Ressortarchiv: Kultur

Stichhaltige Propaganda

Stichhaltige Propaganda

Bremen - Von Rolf Stein. Zwar ist Bob Dylan zuzustimmen, wenn er davon singt, dass sich die Zeiten ändern. Aber es ist ja im Grunde auch nicht weiter überraschend, dass sie das tun. Interessanter ist doch eigentlich, dass so manches gleichbleibt. Im Kupferstichkabinett der Bremer Kunsthalle eröffnet heute die Ausstellung „Im Namen der Lilie. Französische Druckgraphik zur Zeit Ludwigs XIV.“, an der sich nebst anderem sehen lässt, wie Kunst sich in den Dienst von Herrschaft stellt, weil Herrschaft sich gern mit ihr schmückt – und sie deshalb gern alimentiert und damit ermöglicht.
Stichhaltige Propaganda
Broilers bieten Punk mit Herz und Hirn

Broilers bieten Punk mit Herz und Hirn

München - Auf ihrem neuen Studioalbum „(Sic!)“ gibt sich die Düsseldorfer Punk-Band Broilers politischer denn je - und auch musikalisch hat das Quintett an Format und stilistischer Bandbreite gewonnen.
Broilers bieten Punk mit Herz und Hirn
Wolfgang Müller auf den Spuren von Kurt Schwitters

Wolfgang Müller auf den Spuren von Kurt Schwitters

Bremen - Von Rolf Stein. Auf den Spuren des Dadaisten Kurt Schwitters reist der Berliner Künstler Wolfgang Müller 1997 nach Hjertöya, eine kleine Insel in Norwegen. Schwitters war 1937 vor den Nationalsozialisten nach Lysaker geflohen, wo er lebte, bis er nach dem deutschen Überfall auf Norwegen nach England weiterzog.
Wolfgang Müller auf den Spuren von Kurt Schwitters
Hommage an den jungen europäischen Jazz: In ruhigem Fluss

Hommage an den jungen europäischen Jazz: In ruhigem Fluss

Bremen - Von Wolfgang Denker. Ungarn und Schweden: zwei Länder, die auf den ersten Blick nicht viel verbindet, die bei der Jazznight in der Bremer Glocke aber doch zueinander gefunden haben. Dort standen am Donnerstagabend in einem Doppelkonzert das ungarische Duo Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt sowie das schwedische Emil Brandqvist Trio auf der Bühne.
Hommage an den jungen europäischen Jazz: In ruhigem Fluss
Ab in den Karton

Ab in den Karton

Bremen - Von Wolfgang Denker. Es ist schon ein paar Jahre her, dass die amerikanischen Tänzer des bereits 1971 gegründeten Ensembles Pilobolus mit ihrem Schattentheater „Shadowland“ weltweit begeisterten. Jetzt gibt es mit „Shadowland 2 – Das neue Abenteuer“ eine Fortsetzung – auch in Bremen.
Ab in den Karton
„Appell an unseren Humanismus“

„Appell an unseren Humanismus“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Der kleine Simplicius Simplicissimus ist übrig geblieben im großen Morden des Dreißigjährigen Krieges und schließt sich dem Einsiedel an, der ihm das Leben beibringt. Er kommt schließlich zu den Soldaten und an den Hof, wird als Narr gehalten und deutet sich selbst seinen Traum vom Lebensbaum, der die brutale Hierarchie der Gesellschaft trägt. Karl Amadeus Hartmanns 1934/35 entstandene Oper „Simplicius Simplicissimus“, verschwand in der Schublade – wie so viele andere Werke dieses hellsichtigen Komponisten aus der inneren Emigration in der Schweiz.
„Appell an unseren Humanismus“
„Nationalstraße“ am Theater Bremen: „Düstere Energie“

