.
Mehr Metal für Bremen: Hellseatic-Festival kommt 2020 an die Weser
Sinnliche Erlebnisse

Sinnliche Erlebnisse

Hannover - Von Jörg Worat. Das hannoversche Schauspiel haut aktuell eine Premiere nach der anderen heraus. Ein Dauerfeuer aus gutem Grund – da für die neue Intendanz durch den großen Umbruch im Ensemble keine Übernahmen im eigenen Haus möglich waren, muss jetzt zügig ein Repertoire aufgebaut werden. Der neueste Streich ist die deutschsprachige Erstaufführung von Finegan Kruckemeyers „Die Wut, die uns vereint“ im Ballhof Zwei.
Sinnliche Erlebnisse
Einmal Virtualität und zurück

Einmal Virtualität und zurück

Bremen - Von Rolf Stein. Was echt ist und was nicht, ist keine ganz neue Frage, aber eine, die im Zuge der Digitalisierung noch verstärkte Relevanz erhalten hat. Nicht nur an sogenannte Fake News, auch an die verstärkte Manipulierbarkeit von Bildern, Videos und anderem sei in diesem Zusammenhang erinnert.
Einmal Virtualität und zurück
Eklat wegen Peter Handke und Nobelpreis: Akademiemitglied boykottiert Nobelwoche

Eklat wegen Peter Handke und Nobelpreis: Akademiemitglied boykottiert Nobelwoche

Die Vergabe des Literaturnobelpreises an Peter Handke entzweit die schwedische Akademie. Ein langjähriges Mitglied boykottiert die Nobelwoche.
Eklat wegen Peter Handke und Nobelpreis: Akademiemitglied boykottiert Nobelwoche
Viel mehr als nur Realität

Viel mehr als nur Realität

Bremen - Es ist eine große Frage mit vielen Antworten: was Kunstfotografie und Malerei miteinander zu schaffen haben. Denn tatsächlich beginnen die wechselseitigen Beeinflussungen beider Kunstformen mehr oder weniger exakt mit der Erfindung des Fotos. Weil die Zumutung sofort klar war, und weil es nun wirklich niemanden überraschen konnte, dass dem Gemalten ab sofort schwer fallen würde, seine Vormachtstellung über die Abbildung der Wirklichkeit zu behaupten. Dass umgekehrt die Fotografie es nicht lange beim schlichten Doppeln belassen würde, ist eine andere Geschichte, aber klar ist auch hier: Malerei und Foto kreisen in großem Abstand zueinander um die gleiche Sache.
Viel mehr als nur Realität
Überregionale Anerkennung für Bremer Tanz

Überregionale Anerkennung für Bremer Tanz

Bremen – Die Tanzsparte am Theater Bremen darf sich derzeit über überregionale Aufmerksamkeit freuen: Am Mittwoch bekam Aaron Samuel Davis den Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen. Davis gehört seit Beginn der Spielzeit zu den Unusual Symptoms und ist aktuell in mehreren Produktionen in Bremen zu sehen. Traditionell in der Vorweihnachtszeit zeichnet Düsseldorf junge Künstler mit Förderpreisen aus. Diese sind mit jeweils 4 000 Euro dotiert und werden in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Musik und Literatur vergeben. In der Jurybegründung heißt es unter anderem: „Hier kommen Zeitgenössischer Tanz, westafrikanische Tänze, House, Jazz und eine große Passion für die großen Erzählungen zusammen.“
Überregionale Anerkennung für Bremer Tanz
Deutliche Worte

Deutliche Worte

Syke - Von Rolf Stein. Ein Vorteil, den Schriftsteller und Philosophen gegenüber Politikern haben, ist ihr Beruf. Sie können, wie Ngugi wa Thiong’o einen Friedenspreis in der Regel ruhigen Gewissens annehmen, weil ihnen selten vorgehalten werden kann, bei nächster Gelegenheit Gewalt anzuwenden. Wie es Politikern nicht selten geschieht – zuletzt Abiy Ahmed, dem Premierminister Äthiopiens und jüngster Friedensnobelpreisträger. Kaum geehrt, machten Nachrichten von Toten bei Demonstrationen die Runde, die seine Sicherheitskräfte auf dem Gewissen haben sollten.
Deutliche Worte
Sie kennt nur ihre Wut

Sie kennt nur ihre Wut

Hannover - Von Jörg Worat. Einen Kuschelkurs fährt das „Junge Schauspiel“ des hannoverschen Staatstheaters sicherlich nicht. Eine aktuelle Premiere erweist sich gar als knallharter Stoff: „Wut“, sagt die junge Frau da vorne im Ballhof Zwei irgendwann. „Meine ist so groß, dass sie nicht in mich hineinpasst.“ Davon, welche Ursachen und welche Folgen diese Wut hat, erzählt Fatma Aydemirs Roman „Ellbogen“. Diese Theaterfassung für Menschen ab 14 Jahren ist eine Übernahme vom Jungen Schauspielhaus Hamburg und verbleibt im Hannover-Repertoire.
Sie kennt nur ihre Wut
Weltweit bekannter Star-Dirigent gestorben - dabei feierte er vor Kurzem noch ein Comeback

Weltweit bekannter Star-Dirigent gestorben - dabei feierte er vor Kurzem noch ein Comeback

Mariss Jansons, Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, ist gestorben. Er führte das Orchester zu Weltruhm und galt als einer der bedeutendsten Dirigenten weltweit.  
Weltweit bekannter Star-Dirigent gestorben - dabei feierte er vor Kurzem noch ein Comeback