Ressortarchiv: Kultur

Bekannter Satiriker und Sänger stirbt mit 57 Jahren - Das ist zur Todesursache bekannt

Bekannter Satiriker und Sänger stirbt mit 57 Jahren - Das ist zur Todesursache bekannt

Schriftsteller und Sänger Wiglaf Droste wurde nur 57 Jahre alt. Er starb im fränkischen Pottenstein nach einer kurzen, schweren Krankheit.
Bekannter Satiriker und Sänger stirbt mit 57 Jahren - Das ist zur Todesursache bekannt
Gefangen im Linien-Wirrwarr

Gefangen im Linien-Wirrwarr

Syke - Von Mareike Bannasch. Frauen, die mannshohe Skulpturen schaffen, die sich mit Linien und Fläche beschäftigen, hatten im öffentlichen Diskurs lange keinen Platz. Ganz zu schweigen von ihrer Nicht-Existenz in der kunsthistorischen Betrachtung. Eine Ungerechtigkeit, die sich in diesen Tagen merklich umkehrt. Nicht nur das Gerhard-Marcks-Haus und die Museen Böttcherstraße widmen sich nämlich Bildhauerinnen, sondern auch das Syker Vorwerk. Dort wird morgen eine Ausstellung eröffnet, die sich mit dem Schaffen von Rita Bieler auseinandersetzt.
Gefangen im Linien-Wirrwarr
S!sters beim ESC: Im deutschen Song „liegt Spannung“

S!sters beim ESC: Im deutschen Song „liegt Spannung“

Bremen - Sie wurden eigens für den Eurovision Song Contest zusammengecastet und sollten Deutschland den Sieg bescheren. Laurita Spinelli und Carlotta Truman, besser bekannt als „S!sters“, treten am Samstagabend in Tel Aviv an. Wir haben vorab mit dem Bremer Komponisten Christoph Ogiermann über ihre Chancen gesprochen.
S!sters beim ESC: Im deutschen Song „liegt Spannung“
Große Kunst in kleinen Büchern: Grusel-Reihe „Die Unheimlichen“

Große Kunst in kleinen Büchern: Grusel-Reihe „Die Unheimlichen“

Syke - Von Jan-Paul Koopmann. Horror fängt oft ganz harmlos an: Da kommt der Carlsen-Verlag mit ein paar kleinen Büchlein um die Ecke, je 64 Seiten in schickem Schwarz, mit Namen drauf, die man in der Comic-Szene kennt: Isabel Kreitz, Nicolas Mahler, Barbara Yelin und so weiter. Die Serie „Die Unheimlichen“ versammelt die Großen und Wichtigen aus der Graphic-Novel-Sparte und lässt sie auf Klassiker der Gruselliteratur los.
Große Kunst in kleinen Büchern: Grusel-Reihe „Die Unheimlichen“
Die Letzte macht das Licht an

Die Letzte macht das Licht an

Oldenburg - Von Rolf Stein. Es gibt im Theater manchmal diese Momente, in denen es einem als Zuschauer geradezu die Sprache verschlägt, sei es, weil eine Darbietung einen verblüffend artistischen Höhepunkt zeigt, sei es, weil sich ein künstlerischer Gedanke in ästhetischer Klarheit manifestiiert. „Tundra“, von dem spanischen Choreografen Marcos Morau für die National Dance Company Wales eingerichtet und der erste Teil des dreiteiligen Abends „Terra Firma“, gelingt es gleich in der ersten Szene, beides miteinander zu verbinden.
Die Letzte macht das Licht an
Wenn das Salzfass spricht

Wenn das Salzfass spricht

Hannover - Von Jörg Worat. Der Kartoffelstampfer und der hölzerne Fleischklopfer beraten sich. Mit einem grausigen Resultat: Die Schachtel mit den Heftklammern muss sterben. Das ist kein Shakespeare? Doch, bei „Forced Entertainment“ schon. Die britische Gruppe will allerdings bei den Kunstfestspielen Herrenhausen an neun Tagen sämtliche 36 Dramen des Dichters aufführen, und damit das nicht aus dem Ruder läuft, muss man halt ungewöhnliche Mittel wählen. Zum Beispiel das „Table Top Theatre“.
Wenn das Salzfass spricht
Wagner in zwei Minuten

