Ressortarchiv: Kultur

Cro stellt Album vor: Tschüß Panda, Tach Eisbär

Cro stellt Album vor: Tschüß Panda, Tach Eisbär

Bremen - Von Ulla Heyne. Was wird aus einem Pandabär, wenn er erwachsen ist? Richtig: ein Eisbär! Das ist zwar nicht unbedingt im Einklang mit dem Curriculum des Sachkunde-Unterrichts, aber dem sind die meisten Fans am Donnerstag in der Bremer Halle 7 ja auch schon mehr oder weniger knapp entwachsen. Dass sie Cro mit seiner neuen bärigen Maske ganz in Weiß auf seiner „Tru.“-Tour nicht in der ÖVB-Arena den mächtigen Eisberg auf der Bühne hinabsteigen sehen, sondern in der kleineren Halle nebenan, hat einen einfachen Grund: Das Konzert wurde aufgrund mäßiger Nachfrage herabverlegt.
Cro stellt Album vor: Tschüß Panda, Tach Eisbär
Alexander Riemenschneider inszeniert am Theater Bremen Mozarts „Entführung aus dem Serail“

Alexander Riemenschneider inszeniert am Theater Bremen Mozarts „Entführung aus dem Serail“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ (1782) hat Konjunktur. Immer neue Sichtweisen auf die Story zeigen die Aktualität: Was und wer ist das Fremde? Wie profitieren wir vom Fremden? Warum bedroht uns das Fremde? Nun steht am Theater Bremen eine neue „Entführung“ bevor. Noch keine drei Jahre ist es her, dass Benedikt von Peter und Markus Poschner zusammen mit der Performancegruppe Gintersdorfer/Klaßen anhand des Singspiels ein szenisches Experiment über Afrika und Europa gewagt haben. Nun ist Alexander Riemenschneider der Regisseur. Wir trafen ihn bei den Proben.
Alexander Riemenschneider inszeniert am Theater Bremen Mozarts „Entführung aus dem Serail“
„Aus den Akten auf die Bühne“: Kurzer Traum

„Aus den Akten auf die Bühne“: Kurzer Traum

Bremen - Von Mareike Bannasch. Wo genau sich die Männer in Verden getroffen haben, ist nicht überliefert. Macht aber nichts, der historischen Bedeutung des Allerstädtchens tut dies keinen Abbruch. Dort versammelten sich nämlich am 29. Januar 1919 die „Division Gerstenberg“ und das „Freikorps Caspari“. Hunderte Männer mit dem Eichenblatt am Revers, die ein Ziel vereinte: die Bremer Räterepublik zu beenden. Möglichst zügig.
„Aus den Akten auf die Bühne“: Kurzer Traum
Die Deutsche Kammerphilharmonie spielt „Wiener Juwelen“

Die Deutsche Kammerphilharmonie spielt „Wiener Juwelen“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Als Robert Schumann 1839 neun Jahre nach Franz Schuberts Tod in seinem Aufsatz dessen große Sinfonie in C-Dur sozusagen entdeckte, suchte er nach Worten der Begeisterung. „Diese Symphonie“, so schreibt er, „hat unter uns gewirkt wie nach den Beethoven‘schen keine noch“. Und er fährt begeistert fort: „Hier ist, außer meisterhafter Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie schon anders woher bei Schubert kennt.“
Die Deutsche Kammerphilharmonie spielt „Wiener Juwelen“
„Der NSU-Prozess“ dokumentiert auf 2. 000 Seiten das Verfahren gegen Beate Zschäpe

„Der NSU-Prozess“ dokumentiert auf 2. 000 Seiten das Verfahren gegen Beate Zschäpe

München - Von Günter Klein. Wird dieses Buch gelesen werden? Ist es überhaupt lesbar? Wobei es ja auch nicht „ein Buch“ ist, sondern fünf, gesteckt in einen Schuber. Der Stoff von 2020 Seiten musste schließlich aufgeteilt werden. Der Trumm kostet 80 Euro, verströmt nicht unbedingt Charme für den „Coffeetable“, wirkt eher, als wäre er fürs Regal in den Bibliotheken der juristischen Fakultäten gedacht. Ein Besitzwerk, in das man irgendwann einmal hineinschauen wird. Das mag der erste Eindruck sein, den das Projekt „Der NSU-Prozess. Das Protokoll“ macht. Doch dann hört man, wie neulich auf der Frankfurter Buchmesse, zwei der vier Autoren zu, wird neugierig – und entdeckt: Es ist durchaus auch ein Lesebuch.
„Der NSU-Prozess“ dokumentiert auf 2. 000 Seiten das Verfahren gegen Beate Zschäpe
Kunstverein Hannovers zeigt Arbeiten des Kollektivs „Slavs and Tatars“

