Ressortarchiv: Kultur

Programmatische Funken

Programmatische Funken

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. In guter Erinnerung sind die Konzerte des 1993 gegründeten Hugo Wolf Quartetts aus Wien: besonders wegen der Geschlossenheit gut überlegter Programme. So war eigentlich auch in der Bremer Glocke klar, dass die Musiker aus dem Engagement eines weiteren Cellisten, den sie für die Wiedergabe des Streichquintetts C-Dur von Franz Schubert brauchten, andere Funken von Programmideen kreieren würden als die üblichen Streichquartette. Mehr noch: dass es über die Besetzung hinaus inhaltliche Querverbindungen gab.
Programmatische Funken
Jazzahead präsentiert die Bandbreite des skandinavischen Jazz

Jazzahead präsentiert die Bandbreite des skandinavischen Jazz

Bremen - Von Ulla Heyne. Kleines Land – große Vielfalt. So ließe sich der offizielle Eröffnungsabend der diesjährigen Jazzahead am Donnerstag auf einen Nenner bringen – wenn man es denn simpel mögen würde. Doch das will bei einem der größten Leuchtturmprojekte in der Bremer Kulturlandschaft, wie Bürgermeister und Kultursenator Carsten Sieling es bei der Eröffnung formuliert, kaum jemand. Schließlich lebt die Jazzahead, zugleich Messe, Fachtreffen und Konzert-Kanonade mit mehr als 80 Konzerten an 40 Orten allein an diesem Wochenende, doch von ihrer Komplexität.
Jazzahead präsentiert die Bandbreite des skandinavischen Jazz
Anarchischer Flirt mit arabischen Skalen

Anarchischer Flirt mit arabischen Skalen

Hamburg - Von Rolf Stein. Krass – das ist durchaus eine Vokabel, die einem einfallen kann bei der Eröfnungssequenz des Films „Electro Chaabi“ (2013): Zu aufpeitschenden Elektro-Klängen tanzen junge Menschen in Ekstase, springen von der Bühne, auf der Bengalos abgefackelt werden. Die Szene spielt auf einer Straße der Kairoer Banlieue Al-Salam City. Kein Tourist verirrt sich dorthin, Arbeit gibt es wenig, und auch sonst kaum etwas für Jugendliche zu tun.
Anarchischer Flirt mit arabischen Skalen
Oldenburgisches Staatstheater: Bewährte Mischung

Oldenburgisches Staatstheater: Bewährte Mischung

Oldenburg - Von Wolfgang Denker. Für den Intendanten Christian Firmbach wird es seine vierte Spielzeit in Oldenburg. „Die Flitterwochen sind zu Ende und sind einer reifen Liebesbeziehung gewichen“, meint er. Und zur Untermauerung dieser Aussage konnte er am Mittwoch mit Freude von seiner gerade erfolgten Vertragsverlängerung bis zum Jahr 2024 berichten, als er das Programm für die kommende Saison verkündete.
Oldenburgisches Staatstheater: Bewährte Mischung
Leidenschaft ohne Legende

Leidenschaft ohne Legende

Syke - Von Rolf Stein. Nach dem Wirbel, den der Fotograf Jo Fischer mit seinen Aussagen über Syke gemacht hat, kehrt mit Martin Feldbauer sozusagen Normalität im Vorwerk ein. Vordergründig zumindest.
Leidenschaft ohne Legende
Eine Frage des Miteinanders

Eine Frage des Miteinanders

Hannover - Von Jörg Worat. An der Hand eines Unbekannten blind durch die Stadt zu gehen und nur sporadisch die Augen aufmachen zu dürfen: nicht das, was Sie gemeinhin mit Theater in Verbindung bringen? Naja, das Festival „Theaterformen“ heißt nicht ohne Grund so – mit ungewöhnlichen Ansätzen wie der Performance „Walk, Hands, Eyes (Hannover)”, ersonnen von der Französin Myriam Lefkowitz, muss man hier jederzeit rechnen. Jetzt wurde, zeitgleich mit dem Beginn des Vorverkaufs, das Programm der 18. Ausgabe vorgestellt.
Eine Frage des Miteinanders
Kunst und Handwerk über Kreuz gelegt

