Ressortarchiv: Kultur

Amala Dianor eröffnet das Festival „Tanztheater International“ in Hannover

Amala Dianor eröffnet das Festival „Tanztheater International“ in Hannover

„Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kämpft“: Dieses Zitat von Ernest Hemingway setzt Christiane Winter, Leiterin des Festivals „Tanztheater International“, an den Schluss ihrer Eröffnungsrede. Nun, um die Publikumsgunst wird sie erfahrungsgemäß unter dem Strich nicht sonderlich ringen müssen – der Auftakt in der Orangerie verlief jedoch durchwachsen.
Amala Dianor eröffnet das Festival „Tanztheater International“ in Hannover
Intimität an der Leine

Intimität an der Leine

Bremen - Von Jan-paul Koopmann. Stricken klingt nach Oma. Und genau da hört es auch schon wieder auf mit den eingelösten Erwartungshaltungen, weil eben doch alles viel komplizierter ist, als es zunächst scheint. Formal erzählt die Installation „Stricken“ der in Berlin lebenden Künstlerin Magda Korsinsky von schwarzen Enkelinnen und ihren weißen Großmüttern – tatsächlich aber von der gesamtdeutschen Nachkriegsgesellschaft, deren Bruch- und Leerstellen entlang dieser persönlichen Biografien mit Wucht an die Oberfläche drängen. In Videointerviews erzählen Binta, Denise, Miriam, Matti, Shaheen und Stephanie, wie sie ihre Kindheit mit Frauen erlebt haben, die ihrerseits im Faschismus sozialisiert wurden.
Intimität an der Leine
Wie heißen die Stadtmusikanten heute?

Wie heißen die Stadtmusikanten heute?

Eine Stadt, die in manchen Teilen der Welt für ihre Stadtmusikanten bekannt ist, sollte eigentlich doch mit einer pulsierenden Szene ausgestattet sein, die auch gegenwärtig über die Stadtgrenzen hinausstrahlt – oder etwa nicht? Und tatsächlich hat Bremen durchaus Musiker von Rang hervorgebracht, von James Last über Sven Regener bis zu Mantar, die allerdings zuverlässig die Stadt gen Hamburg, Berlin oder anderswo verließen.
Wie heißen die Stadtmusikanten heute?
Jedes Konzert ein Ernstfall

Jedes Konzert ein Ernstfall

Bremen - Von Michael Pitz-Grewenig. Yoel Gamzou, Bremer Generalmusikdirektor, kennt die Partitur von Mahlers 10. Symphonie wie wohl kein anderer. In jahrelanger Kleinarbeit hat er die fragmentarische Partitur vollendet und im Jahr 2010 eine komplettierte Fassung vorgelegt, die derzeit wohl die überzeugendste sein dürfte. Ganz offenkundig fasst der früh von Mahler faszinierte Gamzou dieses Werk nicht als strenge Symphonie auf, sondern als ein überbordendes, von unheimlichen Spannungen zerrissenes, aber auch in reichen lyrischen Episoden ausschwingendes Musikdrama.
Jedes Konzert ein Ernstfall
Julia Bernhard blickt auf alltägliche Gängelei

Julia Bernhard blickt auf alltägliche Gängelei

Syke - Von Jan-Paul Koopmann. Wer in den vergangenen 40 Jahren irgendwas mit Sprache studiert hat, wird sich an den Satz von Watzlawick erinnern, dass man „nicht nicht kommuzieren“ könne. Manchmal wäre das allerdings wirklich besser, möchte man beim Lesen von Julia Bernhards Comicdebüt ergänzen. Am Anfang von „Wie gut, dass wir darüber geredet haben“ ist es diese Oma, die beim Essen nervt. Aus der Perspektive der (meist unsichtbaren) Autorin müssen wir uns vollquatschen lassen: Warum wir noch keinen Freund haben, ob uns nicht klar ist, dass es ab 30 schwieriger wird mit der Fortpflanzung, warum wir immer noch studieren – und wieso wir denn jetzt schon wieder los müssen.
Julia Bernhard blickt auf alltägliche Gängelei
Nach der Premiere ist vor der Premiere