Kunstverein Hannovers zeigt Arbeiten des Kollektivs „Slavs and Tatars“

Hannover - Von Jörg Worat. Flower Power? Nix da: „Sauer Power“ heißt die neue Ausstellung im Kunstverein Hannover, und dieser Titel verrät viel über die Gruppe „Slavs and Tatars“, die dort einen höchst eigenartigen Parcours aufgebaut hat. Sie schätzt Sprachspiele, ein grenzüberschreitendes Geografie-Verständnis und eine spezielle Form von Humor.
Kunstverein Hannovers zeigt Arbeiten des Kollektivs „Slavs and Tatars“
Das Kollektiv Sputnic zeigt am Theater Bremen „Iota.KI“

Das Kollektiv Sputnic zeigt am Theater Bremen „Iota.KI“

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Es gibt Moden, die kommen dann doch überraschend. Oder hatten Sie mit dem Bremer Scherenschnitt-Revival gerechnet? Die Kunsthalle stellt welche aus, die Märchenerzähler Hans Christian Andersen geschnibbelt hat. Künstler Johann Büsen verklebt sie im Stadtbild. Am Theater Bremen hat die Leitende Regisseurin Alize Zandwijk kürzlich im Storm‘schen Schimmelreiter eine Silhouetten-Prozession in Scherenschnitt-Optik über den Deich marschieren lassen. Und jetzt ist das Junge Theater im Brauhaus an der Reihe: Für die morgen Premiere feiernde Produktion „Iota.KI“ hat man zwei Comic-Künstlerinnen engagiert, um dem Stück ein virtuelles Bühnenbild zu animieren – mit Scherenschnitten.
Das Kollektiv Sputnic zeigt am Theater Bremen „Iota.KI“
„Pippi Langstrumpf“  feiert am Stadttheater Bremerhaven Premiere

„Pippi Langstrumpf“  feiert am Stadttheater Bremerhaven Premiere

Bremerhaven - Von Rolf Stein. Was man an Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker „Pippi Langstrumpf“ hat, das wird einem einmal wieder klar, wenn man sich – nur so als Beispiel – anlässlich des 50. Todestags von Enid Blyton noch einmal vergegenwärtigt, was es sonst noch so an Angeboten für das junge Publikum gibt. Wo Hanni und Nanni zumindest in ihren deutschen Versionen noch die graueste Schuluniform klaglos tragen, geht Pippi gar nicht erst zur Schule.
„Pippi Langstrumpf“  feiert am Stadttheater Bremerhaven Premiere
Das Artemis Quartett auf Abschiedstour

Das Artemis Quartett auf Abschiedstour

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Schon öfters in der Geschichte des 1989 gegründeten Artemis Quartetts hatte man den Eindruck, dass ein neuer Höhepunkt seiner unvergleichen Interpretationskunst erreicht sei und genau in diesem Augenblick entscheidende Besetzungswechsel vollzogen wurden.
Das Artemis Quartett auf Abschiedstour
Edith-Russ-Haus in Oldenburg zeigt Arbeiten von Noor Afshan Mirza und Brad Butler

Edith-Russ-Haus in Oldenburg zeigt Arbeiten von Noor Afshan Mirza und Brad Butler

Oldenburg - Von Jan-Paul Koopmann. Weil Yenge eine Frau ist, hält sie die Klappe. Im Gangsterfilm ist das so üblich. Man ärgert sich vielleicht darüber, aber bis wirklich Misstrauen an dieser Geschichte aufkommt, dauert es doch eine Weile. Die schweigende Frau ist nicht das einzige durchleuchtete Klischee in „The State of the State“, aber, wie sich zeigen wird, das wichtigste des Films. Denn die anderen Figuren bleiben, als was sie eingangs vorgestellt werden: „Der Polizeichef“, „der Politiker“, „der Staatskiller“. Und obwohl auch zwischen diesen Herren durchaus Interessantes passiert, ist es am Ende doch Yenge, auf die es ankommt.
Edith-Russ-Haus in Oldenburg zeigt Arbeiten von Noor Afshan Mirza und Brad Butler
Die Kunsthalle Bremen ermöglicht einen ersten Blick in die Sammlung Bürger

