Ressortarchiv: Kultur

Bremen feiert am Montag den International Day of Jazz

Bremen feiert am Montag den International Day of Jazz

Bremen - Von Rolf Stein. Im November 2011 rief die Unesco den Internationalen Tag des Jazz aus. Er soll an „die künstlerische Bedeutung des Jazz, seine Wurzeln und seine weltweiten Auswirkungen auf die kulturelle Entwicklung erinnern“. Seither wird dieser Tag am 30. April rund um den Globus gefeiert. Und in diesem Jahr auch in Bremen. Der Musiker V.B. Schulze erzählt im Interview, was ihn inspiriert hat, eine Veranstaltung zum Tag des Jazz auf die Beine zu stellen.
Bremen feiert am Montag den International Day of Jazz
David Hasselhoff in Bremen: Oh! Mein! Gott!

David Hasselhoff in Bremen: Oh! Mein! Gott!

Bremen - Von Felix Gutschmidt. Verdammt, er hat es geschafft. Als die Bilder der Silvesterfeier 1989 am Brandenburger Tor auf der Leinwand erscheinen und der 65-jährige David Hasselhoff – verkleidet als 36-jähriger David Hasselhoff – seinen Hit „Looking for Freedom“ singt, schnappt die Nostalgie-Falle zu. Willig lässt sich das Publikum in der Bremer Stadthalle von seinen Erinnerungen überwältigen an eine Zeit, die so schön einfach, übersichtlich und hoffnungsvoll war.
David Hasselhoff in Bremen: Oh! Mein! Gott!
Stadttheater Bremerhaven: Mit erhöhtem Etat und Blick auf Amerika

Stadttheater Bremerhaven: Mit erhöhtem Etat und Blick auf Amerika

Bremerhaven - Von Wolfgang Denker. Zu Beginn der Pressekonferenz zur Spielzeit 2018/2019 des Stadttheaters Bremerhaven verkündete Kulturdezernent Michael Frost gute Nachrichten: Der Etat des Theaters wird um 160 000 Euro erhöht. Zudem wird an einem Kontrakt gebastelt, der über einen mehrjährigen Zeitraum für Planungssicherheit sorgen soll. Und auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Theater wird weiter und intensiver gefördert.
Stadttheater Bremerhaven: Mit erhöhtem Etat und Blick auf Amerika
„Dagegen ist die Volksbühne ein Kindergeburtstag“

„Dagegen ist die Volksbühne ein Kindergeburtstag“

Hannover - Von Jörg Worat. Zitierbares von Staatsschauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg? Nicht bei der Spielzeit-Pressekonferenz: Da verkörperten nämlich Ensemblemitglieder die Führungscrew und nutzten die Chance, die Eigenarten der Chefs einmal lustvoll auf die Schippe zu nehmen. Anschließend aber sprach der echte Walburg über die kommende Saison, die nach zehn Jahren seine letzte in Hannover sein wird – 2019 übernimmt Sonja Anders das Ruder.
„Dagegen ist die Volksbühne ein Kindergeburtstag“
Deutsche Kammerphilharmonie spielt Debussy

Deutsche Kammerphilharmonie spielt Debussy

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Selten kann man sie hören, die „Anti-Oper“: „Pelléas et Mélisande“ von Claude Debussy, 1902 mit einem Skandal uraufgeführt. Debussy, vom Wagner-Fan zum Anti-Wagnerianer geworden, fand, dass in der Oper zu viel gesungen wurde, und wollte der Sprache wieder zu ihrem Recht verhelfen: mit einem durchgehenden quasi rezitativischen Gesang, dessen orchestrale Grundlage eine differenzierte Klanglichkeit ist, die die Tiefen der Seele, des Unterbewussten abbildet.
Deutsche Kammerphilharmonie spielt Debussy
Tanzfestival „Africtions“ zum zweiten Mal in Bremen

