Ressortarchiv: Kultur

Kuratorin Fanny Gonella zieht nach vier Jahren in Bremen Bilanz

Kuratorin Fanny Gonella zieht nach vier Jahren in Bremen Bilanz

Bremen - Von Radek Krolczyk. Vor fast vier Jahren übernahm Fanny Gonella die kuratorische Leitung des Bremer Künstlerhauses. Nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Im Interview spricht Gonella über das, was vor ihr liegt, und ihre Arbeit in den vergangenen Jahren.
Kuratorin Fanny Gonella zieht nach vier Jahren in Bremen Bilanz
Arie Hartog über die Bremer Bismarck-Statue

Arie Hartog über die Bremer Bismarck-Statue

Bremen - Von Radek Krolczyk. In unserer neuen Reihe unterhalten wir uns mit Arie Hartog, dem Direktor des Bildhauermuseums Gerhard-Marcks-Haus, über Denkmäler in Bremen und ihre Bedeutung. In der ersten Folge geht es um den reitenden Bismarck, der direkt vor dem Dom steht.
Arie Hartog über die Bremer Bismarck-Statue
Frank Raddatz über Frank Castorfs Inszenierung von „Les Misérables“

Frank Raddatz über Frank Castorfs Inszenierung von „Les Misérables“

Berlin - Von Volker Gebhart. Sie wurde mit Spannung erwartet: Frank Castorfs erste Inszenierung in Berlin nach seiner 25-jährigen Volksbühnen-Intendanz. Der Regisseur wuchtet am Berliner Ensemble Victor Hugos umfangreichen Roman „Les Misérables“ auf die Bühne. Dabei gelingt es ihm, nahtlos an so überragende Inszenierungen wie „Die Brüder Karamasow“ und „Faust“ anzuknüpfen. Dramaturg Frank Raddatz erzählt, warum die Länge der Produktion aus dem Ruder lief, welche Vorzüge das künstlerische Verfahren der Montage hat und warum Heiner Müller immer noch eine Rolle spielt.
Frank Raddatz über Frank Castorfs Inszenierung von „Les Misérables“
Robert Lehmeier dekonstruiert „Fidelio“ am Stadttheater Bremerhaven

Robert Lehmeier dekonstruiert „Fidelio“ am Stadttheater Bremerhaven

Bremerhaven - Von Rolf Stein. Und dann fängt das Ganze auch noch mit einer echten Sonntagsrede an – genauer: mit einer präsidialen Weihnachtsansprache von und mit Joachim Gauck, in der er die Volksgemeinschaft zwischen aufopferungsvollem Ehrenamt und verantwortungsvollem Unternehmertum beschwört. Noch während der Ansprache aus Schloss Bellevue öffnet sich der Vorhang am Stadtheater Bremerhaven und gibt den Blick frei auf ein bürgerliches Wohnzimmer mit Schrankwand, hinter der weihnachtlich geschmückte Bäume und leise rieselnder Schnee zu sehen sind.
Robert Lehmeier dekonstruiert „Fidelio“ am Stadttheater Bremerhaven
Ausstellung zum Preis des Kunstvereins Hannover

Ausstellung zum Preis des Kunstvereins Hannover

Hannover - Von Jörg Worat. Das ist schon etwas Besonderes: Seit 1983 vergibt der Kunstverein Hannover alle zwei Jahre einen eigenen Preis, der seit 2011 in verschiedene Stipendien gegliedert ist. Sie befreien junge Künstler für einen gewissen Zeitraum von den drängendsten Sorgen: Die „Villa Massimo“ in Rom steht den Preisträgern zwar nicht zur Verfügung, wohl aber die hannoversche „Villa Minimo“.
Ausstellung zum Preis des Kunstvereins Hannover
Erhellender als ein Uni-Seminar: Die Uraufführung der „Chaostage“ in Hannover