Die Kunsthalle Bremen ermöglicht einen ersten Blick in die Sammlung Bürger

Bremen - Von Mareike Bannasch. Es begann mit einer Radierung von Pit Morell. 1972, ein Jahr nachdem die beiden langjährigen Hochschullehrer an die Weser gekommen waren, besuchten Christa und Peter Bürger eine Ausstellung in der Kunsthalle Bremen und sahen dort „Don Q. und das Böse“.
Die Kunsthalle Bremen ermöglicht einen ersten Blick in die Sammlung Bürger
Bob Woodward ermöglicht mit „Furcht“ einen Blick in Donald Trumps Weißes Haus

Bob Woodward ermöglicht mit „Furcht“ einen Blick in Donald Trumps Weißes Haus

Syke - Von Jan Dirk Wiewelhove. Regelmäßig feuert er Mitglieder seines Kabinetts oder enge Mitarbeiter. Auch an Austritte der Vereinigten Staaten aus jahrelang mühselig ausgehandelten internationalen Abkommen, wie dem Pariser Klimaabkommen, haben wir uns leider fast schon gewöhnt.
Bob Woodward ermöglicht mit „Furcht“ einen Blick in Donald Trumps Weißes Haus
Lucas Harari veröffentlicht „Der Magnet“

Lucas Harari veröffentlicht „Der Magnet“

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Berggeister, Wassergeister – ja, sogar Wald- und Wiesengeister: Die beseelte Natur ist ein Dauergast in phantastischen Erzählungen. Im Comic gilt das sogar noch mehr, weil ja jedes Bild darauf drängt, Sinn zu schaffen und ein Berg da eben selten nur ein Berg ist.
Lucas Harari veröffentlicht „Der Magnet“
„Der Räuber Hotzenplotz“ im Oldenburgischen Staatstheater

„Der Räuber Hotzenplotz“ im Oldenburgischen Staatstheater

Oldenburg - Von Corinna Laubach. Es blitzt, zischt, knallt und ruckelt im Großen Haus des Oldenburger Staatstheaters. Keine Sorge, die letzte Brandschutzsanierung ist tadellos über die Bühne gegangen, und das junge Publikum hält es vor Lachen kaum noch auf den Sitzen. Von wegen schaurig! Räuber Hotzenplotz, Zauberer Petrosilius Zwackelmann, Wachtmeister Dimpfelmoser, Großmutter, Kasperl und Seppel sorgen für einen Heidenspaß bei der Premiere des Kinderklassikers „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler. Regisseur Ekat Cordes hat ganze Arbeit geleistet und ringt auch den Erwachsenen mit der fantasievollen Inszenierung ein Lächeln ab.
„Der Räuber Hotzenplotz“ im Oldenburgischen Staatstheater
„Bösland“:  Verurteilter Mörder arbeitet Cold Case seines Lebens auf

„Bösland“:  Verurteilter Mörder arbeitet Cold Case seines Lebens auf

Syke - Von Juliane Klug. Bens Leben hat gerade erst begonnen, da ist es in gewisser Weise auch schon zu Ende. Als er 13 Jahre alt ist, wird seine beste Freundin Matilda erschlagen. Der Täter hat ihr mit einem Golfschläger den Kopf zertrümmert. Das tote Mädchen liegt in Bens Armen, als seine Mutter die beiden findet – auf dem Dachboden des Elternhauses, im sogenannten Bösland, das Bernhard Aichners jüngstem Thriller seinen Namen gibt. Für den Mord wird Ben zehn Jahre lang in die Psychiatrie gesteckt.
„Bösland“:  Verurteilter Mörder arbeitet Cold Case seines Lebens auf
Erstes „Familienkonzert“ am Theater Bremen

