Ressortarchiv: Kultur

Schöner die Hymnen nie klingen

Schöner die Hymnen nie klingen

Bremen - Von Markus Wilks. „It’s so wonderful to make music with these two!“, schwärmt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen im Internet über das Konzert in der Hamburger Laeiszhalle mit Geigerin Vilde Frang und Dirigent Pekka Kuusisto. In dieses Lob stimmt man gerne ein, denn auch das Wiederholungskonzert in der Bremer Glocke bot Künstler, die mit ungewöhnlich delikatem Spiel begeistern.
Schöner die Hymnen nie klingen
Rostock, ein Sommermärchen?

Rostock, ein Sommermärchen?

Bremen - Von Rolf Stein. Am Ende geht das Licht aus. Das ist, zugegeben, im Theater natürlich eigentlich wenig überraschend. In „Aus dem Nichts“ am Theater Bremen dann aber doch. Weil es eigentlich nämlich vorher nochmal kräftig blitzen und donnern müsste. Weil nämlich Katja Sekerci eine Bombe platzen lässt, mit der sie sich zusammen mit den Mördern ihres Mannes und ihres Kindes, den freigesprochenen rechtsextremistischen Terroristen Edda und André Möller, in die Luft sprengt.
Rostock, ein Sommermärchen?
Explosiv und filigran: Signum Quartett

Explosiv und filigran: Signum Quartett

Bremen - Von Ute Schalz-laurenze. Eins der schwierigsten Probleme für sehr gute Streichquartette ist es, eine vakante Position neu zu besetzen. Ganz unterschiedliche Methoden wurden dabei entwickelt: Das seit 1994 bestehende und seitdem ohne Besetzungswechsel spielende Signum Quartett entschied sich nach dem Weggang der Primgeigerin Kerstin Dill für einen besonders aufreibenden Weg.
Explosiv und filigran: Signum Quartett
Mit Nietzsche, Colt und schlechter Laune

Mit Nietzsche, Colt und schlechter Laune

Syke - Von Jan-Paul Koopmann. Lincoln ist Cowboy und ein schlechter Mensch. Das sagt er sogar selbst, wobei es auch wirklich zwecklos wäre, da irgendwas schönzureden. Einem Bettler schleudert er einen abgenagten Knochen an den Kopf, den hilfsbereiten Priester raubt er aus - und als Kopfgeldjäger liefert Lincoln rasch irgendeinen eigenhändig rasierten mexikanischen Bauern ab, weil die auch der Sheriff nicht auseinanderhalten kann.
Mit Nietzsche, Colt und schlechter Laune
Ausgehend vom Buch „Bildersprachen“ zeigt das Vorwerk 37 Künstler

Ausgehend vom Buch „Bildersprachen“ zeigt das Vorwerk 37 Künstler

Syke - Von Mareike Bannasch. Was treibt einen Künstler an? Und was will er oder sie mit seinem Werk ausdrücken? Fragen, auf die wir an dieser Stelle schon des Öfteren versucht haben, eine Antwort zu finden. Immerhin ist es erst das Reden über Kunst, das aus Werken in einem Ausstellungsraum etwas schafft, dass im Idealfall dauerhaften Einfluss auf den Betrachter haben kann.
Ausgehend vom Buch „Bildersprachen“ zeigt das Vorwerk 37 Künstler
„Stomp“: Erste Show des Erfolgsformats setzt auf bewährtes Konzept

„Stomp“: Erste Show des Erfolgsformats setzt auf bewährtes Konzept

Bremen - Von Ulla Heyne. Ein Mann betritt das Scheinwerferlicht und fegt die Bühne. Erst langsam, dann immer schneller, zwischendurch klopft er mit dem Besen auf den Boden. Ein Rhythmus schält sich heraus. Seit mehr als 25 Jahren geht das nun schon so. Das klingt arg nach Sysiphus, ist aber Teil einer ähnlichen Erfolgsstory: Stomp.
„Stomp“: Erste Show des Erfolgsformats setzt auf bewährtes Konzept
Hochschule für Künste veröffentlicht Buch zum Bunkerprojekt