Kunst und Handwerk über Kreuz gelegt

Bremen - Von Rolf Stein. Wer dieser Tage den Ausstellungsraum der Galerie K’ betritt, könnte sich verwundert die Augen reiben. Amphoren stehen da auf einem Podest. Und auf einem weiteren: Baueimer, Flaschen und Getränkedosen. Ist die Galerie, eher für oft politische, nicht selten konzeptionell kühne Kunst bekannt, jetzt auf Kunsthandwerk umgeschwenkt? Oder auf archäologische Funde? Der Titel der Ausstellung verweist schließlich auf „Keramik aus zweitausend Jahren“.
Kunst und Handwerk über Kreuz gelegt
Jede Menge Adrenalin

Jede Menge Adrenalin

Bremen - Von York Schaefer. Das ehemalige Jugoslawien unter Präsident Tito war schon immer eine Art Enfant Terrible des Ostblocks. Nach dem frühen Bruch mit Stalins Sowjetunion und als Gründungsmitglied der blockfreien Staaten Mitte der 50er-Jahre war das Land mit den offenen Grenzen und der relativ freien Kulturpolitik auch weitaus stärker dem Einfluss westlicher Kultur ausgesetzt als die anderen sozialistischen Staaten hinter dem eisernen Vorhang.
Jede Menge Adrenalin
Sebastian Kreyer inszeniert in Bremen „Endstation Sehnsucht“

Sebastian Kreyer inszeniert in Bremen „Endstation Sehnsucht“

Bremen - Von Rolf Stein. Das Stück: gehandelt als eines der besten des 20. Jahrhunderts. Der Film: ikonisch, nicht zuletzt wegen Marlon Brando natürlich. „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams erzählt vom Aufeinandertreffen des alten Südstaatenadels im Niedergang mit aufstrebenden, anpackenden Einwanderern, die für Befindlichkeiten keine Zeit haben.
Sebastian Kreyer inszeniert in Bremen „Endstation Sehnsucht“
Komplexes Spiel

Komplexes Spiel

Bremerhaven - Von Radek Krolczyk. Das Bremerhavener Kunstmuseum zeigt derzeit in einer kleinen Kabinettausstellung unter dem Titel „Horizonte“ neue Arbeiten des 85-jährigen Künstlers Klaus Staudt. Es sind vorwiegend neue Arbeiten eines Klassikers der ungegenständlichen Kunst, die Thomas Trümper, einer der Kuratoren des Kunstvereins, für die Schau ausgewählt hat.
Komplexes Spiel
Auf fruchtbarem Boden

Auf fruchtbarem Boden

Bremen - Von Rolf Stein. „Shakespeare durch die Blume“? Gab’s doch schonmal, vergangenen Sommer in der Botanica! Stimmt schon, aber im Grunde war ein neues Stück am Leibnizplatz zu sehen. Christian Bergmann hat für die Indoor-Version mit Renate Heitmann eine neue Fassung geschrieben. Die kommt zum einen ohne Chor aus, legt dafür aber umso ausführlicher das Problem dar, um das es in dem kurzweiligen Stück geht.
Auf fruchtbarem Boden
Eine spezielle Form von Menschenfresserei

Eine spezielle Form von Menschenfresserei

Hannover - Von Jörg Worat. Die „Zeit der Kannibalen“ ist angebrochen, und das hannoversche Staatsschauspiel zeigt dabei eine ganz spezielle Form von Menschenfresserei – am Wochenende lief die Premiere der Theaterfassung, die Johannes Naber nach Stefan Weigls Drehbuch zum gleichnamigen Film erstellt hat. Besagtes Drehbuch wurde 2015 mit dem Deutschen Filmpreis honoriert.
Eine spezielle Form von Menschenfresserei
Zu groß für ein Leben

Zu groß für ein Leben

Oldenburg - Von Tim Schomacker. Zunächst ist dieses Ding in erster Linie einmal anwesend. Groß. Und anwesend. Dabei irgendwie unklar in Form, Gestalt, Funktion. Ohrmuschel, Horntrichter, maritimes Belüftungsrohr, später, von der anderen Seite betrachtet, vielleicht auch eitler Pfau aus Stahl, abstraktes Elefanten-Antlitz.
Zu groß für ein Leben
Künstliche Verknappung