Nach der Premiere ist vor der Premiere

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Was für den Fußball gilt, ist auch für die Spielpläne der deutschen Theater Gesetz. Wenn etwa das Theater Bremen im Frühjahr sein Programm für die kommende, im August/September beginnende Saison vorstellt, wird hinter den Kulissen schon fleißig am nächsten Spielplan gearbeitet – der Beobachter kann sich sogar sicher sein, dass auch für die Jahre darauf schon das eine oder andere in Planung ist. Es ist ein permanenter Fluss, der auch für die einzelnen Produktionen gilt: Am Abend der Premiere wird noch groß gefeiert, schon am Tag drauf richten sich die Blicke mit größter Konzentration auf das nächste Stück.
Nach der Premiere ist vor der Premiere
Klangvoller Auftakt

Klangvoller Auftakt

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Der Marktplatz voll, die Stimmung ausgelassen und zwischen den hinreißend beleuchteten Gebäuden sind die meist gehörten Sätze: „Wo wart Ihr eben?“ und „Wo geht Ihr hin“. Die „große Nachtmusik“ entwickelt sich zum Höhepunkt des Musikfests Bremen.
Klangvoller Auftakt
Steine mit Flügeln

Steine mit Flügeln

Bremen - Von Jan-paul Koopmann. Sich annähern, die richtige Distanz finden und um Zugänge ringen: Worum es in der Kunst ja immer irgendwie geht, das hat Claudia Piepenbrock zum Programm erhoben. Da wären etwa diese Felsen, die keine sind. Drei gewaltige Brocken ruhen in Metallständern, die nicht so recht klären, ob sie nun vorm Umfallen schützen, festhalten oder die Objekte schlicht auf die richtige Höhe bringen sollen. Diese Felsen wirken sonderbar schwerelos, weil sie tatsächlich aus Pappmaché sind und weil der Raum an beiden Eingängen mit einem Drahtgitter begrenzt wurde, als könnten die Steine sonst wegfliegen.
Steine mit Flügeln
Jens Laloire vom Literaturkontor über Bremen als Literaturstadt und was fehlt

Jens Laloire vom Literaturkontor über Bremen als Literaturstadt und was fehlt

Bremen - Robinson Crusoe, der wohl berühmteste Bremer der Literaturgeschichte, machte weniger mit Erzählungen aus dem Ratskeller von sich reden als mit einer Art kolonialem Projekt auf einer einsamen Insel. Geboren war er in England als Sohn eines migrierten Bremer Kaufmanns.
Jens Laloire vom Literaturkontor über Bremen als Literaturstadt und was fehlt
Thomas Albert über Netrebko, 30 Jahre Musikfest und das Wetter

Thomas Albert über Netrebko, 30 Jahre Musikfest und das Wetter

Bremen - Am Samstag beginnt das Musikfest Bremen ganz traditionell mit der „Großen Nachtmusik“ rund um den Marktplatz. Etwas Besonderes ist die diesjährige Edition dann aber doch.
Thomas Albert über Netrebko, 30 Jahre Musikfest und das Wetter
Rezo kritisiert Printmedien - DJV spricht von Hetze und rudert zurück

Rezo kritisiert Printmedien - DJV spricht von Hetze und rudert zurück

Im YouTube-Video "Wir BILDen Rezo" kritisiert Rezo die "Bild" und "B.Z" sowie Printmedien. Der DJV spricht von Hetze, zieht diese aber wieder zurück.
Rezo kritisiert Printmedien - DJV spricht von Hetze und rudert zurück
Schwankhalle bezieht Stellung gegen Rassismus und Diskriminierung

Schwankhalle bezieht Stellung gegen Rassismus und Diskriminierung

Bremen - Es ist in der Tat ein wuchtiger Entwurf, den Pirkko Husemann, Künstlerische Leiterin der Bremer Schwankhalle, gestern für die Spielzeit 2019/2020 vorgestellt hat: Das Programm für den Herbst allein lässt sich hier nicht annähernd auffächern – und erst recht nicht inhaltlich angemessen würdigen. Ein Perspektivwechsel ist angesagt, denn der könne, wie es in einer Mitteilung des Hauses heißt, „der alarmierten Mehrheitsbevölkerung dazu verhelfen, die eigenen Verdrängungsmechanismen und Privilegien zu erkennen“.
Schwankhalle bezieht Stellung gegen Rassismus und Diskriminierung
Serie: Theater ganz nah - Auch die „normalen“ Jobs am Theater sind ein bisschen anders