Erstes „Familienkonzert“ am Theater Bremen

Bremen - Von Wolfgang Denker. Der Bremer Musikdirektor Yoel Gamzou ist ein erklärter Bewunderer von Leonard Bernstein, dem es stets ein Herzensanliegen war, Kinder und Jugendliche an klassische Musik heranzuführen. Kein Wunder also, dass sich auch Yoel Gamzou Gedanken darüber macht, wie man junges Publikum gewinnen kann. Dazu hat man sich am Theater am Goetheplatz ein neues Format ausgedacht – „Familienkonzert“ heißt es, ist aber vom Charakter her alles andere als ein „normales“ Konzert.
Erstes „Familienkonzert“ am Theater Bremen
Uraufführung: Elina Finkel bringt „Russian Boy“ in Oldenburg auf die Bühne

Uraufführung: Elina Finkel bringt „Russian Boy“ in Oldenburg auf die Bühne

Oldenburg - Von Corinna Laubach. Einfach nur glücklich sein. Ein elementarer Wunsch nach Liebe, Anerkennung und Geborgenheit. Da kann doch niemand dagegen sein, will man ausrufen – aber der Ruf bleibt im Halse stecken. Auch 2018 wird von außen darüber gerichtet, wer wen lieben darf, was richtig oder falsch ist.
Uraufführung: Elina Finkel bringt „Russian Boy“ in Oldenburg auf die Bühne
David Bowies „Lazarus“ in Hamburg: Wirr, aber sehr schön

David Bowies „Lazarus“ in Hamburg: Wirr, aber sehr schön

Hamburg - Von Rolf Stein. Die Bilderflut ist Programm. Fernsehprogramm zunächst, von dem sich Thomas Newton weniger berieseln denn überfluten lässt. Wilder Westen und John F. Kennedy, Olaf Scholz, die Hamburger G20-Unruhen, George Bush senior, Ronald Reagan und viele andere bekannte Gesichter, Ereignisse, Chiffren flimmern über einen gigantischen Bildschirm.
David Bowies „Lazarus“ in Hamburg: Wirr, aber sehr schön
Tina Dico stellt in der Bremer Glocke in neues Album „Fastland“ vor

Tina Dico stellt in der Bremer Glocke in neues Album „Fastland“ vor

Bremen - Von Mareike Bannasch. Wenn gekrönte Häupter runde Geburtstage feiern, stehen die Untertanen für gewöhnlich Kopf. Selbst im 21. Jahrhundert, und meist reicht die royale Begeisterung auch noch für den Kronprinzen. Kein Wunder also, dass Kopenhagen den 50. von Frederik von Dänemark im Juli ausgiebig feierte, inklusive Galakonzert mit seinen Lieblingsmusikern. Dazu zählt auch die dänische Songwriterin Tina Dico, die bisher vor allem mit melancholischem Folk-Pop von sich reden machte. Bisher, denn wenn der Kronprinz Geburtstag feiert, kann man natürlich nicht minutenlang über gescheiterte Beziehungen oder das Elend der Welt schwadronieren.
Tina Dico stellt in der Bremer Glocke in neues Album „Fastland“ vor
Janneke de Vries übernimmt die Leitung der Weserburg

Janneke de Vries übernimmt die Leitung der Weserburg

Bremen - Von Rolf Stein. Es sind bewegte Zeiten, die Deutschlands erstes und lange einziges Sammlermuseum für zeitgenössische Kunst hinter sich hat. Nun hat Janneke de Vries, die Peter Friese an der Spitze des Hauses folgt, die Geschicke in der Hand. In Frieses Amtszeit fiel nicht zuletzt die Diskussion über die Zukunft des Museums. Gestern stellte sich Janneke de Vries der Presse, um über ihre Pläne für die kommenden Jahre zu sprechen.
Janneke de Vries übernimmt die Leitung der Weserburg
Was ist Glück? Monika Gruber, Hans Söllner und Franz Beckenbauer haben eine Antwort

Was ist Glück? Monika Gruber, Hans Söllner und Franz Beckenbauer haben eine Antwort

„Ich und Glück“, das neue Buch zweier Salzburger Autoren, beschäftigt sich mit der Frage, was Glück ist. Franz Beckenbauer, Monika Gruber und Hans Söllner haben eine Antwort. 
Was ist Glück? Monika Gruber, Hans Söllner und Franz Beckenbauer haben eine Antwort
„Melodie des Lebens“ in Tenever zum ersten Mal mit Gästen aus Tunesien