Tanzfestival „Africtions“ zum zweiten Mal in Bremen

Bremen - Von Rolf Stein. Vier Jahre ist es schon her, dass das Tanzfestival „Africtions“ in Bremen Premiere feierte. Rund 170 Künstler aus Afrika gaben damals in der Schwankhalle, am Theater Bremen und am Theater am Leibnizplatz Einblicke in das, was der Nachbarkontinent in Sachen zeitgenössischem Tanz zu bieten hat. Und das ist gar nicht wenig – auch in Anbetracht der Schwierigkeiten, die die Künstler dort auf organisatorischer und künstlerischer Ebene zu bewältigen haben.
Tanzfestival „Africtions“ zum zweiten Mal in Bremen
Der Teufel und ich: Infernalisch im zweiten Anlauf

Der Teufel und ich: Infernalisch im zweiten Anlauf

Syke - Von Jan-Paul Koopmann. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Aber wenn es dem leibhaftigen Satan passiert, bleibt einem doch beinahe das Herz stehen. Keine Panik, nach der Pause hat Dominique Horwitz die Kurve in Syke noch gekriegt, doch bis dahin war es ein harter Weg. Fast tragisch: Den Beelzebub hat Horwitz schließlich früher schon mal überzeugend gegeben, in der Uraufführung von „Black Rider“, dem spektakulären Freischütz-Musical am Hamburger Thalia Theater. Legendär ist das Stück heute auch, weil die Gegenkultur so produktiv darin verstrickt ist: William S. Burroughs, Tom Waits und Bob Wilson hatten das Werk konzipiert. Das war Horwitz‘ wirklich großer Moment als diabolischer Stelzfuß mit Segelohren.
Der Teufel und ich: Infernalisch im zweiten Anlauf
Schormann soll neue documenta-Geschäftsführerin werden

Schormann soll neue documenta-Geschäftsführerin werden

In Kassel, der Stadt der Weltkunstausstellung namens documenta, steht die Kulturszene kurz still. Denn des gibt eine neue documenta-Geschäftsführerin.
Schormann soll neue documenta-Geschäftsführerin werden
Kult im Quadrat

Kult im Quadrat

Hamburg - Von Radek Krolczyk. Der Gedanke, dass Ästhetik den technischen Möglichkeiten ihrer Zeit folgt, scheint fast banal. Umso erstaunlicher ist es dann, wenn man sich einer konkreten, ganz auf ästhetische Erfahrung konzentrierenden Technik widmet. Möglicherweise sogar einer, die man für eine längst vergangene modische Laune halten könnte – etwa die Sofortbildkameras des amerikanischen Herstellers Polaroid.
Kult im Quadrat
Künstlerin Ntando Cele über Rassismus: „Lasst uns darüber lachen!“

Künstlerin Ntando Cele über Rassismus: „Lasst uns darüber lachen!“

Bremen - Von Rolf Stein. Ntando Cele, in der Schweiz lebende Künstlerin mit südafrikanischen Wurzteln, malt sich weiß an und macht sich über Stereotype lustig. Für drei Abende ist sie nun in Bremen zu Gast.
Künstlerin Ntando Cele über Rassismus: „Lasst uns darüber lachen!“
Wundersame Poesie auf Essbesteck

Wundersame Poesie auf Essbesteck

Bremen - Von Radek Krolczyk. Die aktuelle Ausstellung von Matthias Ruthenberg in der Bremer Galerie für Gegenwartskunst ist eine echte Überraschung. Er zeigt Besteck, also Buttermesser, Suppenlöffel und Gabeln, aber auch Kellen und Kuchenbesteck. Der Künstler, der kürzlich mit seiner Familie von Bremen ins französische Metz übersiedelte, ist für seine seltsamen Handzeichnungen bekannt. Wobei er damit immer schon an die Ränder dessen ging, was eine Zeichnung sein kann. Ganz wörtlich etwa bei der Meisterschülerausstellung 2016 in der Weserburg, wo er die gesammelten, gelochten Ränder seiner Zeichenblätter zu riesigen Bildern rahmte. Kleine, zufällige und scheinbar überflüssige Bleistiftlinien gelangten so zu einer neuen Form und großer Aufmerksamkeit.
Wundersame Poesie auf Essbesteck
„Hänsel und Gretel“ in Hamburg: Wer kotzt, hat verloren