„Nationalstraße“ am Theater Bremen: „Düstere Energie“

Bremen - Von Rolf Stein. Am 17. November 1989 geht es rund in Prag. 15.000 Studenten demonstrieren auf der Nationalstraße im Zentrum der Stadt. Die Polizei schreitet ein, obwohl die Kundgebung genehmigt ist. 600 Demo-Teilnehmer werden dabei verletzt. Am nächsten Tag rufen die Prager Studenten zum Streik auf. Der Anfang der „Samtenen Revolution“ – mittendrin: ein Mann, der sich Vandam nennt.
„Nationalstraße“ am Theater Bremen: „Düstere Energie“
Die Jungen Akteure suchen die „Verlorene Jugend“

Die Jungen Akteure suchen die „Verlorene Jugend“

Bremen - Von Rolf Stein. Am Theater Bremen geht es – nach der Frank-Witzel-Adaption „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ erneut in den Keller. Und wieder nicht zum Lachen. Dafür ist das Thema zu ernst. 
Die Jungen Akteure suchen die „Verlorene Jugend“
Lasst euch antanzen!

Lasst euch antanzen!

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist ein altes Lied, das eigentlich niemand mehr recht singen mag. Tanz Bremen, einst unter dem Namen Tanzherbst als Festival für internationalen zeitgenössischen Tanz ins Leben gerufen, hat eine wechselvolle Geschichte – was sich implizit auch am Namen ablesen lässt. Die zwischenzeitliche Umbenennung hatte ihre Gründe nämlich auch in den Schwierigkeiten bei der Einwerbung finanzieller Mittel. Probleme, die lange treue Wegbegleiter dessen waren, was vor mehr als 15 Jahren der damalige Bürgermeister „ein Stück Bremer Identität“ nannte.
Lasst euch antanzen!
Heute ein König!

Heute ein König!

Bremen - Von Tim Schomacker. Das Schöne an alten Stoffen und Texten ist ihre Biegsamkeit. Gerade weil das Personal antiker, elisabethanischer oder bürgerlicher Trauerspiele nichts weiß von unserer Gegenwart, bleibt es – dramaturgisch gesprochen – geschmeidig. Verbindungen zu gegenwärtigen Gefühls- und Weltlagen müssen hergestellt werden. Parabeln. Theater-Arbeit. Heutiger Stoff ist, nun ja: mehr im Heute.
Heute ein König!
Tempel haben Risse

Tempel haben Risse

Hamburg - Von Rolf Stein. Klar: guter Witz! Die Einstürzenden Neubauten im Rahmen des Eröffnungsfestivals der Elbphilharmonie auftreten zu lassen. Sie, die einst tätige Architekturkritik übten. Sie, die nicht nur im Namen, sondern auch lyrisch und musikalisch Endzeitromantik verbreiten.
Tempel haben Risse
Mummenschanz in Übergröße

Mummenschanz in Übergröße

Hannover - Von Jörg Worat. „Im Theater interessiert mich nie die psychorealistische Abbildung von Welt“, lässt Regisseurin Claudia Bauer im Programmheft-Interview wissen. Das ist sicher legitim, vielleicht auch nachvollziehbar – aber noch lange kein Grund, aus der Bühnenfassung von Franz Kafkas Romanfragment „Amerika“ im Schauspielhaus einen XXL-Mummenschanz zu machen.
Mummenschanz in Übergröße
Ökonomie der Aufmerksamkeit

Ökonomie der Aufmerksamkeit

Bremen - Von Rolf Stein. Was würden Sie erwarten, wenn eine Veranstaltung mit der Einsortierung „erotischer Tanz“ auf dem Programm steht? Ausverkauft? Klar: Sex sells. Ein vorwiegend männliches, älteres Publikum? Wahrscheinlich.
Ökonomie der Aufmerksamkeit
Punk im Nebel

Punk im Nebel

Bremen - Von Matthias Röhrs. Es ist die typische Szenerie eines Punkrock-Konzerts im Bremer Lagerhaus. Turbostaat tritt am vergangenen Donnerstagabend hier auf und sorgen für einen ausverkauften Saal.
Punk im Nebel
„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten

„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten

Jempten - Falco wäre im Februar 60 Jahre alt geworden. Er starb jung, doch seine Hits wie „Rock Me Amadeus“ und „Jeanny“ begeistern die Menschen noch immer.
„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten
Buchstäbliche Publikumsbewegung