„Melodie des Lebens“ in Tenever zum ersten Mal mit Gästen aus Tunesien

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist ein bisschen, als wäre das Wort Gewusel hierfür erfunden worden: Auf der Bühne sitzen die Kammerphilharmoniker, aber dazwischen sind Instrumente zu sehen, die dort normalerweise nicht zu finden sind. Vor der Bühne tummeln sich Kinder und Jugendliche, so zauberhaft bunt gemischt, als hätte sich hier ein Diversity-Manager verwirklicht. Einige haben Musikinstrumente in den Händen, dazwischen versuchen ein paar Erwachsene, diese Flöhe zu hüten, während ein Kamerateam in dem ganzen Durcheinander auf der Suche nach prägnanten Bildern und O-Tönen ist.
„Melodie des Lebens“ in Tenever zum ersten Mal mit Gästen aus Tunesien
Meat-Loaf-Musical „Bat out of Hell“: Liebe, Sex und Rebellion

Meat-Loaf-Musical „Bat out of Hell“: Liebe, Sex und Rebellion

Oberhausen - Von Jörg Beese. Mehr als 43 Millionenmal hat sich das legendäre „Bat out of Hell“ Album des exzentrischen Rockstars Meat Loaf weltweit verlauft, es zählt damit zu den fünf meistverkauften Studioalben weltweit. Was die meisten nicht wissen: „Bat out of Hell“ war ursprünglich als Musical gedacht, doch über Umwege wurde es dann zunächst doch als Tonträger aufgenommen.
Meat-Loaf-Musical „Bat out of Hell“: Liebe, Sex und Rebellion
Friedhof der Diddlmäuse

Friedhof der Diddlmäuse

Bremen - Von Rolf Stein. Der Titel „Supernazi VS Diddlmaus“ klingt ironisch skandalös, das Wort „Nazi“ erzeugt nach wie vor maximal Aufmerksamkeit, während die Cartoon-Figur „Diddlmaus“ dagegen nach Einschätzung nicht namentlich genannt werden wollender Experten als definitiv aus der Mode gekommenes Pop-Phänomen gelten darf. Dass derlei wiederum am Wochenenende laut Ankündigung in einem „Ton-Bild-Vortrag“ verhandelt werde, lockt auf eine wieder andere, durchaus trügerische Fährte.
Friedhof der Diddlmäuse
Klaus Schumacher inszeniert „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“

Klaus Schumacher inszeniert „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“

Bremen - Von Corinna Laubach. Die Adventszeit rückt näher, die Kinderaugen leuchten zunehmend, und für die Theater heißt es Hochsaison. Das seinerzeit als Weihnachtsmärchen verschriene Stück spült im November und Dezember massenweise Schulklassen und Familien in die Vorstellungen und ist schon längst kein betuliches Kindertheater mehr. Am Theater Bremen hat man sich mit der Uraufführung von „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ für ein Werk mit doppeltem Boden entschieden. Es geht um große, fast philosophische Themen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Freundschaft. Und auch um ganz viel Quatsch, Klamauk und großen Bühnenzauber.
Klaus Schumacher inszeniert „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“
Frank Turners „Be More Kind“-Welttournee macht im Bremer Aladin Station

Frank Turners „Be More Kind“-Welttournee macht im Bremer Aladin Station

Bremen - Von Ulla Heyne. So ein Zufall: Ausgerechnet am „Kindness Day“, dem Internationalen Nettigkeitstag, stellte Frank Turner im Bremer Aladin sein jüngstes Album „Be More Kind“ vor.
Frank Turners „Be More Kind“-Welttournee macht im Bremer Aladin Station
Bremer Ensemble Klank in Delmenhorst

Bremer Ensemble Klank in Delmenhorst

Delmenhorst - Von Ute Schalz-Laurenze. Das Bremer Musikaktionsensemble Klank hat sich über die vergangenen zehn Jahre zu einem der ersten Ensembles in der Gattung improvisierter Performancekunst entwickelt.
Bremer Ensemble Klank in Delmenhorst
Neuformierte Tanzsparte am Theater Bremen stellt sich vor