„Hänsel und Gretel“ in Hamburg: Wer kotzt, hat verloren

Hamburg - Von Jan-Paul Koopmann. Da frisst einer Spaghetti bis zum Würgen und spült mit Milch nach, bis es wieder aus ihm herauskübelt. Klar ist es widerlich, sich das in Großaufnahme auf einer meterhohen Videoleinwand anzugucken. Ekeln soll es aber auch, provozieren – und obendrein scharfe Konsumkritik leisten. Kunst ist es ohnehin – weil es im Theater passiert und weil das Rammsteins Till Lindemann ist, der sich da übergibt. Tja.
„Hänsel und Gretel“ in Hamburg: Wer kotzt, hat verloren
Jazzahead geht raus

Jazzahead geht raus

Bremen - Von Ulla Heyne. Nun ist sie schon wieder Geschichte, die 13. Jazzahead, die am Samstag fulminant mit der Overseas Night und der Clubnight zu Ende ging. Am Freitag hatten beim hochkarätigen Galakonzert in der Glocke mit Anna Maria Jopek und Leszek Mozdzer und der mit nicht minder memorablen Momenten gespickten „European Night“ – etwa mit einem spannenden Crossover aus New Orleans Jazz, Hiphop und Walzer – vierstellige Besucherzahlen angezogen.
Jazzahead geht raus
Jazzahead läutet mit polnischer Nacht Konzert-Mammutprogramm ein

Jazzahead läutet mit polnischer Nacht Konzert-Mammutprogramm ein

Bremen - Von Ulla Heyne. Nun hat sie die Stadt also wieder fest im Griff, nicht nur mit ihrem omnipräsenten Logo mit dem grünen Pfeil: die Jazzahead. Eigentlich steht Bremen zwar schon seit zwei Wochen im Zeichen eines der weltweit größten Jazzfestivals. Mit zahlreichen Veranstaltungen rund um das diesjährige Partnerland Polen haben die Organisatoren auch schon gut vorgelegt. Aber so richtig Jazzahead ist eben erst, wenn in den Messehallen internationales Gemurmel die Träger der dieses Jahr knallroten Stofftüten umgibt, die sich an den Messeständen zwischen Labels, Festivalveranstaltern, Musikerinitiativen und Ländervertretungen durch die Gänge schieben.
Jazzahead läutet mit polnischer Nacht Konzert-Mammutprogramm ein
Theater Bremen stellt Programm der Spielzeit 2018/2019 vor

Theater Bremen stellt Programm der Spielzeit 2018/2019 vor

Bremen - Von Rolf Stein. So richtig spannend sind die alljährlichen Pressetermine zur Verkündigung des Programms der kommenden Spielzeit eigentlich selten. Am Theater Bremen, wo Intendant Michael Börgerding nun in seine siebte Saison geht, gab es immerhin ein paar nicht ganz unerhebliche Personalien zu verkünden, die unter anderem zum Ergebnis haben, dass alle vier Sparten des Hauses von Frauen geleitet werden, und sei es als Hälfte einer Doppelspitze.
Theater Bremen stellt Programm der Spielzeit 2018/2019 vor
Navid Kermani liest in Bremen: Feinsinniger Beobachter

Navid Kermani liest in Bremen: Feinsinniger Beobachter

Bremen - Von Jens Laloire. Welch eine Reise! Von Köln über Schwerin und Berlin nach Auschwitz, Warschau, Minsk und Tschernobyl – dann weiter über die Krim und den Kaukasus in den Iran, letzte Station: Isfahan, die Geburtsstadt der Eltern des Schriftstellers Navid Kermani, der diese Reise unternommen hat. Seine Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse hat der 1967 in Siegen geborene Autor in dem Buch „Entlang den Gräben“ festgehalten, mit dem er am Donnerstag zu Gast in der Bremer Bürgerschaft ist.
Navid Kermani liest in Bremen: Feinsinniger Beobachter
Swaantje Güntzel im Syker Vorwerk: Die Hölle im Plastiktunnel