Künstliche Verknappung

Ulm/Bremen - Rund 190 Läden in Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen dieses Jahr am Record Store Day (RSD) teil. Die Idee wurde vor zehn Jahren in den USA geboren. Damals schien das Aussterben der Vinylplatte angesichts der Konkurrenz durch CD und Internet fast besiegelt zu sein. Um die Platte und die kleinen Plattenläden zu retten, brachten Musiker speziell für den RSD produzierte oder neu aufgelegte Alben, Maxis oder Singles auf Vinyl heraus. Zum nunmehr 10. Record Store Day sind es mehr denn je.
Künstliche Verknappung
Immer eine gewisse Eleganz

Immer eine gewisse Eleganz

Bremen - Von Rolf Stein. Aus der Geschichte der Band Alsarah & The Nubatones, die am Mittwochabend im Schlachthof in Bremen gastierte, lässt sich ohne Weiteres eine kleine Geschichte der musikalischen Globalisierung skizzieren: Die Sängerin Alsarah ist neben Sinkane vielleicht die bekannteste sudanesisch-stämmige Musikerin, die in Brooklyn lebt und arbeitet. Sie beschreibt ihre Musik als ostafrikanischen Retro-Pop. Ihre Stimme ist unter anderem auf dem großartigen Album „Wondem“ von Dexter Story zu hören, einem in Los Angeles lebenden Musiker, der sich auf besagter Platte ebenfalls ostafrikanischen und vor allem äthiopischen Klängen widmet.
Immer eine gewisse Eleganz
Erstaunlich selbst für Insider

Erstaunlich selbst für Insider

Hannover - Von Jörg Worat. Wer einen Besuch der Kestnergesellschaft in Hannover plant, sollte aktuell besonders viel Zeit mitbringen. Denn hier laufen gerade nicht weniger als vier Ausstellungen.
Erstaunlich selbst für Insider
Mit einer guten Portion Skepsis

Mit einer guten Portion Skepsis

Hannover - Von Jörg Worat. Nein, so richtig glücklich werden die Herrschaften mit ihren sonderbar geformten Fahrzeugen nicht. Das eine explodiert, das andere kippt in einen Abgrund, das dritte bewegt sich erst gar nicht von der Stelle. Der Sportskamerad in der Luft hat kein besseres Los gezogen: Seinem Flugapparat ist ein Flügel abhanden gekommen. So sah Robert Seymour 1835 die Entwicklung der Fortbewegung – das Blatt ist Teil der Ausstellung „Technische Paradiese. Die Zukunft in der Karikatur des 19. Jahrhunderts“ im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover.
Mit einer guten Portion Skepsis
Die „Bedauerlichen“

Die „Bedauerlichen“

Berlin - Von Steffen Trumpf. Am Morgen des 9. November 2016 hörten Millionen Deutsche kurz nach dem Aufwachen ungläubig die Nachricht der Nacht: Donald Trump hat soeben die US-Präsidentenwahl gewonnen. Kaum einer hatte hierzulande damit gerechnet. Die Fassungslosigkeit zeigt, für wie unwahrscheinlich ein solches Szenario gehalten wurde – und wie wenig wir Deutschen im Grunde über Amerika wissen. New York, San Francisco, Hollywood: Das kennen wir. Das sind aber nur die „halben Vereinigten“ Staaten von Amerika.
Die „Bedauerlichen“
Shakespeare-Regisseur Michael Bogdanov ist tot

Shakespeare-Regisseur Michael Bogdanov ist tot

Hamburg/ London - Regisseur Michael Bogdanov machte sich mit modernen Shakespeare-Inszenierungen einen Namen. Nun ist der Brite im Alter von 78 Jahren gestorben.
Shakespeare-Regisseur Michael Bogdanov ist tot
Fast wie im Kino

Fast wie im Kino

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Das Theater Bremen hat den riskanten Versuch unternommen, eine Opernproduktion am Abonnementssystem vorbei für nur 25 Euro auf allen Plätzen in den freien Verkauf zu geben. Herausgekommen ist ein richtig gut unterhaltender Abend. So hat die Inszenierung der beiden Einakter „Il Tabarro“ und „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini alle Chancen, dass das Publikumsexperiment aufgeht.
Fast wie im Kino
„jazzahead!“: Finnland ist Trumpf