Serie: Theater ganz nah - Auch die „normalen“ Jobs am Theater sind ein bisschen anders

Wer ans Theater denkt, der denkt naturgemäß erst an die Kunst – und an die Künstler. An die Sängerin, die abends in einer Verdi-Oper zu sehen ist und am nächsten Morgen schon für ein anderes Stück probt. An den Schauspieler, den Tänzer, den Regisseur. Auch der Maskenbildner, der Inspizient oder der Leiter des Malersaals sind Personen, die einem in den Sinn kommen mögen. Dabei gibt es aber auch die anderen, die „normalen“ Berufe – und ohne sie wäre der gesamte Betrieb kaum denkbar.
Serie: Theater ganz nah - Auch die „normalen“ Jobs am Theater sind ein bisschen anders
Die Lust am Untergang

Die Lust am Untergang

JAN-PAUL KOOPMANN
Die Lust am Untergang
Dem Idyll misstraut

Dem Idyll misstraut

Bremen - Von Rolf Stein. Ein Künstlerpaar aus der DDR, „rübergemacht“ in den 80er-Jahren – da rattert die Klischeemaschine. Dissidenten, Verfolgte des SED-Regimes, unter Lebensgefahr geflohen in die Freiheit! Christine Prinz und Claus Haensel hätten solch ein Paar wohl sein können. Aber die Geschichte stimmt leider nicht so recht. Haensel, der die Presse vor der Eröffnung von „Haensel und Prinz – definitiv figürlich“ mit Kurator Ingmar Lähnemann durch die Ausstellung führt, ist da ganz dezidiert: Das Paar konnte den anderen deutschen Staat ganz legal verlassen.
Dem Idyll misstraut
„Horn to be Wild“-Festival: „Es war uns zu ruhig“

„Horn to be Wild“-Festival: „Es war uns zu ruhig“

Bremen - Noch ein Festival? Im Jahre 50 nach Woodstock herrscht, könnte man meinen, doch wahrlich kein Mangel an Freiluftvergnügungen für Musikliebhaber. Und doch schickte sich vor etwas mehr als fünf Jahren eine Gruppe junger Menschen an, ein weiteres Festival zu gründen: das „Horn to be wild“. Heute wird das erstmals zweitägige Festival zum fünften Mal eröffnet. Rebecka Gödecke, von Anfang an dabei und für Presse und Marketing zuständig, erklärt im Interview, warum es eben doch ein „Horn to be wild“ braucht.
„Horn to be Wild“-Festival: „Es war uns zu ruhig“
Erinnerungen an Woodstock: „Ich war von der Stimmung stoned“

Erinnerungen an Woodstock: „Ich war von der Stimmung stoned“

Bremen - Am Donnerstag vor 50 Jahren wurde in der Kleinstadt Bethel im US-Bundesstaat New York ein Festival eröffnet, das längst eine Chiffre für eine ganze Ära geworden ist. Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Carlos Santana, The Who und viele andere traten vor rund 400.000 Menschen auf. Ein Dokumentar-Film und ein Dreifach-Album machten das Festival zum Mythos. Annelie Keil, emeritierte Professorin an der Bremer Uni, war damals mittendrin. Im Gespräch mit unserer Zeitung erinnert sie sich.
Erinnerungen an Woodstock: „Ich war von der Stimmung stoned“
Woodstock – das Ende vom Anfang

Woodstock – das Ende vom Anfang

Syke - Von Jan-paul Koopmann. Das Bemerkenswerteste an Woodstocks 50. Geburtstag ist wohl, dass man ihn auch ganz jungen Menschen nicht groß erklären muss. Das ist der feuchte Traum jeder PR-Agentur: mit dilettantischer Planung und überschaubaren Mitteln ein Event aus dem Boden zu stampfen, das noch ein halbes Jahrhundert später als Marke nicht nur unvergessen ist, sondern munter weiter expandiert.
Woodstock – das Ende vom Anfang
Sieben Jahre Evolution