Wagner in zwei Minuten

Bremen - Von Rolf Stein. Herr Kapielski ist ein ganz feiner Mann. Das sagt er selbst, deswegen schon muss es stimmen. Selbst nachhören können Sie das ab morgen Abend im Kabinett des Zentrums für Künstlerpublikationen in der Weserburg.
Wagner in zwei Minuten
Tête-à-Tête mit Gott

Tête-à-Tête mit Gott

Hamburg - Von Jan-Paul Koopmann. Wer sich nachts beim Schleichen im Palastgarten selbst über den Weg läuft, der soll sich dann wohl erschrecken. Wem aber vis-à-vis mit dem Doppelgänger noch Zweifel aufkommen, ob man am Ende nicht vielleicht selbst der Fake ist – der hat entweder ein ernsteres psychisches Problem, oder es ist Zauberei im Spiel. Für Kleists „Amphitryon“ gilt beides: Die Ich-Frage ist ja nicht erst heute eine große, und dass dann auch noch die leibhaftigen Götter drin herumpfuschen, macht das alles zwar ein bisschen lustig, aber auch ganz schön bitter. Es ist jedenfalls eine verfahrene Kiste, die Leander Haußmann zum Saisonende auf die Bühne des Hamburger Thalia-Theaters bringt: mythenschwer, von existenzieller Wucht und – das gleich vorweg – mit einer wirklich herausragenden Besetzung.
Tête-à-Tête mit Gott
Morbider Mörder

Morbider Mörder

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Man kann das schon nachvollziehen: Gustav Mahler, Alexander Zemlinsky, sogar Anton Webern bescheinigten dem jungen Erich Wolfgang Korngold, ein Genie zu sein. Man kann aber auch nachvollziehen, dass der nach Amerika emigrierte Komponist, der dort erfolgreich als Filmkomponist arbeitete, nach seiner Rückkehr nach Europa 1949 keine Chance mehr hatte und tief enttäuscht nach Amerika zurückging, wo er 1957 starb.
Morbider Mörder
Neues vom Schwanensee

Neues vom Schwanensee

Oldenburg - Eigentlich ist der Nordwesten der Republik eine Hochburg des Tanztheaters. Die dieser Tage in Oldenburg und Bremerhaven laufenden Tanzfestivals bilden das nicht unbedingt ab. In Bremerhaven hat die Compagnie von Serge Vanaev mit ihrem modernen Ballett schon lange die tänzerische Deutungshoheit, das Oldenburgische Staatstheater verabschiedete sich vor fünf Jahren unter Intendant Christian Firmbach vom Tanztheater. Federführend dabei war der damalige Ballettdirektor Burkhard Nemitz, der die 14. Internationalen Tanztage in Oldenburg als Festivalleiter prägt.
Neues vom Schwanensee
Die sagt, wo es lang geht

Die sagt, wo es lang geht

Bremen - Von Rolf Stein. Sie erzählt selbst gern von früher: Suzi Quatro, 1950 in Detroit auf die Welt gekommen, scheut nicht davor zurück, zu sagen, wie alt sie ist. Im gut besuchten Bremer Metropol-Theater zeigt sie am Samstag, dass sie auch mit beinahe 69 Jahren kein Problem damit hat, ihren Musikern zu sagen, wo es lang geht. Wenn sich ihr Saxofonist ein bisschen zu lange vorn an der Rampe solistisch gehen lässt, pfeift sie ihn zurück ins Glied. Klar, das ist Show. Aber diese Inszenierung erinnert auch daran, wie die körperlich eher kleine Musikerin in den Siebzigerjahren ganz groß herauskam.
Die sagt, wo es lang geht
Armin Petras: „Ich kann mit Traum wenig anfangen“

Armin Petras: „Ich kann mit Traum wenig anfangen“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. „Hier ist alles kalt und gespenstisch“: Die Haushälterin Brigitta sagt es gleich am Anfang von Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die tote Stadt“. Sie war nach ihrer Uraufführung 1920 die erfolgreichste Oper des Jahrhunderts und wurde an 80 Bühnen in aller Welt nachgespielt – morgen feiert sie in Bremen Premiere. Wir haben mit Armin Petras über seine Inszenierung gesprochen.
Armin Petras: „Ich kann mit Traum wenig anfangen“
Alize Zandwijks „Mütter“ präsentiert Bremer Geschichten aus aller Welt