Neuformierte Tanzsparte am Theater Bremen stellt sich vor

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Es ist ja schon beinah Sprechtheater, wie der sich da quält: „I need more space“, presst Schauspieler Michai Geyzen über die Lippen. Ein gewaltiger Krafttakt inmitten der so schönen wie fragilen Vertrautheit einer wirklich emotionalen Gruppenszene. Der Sprecher aber windet sich raus aus all den Tänzern und versucht dann eben anderswo unterzukommen – schon wieder.
Neuformierte Tanzsparte am Theater Bremen stellt sich vor
Bewegliche Geschichte: Die Kunsthalle Bremen zeigt Arbeiten von Rosa Barba

Bewegliche Geschichte: Die Kunsthalle Bremen zeigt Arbeiten von Rosa Barba

Bremen - Von Mareike Bannasch. „Computer“ wie Henrietta Swan Leavitt gab es etliche am Havard-College-Observatorium. Frauen, die für 30 Cent die Stunde astronomische Daten und Funde für Direktor Edward Charles Pickering katalogisierten.
Bewegliche Geschichte: Die Kunsthalle Bremen zeigt Arbeiten von Rosa Barba
„Jenseits Paula“ gerät im Theater am Leibnizplatz zu einem zerfaserten Abend

„Jenseits Paula“ gerät im Theater am Leibnizplatz zu einem zerfaserten Abend

Bremen - Von Mareike Bannasch. Ziemlich steif stehen sie auf dem großen Podest. Vier museale Ausstellungsstücke hinter einer Absperrkordel. Künstler, die schon lange tot sind – und trotzdem nicht zur Ruhe kommen. Weil wir sie nicht lassen.
„Jenseits Paula“ gerät im Theater am Leibnizplatz zu einem zerfaserten Abend
Liebe ohne Schmelz

Liebe ohne Schmelz

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Manchmal geschieht es, dass man in Konzerten aus dem Publikum Stimmen aufschnappt, die viel treffender sagen konnten als der Rezensent es kann. Also soll an dieser Stelle zur Wiedergabe des Violinkonzertes op. 33 von Carl Nielsen der Herr sprechen, der vor der Rezensentin ging: „Da bleibt einem ja die Luft weg! Ich schmolz!“
Liebe ohne Schmelz
„Das Letzte Kleinod“ zeigt „Gesalzene Wassermelonen“

„Das Letzte Kleinod“ zeigt „Gesalzene Wassermelonen“

Geestenseth - Von Rolf Stein. Inzwischen ist die Spielstätte durchaus bekannt: ein „ozeanblauer“ Zug, in dem der Regisseur, Autor und Intendant der Theatergruppe „Das Letzte Kleinod“, Jens-Erwin Siemssen, mit stets sehr einfachen Mitteln raffiniert Geschichten aus aller Welt erzählt, die auf mehr oder weniger direktem Weg mit der norddeutschen Tiefebene verbunden sind. Visselhövede im Landkreis Rotenburg zum Beispiel. Wohin es Russlanddeutsche verschlagen hat.
„Das Letzte Kleinod“ zeigt „Gesalzene Wassermelonen“
Nach acht Jahren Pause: Black Eyed Peas liefern atemberaubende Show im Zenith

Nach acht Jahren Pause: Black Eyed Peas liefern atemberaubende Show im Zenith

Die Black Eyed Peas sind mit ihrem brandneuen ALbum „Masters Of The Sun Vol. 1“ auf Tour. Im Zenith schaffen sie es, ihre Fans zu begeistern.
Nach acht Jahren Pause: Black Eyed Peas liefern atemberaubende Show im Zenith
Rainer Beßling über sein neues Buch „Bildersprachen – Reden über Kunst“

Rainer Beßling über sein neues Buch „Bildersprachen – Reden über Kunst“

Syke - Von Philipp Handke. „Zwischen geschäftiger Kunstszene und Rückzug ins beschauliche Syke“. Dort befindet sich der ehemalige Leiter der Kultredaktion der Mediengruppe Kreiszeitung, Rainer Beßling. Gestern veröffentlichte er sein knapp 300 Seiten starkes Buch „Bildersprachen – Reden über Kunst“, das 34 Texte aus zehn Jahren journalistischer Arbeit zusammenfasst. Wir haben mit ihm über das Werk gesprochen.
Rainer Beßling über sein neues Buch „Bildersprachen – Reden über Kunst“
Julia Zejn stellt den Comic „Drei Wege“ vor

