Ressortarchiv: Kultur

Siegeszug der Vielfalt

Siegeszug der Vielfalt

Bremen - Von Ulla Heyne. Vier Tage Jazzahead, eine dreistellige Zahl an Konzerten, und am Ende die unausweichliche Frage: Wie war‘s? Sie zu beantworten, dürfte so schwer sein wie jedes Jahr. Die Fülle paralleler Gigs verlangt Entscheidungen: German Jazz Expo oder Messebummel? European Jazz Meeting oder Galakonzert? Showcases bei der Overseas Night oder doch die Clubnight? Am Ende haben unter den mehreren Tausend Besuchern wohl keine zwei dieselben Konzerte erlebt.
Siegeszug der Vielfalt
Rammstein-Video feierte spektakuläre Premiere - Jetzt ist der komplette Clip online zu sehen

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Mit dem ersten Video „Deutschland“ des neuen Albums hatten Rammstein bereits für viel Wirbel gesorgt, nun wurde auch der neues Song spektakulär uraufgeführt.
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Macht heuchelt Mitgefühl

Macht heuchelt Mitgefühl

Bremen - Von Mareike Bannasch. Belgien würde sie ja gerne nehmen. Aber es sind schon so viele Flüchtlinge im Land – irgendwann muss es reichen. Das findet auch der Franzose Henry Bérenger, den die verzweifelte Lage der Menschen zwar schon irgendwie berührt, aber durchfüttern will Paris die Massen auch nicht. Bleibt nur noch Übersee: Doch die Amerikaner haben ihre Quote von 27 370 Einwanderern pro Jahr bereits ausgeschöpft. Und aufstocken geht auch nicht. Das kann der Präsident seinen Wählern nicht verkaufen.
Macht heuchelt Mitgefühl
Theater Bremen stellt die kommende Spielzeit vor

Theater Bremen stellt die kommende Spielzeit vor

Bremen - Von Wolfgang Denker. Das Bremer Theater am Goetheplatz hat sich für die Spielzeit 2019/2020 wieder viel vorgenommen: Insgesamt sind in den Sparten Schauspiel, Musiktheater, Tanz, MOKS und Junge Akteure 33 Premieren geplant.
Theater Bremen stellt die kommende Spielzeit vor
Norwegen: Partnerland der Jazzahead zeigt sich vielfältig

Norwegen: Partnerland der Jazzahead zeigt sich vielfältig

Bremen - Von Rolf Stein. Geigen, es sind auffällig viele Geigen für ein Jazz-Festival auf den drei Bühnen zu sehen. Gespielt werden sie von Norwegern. Und auch ohne sich mit der dortigen Folklore näher auszukennen, ist jene offenbar ein wesentlicher Grundstoff der „Norwegian Night“, des ersten Abends der Jazzahead, der traditionell dem Partnerland gewidmet ist.
Norwegen: Partnerland der Jazzahead zeigt sich vielfältig
Oldenburg zeigt Wagners „Ring“ komplett

Oldenburg zeigt Wagners „Ring“ komplett

Oldenburg - Von Rolf Stein. Von Amts wegen müsse er als Intendant natürlich auch etwas zu den Zahlen sagen, sagte Christian Firmbach, Intendant des Oldenburgischen Staatstheaters, als er gestern mit den Leitern der sieben Sparten das Programm der kommenden Spielzeit vorstellte. Dabei muss sich mit solchen Zahlen kein Verantwortlicher verstecken. Stichworte: 86 Prozent Auslastung, ein Plus bei den Abonnements von 780 auf nun insgesamt 5 650 und mehr Wiederaufnahmen als je zuvor in Firmbachs Intendanz.
Oldenburg zeigt Wagners „Ring“ komplett
Ganz ohne tödliche Glätte

Ganz ohne tödliche Glätte

Bremen - Von Michael Pitz-grewenig. Die Konzerte der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sind oft herausragend, aber das 4. Premieren-Abonnementkonzert im großen Saal der Glocke mit dem Titel „Zauberwelten“ war ohne Zweifel ein Höhepunkt der Spielzeit. Frieder Bernius ist ein hochsensibler Orchester- und Chorleiter, der um die Zerbrechlichkeit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy weiß – die perfekte Wahl für dieses Konzert. Und der vor 50 Jahren von Bernius‘ gegründete Kammerchor Stuttgart gilt nicht ohne Grund als einer der besten. Textverständlichkeit, Intonationssicherheit, perfekte Deklamation, sind bei diesem Ensemble auch in den leisesten Passagen selbstverständlich. Es sind jedoch nicht diese Dinge, die seine Herangehensweise so eindrucksvoll machen, sondern das an der Avantgardemusik geschulte Verständnis der Partituren. Dieses führt natürlich auch bei Mendelssohn dazu, dass die in der Romantik modernen Aspekte zum Vorschein kommen.
Ganz ohne tödliche Glätte
Die Offenbarungen des Johann