Alize Zandwijks „Mütter“ präsentiert Bremer Geschichten aus aller Welt

Bremen - Lassen Sie um Himmels willen bloß Boris Palmer nicht von diesem Theaterabend erfahren! Der Tübinger Oberbürgermeister, der sich und vor allem den Rest der Welt gern fragt, welche Gesellschaft beispielsweise in der Werbung der Deutschen Bahn abgebildet wird, könnte schier verrückt werden angesichts des Ensembles von „Mütter“, einer Inszenierung von Alize Zandwijk am Theater Bremen, die derzeit im Foyer des Theaters am Goetheplatz zu sehen ist.
Alize Zandwijks „Mütter“ präsentiert Bremer Geschichten aus aller Welt
Macht kaputt: „Worktable“ legalisiert Zerstörung

Macht kaputt: „Worktable“ legalisiert Zerstörung

Bremen - Ein Kinderspiel ist es nicht: Ab sechs Jahren – Kinder nur in Begleitung Erwachsener – ist die Teilnahme erlaubt. Es scheint sogar ein bisschen gefährlich, an Kate McIntoshs interaktiver Installation „Worktable“ teilzunehmen. Bevor man in den dreieinhalbteiligen Parcous startet, muss man erklären, dass weder Künstlerin noch Veranstalter für etwaige Schäden an Leib und Leben haftbar gemacht werden können. Was ist da los?
Macht kaputt: „Worktable“ legalisiert Zerstörung
Weiterhin mittendrin

Weiterhin mittendrin

Bremen - Von Ute Schalz-laurenze. Zunächst einmal gibt es einen Auftritt für die Grafik: Das Programm 2019/2020 der Bremer Philharmoniker erscheint dabei nicht in einer Farbe, sondern gleich in vier, genauer gesagt vier Grüntönen. Ein ist trotzdem schnell klar: Die 195. Spielzeit platzt geradezu vor neuen Ideen und Formaten.
Weiterhin mittendrin
Neuer Blick auf die Stadt

Neuer Blick auf die Stadt

Bremen - Von Rolf Stein. Wenn ein Festival, wie in diesem Fall das Mittenmang für inklusive Theaterkunst mitsamt Ausflügen in anrainende Künste, bereits seine dritte Auflage erlebt, darf man auch schon einmal von einem Gründungsmythos sprechen. Andreas Meder, der das Festival für die Lebenshilfe Kunst und Kultur organisiert und gestern das Programm der diesjährigen Auflage vorstellte, nennt die Episode selbst so, die am Anfang der noch jungen Tradition steht.
Neuer Blick auf die Stadt
Wolfmother auf dem Hurricane: Beim vierten Mal als Trio

Wolfmother auf dem Hurricane: Beim vierten Mal als Trio

Die heiße Phase beginnt: Das Hurricane-Festival feiert vom 21. bis 23. Juni seine 23. Auflage. Am Festival-Sonntag wird Andrew Stockdale, einziges verbliebenes Originalmitglied und Kopf von Wolfmother, zum vierten Mal nach 2006, 2012 und 2017 auf dem Eichenring spielen. Ralf G. Poppe lässt im Gespräch noch einmal die vorherigen Hurricane-Auftritte aufleben.
Wolfmother auf dem Hurricane: Beim vierten Mal als Trio
 Alondra de la Parra dirigiert zum dritten Mal bei der Deutschen Kammerphilharmonie

 Alondra de la Parra dirigiert zum dritten Mal bei der Deutschen Kammerphilharmonie

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. „Schrift der Seele in Tönen“ sei die Musik von Frédéric Chopin, sagte der Schriftsteller André Gide. Nicht jedes Konzert bestätigt diesen Satz, wohl aber in extremen Ausmaßen das jüngste der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
 Alondra de la Parra dirigiert zum dritten Mal bei der Deutschen Kammerphilharmonie
Leonie Böhm inszeniert „Fuck Identity – Love Romeo“ am Theater Bremen