Swaantje Güntzel im Syker Vorwerk: Die Hölle im Plastiktunnel

Syke - Von Mareike Bannasch. Zu Hunderttausenden lagen sie vor rund anderthalb Jahren am Strand. Kleine Kapseln in Lila, Gelb, Blau oder auch Orange, die normalerweise in Kinderzimmern zu finden sind und nun im Sand verstreut waren. Eine Umweltverschmutzung, die die Insel Langeoog einem Sturm rund um Weihnachten 2016 zu verdanken hatte. Denn „Axel“ hatte nicht nur die See aufgewirbelt, sondern auch mehrere Container von einem Schiff gefegt – und mit ihnen Überraschungseier, die für den russischen Markt bestimmt waren.
Swaantje Güntzel im Syker Vorwerk: Die Hölle im Plastiktunnel
Plattenfirma stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang

Plattenfirma stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang

Nach dem Kollegah und Farid Bang einen Echo bekommen haben, stehen die beiden nun ohne Plattenfirma da. Das Musikunternehmen BMG stoppte die Zusammenarbeit mit den beiden Musikern.
Plattenfirma stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang
Jung, wild, urban und ausdrucksstark

Jung, wild, urban und ausdrucksstark

Oldenburg - Von Corinna Laubach. Fragil und dennoch unübersehbar massiv schwebt das riesengroße Kreuz aus Metallprismen über dem Boden der Bühne im Großen Haus des Staatstheater Oldenburg. Es lässt sich in alle Richtungen bewegen und ist damit zentrales Sinnbild des mehr als einstündigen Abends.
Jung, wild, urban und ausdrucksstark
Komische Härte der Männer

Komische Härte der Männer

Bremen - Von Rolf Stein. Der Titel klingt martialisch: „Cezary idzie na wojne“, zu Deutsch: „Cezary zieht in den Krieg“. Der Autor und Regisseur des gleichnamigen, unbedingt sehenswerten Stücks, Cezary Tomaszweski, sieht sich durchaus selbst als Held.
Komische Härte der Männer
Der Radikal-Dirigent

Der Radikal-Dirigent

Hannover - Von Jörg Worat. Nun ist er also in Hannover, der Dirigent, über den zurzeit die gesamte Klassikszene spricht: Teodor Currentzis, mal als radikaler Neuerer gepriesen, mal als Poseur verdammt.
Der Radikal-Dirigent
Lucia Bihler inszeniert in Oldenburg „Zur schönen Aussicht“

Lucia Bihler inszeniert in Oldenburg „Zur schönen Aussicht“

Oldenburg - Von Rolf Stein. In Sachen Horvath hatte man in den vergangenen Jahren in unserer Region wenig zu lachen. Dreimal versuchte sich das Theater Bremen an den Stücken des jung gestorbenen Dichters, dreimal verließ man das Theater mindestens unbefriedigt, wenn nicht gar verärgert. Zuletzt gab es dort „Zur schönen Aussicht“ zu sehen, als biederes Boulevardtheater. Was dem hellsichtigen Horvath vermutlich ein paar Extrarunden in seinem Grab bescherte.
Lucia Bihler inszeniert in Oldenburg „Zur schönen Aussicht“
Das Dover Quartet gastiert im Bremer Konzerthaus Glocke

Das Dover Quartet gastiert im Bremer Konzerthaus Glocke

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Als das Dover Quartett 2013 den alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb für Streichquartette im kanadischen Banff gewann, war das eine Sensation. Es dürfte trotzdem schwer werden, sich zu behaupten, denn von den immer wieder neu gegründeten Streichquartetten ist eins besser als das andere. Inzwischen haben die Amerikaner, die sich beim Studium am Curtis-Institut in Philadelphia kennenlernten zwei CDs veröffentlicht. Nun kamen sie zum Philharmonischen Kammerkonzert in die Glocke.
Das Dover Quartet gastiert im Bremer Konzerthaus Glocke
Werden viele junge Erwachsene nun traurig sein? Die „Neon“ gibt‘s schon bald nicht mehr

