Ressortarchiv: Kultur

Staatstheater Oldenburg zeigt Musical-Klassiker

Staatstheater Oldenburg zeigt Musical-Klassiker

Oldenburg - Von Erik Hermann. Andrew Lloyd Webber war bei der New Yorker Uraufführung seines Musicals „Jesus Christ Superstar“ im Jahr 1971 erst 23 Jahre alt und weitgehend unbekannt. Mit dieser „Rockoper“ begann sein Weltruhm, den er mit Stücken wie „Evita“, „Cats“, „Starlight Express“ und „Phantom der Oper“ festigte.
Staatstheater Oldenburg zeigt Musical-Klassiker
Bremer Tanztheater zeigt „Black Rainbow“

Bremer Tanztheater zeigt „Black Rainbow“

Bremen - Von Rolf Stein. Spiegel sind eine tolle Sache. Man kann sich selbst darin erkennen. Sie können allerdings durchaus auch verwirren. Wobei manche Leute auf dem Jahrmarkt ja sogar Geld dafür ausgeben. In „Black Rainbow“, dem neuen Stück des Bremer Hauschoreografen Samir Akika und seinem Ensemble Unusual Symptoms gibt es eine ganze Menge Spiegel, die zudem auch noch bewegt werden.
Bremer Tanztheater zeigt „Black Rainbow“
Jelinek-Stück über Donald Trump: Bretternde Bilderbreitseite

Jelinek-Stück über Donald Trump: Bretternde Bilderbreitseite

Hamburg - Von Rolf Stein. Elfriede Jelinek kann und will nicht anders: Ob Finanzkrise oder Flüchtlingselend, ob Fritzl oder nun eben Donald Trump, immer nimmt sie der Zeit den Puls, ist sie Zeugin der Anklage, schreibt und schreibt und schreibt. Das tut sie stets mit offenem Ohr für die Polyphonie der Stimmen, immer wieder mit einer beinahe perversen Liebe zum Klischee, zum Kalauer, der den Ernst der Lage meist frivol ignoriert und so die eigene Ohnmacht verschleiert. Nicht allerdings bei Jelinek. Schon in „Aber sicher!“, ihrem vor vier Jahren am Theater Bremen uraufgeführten Stück zur Finanzkrise, äußerte sie diese Furcht vor der eigenen Machtlosigkeit.
Jelinek-Stück über Donald Trump: Bretternde Bilderbreitseite
Zwischen Anspruch und Autoscooter

Zwischen Anspruch und Autoscooter

Bremen - Von Ulla Heyne. „Keine Nacht für Niemand“ – das rote Banner, das am Freitagabend in der ausverkauften ÖVB-Arena fällt, um die Bühne frei zu machen für die Rapper von Kraftklub, verweist auf die Idole von der Band Ton Steine Scherben. Ob die fünf Chemnitzer mit ihrem dritten gleichnamigen Album die großen Fußstapfen der musikalischen Subkultur mit politischer Aussage füllen können wie 2014 mit ihrer Konsumkritik „Mainstream“ vom zweiten Album?
Zwischen Anspruch und Autoscooter
Am Ende des Krachs

Am Ende des Krachs

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Wer zu den Swans geht, der will beschädigt werden – oder nimmt es zumindest in Kauf. Die kaum erträgliche Lautstärke ihrer Konzerte hat sich herumgesprochen und ist in 35 Jahren Bandgeschichte längst zum Mythos geworden. Draußen vor dem Bremer Lagerhaus jedenfalls, wo die Swans am Samstag ihr letztes Europakonzert gegeben haben, sind Ohrstöpsel das bestimmende Thema. Und wie schlimm so ein Tinnitus werden kann. Und wer schon so alles ohnmächtig geworden ist bei solchen Konzerten.
Am Ende des Krachs
Video: Linkin Park performen für toten Chester Bennington - wie geht es weiter?

Video: Linkin Park performen für toten Chester Bennington - wie geht es weiter?