Erhellender als ein Uni-Seminar: Die Uraufführung der „Chaostage“ in Hannover

Hannover - Von Jörg Worat. Ach, wenn doch jedes Scheitern eines Theaterabends so interessant verliefe wie die Uraufführung von „Chaostage – Der Ausverkauf geht weiter“! In der Cumberland-Raumbühne spielten sich geniale Szenen ab, leider muss das Publikum bei den kommenden Aufführungen auf die genialsten verzichten.
Erhellender als ein Uni-Seminar: Die Uraufführung der „Chaostage“ in Hannover
Liebeskrank in der Klamottenkiste

Liebeskrank in der Klamottenkiste

Bremerhaven - Von Jan-Paul Koopmann. Gleich fünf Leonard Cohens stehen da im Rampenlicht, alle im Anzug und mit Hut. Zwei davon sind Frauen. Für „Dance Me to the End of Love: Auf der Reise mit Leonard Cohen“, das am Samstag am Jungen Theater Bremerhaven Premiere feierte, hat Regisseur Alexander Schilling den Musiker fragmentiert: Es gibt den jungen Romantiker, den mittelalten Sinnsucher, den Altgewordenen – und noch ein paar andere, die sich nicht so recht fassen lassen unter einem Etikett.
Liebeskrank in der Klamottenkiste
 „A Summer´s Tale“ setzt auf vorwiegend nationale Künstler

 „A Summer´s Tale“ setzt auf vorwiegend nationale Künstler

Luhmühlen - Von Ulla Heyne. Hurricane, Reload, Appletree – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft lassen die Festival-Organisatoren ihre ersten Bandwellen durch die Medien schwappen. Da macht das „A Summer‘s Tale“, das im kommenden Jahr vom 1. bis 4. August in Luhmühlen bei Lüneburg in die vierte Runde geht, keine Ausnahme. Die fünf Namen, die der Veranstalter unlängst verkündete, bergen allerdings einige Überraschungen.
 „A Summer´s Tale“ setzt auf vorwiegend nationale Künstler
„Trügerische Sicherheit“: Egal um welchen Preis gegen den Terror

„Trügerische Sicherheit“: Egal um welchen Preis gegen den Terror

Syke - Von Marvin Köhnken. Europa wird zur Festung ausgebaut – und Datenschutz und Menschenrechte bleiben dafür auf der Strecke. Diese These stellt der ehemalige Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, in seinem Buch „Trügerische Sicherheit: Wie die Terrorangst uns in den Ausnahmezustand treibt“ auf.
„Trügerische Sicherheit“: Egal um welchen Preis gegen den Terror
Jeremy Deller über Andy Warhol und Gärten in Münster

Jeremy Deller über Andy Warhol und Gärten in Münster

London - Von Volker Gebhart. Ob beim Auftritt seiner Acid Brass Band (1997), bei historischen Nachstellungen wie der Schlacht von Kohlenbergwerkern in Orgreave (2001) oder beim Aktzeichnen von Iggy Pop (2016): Der britische Künstler Jeremy Deller tritt in seinen Arbeiten oft nicht selbst in Erscheinung. Warum das so ist erzählt der Konzeptkünstler, der in 2004 den renommierten Turner Prize gewonnen hat, im Interview. Dabei geht er auch auf ein Projekt ein, das er mit Kleingärtnern in Münster initiiert hat
Jeremy Deller über Andy Warhol und Gärten in Münster
Wechsel an der Spitze der Weserburg

Wechsel an der Spitze der Weserburg

Bremen - Von Mareike Bannasch. Vor knapp zwei Wochen hat sie noch die aktuelle Ausstellung der Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK) Bremen den Vertretern der Presse vorgestellt, ab 1. Oktober wird Janneke de Vries nur noch im Museum gegenüber anzutreffen sein. Und zwar aus einem simplen Grund: Die GAK-Leiterin beerbt Peter Friese, der sich in den Ruhestand verabschiedet, und wird damit neue Direktorin der Bremer Weserburg.
Wechsel an der Spitze der Weserburg
Ausstellung im Oldenburger Edith-Russ-Haus sucht eine andere Welt