Julia Zejn stellt den Comic „Drei Wege“ vor

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Glatt läuft da gar nichts, das fängt schon bei den Zeichnungen an. Julia Zejns grobe Striche verraten die Entstehungsgeschichte ihrer Bilder und stellen sie selbstbewusst zur Schau. Besonders der Bleistift strukturiert mit eben noch erkennbaren Hilfslinien, wilden Schraffuren oder als Zigarettenrauch, der immer wieder über den Szenen hängt.
Julia Zejn stellt den Comic „Drei Wege“ vor
„Deep Sea“: 13 Künstler nähern sich in der Städtischen Galerie Bremen dem Lebensraum Tiefsee

„Deep Sea“: 13 Künstler nähern sich in der Städtischen Galerie Bremen dem Lebensraum Tiefsee

Bremen - Von Mareike Bannasch. Bevor sie sich zur Jagd aufmachen, geht es zum Rasieren. Alle zusammen, oben auf dem Deck sind sie angetreten, um ihren Bärten den Kampf anzusagen. Natürlich nicht mit einem handelsüblichen, viel zu kleinen Werkzeug – richtige Kerle nehmen ein fast unterarmstarke Messer. Denn nur echte Männer wagen sich überhaupt an Bord dieses Schiffes, dessen Crew sich aufgemacht hat, das größte Säugetier der Welt zu erlegen: den Wal.
„Deep Sea“: 13 Künstler nähern sich in der Städtischen Galerie Bremen dem Lebensraum Tiefsee
Axel „Aki“ Bosse feiert mit seinen Fans im Bremer Schlachthof

Axel „Aki“ Bosse feiert mit seinen Fans im Bremer Schlachthof

Bremen - Von Mareike Bannasch. Engagiert war Axel „Aki“ Bosse schon immer. Er stellte sich auch öffentlich gegen Rechts, warb für Toleranz und sammelt bereits seit elf Jahren für die Hilfsorganisation „Viva con Aqua“ Spenden. Trotzdem: Einen rein politischen Song gab es vom gebürtigen Braunschweiger noch nie – bis jetzt. Mit „Robert de Niro“ von seiner aktuellen Platte „Alles ist jetzt“ hat der Musiker jegliche textliche Zurückhaltung abgelegt – auch auf der Bühne des Bremer Schlachthofs.
Axel „Aki“ Bosse feiert mit seinen Fans im Bremer Schlachthof
Musiker Bombino tritt zum ersten Mal in der Region auf – und überzeugt

Musiker Bombino tritt zum ersten Mal in der Region auf – und überzeugt

Worpswede - Von Rolf Stein. Bombino, sagen Menschen, die ihn kennen, redet nicht viel. Er lässt lieber seine Gitarre sprechen. Dann setzt er zu ausgedehnten Improvisationen an, mit kühnen Spannungsbögen, die er immer wieder formvollendet auflöst. Unter dem Einfluss von Jimi Hendrix und Mark Knopfler formte der als Goumour Almoctar in Niger auf die Welt gekommene Musiker einst als Autodidakt seinen Stil, den die staunende Welt erstmals auf dem Album „Guitars From Agadez Vol. 2“ zur Kenntnis nehmen durfte. Inzwischen ist er längst auf internationalen Bühnen zuhause und trat am Freitag zum ersten Mal in der Region auf.
Musiker Bombino tritt zum ersten Mal in der Region auf – und überzeugt
Ensemble Weser-Renaissance feiert mit Musik aus Venedig sein 25-jähriges Bestehen

Ensemble Weser-Renaissance feiert mit Musik aus Venedig sein 25-jähriges Bestehen