Drei Monate nach dem Tod ihres Frontmannes Chester Bennington haben Linkin Park in Hollywood ein Gedenkkonzert gegeben. Zahlreiche Stars performten mit der Rockband.
Video: Linkin Park performen für toten Chester Bennington - wie geht es weiter?
Syker Vorwerk feiert zehnjähriges Bestehen

Syker Vorwerk feiert zehnjähriges Bestehen

Syke - Von Rolf Stein. Wir gratulieren. Nachträglich. Denn eigentlich ist der Geburtstag schon vorbei: Am 29. September 2007 öffnete das Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst seine Türen. An einem Ort, wo früher Amtmänner, Landräte und Oberkreisdirektoren residierten. Zehn Jahre später ist das Syker Vorwerk eine Adresse, die Freunden der zeitgenössischen Kunst keineswegs nur in Syke und umzu ein Begriff ist.
Syker Vorwerk feiert zehnjähriges Bestehen
Figurentheater „Mensch, Puppe!“ spielt Franz Kafkas „Prozess“

Figurentheater „Mensch, Puppe!“ spielt Franz Kafkas „Prozess“

Bremen - Von Rolf Stein. Das Wörtchen kafkaesk ist so vielsagend wie überstrapaziert. Dass es durchaus noch seine Berechtigung hat, legt die Inszenierung von Kafkas unvollendetem und erst posthum veröffentlichten Roman „Der Prozess“ beim Bremer Figurentheater „Mensch, Puppe!“ nahe.
Figurentheater „Mensch, Puppe!“ spielt Franz Kafkas „Prozess“
Was Sie schon immer über Rumba wissen wollten

Was Sie schon immer über Rumba wissen wollten

Nairobi - Von Rolf Stein. Ganz schön kompliziert eigentlich: Die Rumba, gelegentlich auch mit männlichem Artikel geführt, stammt eigentlich aus Kuba. Das Wort bezeichnet im späten 19. Jahrhundert zunächst ganz allgemein ein geselliges Beisammensein. Tanz, Perkussion und Gesang sind unverzichtbarer Bestandteil dieser Feste, der afrikanische Einfluss ist ausgeprägt.
Was Sie schon immer über Rumba wissen wollten
Designierter Bremer Generalmusikdirektor Marko Letonja stellt sich vor

Designierter Bremer Generalmusikdirektor Marko Letonja stellt sich vor

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Klar, dass der slowenische Dirigent und designierte Bremer Generalmusikdirektor (GMD) Marko Letonja nach insgesamt vier überzeugenden Konzerten (seit 2011) mit den Bremer Philharmonikern zur jetzigen GMD-losen Saison zu einem Dirigat eingeladen wurde. Nun aber wurde er in diesem Frühjahr zum Nachfolger von Markus Poschner gewählt, was natürlich seinem Konzert einen ganz anderen Stellenwert gibt. Knisternd war die Spannung im zweiten Philharmonischen Konzert, und so sehr man bereitwillge Bravos erwarten konnte, so wenig konnte man mit einem Beifallssturm rechnen, wie er jetzt zu erleben war.
Designierter Bremer Generalmusikdirektor Marko Letonja stellt sich vor
Geschichten aus einem Horrorland: Marc-Uwe Kling liest im Pier 2

Geschichten aus einem Horrorland: Marc-Uwe Kling liest im Pier 2

Bremen - Von Mareike Bannasch. Peter Arbeitsloser ist das, was man gemeinhin einen Verlierer nennt. Nicht nur, dass er mit einem denkbar ungünstigen Nachnamen herumlaufen muss. Nein, er hat viel größere Probleme: Die von ihm in der dritten Generation geführte Schrottpresse bringt so gut wie keinen Gewinn, und nun hat ihn auch noch seine Freundin verlassen. Der Beginn einer unaufhaltsamen Reise in Richtung Bedeutungslosigkeit.
Geschichten aus einem Horrorland: Marc-Uwe Kling liest im Pier 2
Innenleben einer Künstler-Ehe

Innenleben einer Künstler-Ehe

Bremen - Von Mareike Bannasch. Als sie ihn das erste Mal trifft, ist sie gerade mal 19 Jahre alt – damals, im Frühjahr 1895. Obwohl, Treffen ist zu viel gesagt. Es sind seine Bilder, die Paula Modersohn in der Kunsthalle Bremen beeindrucken. Eine Schwärmerei, zunächst aus sicherer Distanz, dann im regen Briefwechsel.
Innenleben einer Künstler-Ehe
„Der Entertainer“: Grautöne? Fehlanzeige!