„jazzahead!“: Finnland ist Trumpf

Bremen - Von Wolfgang Denker. Im Jahr 2006 gab es in Bremen erstmalig die „jazzahead!“, eine Kombination aus Fachmesse und Konzerten. Damals konnte noch keiner den dauerhaften Erfolg dieser Veranstaltungen ahnen – inzwischen hat sich die „jazzahead!“ zum weltweit größten Branchentreff entwickelt.
„jazzahead!“: Finnland ist Trumpf
„Ich muss das ,hohe C‘ motivieren“

„Ich muss das ,hohe C‘ motivieren“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Giacomo Puccinis seltsames Außenseiterwerk ist das 1918 in New York uraufgeführte „Il Trittico“, das drei thematisch vollkommen unterschiedliche, je einstündige Geschichten aneinanderbindet. Einen Schleppkahnbesitzer im ersten Teil („Il tabarro“), im zweiten eine Nonne mit einem unehelichen Kind („Suor Angelica“) und im dritten Teil dreht sich dann alles um einen Erbbetrüger („Gianni Schicchi“). Alle drei Stücke zusammen werden heute kaum noch gespielt, dafür wird umso mehr das hochdramatische „Il tabarro“ mit dem pfiffigen Erbbetrüger „Gianni Schicchi“ gekoppelt. So auch jetzt in Bremen, wo Regisseur Martin G. Berger mit seinem Debüt einen originellen Blick verspricht: Er sucht nach den Gemeinsamkeiten der beiden Opern.
„Ich muss das ,hohe C‘ motivieren“
Ein Entertainer, der keiner sein will

Ein Entertainer, der keiner sein will

Lingen - Von Werner Jürgens. Literaturnobelpreisträger Bob Dylan interpretiert Sinatra-Songs live in Lingen: Vor gar nicht allzu langer Zeit hätte man diese Aussage vermutlich für einen dreifachen Aprilscherz gehalten. Und doch ist exakt das am Mittwoch in der Emsland-Arena passiert. Vor ausverkaufter Kulisse wusste der Altmeister das Publikum insbesondere mit seinem Spätwerk zu überzeugen.
Ein Entertainer, der keiner sein will
Esperanto: 100. Todestag von Erfinder Zamenhof 

Esperanto: 100. Todestag von Erfinder Zamenhof 

Esperanto ist eine Sprache, die jeder Mensch auf der Welt leicht erlernen kann. Viele Leute haben noch nie etwas von Esperanto und der Idee dahinter gehört. Auch nicht von ihrem Erfinder Ludwik Zamdorf. 
Esperanto: 100. Todestag von Erfinder Zamenhof 
Pannen und Ungereimtheiten

Pannen und Ungereimtheiten

Syke - Von Jan Dirk Wiewelhove. Das Phänomen des Terrors ist auf der weltpolitischen Bühne in aller Munde. Lange meinten wir in Deutschland auf einer Insel zu leben – bis im Dezember in Berlin das Unfassbare passierte: Ein Lastwagen raste auf einem Weihnachtsmarkt in eine Menschenmenge. Doch blieben wir bis dahin wirklich verschont? Nein, natürlich nicht, denken wir nur an das Terror-Jahr 1977. Gerade erst jährte sich der kaltblütige Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback zum 40. Mal. Passend dazu sind gleich mehrere Bücher veröffentlicht worden, die sich mit der Roten Armee Fraktion (RAF) auseinandersetzen. Auch Butz Peters, Journalist und RAF-Experte, reiht sich mit „1977. RAF gegen Bundesrepublik“ in diese Riege ein. Er will eine Geschichte erzählen, die bis in die Gegenwart hineinreicht.
Pannen und Ungereimtheiten
Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zeigt Karikaturen von Gerhard Haderer

Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zeigt Karikaturen von Gerhard Haderer

Hannover - Von Jörg Worat. Pippi Langstrumpf mit Botox-Grinsen und Hängebusen, debile Geistliche und ein urlaubendes Pärchen, das erst googeln muss, was „Sex in romantischer Abendstimmung auf einer einsamen Palmeninsel“ sein mag: Gerhard Haderer gilt aus gutem Grund als wenig zimperlich.
Das Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zeigt Karikaturen von Gerhard Haderer
Mariza singt in der Bremer Glocke