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Kaum zu glauben: Seit 25 Jahren gibt es nun schon das Ensemble Weser-Renaissance. Manfred Cordes rief das Ensemble 1993 ins Leben, das in wechselnder Besetzung Musik des 16. und 17. Jahrhunderts erarbeitet und über 50 CDs herausgebracht hat. In Bremen bietet die Formation seit vielen Jahren vierteilige Konzertreihen zu übergeordneten Themen. Der Festzyklus steht dieses Jahr unter dem Titel „La Serenissima“ und ist Venedig gewidmet. Es ist nicht mehr sehr präsent, welche musikalischen Explosionen einst von dieser Stadt ausgingen, von der Friedrich Nietzsche einmal gesagt hat, wenn er ein anderes Wort für Musik suche, sei es Venedig. Cordes und seine Sänger spüren der Bedeutung Venedigs nach.
Ensemble Weser-Renaissance feiert mit Musik aus Venedig sein 25-jähriges Bestehen
Deutsche Erstaufführung von Jacques Offenbach „König Karotte“ in Hannover

Deutsche Erstaufführung von Jacques Offenbach „König Karotte“ in Hannover

Hannover - Von Ute Schalz-Laurenze. Die Uraufführung von Jacques Offenbachs „Roi Carotte“ ist mit heute unfassbaren Zahlen belegt: 1 .150 Kostüme, 193 Bilder in vier Akten, innerhalb von sechs Monaten 193 Aufführungen und einer sechsstündigen Uraufführung. Und doch verschwand das Werk in der Versenkung, bis es 2015 rekonstruiert und in einer dreistündigen Fassung in Lyon aufgeführt werden konnte. Und nun gab es in Hannover von dieser Fassung eine viel bejubelte, glänzende deutsche Erstaufführung, die der Musical-Fachmann Matthias Davids verantwortet.
Deutsche Erstaufführung von Jacques Offenbach „König Karotte“ in Hannover
Gedrucktes ist doch nicht tot!

Gedrucktes ist doch nicht tot!

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Nur weil die Druckerei durch ist, gehen diese Hefte noch längst nicht in den Versand. Erst wird gelebt, getackert, gestempelt, gefaltet und geschnitten – und mit dem Textmarker gefärbt. Und das immer unterschiedlich: keine zwei Exemplare der neuen Artic gleichen einander. Seit 25 Jahren gibt es das handgemachte Kunstmagazin inzwischen. Nachvollziehen lässt sich diese Geschichte jetzt auf einer Werkschau im bei der Weserburg beheimateten Zentrum für Künstlerpublikationen. Jede Ausgabe ist einem Schlagwort gewidmet. „Eigen“ lautet das aktuelle, vorher gab es mal „Stimme“, mal „orange“ oder „Banause“. Davon ausgehend entfaltet sich je eine heftförmige Assoziationskette aus Malerei, Fotografie, Desing und ganz viel Text.
Gedrucktes ist doch nicht tot!
Marikke Heinz-Hoek: Striche der Erinnerung

Marikke Heinz-Hoek: Striche der Erinnerung

Syke - Von Mareike Bannasch. Sie sieht gequält aus, die alte Dame mit den Kopfhörern. Ihre Gesichtszüge von stillem Schmerz verzerrt, stiert sie gedankenlos ins Leere. Allerdings nur, bis die Musik zu spielen beginnt – und ihr einen Teil ihrer Geschichte zurückbringt. Erinnerungen, die ihr die Demenz zumindest oberflächlich genommen hat.
Marikke Heinz-Hoek: Striche der Erinnerung
Christoph Sell von Feine Sahne Fischfilet spricht über Bauhaus und Extremismus

Christoph Sell von Feine Sahne Fischfilet spricht über Bauhaus und Extremismus

Kassel - Von Maja Yüce. Die einen nennen sie die aktuell wichtigste deutschsprachige Band, andere, wie die Bauhaus-Stiftung in Dessau, wollen sie nicht auftreten lassen. Ohne Zweifel gibt es derzeit über keine andere Gruppe so viele Schlagzeilen, wie über die linke Punkband Feine Sahne Fischfilet. Sie gehörte zu den Mitinitiatoren des #wirsindmehr-Konzerts gegen Rechts in Chemnitz und wird nun, statt wie vom ZDF geplant im Bauhaus, in einem Brauhaus in Dessau auftreten. Wir sprachen mit Gitarrist Christoph Sell, der mit Frontmann Jan „Monchi“ Gorkow die Songs schreibt – und singt.
Christoph Sell von Feine Sahne Fischfilet spricht über Bauhaus und Extremismus