„Der Entertainer“: Grautöne? Fehlanzeige!

Hannover - Von Jörg Worat. Immerhin, Martin Laberenz ist ehrlich. Es sei, so lässt der Regisseur im Programmheft zu John Osbornes „Der Entertainer“ wissen, nicht beabsichtigt, „sich für Grautöne zu interessieren oder Facettenreichtum vorzutäuschen“. Dieser Ansatz kam bei der Premiere im Schauspielhaus Hannover fraglos bestens zur Geltung.
„Der Entertainer“: Grautöne? Fehlanzeige!
Lovecraft im Gerhard-Marcks-Haus: Horror der Leere

Lovecraft im Gerhard-Marcks-Haus: Horror der Leere

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Da steht man so vor ein bisschen Plane herum und bekommt es nach einer halben Stunde doch mit der Angst zu tun. Drunter soll ein schockierendes Kunstwerk stecken, von einem Wahnsinnigen erschaffen, der sich seine Inspirationen im Darknet sucht: Snuffvideos, Kinderpornos und so weiter.
Lovecraft im Gerhard-Marcks-Haus: Horror der Leere
Neuer Motorpsycho-Drummer: Ein Glücksfall für die Band

Neuer Motorpsycho-Drummer: Ein Glücksfall für die Band

Bremen - Von Rolf Stein. Es sind so um die 30 Alben, dazu kommen noch etwa 35 kleinere Formate, die allerdings nicht einfach nur Resteverwertung sind, sondern für echte Fans unverzichtbares Material enthalten. Das ist auch für eine Band viel, die es seit nun bald 30 Jahren gibt.
Neuer Motorpsycho-Drummer: Ein Glücksfall für die Band
Stefan Kaegi und Jörg Karrenbauer organisieren besonderen Spaziergang

Stefan Kaegi und Jörg Karrenbauer organisieren besonderen Spaziergang

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist natürlich symbolträchtig, wenn ein Spaziergang dort beginnt, wo sonst alles endet: auf dem Friedhof. Allerdings ist dieser Ort natürlich auch einer, an dem das Leben seine Verlängerung erfährt – als Erinnerung in Form eines Grabsteins etwa. Wohin soll es von hier aus also gehen? In die Vergangenheit oder in die Zukunft? Stefan Kaegi und Jörg Karrenbauer von der Gruppe Rimini Protokoll haben für das Theater Bremen zu dem Audiowalk „Remote Bremen“ eingeladen, den sie schon mit jeweils angepasstem Titel an 40 anderen Orten in aller Welt inszeniert haben.
Stefan Kaegi und Jörg Karrenbauer organisieren besonderen Spaziergang
Andromeda Mega Express Orchestra startet Reihe am Theater Bremen

Andromeda Mega Express Orchestra startet Reihe am Theater Bremen

Bremen - Von Rolf Stein. Ob sie nicht am nächsten Tag gleich alle mitkommen wollten nach Köln, fragt Daniel Glatzel, musikalischer Leiter des Andromeda Mega Express Orchestra am Donnerstagabend. Da hat das 18-köpfige Ensemble vielleicht die Hälfte seines Programms gespielt. Und das Publikum seinerseits ganz hörbar für sich eingenommen.
Andromeda Mega Express Orchestra startet Reihe am Theater Bremen
12,6 Prozent für die AfD – und nun? Ein Gespräch mit Michael Börgerding

12,6 Prozent für die AfD – und nun? Ein Gespräch mit Michael Börgerding

Bremen - Von Rolf Stein. Bei der Bundestagswahl am 24. September stimmten 12,6 Prozent der Wähler für die AfD. Nicht wenige waren schockiert, darunter auch Kulturschaffende wie der Intendant der Münchner Kammerspiele. Matthias Lilienthal diagnostizierte ein „krachendes Versagen“ der meinungsbildenden Schicht. Wir haben Bremer Kulturschaffende gefragt, wie sie auf den Erfolg der AfD reagieren.
12,6 Prozent für die AfD – und nun? Ein Gespräch mit Michael Börgerding
Pat Methenys musikalische Werkschau in der Bremer Glocke