Leonie Böhm inszeniert „Fuck Identity – Love Romeo“ am Theater Bremen

Bremen - Wie die da knutschen, so richtig mit Sabberfaden von Lippe zu Lippe – das ist wirklich supersüß. Weil da eine Zärtlichkeit ans Licht kommt, die man diesen beiden Julias nicht mehr zugetraut hätte. Die erste halbe Stunde von „Fuck Identitity – Love Romeo“ hatten die beiden im Pool gelegen und sich mit einer Derbheit über ihre Popos und die Rasur ihrer Beine unterhalten, die Shakespeare zumindest bei Männern noch kannte, die im heutigen Zeitalter der Post-Schicklichkeit aber doch überrascht.
Leonie Böhm inszeniert „Fuck Identity – Love Romeo“ am Theater Bremen
Theaterabend „Fake Youth“ fragt in Hannover nach der Wahrheit

Theaterabend „Fake Youth“ fragt in Hannover nach der Wahrheit

Hannover - Von Jörg Worat. Die große Foto-Projektion einer jubelnden Menschenmenge erscheint hinten auf der Ballhof-Bühne. „Brexit-Anhänger“, erläutert einer der elf Akteure, erntet aber umgehend Widerspruch: Das Bild sei doch ganz offensichtlich beim Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 entstanden. Beides Unsinn, mischt sich eine dritte Stimme ein – man könne klar erkennen, dass es sich hier um Australier handele.
Theaterabend „Fake Youth“ fragt in Hannover nach der Wahrheit
Neue hannoversche Intendanz setzt auf Verzahnung der Sparten

Neue hannoversche Intendanz setzt auf Verzahnung der Sparten

Hannover - Von Jörg Worat. Riesenauftrieb im Schauspielhaus-Foyer: Die neue Führungscrew des Staatstheaters stellte sich selbst und das Programm der kommenden Saison vor. Dann wird Sonja Anders Intendantin des Schauspiels und Laura Berman diejenige der Staatsoper sein, während Marco Goecke den Posten des Ballettdirektors übernimmt.
Neue hannoversche Intendanz setzt auf Verzahnung der Sparten
„Zerbrochenen Krug“ in Oldenburg: Spritzig bis behäbig

„Zerbrochenen Krug“ in Oldenburg: Spritzig bis behäbig

Oldenburg - Von Wolfgang Denker. Das 1808 in Weimar uraufgeführte und dort immerhin von Johann Wolfgang von Goethe inszenierte Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist gehört, obwohl es zunächst kein Erfolg war, inzwischen zum eisernen Kanon deutscher Komödien. Der oft verfilmte und für unzählige Hörspiele bearbeitete Stoff ist immer noch ein Garant für ein volles Theater – so natürlich auch im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters.
„Zerbrochenen Krug“ in Oldenburg: Spritzig bis behäbig
Zerrissen zwischen Lust und Pflicht

Zerrissen zwischen Lust und Pflicht

Oldenburg - Von Michael Pitz-Grewenig. In einer Zeit, in der die Welt immer unsicherer erscheint, weil Staatsoberhäupter mit den Säbeln rasseln, zeigt das Oldenburgische Staatstheater in einer klugen Inszenierung von „La clemenza di Tito“ ein Gegenmodell: Kaiser Tito hat aus der Geschichte gelernt und begnadigt nun anscheinend jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das vernünftig auf die Bühne zu bringen, ist nicht einfach. Kaum eine Oper Mozarts wurde so fehlinterpretiert. „La clemenza di Tito“, 1791, zwei Jahre nach der Französischen Revolution, komponiert, ist nämlich alles andere als eine aus der Zeit gefallene Opera seria und schon gar keine pflichtschuldige Krönungsoper für Leopold II., als die sie oft missdeutet wurde.
Zerrissen zwischen Lust und Pflicht
Oper „Die Nacht der Seeigel“ wird in Hamburg uraufgeführt

Oper „Die Nacht der Seeigel“ wird in Hamburg uraufgeführt

Hamburg - Von Ute Schalz-laurenze. Drei Komponisten, drei Librettisten, zwei Regisseure, zwei Dirigenten (und zusätzlich zwei einstudierende Dirigenten), drei Bühnenbildner: Kann das für die Uraufführung einer Oper gut gehen? Es sind jedenfalls die Bedingungen für eine Förderung der „Akademie Musiktheater Heute“ der Deutschen Bank Stiftung. Nun wurde die jüngste Produktion, „Die Nacht der Seeigel“ in Zusammenarbeit mit der Staatsoper Hamburg uraufgeführt: Die Zusammenarbeit der Anfang 30-Jährigen funktionierte.
Oper „Die Nacht der Seeigel“ wird in Hamburg uraufgeführt
Bremer Doppelausstellung blickt auf deutsche Bildhauerinnen