Die Offenbarungen des Johann

Bremen - Von Rolf Stein. Menetekel, das kennt man wohl, als Ausdruck von etwas Unheilverkündendem. Vielleicht erinnert sich manch einer noch blass an eine geisterhafte Hand, die ebenjenes Menetekel an die Wand malt. Das genügt vielleicht auch schon, um ein bisschen neugierig auf die neue Ausstellung in der Bremer Kulturkirche zu werden, die den Namen „Menetekel“ trägt.
Die Offenbarungen des Johann
„Sei funky, sei Frühkartoffel“

„Sei funky, sei Frühkartoffel“

Hannover - Von Jörg Worat. „Ausnahmezustand“: Für Annette Schwandner vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur ist klar, worauf sich Hannover in der Zeit vom 20. bis zum 30. Juni gefasst machen kann. Was bedenklich oder gar bedrohlich klingen mag, hat indes einen positiven Hintergrund: In dieser Zeit stehen die „Theaterformen“ an, und das Land ist neben der Stadt Hannover und der Stiftung Niedersachsen Hauptförderer des Festivals mit seinem Etat von rund 1,2 Millionen Euro. Am Mittwoch wurde nun das Programm vorgestellt.
„Sei funky, sei Frühkartoffel“
Romantik liegt im Auge des Betrachters

Romantik liegt im Auge des Betrachters

Hannover - Von Jörg Worat. Frischer Wind zum Jubiläum: Das Sprengel-Museum hat die Präsentation im Neubau des Hauses völlig neu gestaltet. War hier zuletzt die Klassische Moderne vertreten, gibt es nun eine thematische Gliederung, die auch die Nachkriegskunst bis in die Jetztzeit berücksichtigt. Unter dem Titel „Elementarteile“ sind mehr als 150 Werke zu sehen.
Romantik liegt im Auge des Betrachters
Ikone in neuem Gewand

Ikone in neuem Gewand

Oldenburg - Von Rolf Stein. Mary Wigman, Pina Bausch, John Neumeier, Sasha Waltz und viele mehr – sie alle haben es getan. In Bremen gab es zuletzt Laurent Chetouanes choreografische Reflexionen auf „Le Sacre du printemps“ – angeblich schufen Choreografen in den vergangenen rund 100 Jahren mehr als 200 Bühnenfassungen des „Frühlingsopfers“ zur ikonischen Musik Igor Strawinskys, die – mit Choreografie wie ohne – ein Schlüsselwerk der Moderne ist.
Ikone in neuem Gewand
„Jethro Tull by Ian Anderson“ begeistert im ausverkauften Bremer Metropol-Theater

„Jethro Tull by Ian Anderson“ begeistert im ausverkauften Bremer Metropol-Theater

Bremen - Von Frank Schümann. Er ist zweifellos eine der speziellsten und wahrscheinlich skurrilsten Gestalten der Rockgeschichte: der Schotte Ian Anderson, der Ende der 60er-Jahre beschloss, ausgerechnet die Querflöte ins Zentrum einer Rockband zu rücken – und damit riesigen Erfolg hatte: Jethro Tull spielten Progressive Rock, Hardrock, Blues, Folk und Klassik, veröffentlichten mehr als 20 Alben und erhielten 1989 einen Grammy für das Album „Crest Of A Knave“.
„Jethro Tull by Ian Anderson“ begeistert im ausverkauften Bremer Metropol-Theater
Modern, aber unterworfen

Modern, aber unterworfen

Bremen - Von Katia Backhaus. Kate hat von Anfang an verloren: Im grünen Arbeitsanzug, der jede Weiblichkeit verleugnet, hetzt sie zwischen Herd und Blumentopf hin und her und bereitet unter Computer-Aufsicht Fleischpapp zu – eine braune Masse mit perfekter Nährstoffzusammensetzung. Nebenbei versucht sie, ihre Rosen zu kurieren. Aber immer wieder ruft der elektronische Wächter sie an den Herd, diszipliniert die Hobbygärtnerin in ihrer einzigen Passion. Kate, die „Widerspenstige“, die Ralf Siebelt am Theater am Leibnizplatz zeigt, bleibt auch in der modernen Version eine Unterworfene.
Modern, aber unterworfen
Håkon Kornstadt und Mary Boine vertreten Norwegen bei der Jazzahead