Pat Methenys musikalische Werkschau in der Bremer Glocke

Bremen - Von Ulla Heyne. Die Streifen des Ringelshirts, seines Markenzeichens, etwas enger, wie auch das Shirt selbst, ansonsten unverändert breites Lächeln unter der ergrauten Lockenpracht: So kennen und schätzen Jazzfans Pat Metheny.
Pat Methenys musikalische Werkschau in der Bremer Glocke
Slavoj Zizek spricht in Hamburg über die katastrophale Weltlage

Slavoj Zizek spricht in Hamburg über die katastrophale Weltlage

Hamburg - Von Katia Backhaus. Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, mit 1.200 Plätzen größtes Sprechtheater der Bundesrepublik, ist ausverkauft. Vor den Türen drängen sich vor allem junge Leute, und sie sind gekommen, um einen Vortrag über den Mut der Hoffnungslosigkeit zu hören.
Slavoj Zizek spricht in Hamburg über die katastrophale Weltlage
Zweite „Fuck Up Night“ in der Schwankhalle

Zweite „Fuck Up Night“ in der Schwankhalle

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. „Wer ganz oben ist, der fällt nur umso tiefer“, sagt der Volksmund und hat wie üblich höchstens halb recht. Denn die gescheiterten Exchefs auf der Schwankhallenbühne zeichnet doch vor allem aus, dass sie wieder auf die Füße gekommen sind, nachdem sie ihre Unternehmen ruiniert haben.
Zweite „Fuck Up Night“ in der Schwankhalle
Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen

Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen

Ed Sheeran (26, „Galway Girl“) muss nach seinem Fahrradunfall etliche Auftritte absagen. „Ein Besuch bei meinem Arzt hat Brüche in meinem rechten Handgelenk und linken Ellenbogen bestätigt“, so der Sänger in der Nacht auf Mittwoch auf Instagram.
Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen
Das Kutiman Orchestra in der Schwankhalle

Das Kutiman Orchestra in der Schwankhalle

Bremen - Von York Schaefer. Bei dem Namen Kutiman ist der Schluss naheliegend, dass hier eine weitere Band aus der westlichen Hemisphäre – wie etwa die dänischen Kuti Mangoes – Inspiration aus angesagter afrikanischer Popmusik aufsaugt.
Das Kutiman Orchestra in der Schwankhalle
Knausgård-Projekt am Theater Bremen geht in die dritte Runde

Knausgård-Projekt am Theater Bremen geht in die dritte Runde

Bremen - Von Rolf Stein. Es fing ganz schlicht an: Robin Sondermann, darstellerischer Fixpunkt der szenischen Beschäftigung des Bremer Theaters mit dem sechsbändigen Romanzyklus „Min Kamp“ von Karl Ove Knausgård, las aus „Sterben“, dem ersten Band. Nach und nach kamen schon in diesem ersten Teil andere Akteure auf die Bühne. Am Wochenende hatte nun der dritte Teil des Projekts Premiere. Und da sitzt dann die Kleinfamilie schon von Anfang an mit auf dem Sofa.
Knausgård-Projekt am Theater Bremen geht in die dritte Runde
„Entführung aus dem Serail“ in Oldenburg

„Entführung aus dem Serail“ in Oldenburg

Oldenburg - Von Ute Schalz-Laurenze. Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Entführung aus dem Serail“ hat bei den interessantesten Regisseuren Konjunktur, die noch immer zuzunehmen scheint. Kein Wunder: Die Frage nach der Liebe ist ort- und zeitlos und wird immer bleiben. Und da Mozart nie Antworten, sondern immer nur Fragen komponiert hat, kann ein Stück wie die „Entführung“ nie erschöpft sein.
„Entführung aus dem Serail“ in Oldenburg
Am Theater Bremen feiert „Candide“ von Leonard Bernstein Premiere

Am Theater Bremen feiert „Candide“ von Leonard Bernstein Premiere

Bremen - Von Rolf Stein. Ist es ein Musical? Eine Operette oder eine komische Oper? Eins nach dem andern – sozusagen. Leonard Bernstein (1918 bis 1990) hatte „Candide“ nach dem berühmten Roman von Voltaire als Operette geschrieben, die allerdings nachhaltig floppte. Auftakt einer Reihe von Bearbeitungen, unter anderem durch den Komponisten selbst, deren jüngste, nämlich die von John Chaird aus dem Jahr 1999 nun Marco Storman seiner Bremer Inszeniurung zugrunde legte.
Am Theater Bremen feiert „Candide“ von Leonard Bernstein Premiere
Im Theater am Leibnizplatz ist jetzt schon „Heilig Abend“