Ausstellung im Oldenburger Edith-Russ-Haus sucht eine andere Welt

Oldenburg - Von Radek Krolczyk. Es gibt verschiedene Vorstellungen einer anderen Welt. Oftmals stellt man sie sich als positives Gegenkonzept zur bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft vor. Der Mensch steht dabei im Mittelpunkt. Im Edith-Russ-Haus, dem Museum für Medienkunst in Oldenburg, kann man aktuell in einer Ausstellung sehen, wie das Verlangen nach einer wie auch immer gearteten „anderen Welt“ in eine ganz andere Richtung umschlagen kann. Vornehmlich dann, wenn das Wohl des Menschen nicht der erste Grund für Umwälzungen ist.
Ausstellung im Oldenburger Edith-Russ-Haus sucht eine andere Welt
Sascha Hawemanns „Geächtet“-Inszenierung setzt auf große Gesten

Sascha Hawemanns „Geächtet“-Inszenierung setzt auf große Gesten

Hannover - Von Jörg Worat. Das nennt man wohl einen Theaterhit: „Geächtet“ von Ayad Akhtar findet sich zurzeit allerorten auf den Spielplänen. Im Juni gastierte das Münchner Residenztheater in Hannover und zeigte eine ziemlich brav vom Blatt gespielte Version. Nun schickt das hiesige Staatsschauspiel seine eigene Inszenierung ins Rennen. Sie ist anders, sehr anders. Ist sie auch besser?
Sascha Hawemanns „Geächtet“-Inszenierung setzt auf große Gesten
Felix Rothenhäusler inszeniert „Ödipus“ und „Antigone“ am Theater Bremen

Felix Rothenhäusler inszeniert „Ödipus“ und „Antigone“ am Theater Bremen

Bremen - Von Jens Laloire. Auf der Bühne ein kitschig rosafarbener Traum von einem Schlafzimmer: Der Blick geht durch zwei Panoramafenster auf die Ägäis. Im Zentrum des Zimmers steht ein prächtiges Bett. Darauf haben Platz genommen: Die Königin Iokaste (Verena Reichhardt) im mintfarbenen Kleid und ihre Töchter Ismene (Annemaaike Bakker) – im schwarzen Geschäftsfrau-Dress – und Antigone (Mirjam Rast) im pinkfarbenen Girlie-Look mit Glitzer auf den Wimpern.
Felix Rothenhäusler inszeniert „Ödipus“ und „Antigone“ am Theater Bremen
Der Rhythmus, wo jeder mit muss

Der Rhythmus, wo jeder mit muss

Bremen - Von Rolf Stein. Zu hören ist zunächst lediglich das leise Knatschen von Gummi auf der Tanzfläche. Hervorgerufen wird es von den Rädern des Rollstuhls, mit dem der Tänzer Michael Turinsky auf die Bühne rollt. Im hinteren Eck steht ein Tisch mit ein wenig technischem Gerät, an dem Doris Uhlich steht und nach einer Weile ganz sacht pulsierende Klänge über die Lautsprecher schickt. Während aus Turinskys Rollstuhl zischend Nebel quillt.
Der Rhythmus, wo jeder mit muss
Die Hamburger Kunsthalle zeigt Anita Rée

Die Hamburger Kunsthalle zeigt Anita Rée

Hamburg - Von Radek Krolczyk. Von Anita Rée gibt es ein bemerkenswertes Selbstporträt: Sie selbst schaut geradeaus, hellwach und voller Erwartung. Die Arme vor dem nackten Oberkörper verschränkt, die eine Hand an die Wange gelegt, ganz so, als sei ihr die Malerin, die ihr gegenüber steht, fremd. Dieses Bild, das Rée 1930, nur wenige Jahre vor ihrem Selbstmord, fertigstellte, leuchtet in hellen Farben. Ein oranger Körper vor einem gelblich-grünen Vorhang.
Die Hamburger Kunsthalle zeigt Anita Rée
Kunsthalle zeigt vier junge Bremer Künstler