Hochschule für Künste veröffentlicht Buch zum Bunkerprojekt

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Bunker zu bauen, ist sowas wie negative Stadtplanung. Man tut es, weil ihre Umgebung in Schutt und Asche liegen wird - und im Falle der deutschen Weltkriegsbunker auch, damit die Zerstörung weitergehen kann. Sie halten die Moral an der Heimatfront hoch, schützen die eigenen Waffenfabriken und halten jene am Leben, die weiter töten sollen. Ein Bunker ist ein Mahnmal dieser Widersprüche, ein gigantischer Betonklotz, der Stadtbilder über viele Nachkriegsgenerationen weiterhin prägt, obwohl er sich eigentlich unsichtbar zu machen versucht vor feindlichen Bombern.
Hochschule für Künste veröffentlicht Buch zum Bunkerprojekt
Junge Akteure des Theater Bremen beschäftigen sich mit Transsexualität

Junge Akteure des Theater Bremen beschäftigen sich mit Transsexualität

Bremen - Von Katia Backhaus. Straßenlaternen sind die Scheinwerfer, die das Heranwachsen beleuchten. Unter ihnen wird zum ersten Mal geküsst, sie werden zum Halt in nicht mehr nüchternen Stunden. Jugendliche sitzen nicht unter Kronleuchtern oder Neonröhren, ihre prägenden Momente erleben sie unter Straßenlaternen. Dort wird ausgehandelt, was normal ist, wer dazugehört und wer nicht. Im Schein eines solchen Masts spielen die Jungen Akteure des Theater Bremen das Stück „BOY“, das in seiner schonungslosen Erzählung noch eine andere Facette dieser schummrigen Beleuchtung offenlegt: die Brutalität des Heranwachsens.
Junge Akteure des Theater Bremen beschäftigen sich mit Transsexualität
Schauspieler Norbert Kentrup blickt auf 50 Jahre Theaterleben zurück

Schauspieler Norbert Kentrup blickt auf 50 Jahre Theaterleben zurück

Bremen - Von Frank Schümann. „Nach all dem Rummel, den man sein Leben lang veranstaltet hat, wie soll man da bescheiden sein?“ Norbert Kentrup schreibt diesen Satz gegen Ende seines Buches, das 50 Jahre Theaterleben zusammenfasst. „Der süße Geschmack von Freiheit“ heißt es (erschienen im Kellner Verlag), und dem viele Jahre in Bremen wirkenden Theatermann ist damit mehr als eine Autobiographie gelungen - es ist zugleich ein Buch, das viel über die Geschichte des deutschen Theaters erzählt.
Schauspieler Norbert Kentrup blickt auf 50 Jahre Theaterleben zurück
Sprengel Museum feiert Bauhaus-Fotografen Umbo

Sprengel Museum feiert Bauhaus-Fotografen Umbo

Hannover - Von Jörg Worat. Einst berühmt, zwischenzeitlich vergessen, dann wiederentdeckt: Umbo alias Otto Maximilian Umbehr (1902 bis 1980) gehörte zu den Pionieren der modernen Fotokunst. „Umbo. Fotograf.“ lautet der schlichte Titel einer spektakulären Ausstellung, die gestern Abend im Sprengel Museum eröffnet wurde.
Sprengel Museum feiert Bauhaus-Fotografen Umbo
Let‘s Dance: Kerstin Ott tanzt in der Männerrolle - und will DIESE Blondine als Partnerin

Let‘s Dance: Kerstin Ott tanzt in der Männerrolle - und will DIESE Blondine als Partnerin

Das gab‘s noch nie: Kerstin Ott wird in der Männerrolle in der 12. Staffel von Let‘s Dance auftreten. Sie wünscht sich eine ganz bestimmte Profitänzerin an ihre Seite. Und die ist keine Unbekannte!
Let‘s Dance: Kerstin Ott tanzt in der Männerrolle - und will DIESE Blondine als Partnerin
Fans in Sorge: Steht deutsche Kult-Band vor dem Aus?

Fans in Sorge: Steht deutsche Kult-Band vor dem Aus?