Im Theater am Leibnizplatz ist jetzt schon „Heilig Abend“

Bremen - Von Rolf Stein. Wer sich einmal die Mühe einer akademischen Abschlussarbeit gemacht hat, kennt vielleicht die Sinnfrage, wer das denn eigentlich eines Tages lesen wird. Denn man weiß oder ahnt zumindest: Selbst die prüfenden Professoren haben oft wenig Zeit, sich in die Tiefe der Argumentation zu begeben.
Im Theater am Leibnizplatz ist jetzt schon „Heilig Abend“
Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse

Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse

Der Umgang mit der Neuen Rechten hat die Frankfurter Messe von Beginn an beschäftigt. Beim Besuch des AfD-Rechtsaußen Björn Höcke kommt es am Samstag zu Konfrontationen und einem großen Polizeieinsatz.
Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse
Die Bremer Galerie Herold zeigt Susanna Katharina Willand

Die Bremer Galerie Herold zeigt Susanna Katharina Willand

Bremen - Von Radek Krolczyk. Blumen, Gräser oder Büsche wirken in Grau oder Schwarz immer schon, als seien sie tot – verblüht, verdorrt, mindestens aber im Wintermodus. Wenn also eine Künstlerin, so wie in diesem Fall etwa Susanne Katharina Willand, sich in ihren Stoff- und Papierarbeiten zu so einer Art der Verfremdung entscheidet, dann vermutet man zunächst ein atmosphärisches Wollen. Finstere Goth-Romantik möglicherweise.
Die Bremer Galerie Herold zeigt Susanna Katharina Willand
Theater Bremen macht Konzerte

Theater Bremen macht Konzerte

Bremen - Von Rolf Stein. Man hatte sie schon vermisst, die Konzerte am Theater Bremen, die Schauspieldramaturg Tarun Kade initiiert hatte und die Künstler wie Dillon, F.S.K., Sinkane, Chilly Gonzalez und PeterLicht in die Stadt holte. Die Idee war damals, das Haus zu öffnen für ein neues Publikum, das sich dann vielleicht auch für die Theaterproduktionen interessiert. Es geht aber auch darum, das Diskursfeld noch ein bisschen zu erweitern.
Theater Bremen macht Konzerte
Werde ich immer nur ein Fremder sein?

Werde ich immer nur ein Fremder sein?

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist schon gleich sehr bedrückend im Kleinen Haus: Die Bühne steht unter Wasser, eine griesgramgraue Betonwand erhebt sich. Ein Bunker? Vorne links eine Insel der Glückseligkeit: Hier betreibt Nelli eine kleine Kneipe, mit Blick auf die andere, bessergestellte Seite des Wassers, wie sie später erklären wird.
Werde ich immer nur ein Fremder sein?
12,6 Prozent für die AfD, und nun?

12,6 Prozent für die AfD, und nun?

Bremen - Von Mareike Bannasch. 12,6 Prozent für die AfD: Ein Ergebnis, das auch Deutschlands Kulturschaffende schockierte und Reaktionen nach sich zog. Der Intendant der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal, diagnostizierte beispielsweise ein „krachendes Versagen“ der meinungsbildenden Schicht und kündigte an, den Spielplan seines Hauses zu überdenken. Doch wie stehen Bremer Kulturschaffende zum Erfolg der AfD? Wir haben im zweiten Teil unserer Reihe mit Pirkko Husemann gesprochen. Sie leitet seit 2015 die Bremer Schwankhalle.
12,6 Prozent für die AfD, und nun?
Eine Stadt und ihre Künstler