Werden viele junge Erwachsene nun traurig sein? Die „Neon“ gibt‘s schon bald nicht mehr

Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr stellt nach 15 Jahren sein Magazin „Neon“ ein. Das Heft erscheint am 18. Juni zum letzten Mal.
Werden viele junge Erwachsene nun traurig sein? Die „Neon“ gibt‘s schon bald nicht mehr
Einfach zu viel gewollt: Kay Voges inszeniert „Aida“ in Hannover

Einfach zu viel gewollt: Kay Voges inszeniert „Aida“ in Hannover

Hannover - Von Ute Schalz-Laurenze. Kein Zweifel: Kay Voges, der vor vier Jahren mit einem großartig reflektierten Webern’schen „Freischütz“ beeindruckte, hat nachgedacht über Giuseppe Verdis 1871 entstandene Oper „Aida“, sehr gut nachgedacht. Wie steht es mit der Verachtung und Vernichtung anderer Völker? Was geht vor sich, wenn Sänger von heute in Rollen schlüpfen, die gar nicht mehr nachvollziehbar sind? Wie ordnen sich die persönlichen und intimen Schicksale im Massengeschehen zwischen Pharaonen und Elefanten? Diese und viele mehr sind wichtige Fragen. Aber ist das bloße Nachdenken über sie schon gutes Theater? Eher nicht.
Einfach zu viel gewollt: Kay Voges inszeniert „Aida“ in Hannover
„Of Coming Tales“ sucht im Theater Bremen nach den Märchen dieser Tage

„Of Coming Tales“ sucht im Theater Bremen nach den Märchen dieser Tage

Bremen - Von Mareike Bannasch. „Your fantasy is our business“: Fünf simple Worte, hinter denen sich nicht mehr verbirgt als die Daseinsberechtigung eines ganzen Universums. Denn „Entertainment Productions“, jene Firma, die sich den Slogan zu eigen gemacht hat, will viel mehr als nur unterhalten. Sie will uns auch den letzten Rest Fantasie zu rauben – um die Lücke mit Reality-Trash, Serien und Blockbustern zu füllen.
„Of Coming Tales“ sucht im Theater Bremen nach den Märchen dieser Tage
Bob Dylan als Ideensammlung

Bob Dylan als Ideensammlung

Bremen - Von Rolf Stein. Mit Bob Dylan ist es ein bisschen wie mit Nordkorea: Man weiß kaum etwas über ihn – außer dem, was er selbst preisgibt. Umso blühender ein Spekulantentum, das im Falle Dylans nicht nur metaphorisch noch den Abfall durchwühlt, um zu Erkenntnissen über den Gegenstand des Interesses zu gelangen.
Bob Dylan als Ideensammlung
Bremer Philharmoniker und Isabelle van Keulen in der Glocke

Bremer Philharmoniker und Isabelle van Keulen in der Glocke

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Die Bremer Philharmoniker sind immer darum bemüht, in ihren Programmen Kontexte und Perspektiven aufzuzeigen. So präsentieren sie unter der Leitung von Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor in Bonn, bei dessen Bremer Debüt Werke der vorletzten Jahrhundertwende aus Amerika und Russland. Eine Zeit, die vielfältige und vollkommen unterschiedliche Grundlagen für die weitere Entwicklung der Musikgeschichte legte und an diesem Abend die Stimmen von Vögeln hinzunimmt.
Bremer Philharmoniker und Isabelle van Keulen in der Glocke
Ein bisschen Neues, ein bisschen Bewährtes

Ein bisschen Neues, ein bisschen Bewährtes

Oldenburg - Von Rolf Stein. Schon seine fünfte Spielzeit stellte Christian Firmbach als Intendant des Oldenburgischen Staatstheaters gestern vor – und konnte erst einmal ein positives Resümee präsentieren. Das Staatstheater steuere auf eine Rekordspielzeit bei den Besucherzahlen zu, der vergangene Dezember sei der beste Dezember aller Zeiten gewesen. Die Abonnentenzahlen steigen, die Auslastung ist mit mehr als 80 Prozent gut. Da erwartet niemand, dass sich ein Theater gründlich neu erfindet.
Ein bisschen Neues, ein bisschen Bewährtes
Transparenz ohne Verlust