Kunsthalle zeigt vier junge Bremer Künstler

Bremen - Von Rolf Stein. Es sind vier recht unterschiedliche Positionen, die die Bremer Kunsthalle in einer neuen Ausstellung mit Unterstützung der Jürgen-Ponto-Stiftung präsentiert. Gemeinsam ist ihnen dennoch zweierlei. Zum einen kommen die vier Künstler, die in „Fokus Junge Kunst. Bremen 2017“ vertreten sind allesamt von der hiesigen Kunsthochschule.
Kunsthalle zeigt vier junge Bremer Künstler
Johanna Borchert im Interview über ihr neues Album

Johanna Borchert im Interview über ihr neues Album

Bremen - Von Rolf Stein. Mit ihrem Solo-Debüt „FM Biography“ sorgte Johanna Borchert, die bereits mit der Band Schneeweiß und Rosenrot auf sich aufmerksam gemacht hatte, vor drei Jahren bei Deutschlands Musikkritikern für Aufsehen. 2015 bekam sie den „Echo Jazz“-Award in der Kategorie „Beste Sängerin national“. Vor wenigen Wochen erschien nun ihr neues Album „Love or Emptiness“, das die Sängerin, Pianistin und Komponistin in den kommenden Wochen live vorstellt. Vor dem Tourauftakt am 14. Dezember im Kulturzentrum Schlachthof in Bremen trafen wir Johanna Borchert zum Interview.
Johanna Borchert im Interview über ihr neues Album
Eine Frage des Gesichts

Eine Frage des Gesichts

Bremen - Von Hannah Wolf. Die neun Positionen der Ausstellung „Wie werden wir uns wiedererkennen“ im Künstlerhaus Bremen kreisen um die Frage der Ähnlichkeit. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle ein mehr oder weniger konkretes Gesicht nutzen, um diese Frage zu stellen. In Gesichtern erkennen wir uns wieder, sie dienen der Identifikation. Wo also stehen wir, wenn wir uns vor die Arbeiten begeben?
Eine Frage des Gesichts
Simon Reynolds erklärt Glam-Rock

Simon Reynolds erklärt Glam-Rock

Bremen - Von Rolf Stein. Sweet, David Bowie und Alice Cooper kennt wohl annähernd jeder Musikliebhaber. Und was Glam bedeutet, davon haben die meisten von ihnen wohl eine Vorstellung, die mit den 70er-Jahren, mit auftoupierten Haaren, Make-up und androgynen Kostümen zu tun hat. Weil es aber keine umfassende kulturhistorische Würdigung des Phänomens gab, legte der britische Pop-Theoretiker selbst eine vor. 
Simon Reynolds erklärt Glam-Rock
Geradeaus auf schiefen Bahnen

Geradeaus auf schiefen Bahnen

Bremen - Von Guido Menker. Auf dem Weg in die kalte Nacht legen viele Marteria-Fans noch einen Zwischenstopp ein. Entweder am Biertresen, um gegen Aufpreis einen der begehrten Tour-Becher zu ergattern, oder auch am Merchandising-Stand, wo sie sich mit T-Shirts eindecken. Andenken von einem fulminanten Abend in der ÖVB-Arena. „Das Geld muss weg“ – ganz so, wie es Rostock-Rapper Marteria in einem seiner Songs vom neuen Album Roswell zum Ausdruck bringt.
Geradeaus auf schiefen Bahnen
Das Oldenburgische Staatstheater zeigt „Emil un de Detektive“

Das Oldenburgische Staatstheater zeigt „Emil un de Detektive“

Oldenburg - Von Rolf Stein. Eigentlich gehören zu Erich Kästners Klassiker Dutzende Kinder, die sich bekanntlich zusammentun, um einen Böswicht einzufangen, der Emil das Geld für die Großmutter gestohlen hat. Gero Vierhuff, in der Vergangenheit unter anderem am Oldenburgischen Staatstheater sowie am Hamburger Ohnsorg-Theater tätig, hat die Geschichte nicht nur eingenordet, nämlich von Berlin auch sprachlich nach Hamburg verlegt, sondern sie auch für drei Schauspieler eingerichtet, die nahezu alle der zahlreichen Figuren spielen. Eine weitere fällt natürlich dem Publikum zu – wie das im Jugendtheater zur Gaudi der kleinen Besucher gang und gäbe ist.
Das Oldenburgische Staatstheater zeigt „Emil un de Detektive“
Nett, aber sinnentleert: „Siroe“ am Oldenburgischen Staatstheater