Håkon Kornstadt und Mary Boine vertreten Norwegen bei der Jazzahead

Bremen - Von Ulla Heyne. Was prädestiniert Norwegen als Partnerland der diesjährigen Jazzahead? Diese Frage stand am Samstagabend am Anfang des Doppelkonzerts mit Mary Boine und Håkon Kornstadt zur Eröffnung des zweiwöchigen Programms rund um das weltweit größte Branchentreffen.
Håkon Kornstadt und Mary Boine vertreten Norwegen bei der Jazzahead
Jenseits von Gletschern und Fjorden

Jenseits von Gletschern und Fjorden

Bremen - Von Ulla Heyne. Was prädestiniert Norwegen zum Partnerland der diesjährigen Jazzahead? Diese Frage stand am Samstagabend am Anfang des Doppelkonzerts mit Mari Boine und Håkon Kornstadt zur Eröffnung des zweiwöchigen Programms rund um das weltweit größte Branchentreffen der Jazz-Szene.
Jenseits von Gletschern und Fjorden
Trancen und Fenster zum Verborgenen

Trancen und Fenster zum Verborgenen

Syke - Von Ute Schalz-laurenze. Vor gar nicht langer Zeit, nämlich im Jahr 2007, wurde im Syker Vorwerk aus dem frühen 18. Jahrhundert ein Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Seither gibt es dort in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule neben der Präsentation von Kunst auch regelmäßig Konzerte unter dem Titel „Novissima“. Am Freitag war in dieser Reihe ein ganz besonderes zu sehen: Der iranische Künstler Mehdi Jalali spielt das über 6 000 Jahre alte Saiteninstrument Tanbur, eine Langhalslaute von der Größe einer Zigarrenkiste, mit zwei Bünden und drei Saiten, die im Iran und im arabischen Raum beheimatet ist. Dass Jalali sich nun auf die Wiedergabe neu komponierter Stücke für das rituelle Instrument einlässt, sei auch für ihn ein aufregendes Novum, sagt er.
Trancen und Fenster zum Verborgenen
Annäherung zwischen Holstein und Togo

Annäherung zwischen Holstein und Togo

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist ein schlichter, tropisch anmutender Unterstand, vielleicht eine Bushaltestelle, den wir am hinteren Rand der Spielfläche sehen. Eine in luxuriösem Rot gepolsterte Bank steht darin. Auf sie setzen sich zu Beginn des Tanzabends „Dans la peau de l’autre“ zwei Männer – die Bremer Tänzer Tomas Bünger und Kossi Sebastien Aholou-Wokawui.
Annäherung zwischen Holstein und Togo
Bremer Künstlerhaus zeigt „Tender Buttons“

Bremer Künstlerhaus zeigt „Tender Buttons“

Bremen - Von Mareike Bannasch. Sie liegt ausgestreckt auf der Seite, dreht den Kopf – je nachdem, wo sich die Hand gerade bewegt. Dass die Katze den Streichler gar nicht kennt? Geschenkt. Und dass er sie nicht anfassen kann, macht ihr auch nichts. Der Stubentiger liegt nämlich im Schaufenster, hinter einer dicken Glasscheibe. Eine Barriere, die für Streichelgesten zwar optisch durchlässig, für Berührungen aber undurchdringlich ist. Der Katze macht’s nichts, sie muss Berührungen fürs Wohlbefinden nicht spüren – es reicht, sie zu sehen.
Bremer Künstlerhaus zeigt „Tender Buttons“
Frank Schäfer blickt in die Seele der Niedersachsen

Frank Schäfer blickt in die Seele der Niedersachsen

Syke - Von Mareike Bannasch. Ihre Wände sind mit Graffiti beschmiert, sie sind oft heruntergekommen, bieten so gut wie nie Schutz vor der Witterung – und sind dennoch seit Generationen Treffpunkt Jugendlicher. Dort, wo meistens nur der Schulbus hält, kommen sie zusammen, rauchen, trinken und träumen von jenem Tag, an dem sie endlich wegkommen.
Frank Schäfer blickt in die Seele der Niedersachsen
Bremer Studierende erkunden Weißrusslands Hauptstadt Minsk