Ein Teil eines neuen Songs der Ärzte lässt die Fans wild spekulieren. Denn sein Text klingt stark nach Abschied...
Fans in Sorge: Steht deutsche Kult-Band vor dem Aus?
Glucks Oper „Orphée et Eurydice“ in einer Inszenierung von John Neumeier

Glucks Oper „Orphée et Eurydice“ in einer Inszenierung von John Neumeier

Hamburg - Von Ute Schalz-laurenze. Die Körper des Hamburg Ballett John Neumeier fliegen, fahren, werden größer oder kleiner, zerschmelzen und trennen sich. Nichts gibt es, was diese Weltklassetruppe nicht kann - was auch in der Premiere von Christoph Willibald Glucks „Orphée et Eurydice“ an der Staatsoper Hamburg deutlich wird.
Glucks Oper „Orphée et Eurydice“ in einer Inszenierung von John Neumeier
Bremer Filmexperte Christian Keßler stellt sein neues Buch vor

Bremer Filmexperte Christian Keßler stellt sein neues Buch vor

Bremen - Von Benjamin Moldenhauer. An den Rändern der Geschichte des Kinos geht es alles in allem interessanter zu als im Zentrum. Das Horrorgenre ist ein Inbegriff kinematografischer Randständigkeit. Die Begeisterung dafür hat etwas Kindliches - was nicht zu verwechseln ist mit kindisch. Gemeint ist ein kindlicher Blick auf die Welt, der diese Filme beseelt und der sich immer wieder aufs Neue darüber informieren will, wie es um jene Welt bestellt ist. Selbst ein ästhetisch konservativer Horror-Blockbuster erinnert zumindest noch daran, dass die Welt kein so heimeliger Ort ist, wie es einem die Erwachsenen als Kind erzählen wollten.
Bremer Filmexperte Christian Keßler stellt sein neues Buch vor
„Mensch, Puppe!“ zeigt Fallada-Klassiker

„Mensch, Puppe!“ zeigt Fallada-Klassiker

Bremen - Von Rolf Stein. Der kleine Mann hat bekanntlich einiges auszustehen, seit es ihn gibt. Das kommt, weil er klein ist. Besser: weil seine Mittel so klein sind. Es ist deswegen geradezu bestürzend naheliegend, Hans Falladas Roman vom kleinen Mann Pinneberg und seiner Frau Lämmchen mit Puppen zu spielen, die vielleicht so um die 20 oder 30 Zentimeter groß sind.
„Mensch, Puppe!“ zeigt Fallada-Klassiker
Auf Tuchfühlung mit Flogging Molly

Auf Tuchfühlung mit Flogging Molly

Bremen - Von Frank Schümann. Als die Pogues Anfang der 80er-Jahre anfingen, Irish Folk und Punk zu verbinden, da war das ebenso neu wie aufregend - schnell bildete sich ein großer Kreis von Anhängern dieser Musik. Heute hat Pogues-Sänger Shane McGowan längst seinem ausschweifenden Leben Tribut gezollt, der Folk-Punk aber ist ein etabliertes Genre - und mit Flogging Molly war einer der wichtigsten Vertreter am Freitagabend im Bremer Pier 2 zu Gast.
Auf Tuchfühlung mit Flogging Molly
Konzerttipp: Jungle By Night im Kleinen Haus

Konzerttipp: Jungle By Night im Kleinen Haus

Bremen - Von Rolf Stein. Es wird kein Zufall sein, dass das Amsterdamer Nonett Jungle By Night ihr neuestes Album „Livingstone“ getauft hat - da liegt einem die Frage natürlich gleich auf der Zunge: „Dr. Livingstone, nehme ich an?“ Der berühmte schottische Missionar hatte bekanntlich sein Herz an Afrika verloren und den Kontinent ausgiebig bereist und erforscht.
Konzerttipp: Jungle By Night im Kleinen Haus
Da ist kein Respekt mehr

Da ist kein Respekt mehr

Bremen - Von Katia Backhaus. Zehntausende, über Jahrzehnte hinweg: Mehr als hunderttausend Menschen dürften es inzwischen sein, die einfach nicht mehr da sind. In Kolumbien, auf Kuba und in anderen lateinamerikanischen Ländern ist das gewaltsame Verschwindenlassen bis heute ein weitverbreitetes Mittel im politischen Kampf. Den Angehörigen bleibt häufig nicht einmal eine Leiche, die sie betrauern können.
Da ist kein Respekt mehr