Buchstäbliche Publikumsbewegung

Hannover - Von Jörg Worat. „Ich möchte“, sagt Ingo Metzmacher, „das Publikum in Bewegung setzen.“ Das ist dem international renommierten Dirigenten im vergangenen Jahr, als er erstmals für das Programm der „KunstFestSpiele Herrenhausen“ verantwortlich zeichnete, zweifellos gelungen: 15.000 Besucher sorgten für eine Auslastung von über 90 Prozent, wobei Metzmacher der Spagat zwischen Anspruch und Attraktivität besser gelang als seiner Vorgängerin Elisabeth Schweeger, deren gewiss interessante Programme immer ein wenig den Hauch des Elitären verströmt hatten.
Buchstäbliche Publikumsbewegung
Gute Platte übrigens

Gute Platte übrigens

Bremen - Von Rolf Stein. Locker 800 Seiten: Ein Roman, in dem einerseits die Geschichte der guten alten Bundesrepublik Deutschland von ihrem Anfang bis zum Ende aufscheint, andererseits aber eher Geschichten als eine Geschichte zu finden ist. Pop-Exkursionen, historische Episoden, literarische Anverwandlungen und Genre-Experimente. Kaleidoskopisch aufgebrochen und virtuos bespielt Frank Witzel in seinem Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“ ein faszinierend zerklüftetes Erzählgeflecht.
Gute Platte übrigens
Jetzt schlägt’s dreizehn

Jetzt schlägt’s dreizehn

Oldenburg - Von Rolf Stein. Ein Vierteljahrhundert gibt es sie schon: die Internationalen Tanztage in Oldenburg, die in diesem Jahr zum 13. Mal am Staatstheater gefeiert werden. Und Intendant Christian Firmbach ist stolz darauf, dass das Festival in diesem Jahr das größte deutsche Tanzfestival in diesem Jahr ist.
Jetzt schlägt’s dreizehn
Opernhaus Hannover: Energetische Abstufungen der Bewegungskunst

Opernhaus Hannover: Energetische Abstufungen der Bewegungskunst

Hannover - Von Jörg Worat. „Don’t think twice!“: Nein, auf Deutsch klingt sie irgendwie nicht so gut, Bob Dylans legendäre Aufforderung, sich keinen gar zu großen Kopp zu machen und einfach mal loszulegen. Das Staatsballett beließ daher das prägende Motto der 60er Jahre im Original – für einen Abend mit gleich drei Uraufführungen in großer Besetzung.
Opernhaus Hannover: Energetische Abstufungen der Bewegungskunst
Allein machen sie dich ein

Allein machen sie dich ein

Bremen - Von Rolf Stein. Einen Vorschlag, wie miteinander umzugehen wäre in ungemütlichen Zeiten, wollte das Ensemble von „Tales of Survival“ unterbreiten. Dafür haben sieben Jugendliche, zwei Musiker und drei Tänzer lange und intensiv mit der Choreographin Alexandre Morales und dem Dramaturgen Gregor Runge zusammengearbeitet. Herausgekommen ist ein eigenwilliger Tanztheaterabend, der sein Ende in einer kollektiven Improvisation findet.
Allein machen sie dich ein
Moralische Superlative

Moralische Superlative

Bremen - Von Rolf Stein. Gutes tun, Gutes tun, man kann so viel Gutes tun“, sang einst Funny van Dannen – und hatte fraglos recht damit. Wahrscheinlich ist es auch deshalb nicht schwer, Gutes zu tun, weil Gutes an und für sich genommen keine Bezugsgröße hat, eine bis zur Inhaltslosigkeit aufgeblähte Abstraktion ist. Weshalb sich bei van Dannen „Bewusster Atmen, gesunde Sachen essen“ auf „Mit Nazis diskutieren, die Mutter nicht vergessen“ reimt.
Moralische Superlative
Deutscher Kabarett-Preis geht an Österreicher Alfred Dorfer