Bremer Studierende erkunden Weißrusslands Hauptstadt Minsk

Bremen - Von Jan-paul Koopmann. Man kann gar nicht glauben, dass die wirklich zusammen in Minsk gewesen sind. Eigentlich scheinen die Fotos der Bremer Reisegruppe nicht einmal auf demselben Planeten entstanden zu sein, so vielfältig und widersprüchlich sind die künstlerischen Positionen – aber auch die abgebildeten Facetten des Lebens in und um die weißrussische Hauptstadt Minsk.
Bremer Studierende erkunden Weißrusslands Hauptstadt Minsk
Wie ein vierblättriges Kleeblatt

Wie ein vierblättriges Kleeblatt

Bremen - Von Wolfgang Denker. Jeder ist für sich in der Jazz-Szene ein Star: Der Posaunist Nils Landgren, der Pianist Michael Wollny, der Bassist Lars Danielsson und der Schlagzeuger Wolfgang Haffner. Wenn diese vier Jazz-Größen sich zu einem Quartett zusammenfinden, darf man Ungewöhnliches erwarten. Sie haben unter dem Titel „4 Wheel Drive“ eine CD eingespielt, dessen Programm sie nun in der Bremer Glocke präsentierten. Die Auswahl der Stücke enthält, neben Eigenkompositionen von jedem der vier Musiker, viel Populäres: Da finden sich Songs von Paul McCartney, Phil Collins, Billy Joel und Sting. Aber natürlich erklingen sie jeweils in einer in den Jazz transformierten Version.
Wie ein vierblättriges Kleeblatt
René Polleschs „Probleme Probleme Probleme“ feiert Premiere in Hamburg

René Polleschs „Probleme Probleme Probleme“ feiert Premiere in Hamburg

Hamburg - Von Rolf Stein. Ohne Punkt und Komma: Der Titel ist zwar dann doch ein bisschen zu abstrakt, um Programm zu sein. Aber wie er geschrieben ist, eben: ohne Punkt und Komma, gibt er das Tempo dieses Abends durchaus vor, der ein klassischer Pollesch ist. Sein Autor und Regisseur, René Pollesch nämlich schichtet und verschachtelt in seinen Stücken, die er scheinbar unermüdlich auf die Bühnen der größten Häuser der deutschsprachigen Theaterwelt wuppt, stets allerlei aktuelle Diskurse, die sich in der Regel in mehrere Richtungen über den Abend selbst hinaus erstrecken.
René Polleschs „Probleme Probleme Probleme“ feiert Premiere in Hamburg
Staatsoper Hamburg zeigt „Lessons in Love and Violence“

Staatsoper Hamburg zeigt „Lessons in Love and Violence“

Hamburg - Von Michael Pitz-grewenig. Die Menschen könnten besser sein – sie sind es aber oft nicht. Sie könnten es sein, wenn sie ihre Masken ablegen würden, wenn sie so sein könnten, wie sie sein wollen. King Eduard II (1284 bis 1327), politisch ziemlich unfähig, dafür freiheitsliebend, homosexuell, hat seine Offenheit erbärmlich büßen müssen. Die gedemütigte Gemahlin Isabella und ihr Geliebter Mortimer übernehmen nach politischen Wirren die Regierungsgeschäfte. Eduard wird hingerichtet, dem Mythos nach soll er übrigens mit einer glühenden Eisenstange gepfählt worden sein.
Staatsoper Hamburg zeigt „Lessons in Love and Violence“
„Hikikomori“: Gestörte Kommunikation

„Hikikomori“: Gestörte Kommunikation

Hannover - Von Jörg Worat. Berührungsängste in Sachen freie Szene hat das Schauspiel Hannover in der Ära des scheidenden Intendanten Lars-Ole Walburg nie gehabt. Nun gibt es die zweite Kooperation mit der Tanztheater-Company von Felix Landerer, dessen Karriere internationale Bezugspunkte aufweist und der einst den renommierten internationalen Choreographenwettbewerb in Hannover gewann. Sein neues Stück „Hikikomori“ wurde bei der Uraufführung im Schauspielhaus heftig bejubelt, ist aber eher etwas für Spezialisten.
„Hikikomori“: Gestörte Kommunikation
Familienangelegenheiten

Familienangelegenheiten

Bremen - Von Rolf Stein. „Min Kamp“, das sind sechs Bände autobiografischer Literatur auf 3 600 Seiten. Das Schreibprojekt des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgard spaltete nicht nur dessen Familie, sondern auch die Literaturkritik. Die Angehörigen fühlten sich verunglimpft, entblößt. Die Kritik schwankte zwischen Verzückung, Ratlosigkeit und Erleichterung darüber, als nach dem sechsten Teil Schluss war.
Familienangelegenheiten
Bayern wagt den Aufstand: Die Dichterrepublik