Mariza singt in der Bremer Glocke

Bremen - Von Wolfgang Denker. Ihre Stimme ist phänomenal, gleitet kraftvoll durch alle Lagen, kann warm und zärtlich, aber auch hart und schneidend sein. Aber immer ist sie überwältigend ausdruckvoll und von bezwingender Intensität.
Mariza singt in der Bremer Glocke
Katzen tanzen durch die Stadt

Katzen tanzen durch die Stadt

Bremen - Von Rolf Stein. Es beginnt geheimnisvoll: Einen MP3-Player müssen wir uns abholen, dessen Farbe darüber entscheidet, was für ein Tier wir sind – Hund, Katze, Hahn oder Esel. Womit immerhin schon einmal klar ist, worum es ungefähr geht.
Katzen tanzen durch die Stadt
Samir Akika und die Unusual Symptoms zeigen „Polaroids“

Samir Akika und die Unusual Symptoms zeigen „Polaroids“

Bremen - Von Rolf Stein. Polaroids, das waren die schnellen Bilder, bevor es digitale Kameras und Smartphones gab. Sie entwickelten sich binnen weniger Minuten vor den Augen der Welt. Samir Akika, Hauschoreograf am Theater Bremen, hat seinen neuen Abend mit den Unusual Symptoms „Polaroids“ getauft und bezieht sich ausdrücklich auf den „big Apple“ der 70er und 80er, als die Stadt „rau, gefährlich und aufregend“ war.
Samir Akika und die Unusual Symptoms zeigen „Polaroids“
Mit Humor und Grandezza

Mit Humor und Grandezza

Bremen - Von Wolfgang Denker. Dem Dirigenten Sir Roger Norrington sitzt der Schalk im Nacken: Nach der „Mauerischen Trauermusik“ KV 477 von Mozart, mit der das vierte Premieren-Abonnementkonzert der Deutschen Kammerphilharmonie beginnt, wendet er sich an das Publikum: „Dieses Stück ist so schön, so berührend – und so kurz!“ Spricht‘s und spielt das Werk von fünf Minuten Spieldauer gleich noch einmal.
Mit Humor und Grandezza
„Icke“ soll in den Duden!

„Icke“ soll in den Duden!

Berlin - „Icke“ kommt in den Duden. Das Berliner Wort soll laut Medienberichten in den Duden aufgenommen werden. „Icke“ steht für das Personalpronomen ich. 
„Icke“ soll in den Duden!
In „Yvonne, Princess du Bourgogne“ triumphiert die Unmenschlichkeit

In „Yvonne, Princess du Bourgogne“ triumphiert die Unmenschlichkeit

Oldenburg - Von Wolfgang Denker. Es ist eher ungewöhnlich, dass die Titelfigur in einer Oper eine stumme Rolle ist. In „La Muette di Portici“ von Auber ist das so, und in der in Oldenburg als deutsche Erstaufführung präsentierten „Yvonne, Princesse de Bourgogne“ von Pilippe Boesmans (Libretto von Luc Bondy und Marie-Louise Bischofberger) ist es auch fast so.
In „Yvonne, Princess du Bourgogne“ triumphiert die Unmenschlichkeit
Rückkopplungen für soziales Experiment

Rückkopplungen für soziales Experiment

Bremen - Von Rolf Stein. Die Ankündigung legt ganz schön vor: „Der Lauf der Geschichte scheint durch Situationen geprägt, in denen nur das eine oder das andere eintreten kann“, heißt es im Pressetext zu dem Abend mit dem etwas rätselhaften Titel „Pasog“ und dem kaum weniger erratischen Untertitel „Man will zur Tür und kriegt das Fenster nicht zu – Wo ist die Dritte Möglichkeit?“, der gestern in der Schwankhalle Premiere feierte.
Rückkopplungen für soziales Experiment
Der Trompeter Tomasz Stanko mit Quartett in Syke

Der Trompeter Tomasz Stanko mit Quartett in Syke

Syke - Von York Schaefer. Als sich der polnische Trompeter Tomasz Stanko vor etwa zehn Jahren ein Appartment in New York zulegte, wollte er sich eigentlich nur von der Atmosphäre der immer noch wichtigsten Jazz-Metropole der Welt zu neuen Songs inspirieren lassen. Bei dieser Art Selbstbeschränkung blieb es nicht lange.
Der Trompeter Tomasz Stanko mit Quartett in Syke
Finnische Wochen