Eine Stadt und ihre Künstler

HANNOVER - Von Jörg Worat. Understatement ist im Prinzip eine löbliche Eigenschaft. Die Hannoveraner übertreiben es damit aber manchmal ein wenig und stellen ihr Licht unnötig unter den Scheffel – in kultureller Hinsicht jedenfalls brummt diese Stadt. Und das war vor rund 100 Jahren nicht anders, beweist die großartige neue Schau „revonnaH. Kunst der Avantgarde in Hannover von 1912 bis 1933“ im Sprengel Museum.
Eine Stadt und ihre Künstler
Vom Menschen der Dunkelheit zum Messias: Nick Cave & The Bad Seeds in Hamburg

Vom Menschen der Dunkelheit zum Messias: Nick Cave & The Bad Seeds in Hamburg

Hamburg - Von Frank Schümann. „Down, down, down“, sagt Nick Cave und bewegt seine langen Arme gen Boden. Rund 25 Menschen, die er aus dem Publikum auf die Bühne geholt hat, folgen seinen Anweisungen. Alle setzen sich. Und auch die Übrigen rund 6. 500 Zuschauer in der Hamburger Sporthalle folgen dem Vorgang gebannt – Nick Cave, Sänger und Dichter, Kultfigur und Lichtgestalt aus Australien, hat sie alle im Griff.
Vom Menschen der Dunkelheit zum Messias: Nick Cave & The Bad Seeds in Hamburg
Es lebe das Lokalkolorit

Es lebe das Lokalkolorit

Worpswede - Von Ulla Heyne. Wie viel Lokalkolorit braucht ein Fotofestival? Mit der Open-Air-Ausstellung in der Marcusheide mit historischen und aktuellen Landschaftsaufnahmen der Künstlerkolonie von „Local Heroes“ wie dem Organisator Rüdiger Lubricht sowie der Ausstellung der Bremerin Julia Baier ist der regionale Bezug des „RAW“-Festivals in der zweiten Auflage schon ganz gut abgedeckt. Aber wie steht es mit der inhaltlichen Bezugnahme?
Es lebe das Lokalkolorit
Rock-Freidenker und Thai-Psychedeliker

Rock-Freidenker und Thai-Psychedeliker

Bremen - Von Rolf Stein. Es kann natürlich wenig Zweifel daran bestehen, dass die aufregendsten musikalischen Momente oft in kleinen Räumen stattfinden, Experimentierstätten, in denen ausgelotet wird, wohin die Reise geht. In Bremen ist in diesem Sinne einer der spannendsten Orte ein kleines Jugendfreizeitheim in der Friesenstraße, vor allem dann, wenn dort ein Kollektiv mit dem skurrilen Namen „Sissi und die Chinesische Wäscherei“ zum Konzert einladen. Am Samstag war es wieder einmal so weit. Auf dem Programm standen Unnatural Ways aus Brooklyn, New York, und die Paradise Bangkok Molam International Band aus Thailand, die nun schon zum vierten Mal in Bremen auftraten.
Rock-Freidenker und Thai-Psychedeliker
Intendant des Berliner Friedrichstadt-Palastes reagiert auf AfD-Proteste

Intendant des Berliner Friedrichstadt-Palastes reagiert auf AfD-Proteste

Mit seinem Brandbrief gegen AfD-Wähler hat der Intendant des Friedrichstadt-Palastes, Berndt Schmidt, heftigen Protest ausgelöst. Am Samstag hat er sich vor der Vorstellung an das Publikum gerichtet. 
Intendant des Berliner Friedrichstadt-Palastes reagiert auf AfD-Proteste
Klaus Huber: Der Ohrenputzer

Klaus Huber: Der Ohrenputzer

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. In den vergangenen Jahren ist es still um ihn geworden, und doch war er immer da: Die Rede ist vom Schweizer Komponisten Klaus Huber. Jetzt ist er im Alter von 92 Jahren in Perugia gestorben.
Klaus Huber: Der Ohrenputzer
Konstantin Wecker feiert 70. Geburtstag in Bremen

Konstantin Wecker feiert 70. Geburtstag in Bremen

Bremen - Von Rolf Stein. Dass Konstantin Wecker nicht einfach „business as usual“ betreibt ist offensichtlich. Ebenso wie der Umstand, dass er für seinen 70. Geburtstag keinen besseren Ort zum Feiern kennt als die metaphorische Straße. Am Donnerstag gastierte er im Rahmen seiner im Mai begonnenen Tournee „Poesie und Widerstand“ in der gut besuchten Glocke in Bremen.
Konstantin Wecker feiert 70. Geburtstag in Bremen
Kunsthallen-Chef Christoph Grunenberg: „Falsch, sich anzupassen“