Bayern wagt den Aufstand: Die Dichterrepublik

Syke - Von Rolf Stein. Die Ausdauer, mit der in den vergangenen Wochen und vermutlich – wenn auch mit verminderter Intensität – auch in den kommenden Wochen der Novemberrevolution in Deutschland gedacht wurde, die vor 100 Jahren das Kaisertum abschaffte und eine parlamentarische Demokratie an dessen Stelle setzte, war durchaus verblüffend. So viel zu lesen hatte es vielleicht noch nie gegeben zu Phänomenen wie den Räterepubliken vor allem in Bremen und München. Da kann es einem beinahe schon zu viel werden.
Bayern wagt den Aufstand: Die Dichterrepublik
Vor 25 Jahren nahm sich Kurt Cobain von Nirvana das Leben

Vor 25 Jahren nahm sich Kurt Cobain von Nirvana das Leben

Syke - Von Rolf Stein. Eigentlich war die Musik ja schon vorher gestorben, vor etwas mehr als 60 Jahren, nämlich am 3. Februar 1959, dem Tag als Buddy Holly, Richie Valens und der Big Bopper bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Schon dass der US-amerikanische Songwriter Don McLean davon in einem Lied namens „American Pie“ sang, das vor fast 20 Jahren in einer Neufassung von Madonna ein Nummer-eins-Hit wurde, lässt natürlich den Schluss zu, dass es auch nach 1959 Musik gab. Aber es hatte sich etwas verändert.
Vor 25 Jahren nahm sich Kurt Cobain von Nirvana das Leben
Sachse ist, wer dafür gehalten wird

Sachse ist, wer dafür gehalten wird

Hannover - Von Jörg Worat. „Wo fielen die römischen Schergen? Wo versank die welsche Brut? In Niedersachsens Bergen, an Niedersachsens Wut. Wer warf den röm’schen Adler nieder in den Sand? Wer hielt die Freiheit hoch im Deutschen Vaterland? Das war’n die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen, Heil Herzog Widukind Stamm.“
Sachse ist, wer dafür gehalten wird
Dramatische Attacken, radikal gekürzt

Dramatische Attacken, radikal gekürzt

Bremen - Von Ute Schalz-laurenze. Dass der junge Felix Mendelssohn Bartholdy kompositorisch eine Hochbegabung war, ist vielen bekannt. Dass er einer der besten Pianisten seiner Zeit war, weiß man schon weniger – und noch weniger, dass er 1829 mit seiner Aufführung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach mit der Berliner Singakademie nicht nur 100 Jahre nach ihrer Entstehung dessen Wiederentdeckung präsentierte, sondern damit auch den dann nicht mehr unterbrochenen Siegeszug im Oratorienrepertoire einleitete.
Dramatische Attacken, radikal gekürzt
„Schellenmann“: Unser Befremden über die Welt  

„Schellenmann“: Unser Befremden über die Welt  

Syke - Von Rolf Stein. Es ist eigentlich immer eher ein gutes Zeichen, wenn man sich bei einem Kunstwerk fragt, welchem Genre man es wohl zuordnen würde. Denn wo Kategorien nicht passen, entsteht womöglich etwas Neues, zumindest aber Originelles. Ist beispielsweise „Schellenmann“ von Philipp Böhm, erschienen im Berliner Verbrecher Verlag, ein dystopischer Roman, ein Werk zum Klimawandel? Ist es eine Art Entwicklungsroman über einen, den es durch nicht näher bekannte Umstände in eine nicht näher bekannte Kleinstadt verschlägt, wo er sich mit allerlei skurrilen Gestalten herumschlagen muss? Vielleicht ist es aber auch ein Gruselroman? Es geistert schließlich eine geheimnisvoll bedrohliche Gestalt in ihm umher, von der das Buch seinen Namen hat.
„Schellenmann“: Unser Befremden über die Welt  
Schöpfung und Zerstörung

Schöpfung und Zerstörung

Hannover - Von Jörg Worat. „As life travels on“: Das ist eine Zeile aus dem Song „Three Steps to Heaven“ von Eddie Cochran. So heißt aber auch eine Ausstellung von Walter Dahn, die in Hannover in der Kestnergesellschaft zu sehen ist und in der es von Querverweisen, vorzugsweise musikalischer Natur, nur so wimmelt.
Schöpfung und Zerstörung