Transparenz ohne Verlust

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Manches an diesem Konzert im Bremer Dom ist anders: Helfer laufen mit Plakaten umher, auf denen Dinge stehen wie „Nordschiff“ oder „Südschiff“. Bedeutet das, dass viele Konzertbesucher von Johannes Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ den Dom als Konzertort noch gar nicht kennen?
Transparenz ohne Verlust
Künstler protestieren gegen Volksbühnen-Intendant Dercon

Künstler protestieren gegen Volksbühnen-Intendant Dercon

Berlin - Von Volker Gebhart. „Nur über meine Leiche“. So steht es geschrieben auf den Papieren, die vor ihren scheinbar leblosen Körpern liegen: Fünf Aktionskünstler haben sich vor den Eingangstüren der Berliner Volksbühne positioniert. Wer hinein will ins Theater, muss über sie steigen oder sich an ihnen vorbei manövrieren. Bei der Aktion handelt es sich um den neu zugespitzten Protest gegen Chris Dercon, den Nachfolger des langjährigen Intendanten Frank Castorf.
Künstler protestieren gegen Volksbühnen-Intendant Dercon
Hinterm Horizont geht’s gar nicht weiter

Hinterm Horizont geht’s gar nicht weiter

Wilhelmshaven - Von Tim Schomacker. Ganz am Ende wird es dann absurd. Was weder am Stück liegt noch an der Inszenierung. Landesbühnen-Intendant Olaf Strieb verabschiedet eine Dramaturgin, die es an ein anderes Haus zieht. Kein ganz ungewöhnlicher Vorgang, so ein Wechsel.
Hinterm Horizont geht’s gar nicht weiter
Festival „eigenARTIG“: Ein Kessel Buntes zum Auftakt

Festival „eigenARTIG“: Ein Kessel Buntes zum Auftakt

Bremen - Von Jens Laloire. Es herrscht Bar-Atmosphäre im alten Saal der Schwankhalle. Vor den Publikumsrängen stehen zusätzlich im Raum verteilt ein Dutzend Tische mit darum gruppierten Stühlen; ein Pianist (Björn Jentsch) spielt die passende Musik, bis alle 90 Plätze besetzt sind. Dann beginnt die erste von insgesamt 20 Szenen – ein Sketch, in dem Adriana Könemann und Günther Grollitsch eine Pizzabestellung ins leicht Absurde übersteigern. Mit Tanz hat das erst einmal noch nichts zu tun, obwohl die beiden sonst als Tänzer beziehungsweise Choreografin arbeiten. Auch bei den folgenden Szenen ist der Tanz nicht immer das dominierende Element, was bei der Eröffnung eines Festivals für Tanzkunst ein wenig überrascht.
Festival „eigenARTIG“: Ein Kessel Buntes zum Auftakt
Ein Bremer Requiem

Ein Bremer Requiem

Bremen - Von Mareike Bannasch. Zielstrebig geht die Frau die grauen Stufen hinauf, schiebt ihre Sonnenbrille in die Haare und rüttelt an der Tür. Vergeblich. Der Bremer St.-Petri-Dom ist geschlossen – zumindest für die Öffentlichkeit. Hinter den dicken Mauern bereiten sich andere auf ihren großen Auftritt vor: Die Rede ist von den Musikern der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, die heute Abend „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms spielen werden. Auf den Tag genau 150 Jahre nach der Uraufführung, die der Komponist damals selbst dirigierte.
Ein Bremer Requiem
Beatsteaks im Pier 2: Still sitzen? Geht nicht!

Beatsteaks im Pier 2: Still sitzen? Geht nicht!