Nett, aber sinnentleert: „Siroe“ am Oldenburgischen Staatstheater

Oldenburg - Von Michael Pitz-Grewenig. Lügen, Intrigen, Bruderzwist, heimliche Liebschaften, Rivalitäten, Machtgier, Erbschaftskrieg, Volksrevolte: In der Opera seria „Siroe – Re di Persia” aus dem Jahr 1733 von Johann Adolf Hasse, dem seine Zeitgenossen den Ehrentitel „Il divino Sassone“ („Der göttliche Sachse“) verliehen, geht die Post ab.
Nett, aber sinnentleert: „Siroe“ am Oldenburgischen Staatstheater
„König Tramsen“ fragt im Karton nach den letzten Dingen

„König Tramsen“ fragt im Karton nach den letzten Dingen

Bremen - Von Rolf Stein. „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“ – Eine Frage, die absurd klingen mag. Allerdings: Schaut man sich an, wie die Wissenschaft das Zustandekommen des Universums (und des ganzen Rests) erklärt, geht es da schon so abenteuerlich zu, dass nicht wenige kapitulieren und sich lieber auf eine Schöpfer-Vorstellung einlassen.
„König Tramsen“ fragt im Karton nach den letzten Dingen
Von der Vergänglichkeit des Lebens

Von der Vergänglichkeit des Lebens

Bremen - Von Ulla Heyne. Der Scheinwerfer in der Glocke ist auf die Frau im roten Kleid gerichtet. Yasmin Tabatabai ist es gewöhnt, im Mittelpunkt zu stehen. Als David Klein, Komponist, Arrangeur, begnadeter Jazz-Saxofonist und Begründer des gleichnamigen Quartetts, zum Solo ansetzt, bleibt er im Halbschatten. Auch wenn die Lichttechnik diesen Lapsus nach wenigen Liedern korrigiert, ließe sich die jüngste Ausgabe der Reihe „Jazznights“ in der Bremer Glocke nicht trefflicher subsumieren: Beim Programm „Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist“ steht die Schauspielerin im Rampenlicht, das musikalische Mastermind hält sich dezent im Hintergrund. Dabei ist er es, der vielen Songs an diesem Abend mit feinen Arrangements, einfühlsamen Begleitungen, dezenten Einwürfen und famosen Soli den Dornröschenkuss gibt.
Von der Vergänglichkeit des Lebens
Nieder mit der Angst

Nieder mit der Angst

Bremen - Von Mareike Bannasch. Männerfreundschaften gibt es viele in der Literaturgeschichte: Winnetou und Old Shatterhand oder Sherlock Holmes und Dr. Watson lauten nur zwei Beispiele. Ganz zu schweigen von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Klar, die beiden sind Jungs und keine Männer. Aber Mark Twains Helden hätten sich sicher auch als Erwachsene nicht aus den Augen verloren.
Nieder mit der Angst
„Home.Run“ im Staatsschauspiel Hannover

„Home.Run“ im Staatsschauspiel Hannover

Hannover - Von Jörg Worat. „Ich spreche kein Arabisch“, ist der erste Satz, den der Mann auf der „Cumberland“-Bühne des Hannoverschen Schauspiels an diesem Abend sagt. Und zwar auf Arabisch. Klingt grotesk? Mag sein – ist aber typisch für den Hintergrund von Hartmut El Kurdis Theatermonolog „Home.Run“. Der zeichnet seine eigene Biographie nach und hat gleichzeitig etwas sehr Allgemeingültiges.
„Home.Run“ im Staatsschauspiel Hannover