Finnische Wochen

Bremen - Von Rolf Stein. Ob der Umstand, dass ausgerechnet in dem Jahr, in dem sich die Veröffentlichung der ersten Jazz-Schallplatte zum hundertsten Mal jährt, auch Finnland als eigenständiger Nationalstaat seine ersten hundert Jahre feiert, mehr ist als nur Zufall, weiß Peter Schulze, gemeinsam mit Uli Beckerhoff künstlerischer Leiter der Jazzahead, nicht zu sagen. Dass ausgerechnet in diesem Jahr Finnland das Partnerland der Jazzahead ist, scheint zumindest nicht von langer Hand geplant. Aber es ist natürlich eine schöne Geschichte.
Finnische Wochen
Zeitreise in die Weimarer Republik

Zeitreise in die Weimarer Republik

Bremen - Von Annica Müllenberg. Ermittelnde Kommissare können hierzulande Pop-Star-Status erreichen – auf der Mattscheibe oder zwischen Buchdeckeln. Wenn ein Comic-Zeichner also auf einen kriminalistischen Bestseller zurückgreift, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er die breite Masse neugierig macht.
Zeitreise in die Weimarer Republik
Theodor-Wolff-Preis für Deniz Yücel

Theodor-Wolff-Preis für Deniz Yücel

Berlin - Ein Theodor-Wolff-Preis steht bereits fest: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel soll dieses Jahr mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden. 
Theodor-Wolff-Preis für Deniz Yücel
Neuer Gallier-Comic: „Asterix in Italien“

Neuer Gallier-Comic: „Asterix in Italien“

Bologna - Das Erbe von Albert Uderzo und René Goscinny bekommt neues Leben eingehaucht: Mit „Asterix in Italien“ erscheint im Oktober das nächste Abenteuer des tapferen Galliers.
Neuer Gallier-Comic: „Asterix in Italien“
Am Stadttheater Bremerhaven feiert „Die Opferung des Gorge Mastromas“ Premiere

Am Stadttheater Bremerhaven feiert „Die Opferung des Gorge Mastromas“ Premiere

Bremerhaven - Von Rolf Stein. Im Nachhinein fallen wohl jedem von uns Situationen ein, in denen wir uns hätten anders entscheiden können – mit bedeutenden Folgen. Was hätte – in anderen Worten – aus Ihnen werden können?
Am Stadttheater Bremerhaven feiert „Die Opferung des Gorge Mastromas“ Premiere
Missbrauch im Müll

Missbrauch im Müll

Hannover - Von Ute Schalz-Laurenze. Am Anfang ziehen Abraham und Sara über die Szene und werden vom Kindgott, der Menschen aus Pappe bastelt, ebenso gemaßregelt, wie ihnen die Geburt eines Sohnes prophezeit wird.
Missbrauch im Müll
Musiktheater-Performance in St. Stephani

Musiktheater-Performance in St. Stephani

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Ob die fast fünfzig Schülerinnen der Oberschule an der Koblenzer Straße damit gerechnet hatten, dass ihre viermonatige Auseinandersetzung mit den Schöpfungsmythen des Islam und des Christentums mit stehenden Ovationen beantwortet würde?
Musiktheater-Performance in St. Stephani
Gemischtes Doppel

Gemischtes Doppel

Oldenburg - Von Rolf Stein. Nun ist es schon wieder Geschichte, das erste „Festival für performative Allianzen“ am Oldenburger Staatstheater. Aber anders als das ästhetische verwandte Pazz-Festival wirkt es nachhaltig. Weil „Banden!“ als produzierendes Festival konzipiert ist, hinterlässt es Spuren im Spielplan. Die für das Festival produzierten Stücke wandern nämlich direkt ins Repertoire.
Gemischtes Doppel
Na endlich! Bob Dylan hat den Nobelpreis angenommen

Na endlich! Bob Dylan hat den Nobelpreis angenommen

Stockholm - Er hat es doch noch getan: Vor einem Konzert in Stockholm hat Bob Dylan klammheimlich den Literaturnobelpreis entgegengenommen.
Na endlich! Bob Dylan hat den Nobelpreis angenommen