Bremen - Von Frank Schümann. Samstagabend im Bremer Pier 2, kurz nach 9 Uhr. Die 2.800 Zuschauer in der ausverkauften Halle sind extrem gut vorbereitet auf das, was da in den nächsten rund zweieinhalb Stunden kommen soll – die Antennen auf Empfang. Man spürt: Da passiert gleich etwas Besonderes. Dass ihre Fans derart „open minded“ sind, haben die Beatsteaks wunderbar vorbereitet – mit ihren Brüdern im Geiste von Turbostaat als starkem Support Act, einem guten Spannungsbogen beim „Einlaufen“ und einer zehnminütigen DJ-Show, die zwischen ELO, Hip-Hop und Rage against the Machine schon mal klar macht, dass der Top Act dieses Abends längst mehr ist als jene kleine, coole, rotzige Punk-Band aus Berlin, als die sie vor mehr als 20 Jahren mal gestartet ist.
Beatsteaks im Pier 2: Still sitzen? Geht nicht!
Eröffnung der „Jazzahead“ feiert Polens Kultur

Eröffnung der „Jazzahead“ feiert Polens Kultur

Bremen - Von Ulla Heyne. 60 Kooperationspartner, 100 Acts, 60 davon allein bei der Clubnight an 30 Locations – die „Jazzahead“ hat sich gemausert. Längst hat sich die 2006 ins Leben gerufene Fachmesse zu einem der weltweit wichtigsten Branchentreffen mit jährlich mehr als 25 000 Besuchern aus 60 Nationen und einem mehrwöchigen Veranstaltungsmarathon gemausert, betonten Moderatorin Silke Behl und der künstlerische Leiter Uli Beckerhoff am Freitagabend anlässlich der offiziellen Eröffnungsshow im Bremer Theater am Goetheplatz.
Eröffnung der „Jazzahead“ feiert Polens Kultur

„Sound Collection“: Buntes vom Cover

Bremen - Von Rolf Stein. Es wird ja gern gemäkelt: Bremen verlöre seine großen Marken. Zum Beispiel, wenn ein Schokoladenhersteller seine Produktion nach Polen verlegt. In diesem Zusammenhang haben wir zur Abwechslung mal eine gute Nachricht – und eine nicht so gute. Beginnen wir mit der eher nicht so guten: Die Ausstellung zum Ankauf der Sammlung „Sound Collection“ von Guy Schraenen, den das Zentrum für Künstlerpublikationen gestern Nachmittag verkünden konnte, ist nur bis morgen zu sehen.
„Sound Collection“: Buntes vom Cover
„Tulpen, Tabak, Heringsfang“: Der Stolz einer Nation

„Tulpen, Tabak, Heringsfang“: Der Stolz einer Nation

Bremen - Von Mareike Bannasch. Sie zeigen stolze Kaufmänner, imposante Handelsschiffe oder kostbare Blumen – und waren jahrzehntelang vor der Öffentlichkeit verborgen. Nur wenigen Menschen gestattete Carl Schünemann bislang, einen Blick auf seine Kunstsammlung zu werfen. Doch das hat sich nun geändert: Vor einem Jahr schenkte der Bremer Kaufmann der Kunsthalle 34 Gemälde und eine Zeichnung; ab heute sind 32 niederländische Werke des 17. Jahrhunderts erstmals öffentlich zu sehen.
„Tulpen, Tabak, Heringsfang“: Der Stolz einer Nation
Dialog mit Dekalog

Dialog mit Dekalog

Bremen - Von Rolf Stein. Nackte Frauen, von deinen uns einige durchaus bekannt vorkommen dürfen, ein Pfahlbau, ein ausgebranntes Auto – aufgebracht auf das Blech einer Garage und ein Stück Containerwand. Das ist eine der Arbeiten, die der Bremer Künstler Tom Gefken aktuell in der Bremer Kulturkirche zeigt. Der Titel der Ausstellung: „Projekt Zehn“.
Dialog mit Dekalog
Vor 140 Jahren wurde der Schriftsteller Erich Mühsam geboren