Kunsthallen-Chef Christoph Grunenberg: „Falsch, sich anzupassen“

Bremen - Von Rolf Stein. Es war ein Schock: Als die ersten Hochrechnungen nach der Bundestagswahl über die Ticker liefen und ein zweistelliges Ergebnis für die AfD verkündeten, reagierten auch Deutschlands Kulturschaffende. Der Intendant der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal, diagnostizierte gar ein „krachendes Versagen“ der meinungsbildenden Schicht und kündigte an, den Spielplan seines Hauses zu überdenken. Wir haben Bremer Kulturschaffende gefragt, wie sie auf den AfD-Erfolg reagieren. Christoph Grunenberg leitet seit dem 1. November 2011 die Bremer Kunsthalle.
Kunsthallen-Chef Christoph Grunenberg: „Falsch, sich anzupassen“
Jeder Schuss ein Bild

Jeder Schuss ein Bild

Bremen - Von Hannah Wolf. Seit knapp einem Jahr betreibt der Bremer Medienkünstler Julian Öffler im Güterbahnhof den Projektraum FAQ. Öffler, 1985 geboren, war 2014 Gewinner des Bremer Videokunst Förderpreis und ist ab 2018 Stipendiat des Hannoveraner Kunstvereins. Seine Arbeiten untersuchen die Bedingungen unter denen zeitgenössische Kunst produziert werden kann.
Jeder Schuss ein Bild
Er ist verletzt: Lang Lang will einhändig in New York spielen

Er ist verletzt: Lang Lang will einhändig in New York spielen

Ungewöhnlicher Auftritt von Pianist Lang Lang (35): In der Carnegie Hall will er einhändig spielen - ein erst 14-jähriger Pianist übernimmt die linke Hand. Grund: Lang Lang ist verletzt.
Er ist verletzt: Lang Lang will einhändig in New York spielen
Vom Spülen bis zu Hitler

Vom Spülen bis zu Hitler

Bremen - Von Rolf Stein. Kann man eigentlich auch anders zucken als instinktiv? Wenn einem zum Beispiel die noch heiße Luft aus der soeben ihr Spülprogramm absolviert habenden Geschirrspülmaschine entgegenschlägt? Also etwa abwarten – und dann ganz überlegt zucken?
Vom Spülen bis zu Hitler
Fotojournalismus-Pionier Nobel begibt sich in „Vaterland“ auf Identitätssuche

Fotojournalismus-Pionier Nobel begibt sich in „Vaterland“ auf Identitätssuche

Worpswede - Von Ulla Heyne. Wer die unterschiedlichen Facetten zeitgenössischer Fotografie aufzeigen will, kommt an einer Sparte nicht vorbei: der des Fotojournalismus. „Wenn schon, denn schon“, mögen sich die Organisatoren des vierwöchigen RAW-Fotofestivals in Worpswede gedacht haben, als sie einen der Pioniere und Begründer des Lumix-Festivals für jungen Fotojournalismus in die Galerie im Alten Rathaus holten: Rolf Nobel.
Fotojournalismus-Pionier Nobel begibt sich in „Vaterland“ auf Identitätssuche
Ausstellungs-Besucher beschädigt Hitler-Gemälde mit Schraubenzieher

Ausstellungs-Besucher beschädigt Hitler-Gemälde mit Schraubenzieher

Mit einem Schraubenzieher hat ein Mann in einem italienischen Museum am Gardasee ein Gemälde von Adolf Hitler attackiert.
Ausstellungs-Besucher beschädigt Hitler-Gemälde mit Schraubenzieher
Zum Frustabbau ins Stadion

Zum Frustabbau ins Stadion

Hannover - Von Jörg Worat. Ein Superhit: Philipp Winklers Roman „Hool“ hat bei seinem Erscheinen im vergangenen Jahr großes Aufsehen erregt. Als erstes Theater sicherte sich das Staatsschauspiel Hannover die Bühnenrechte für eine Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen.
Zum Frustabbau ins Stadion