Deutscher Kabarett-Preis geht an Österreicher Alfred Dorfer

Nürnberg - Der Österreicher Alfred Dorfer ist mit dem Deutschen Kabarett-Preis 2016 geehrt worden. Der 55-jährige Kabarettist nahm die mit 6000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstagabend in der Tafelhalle in Nürnberg entgegen.
Deutscher Kabarett-Preis geht an Österreicher Alfred Dorfer
Die doppelte Tanzstadt

Die doppelte Tanzstadt

Bremen - Von Rolf Stein. „Weißt du eigentlich was über uns?“ – „Eigentlich nicht – ihr macht ein Theaterstück, oder?“ Es ist eine Begegnung mit Hindernissen. Bremen ist eine Tanzhochburg. Der Grün-Gold-Club Bremen mischt in der Weltspitze mit: Seit Jahren ist das A-Team des Vereins auf den Weltmeistertitel der Lateinformationen abonniert.
Die doppelte Tanzstadt
„Unfassbar froh“

„Unfassbar froh“

Bremen - Von Rolf Stein. Vor zwei Jahren ermöglichte das Goethe-Institut Kiew 30 Tänzern aus der Ukraine, Russland, Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Weißrussland mit unterschiedlichsten Voraussetzungen, mit Alexandra Morales, Tänzerin und Choreographin, und dem Dramaturgen Gregor Runge am Theater Bremen an einer Tanzproduktion zu arbeiten. Damals entstand der Tanzabend „DANCEformation“, der Tänzern und Publikum intensive Begegnungen in einer ungemütlichen Welt ermöglichte.
„Unfassbar froh“
Viel Prominenz bei der Eröffnung der Elbphilharmonie

Viel Prominenz bei der Eröffnung der Elbphilharmonie

Hamburg - Die Prominenz aus Wirtschaft, Medien und Politik wollten bei der Eröffnung der Elbphilharmonie am Mittwochabend dabei sein.  
Viel Prominenz bei der Eröffnung der Elbphilharmonie
Bücher vom Ende der Welt

Bücher vom Ende der Welt

Bremen - Von Rolf Stein. „Vom Ende der Welt“, so der Titel der diesjährigen Literarischen Woche, erzählen in jüngster Zeit offenbar verstärkt deutschsprachige Literaten, auch wenn das Thema so recht wohl nie aus der Mode kommen wird. Nur die Vorzeichen ändern sich. Während in Zeiten des Kalten Kriegs der nukleare Winter die Gemüter kühlte, sind es heute eher Dinge wie der Klimawandel, eine Übernahme der Welt durch Roboter oder irre Politiker, die die Apokalypse erwarten lassen.
Bücher vom Ende der Welt
Das Salz der Tränen

Das Salz der Tränen

Hannover - Von Jörg Worat. Man kann Ausstellungsräume mit vielerlei füllen. Mit Gemälden, mit Druckgraphik, mit Skulpturen. Oder mit Klängen, und das letztgenannte Medium dominiert die Ausstellung „Returning“ der Schottin Susan Philipsz im Kunstverein Hannover.
Das Salz der Tränen
Elbphilharmonie: So seht ihr die Eröffnung live

Elbphilharmonie: So seht ihr die Eröffnung live

Hamburg - Es so weit: Nach knapp zehn Jahren Bauzeit wird die Hamburger Elbphilharmonie eröffnet. Schon jetzt wird das Konzerthaus als „Jahrhundertbau“ und „Klangwunder“ gefeiert. Im Netz könnt ihr die Eröffnungsfeier live verfolgen. 
Elbphilharmonie: So seht ihr die Eröffnung live
Zur Elbphilharmonie-Eröffnung: Spektakuläre 360-Grad-Videos

Zur Elbphilharmonie-Eröffnung: Spektakuläre 360-Grad-Videos

Hamburg - Endlich ist es so weit: Nach knapp zehn Jahren Bauzeit wird die Hamburger Elbphilharmonie eröffnet. Schon jetzt wird das Konzerthaus als „Jahrhundertbau“ und „Klangwunder“ gefeiert.
Zur Elbphilharmonie-Eröffnung: Spektakuläre 360-Grad-Videos
Das neue Country heißt Americana