Vor 140 Jahren wurde der Schriftsteller Erich Mühsam geboren

Berlin - Von Rolf Stein. Vor allem die in Arbeit befindliche Herausgabe seiner Tagebücher hat Erich Mühsam – Anarchist, Bohemien, Dramatiker, Kabarettist, Agitator, Lyriker – in der jüngsten Zeit zu einer kleinen Renaissance verholfen. Und auch die Punk-Band Slime sorgte sich um sein Andenken und verarbeitete seine Gedichte in den Songs des Albums „Sich fügen heißt lügen“, benannt nach einer Gedichtzeile Mühsams. Vor 140 Jahren, am 6. April 1878, wurde Erich Mühsam in Berlin geboren.
Vor 140 Jahren wurde der Schriftsteller Erich Mühsam geboren
Achim Reichel im Interview: „Ich bin kein Einfacher“

Achim Reichel im Interview: „Ich bin kein Einfacher“

Bremen - Von Jörg Worat. Als Mitglied der „Rattles“ und der Band „Wonderland“ gehörte Achim Reichel zu den Pionieren der deutschen Rockmusik, tourte mit den „Beatles“ und den „Rolling Stones“. Später brachte er ein Album mit Seemannsliedern heraus, vertonte den „Zauberlehrling“ und den „Erlkönig“, arbeitete mit dem zeitgenössischen Dichter Jörg Fauser zusammen.
Achim Reichel im Interview: „Ich bin kein Einfacher“
Ein Pfad durch die Stadt: Redakteur Guido Menker über seine Fotoausstellung

Ein Pfad durch die Stadt: Redakteur Guido Menker über seine Fotoausstellung

Rotenburg - Von Mareike Bannasch. Kaffeemühlen-Museum, Skulpturengarten und das Rudolf-Schäfer-Haus: Nur drei von mehr als 35 Stationen des Rotenburger Kulturpfads. Ein Weg durch die Stadt, der im Jahr 2006 eingerichtet wurde und in der Öffentlichkeit nicht mehr allzu präsent ist. Das will Guido Menker, Redakteur der Rotenburger Kreiszeitung, nun ändern – mit einer Fotoausstellung, die Mittwochabend eröffnet wird, geht es los.
Ein Pfad durch die Stadt: Redakteur Guido Menker über seine Fotoausstellung
Goethes Erben schließen in Bremen ihre Tournee ab

Goethes Erben schließen in Bremen ihre Tournee ab

Bremen - Von Radek Krolczyk. Die Bühne des Bremer Clubs Modernes ist am Ostermontagabend vollgestopft wie Omas Wohnung: mit einem fetten, braunen Ledersessel und klobigen Kerzenhaltern. Nur die vielen dicken Kerzen, die überall im Bühnenraum verteilt herumstehen, die sind elektrisch, die gab es so bei Oma nicht. Dazwischen bewegt sich ein Typ mit langem Zopf und schwarzem Anzug – Oswald Henke, Sänger der Band Goethes Erben.
Goethes Erben schließen in Bremen ihre Tournee ab
„Die Fledermaus“: Der Schwindel bleibt

„Die Fledermaus“: Der Schwindel bleibt

Bremen - Von Rolf Stein. Dass es nicht einfach werden würde, war irgendwie klar. Zwar hat Felix Rothenhäusler, Hausregisseur am Theater Bremen und als solcher vor allem im Schauspiel tätig, schon zwei Opernregien vorgelegt, die durchaus gewisse Rothenhäusler-Charakteristika aufwiesen. Allerdings ist es ja schon noch etwas anderes, ob es um Oper geht – oder um Operette.
„Die Fledermaus“: Der Schwindel bleibt
Auf dem Bilderberg

Auf dem Bilderberg

Bremerhaven - Von Rolf Stein. Der Roman „Auerhaus“ von Bov Bjerg war ein Überraschungserfolg. Die umgehende geplante Verfilmung lässt derweil auf sich warten. Umso besser, dass das Stück an einer Reihe von Theatern das Publikum erfreut. Seit vergangener Woche nun auch am Stadttheater Bremerhaven, wo Regisseur Marc Zurmühle das Buch auf die Bühne transportiert hat.
Auf dem Bilderberg