Bremer Doppelausstellung blickt auf deutsche Bildhauerinnen

Bremen - 1919 war sein Jahr, Plastiken wie „Betende“, „Knieende“ oder „Große Schreitende“ verschafften Karl Luis Heinrich-Salze erste Erfolge in der Kunstszene. Eine Geschichte wie aus dem Bilderbuch, allerdings mit einem Schönheitsfehler: Den Bildhauer gab es gar nicht. Heinrich-Salze war ein Pseudonym und für Katharina Heise die einzige Möglichkeit, ihre Kunst sichtbar zu machen. Zumindest bis 1931, dann verließ sie die Anonymität.
Bremer Doppelausstellung blickt auf deutsche Bildhauerinnen
Stadttheater Bremerhaven sucht in der kommenden Spielzeit nach der Heimat

Stadttheater Bremerhaven sucht in der kommenden Spielzeit nach der Heimat

Bremerhaven - Von Wolfgang Denker. Auch wenn das Stadttheater Bremerhaven den „International Opera Award 2019“ (für die Produktion „The Lodger / Der Untermieter“ von Phyllis Tate) nicht bekommen habe, sei doch allein die Nominierung eine Auszeichnung. Das betonte Kulturdezernent Michael Frost zu Beginn der Pressekonferenz, bei der Intendant Ulrich Mokrusch die Pläne für die kommende Spielzeit vorstellte. Für Mokrusch ist es schon die zehnte Spielzeit in Bremerhaven – und sein Vertrag ist gerade verlängert worden.
Stadttheater Bremerhaven sucht in der kommenden Spielzeit nach der Heimat
Suchbild mit Lack

Suchbild mit Lack

Bremen - Die Idee kam ihm beim Lackieren eines Kinderbetts. Als André Thomkins dem Möbel eine neue Farbschicht verpasste, fielen ihm Schlieren und Muster auf, die der Anstrich auf dem Holz zog. Eine Beobachtung, aus der wenig später die ersten Lackskins wurden – zumindest der Legende nach.
Suchbild mit Lack
Emotionen in der Mittellage

Emotionen in der Mittellage

Bremen - Von Ute Schalz-laurenze. Auch wenn man ein reines Komponistenprogramm auf die Bühne bringt, gilt es, über die Gestaltung gut nachzudenken. Der Pianist und Dirigent Christian Zacharias ist bekannt für Programme, in denen jedes Stück ein anderes ganz besonders beleuchtet. Nun war er mit den Bremer Philharmonikern in der Glocke zu Gast – mit vier Werken von Wolfgang Amadeus Mozart. Vier Stücke aus den Jahren 1786 und 1787 blicken auf diese Zeit im Leben des zunehmend unglücklichen Komponisten in Wien und Prag. 1781 war er nach dem Bruch mit Salzburg nach Wien gekommen – zunächst als Pianist unglaublich erfolgreich: ein Klavierkonzert nach dem anderen entstand. In Bremen spielt Zacharias als Dirigent und gleichzeitig Pianist das Konzert in C-Dur KV 503 – so wie Mozart es selbst praktizierte. Keine Frage, das ist gut gemacht, aber die Komplexität zwischen Resignation und neuem Mut, zwischen Trauer und Humor scheinen zu sehr eingeebnet. Alles ordentlich, aber zu wenig Geheimnis (von denen das Werk voll ist), zu wenig Zauber, zu wenig Poesie. Vielleicht sind wir zu sehr an die expressiven Klangergebnisse der alten Instrumente und einem Hammerflügel gewöhnt, als dass wir diesem allzu glatten Zugriff noch zustimmen könnten. Jedenfalls ist in diesem Moment Zacharias‘ interpretatorisches Motto „Man muss Musik ,sprechen‘“ nur mit sehr gutem Willen erkennbar.
Emotionen in der Mittellage