Das neue Country heißt Americana

München - Während sich die Country-Musik zunehmend dem Pop und dem Rock zuwendet, finden traditionelle Künstler im noch jungen Genre Americana ihre musikalische Heimat. Die rustikale Stilrichtung stößt auch in Deutschland auf wachsenden Zuspruch.
Das neue Country heißt Americana
Die mit den Weltmeistern tanzen

Die mit den Weltmeistern tanzen

Bremen - Von Rolf Stein. Der Grün-Gold-Club Bremen tanzt an der Weltspitze mit. Das hat die Tänzerin und Choreographin Magali Sander Fett vom Tanzkollektiv Bremen neugierig gemacht. Mit ihrem Kollegen Tomas Bünger erforschte sie die Welt der Lateinformationen.
Die mit den Weltmeistern tanzen
Schwierige Wahrheit

Schwierige Wahrheit

Hamburg - Von Ute Schalz-Laurenze. Der Eingangsakkord von Giuseppe Verdis vorletzter Oper „Otello“ kann fürchterlicher nicht sein: Er allein schon belegt die kommende Katastrophe. 16 Jahre lang hatte Verdi nach „Aida“ von 1871 keine Oper mehr geschrieben, ehe er 1887 mit „Otello“ – und danach noch mit „Falstaff“ – mit überragender Menschenkenntnis die berühmte Eifersuchtstragödie in Musik umsetzte – eine Fähigkeit, die bis heute fassungslos macht. Der Komponist Dieter Schnebel hat sie „die schwierige Wahrheit des Lebens“ genannt. Jahrelang hatte sich der Dreiundsiebzigjährige in den Stoff vertieft.
Schwierige Wahrheit
Bei Rückkehr im Radio: Gottschalk witzelt über seinen Tod

Bei Rückkehr im Radio: Gottschalk witzelt über seinen Tod

München -Am Sonntagabend präsentierte  Thomas Gottschalk im Bayerischen Rundfunk zum ersten Mal seine neue Sendung „Gottschalk - Die Bayern 1 Radioshow“ - gewürzt mit jeder Menge Selbstironie.
Bei Rückkehr im Radio: Gottschalk witzelt über seinen Tod
Es war ja nicht alles gestohlen

Es war ja nicht alles gestohlen

Hannover - Von Jörg Worat. Historiker und Soziologen, Politikwissenschaftler und Kunstfreunde: Sie alle werden mit einer ebenso spannenden wie verdienstvollen Ausstellung im hannoverschen Landesmuseum angesprochen. Die Schau „Heikles Erbe. Koloniale Spuren bis in die Gegenwart“ nähert sich einem schwierigen Thema auf vielfältige Weise.
Es war ja nicht alles gestohlen
„Der Traum vom Wiener Kaffeehaus ist vorüber“

„Der Traum vom Wiener Kaffeehaus ist vorüber“

London - Von Volker Gebhart. „Aus schierer Wut“ hat Geoff Dyer ein Buch (unter eben diesem Titel) über den Schriftsteller D. H. Lawrence (1885 bis 1930) geschrieben. Dass der britische Autor in seinen Recherchen immer wieder ordentlich vom Weg schleudert, ist nur eine der Stärken des komischen und sprachgewaltigen Buchs.
„Der Traum vom Wiener Kaffeehaus ist vorüber“
Zum Schluss zieht es sich

Zum Schluss zieht es sich

Hamburg - Von Ulrike Cordes. Hoch über dem Hamburger Hafen, im zehnten Stock der gerade fertiggestellten Elbphilharmonie, verteilen sich 600 Besucher voller Erwartung über Treppen und Gänge. Streng und ernst erklingen in diesen Nutz- und Nebenräumen dann am Sonntagabend die nach Freiheit dürstenden Verse aus Francis Poulencs Werk „Figure Humaine – Menschliches Antlitz“ aus dem Kriegsjahr 1943, das der Performance den Titel gegeben hat. Es singt, an zwei Standorten, der Chor „Vocalconsort Berlin“ unter der Leitung von Nicolas Fink. Und dann kommen sie: die Tänzer und Tänzerinnen der Compagnie „Sasha Waltz & Guests“.
Zum Schluss zieht es sich