Sieben Jahre Evolution

Bremen - Von Frank Schümann. August 2012, Theater am Goetheplatz. Der Intendant schickt sich zur theaterüblichen, alljährlichen Begrüßung an, und da er neu ist, liegt eine besondere Spannung in der Luft. Das Theater ist gut besetzt, und doch zieht eine rund 20 Personen große Gruppe sofort alle Aufmerksamkeit auf sich – unübersehbar sehr international und „mit Kind und Kegel“, wie einer raunt. Es sind die Tänzer der „Unusual Symptons“, der Truppe von Samir Akika, die das Theater mit einem anarchistischen Hauch überziehen, dabei aber sehr herzlich und offen miteinander umgehen – zur allgemeinen Begeisterung der Mitarbeiter.
Sieben Jahre Evolution
TV-Kritik zu Markus Lanz: Geht ein Riss durch die Gesellschaft?

TV-Kritik zu Markus Lanz: Geht ein Riss durch die Gesellschaft?

Ob Flüchtlinge aus Libyen oder die Eregnisse am Frankfurter Hauptbahnhof - bei Lanz debattieren Journalisten und Politiker über die richtige Berichterstattung.
TV-Kritik zu Markus Lanz: Geht ein Riss durch die Gesellschaft?
„Das war auch in der DDR so“

„Das war auch in der DDR so“

Zürich - Von Volker Gebhart. Seit seinem Abschied als langjähriger Intendant der Volksbühne ist es um Frank Castorf keinesfalls ruhig geworden. Ganz im Gegenteil: Der Berliner Regisseur arbeitet sich in schneller Folge von einer Inszenierung zur nächsten. Gerade hat er sich nach zehn Jahren mit Regiearbeiten am Schauspielhaus Zürich mit Friedrich Dürrenmatts „Justiz“ verabschiedet, nimmt er bereits Kurs auf Lausanne, Genf, Berlin, Köln und wiederum Hamburg. Dort bereitet er jeweils neue Inszenierungen vor. Im Interview spricht Frank Castorf über seine Arbeitsweise und die Wichtigkeit von Selbstironie.
„Das war auch in der DDR so“
Nach dem Ende der Welt

Nach dem Ende der Welt

Syke - Von Jan-Paul Koopmann. Dass Robert Kirkman zu den berühmtesten Comicautoren unserer Zeit zählt, liegt paradoxerweise am Fernsehen. Und das gar nicht mal unbedingt, weil sein Zombieepos „The Walking Dead“ in bald zehn Staffeln so erfolgreich verfilmt wurde. Nein, schon Kirkmans Stil ist viel mehr am Film geschult als am Comic – selbst die Stoffe kommen aus dem Kino.
Nach dem Ende der Welt
Ideal und Wirklichkeit

Ideal und Wirklichkeit

Es ist meistens so: Je abstrakter, stiller und leerer eine künstlerische Arbeit ist, desto bedeutender erscheint sie. Was kann aufgeladener sein als ein bloßer Kreis? Was göttlicher als das bloße Licht? Es mag seltsam wirken, aber je größer die Leere, umso leerer das Pathos. In der Geschichte der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts lässt sich das an mehreren Momenten nachvollziehen. In den 60er-Jahren etwa fielen Bildhauer der Minimal Art wie Donald Judd, Carl Andre oder Dan Flavin auf, indem sie Wandsockel, Bodenplatten und leere, aber beleuchtete Vitrinen ausstellten. All dieses Nichts war zugleich alles. Es geht dabei nicht zuletzt um Vorstellungskraft. Nur eine leere Bühne hat Platz für alle Dramen dieser Welt.
Ideal und Wirklichkeit
Schokolade mit Seifengeschmack

Schokolade mit Seifengeschmack

Hannover - Von Jörg Worat. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen: Wie kommt eine Ausstellung namens „2000 – Mensch. Natur. Twipsy.“ ausgerechnet in den Kunstverein Hannover? Nun, obwohl der Titel Motto und Maskottchennamen der hannoverschen Weltausstellung enthält, ist dies kein nostalgischer Rückblick: Die Berliner Künstlerin Henrike Naumann nutzt die Expo 2000 vielmehr als einen Schwerpunkt in ihrer Betrachtung gesellschaftlicher, vor allem deutscher Befindlichkeiten.
Schokolade mit Seifengeschmack
„Hat es geklappt? – Natürlich!“

„Hat es geklappt? – Natürlich!“

Eine amerikanische Opernsängerin, eine spanische Personalchefin oder ein irischer Dirigent – wer am Theater Bremen zu tun hat, trifft fast zwangsläufig auf Persönlichkeiten aus aller Herren Länder. Ob Frankreich, Griechenland oder Russland – am Goetheplatz scheint es gefühlt kaum ein Land zu geben, das nicht vertreten ist. Dem ist natürlich nicht so, aber: Kaum eine Institution in Bremen kann den Anspruch „Wir sind bunt“ so selbstverständlich behaupten wie das Theater Bremen.
„Hat es geklappt? – Natürlich!“
„A Summer’s Tale“: Bunte Träume, rote Zahlen

„A Summer’s Tale“: Bunte Träume, rote Zahlen

Luhmühlen - Fünf Jahre hat der Veranstalter FKP Scorpio sich gegeben, ein Sommermärchen in der Lüneburger Heide zu erzählen. Mit dem Ende des viertägigen Festivals für gehobene Ansprüche und Geldbeutel ist beim „A Summer‘s Tale“ quasi der Tag der Abrechnung gekommen.
„A Summer’s Tale“: Bunte Träume, rote Zahlen
„Heavy Metal ist doch akzeptiert“: Wann Musik für Zündstoff sorgt – und wann nicht

„Heavy Metal ist doch akzeptiert“: Wann Musik für Zündstoff sorgt – und wann nicht

Als Anfang Juli die US-Death-Metal-Band Cannibal Corpse in Deutschland auftrat, gab es im Vorfeld Wirbel. Im Gespräch mit unserer Zeitung warnte die Jugendschützerin Christa Jenal vor einer verrohenden Wirkung der Musik von Cannibal Corpse.
„Heavy Metal ist doch akzeptiert“: Wann Musik für Zündstoff sorgt – und wann nicht
„A Summer’s Tale“: Mit Stempel vom Lama

„A Summer’s Tale“: Mit Stempel vom Lama

Luhmühlen - Von Ulla Heyne. Es ist mal wieder „A Summer’s Tale“. Noch mehr Besucher als in den Vorjahren tummeln sich seit Donnerstag auf dem idyllischen Springreitgelände in der Nähe von Lüneburg zwischen zeitgerecht blühenden Heidepflanzen und veganen Burgerständen, singen Mantras und Shantys, wandern durch Detox-Pflanzen und üben sich in Vinyasayoga, Fingerknitting und Kalligrafie – gesponsort von einem Füllerhersteller, der gleich nebenan den Familien der zukünftigen ABC-Schützen das Erstschreibgerät aus Holz verpasst.
„A Summer’s Tale“: Mit Stempel vom Lama
Appletree Garden Festival - für immer in Diepholz

Appletree Garden Festival - für immer in Diepholz

Diepholz - Leise geht es los auf dem Appletree Garden Festival am Donnerstag: „Hallo Appletree!“, begrüßen Steffi und Laura von der Band Children das anfangs noch überschaubare Publikum im Spiegelzelt. „Ich glaube, wir eröffnen das Festival.“ Und damit haben sie recht. Was folgt, sind drei Tage voll Indiemusik, Straßenkunst, Lesungen und Yoga-Workshops. Auch in diesem Jahr ist das Festival am Diepholzer Lüdersbusch mit rund 5 500 Besuchern ausverkauft.
Appletree Garden Festival - für immer in Diepholz
Soziale Experimente im Moor

Soziale Experimente im Moor

Worpswede - Von Rolf Stein. Ohne Anführungszeichen, ohne ironische Brechung gegen den Kapitalismus zu agitieren – und sei es auf einer Theaterbühne: Das ist nicht gerade Alltag. Auch wenn die Marktwirtschaft im Zuge von Finanzkrise und Klimawandel ins Gerede gekommen ist.
Soziale Experimente im Moor