Ressortarchiv: Kultur

Freddy war der Beste

Freddy war der Beste

München - Von Gunther Matejka. Mit ihrem eingängigen Mix aus Punk, Rock und guter Laune begeistern die kanadischen Musiker von Billy Talent seit 23 Jahren ihre Fans. Nach dem Auftaktkonzert gestern Abend in München tourt die Band durch die Republik und spielt morgen Abend in Hannover. Im Interview spricht Sänger Benjamin Kowalewicz (40) über seine Vorbilder, das besondere Verhältnis der Band zu Deutschland und die Magie der Musik.
Freddy war der Beste
Die türkische Regierung möchte aus der Hagia Sophia wieder eine Moschee machen

Die türkische Regierung möchte aus der Hagia Sophia wieder eine Moschee machen

Istanbul - Von Jürgen Gottschlich. Die wenigen westlichen Touristen, die in diesen Tagen die historische Halbinsel Istanbuls durchstreifen, sind irritiert. Als der Mittagsruf von den Moscheen ertönt, ist es nicht nur die Blaue Moschee die zum Gebet aufruft. Auch von den vier Minaretten der Hagia Sophia, der ehemaligen „Kirche der Heiligen Weisheit“, ertönt der Ruf zum Ruhme Allahs. Ist aus dem bis vor kurzem noch meistbesuchten Museum der Stadt etwa wieder eine Moschee geworden?
Die türkische Regierung möchte aus der Hagia Sophia wieder eine Moschee machen
Karten über Karten

Karten über Karten

Bremen - Von Rolf Stein. Hätten Sie‘s gewusst? Zwischen Kiel und Hamburg verläuft eine gerade, rund 100 Kilometer lange Linie. Wobei: Natürlich ist die erst einmal nur gedacht und wurde es sicherlich auch schon vor Till Krause, der regelmäßig auch auch mit dem Hamburger Künstlerprojektraum Galerie für Landschaftskunst zusammenarbeitet. Krause wiederum hat diese gerade Linie nicht nur gedacht, sondern ist sie im Anschluss auch noch abgegangen.
Karten über Karten
Im Land der Pilze

Im Land der Pilze

Bremen - Von Wolfgang Denker. Es gibt kaum eine Oper, die so regelmäßig zur Weihnachtszeit auf deutschen Bühnen auftaucht, wie „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. In Bremen wurde das Stück zuletzt 2007 von Christian Schuller in einer Bearbeitung von Elke Heidenreich gezeigt. Jetzt hat der Schauspielregisseur Alexander Riemenschneider die populäre Märchenoper inszeniert. Es ist seine erste Arbeit für das Musiktheater. Herausgekommen ist eine Inszenierung mit vielen Stärken und kleinen Schwächen.
Im Land der Pilze
Auf’s Maul. Gehorcht!

Auf’s Maul. Gehorcht!

Bremen - Von Tim Schomacker. Klar ist‘s mal wieder ein Kerl, der die wichtige Unterscheidung formuliert. Und ein Franzose. Roland Barthes dachte, für uns zum Mitlesen, über die Phäno- und die Geno-Abteilung des menschlichen Stimm-Apparats nach. Und unterschied so, kurz gesagt, den kulturell ausgefeilten Gesang mit seinen Formaten wie Lied oder Arie vom eher materiell orientierten „Rest“ des Sprechens und Lautgebens. Die beherzte Auseinandersetzung, theoretisch wie praktisch, mit der Materialität von Stimmen, Körpern, Räumen, Instrumenten spielt mindestens seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große Rolle in der je zeitgenössischen Musik.
Auf’s Maul. Gehorcht!
Jean Luke holt sich Musikvideo-Preis in Bremen

Jean Luke holt sich Musikvideo-Preis in Bremen

Bremen - Von Ulla Heyne. Die Verleihung eines Preises für das beste Musikvideo des Jahres aus Bremen und Niedersachsen –eine signifikante Veranstaltung? Oder eher eine kultige Feier? Den rund 600 Besuchern im Bremer „Modernes“ war das gelinde gesagt Wurst – so heißt denn auch die Trophäe, die, wertig-gülden, bereits im 13. Jahr an das beste Musikvideo einer Bremer oder niedersächsische Band oder Regisseur geht.
Jean Luke holt sich Musikvideo-Preis in Bremen
Ratlosigkeit bleibt

Ratlosigkeit bleibt

Bremen - Von Rolf Stein. Thomas Melle, nominiert für den Buchpreis und ein heißer Favorit obendrein, ist auch an den Theatern der Republik kein unbekannter Autor. Nach zwei mehr („Sickster“) oder weniger („3000 Euro“) gelungenen Romanadaptionen brachte das Theater Bremen nun ein eigens für die Bühne geschriebenes Stück von Melle zur Uraufführung. „Ännie“ erzählt an der Oberfläche die Geschichte vom Verschwinden eines Mädchens, Ännie eben, die aber eigentlich Annemarie heißt.
Ratlosigkeit bleibt
Interview mit Janosch: „Am liebsten wäre ich unsichtbar“

Interview mit Janosch: „Am liebsten wäre ich unsichtbar“

Rust - Janoschs Kinderbücher haben Kultstatus. Seit 60 Jahren zeichnet und schreibt der Künstler, der es privat einsam und sonnig mag. In Rust bei Freiburg zeigt er nun mehr als 200 seiner Werke aus 60 Jahren.
Interview mit Janosch: „Am liebsten wäre ich unsichtbar“
Heute leider ohne Männerchor

Heute leider ohne Männerchor

Bremen - Von Rolf Stein. Vielleicht versprach der Name Heiterkeit unangemessen gute Laune angesichts der Weltlage – oder die dann doch eher melancholische Musik der Band wurde angesichts der Gesamtsituation im Gegenteil als potenziell zu gefühlsverstärkend erachtet. Jedenfalls war es am Mittwoch nicht besonders voll im Lagerhaus, als das Hamburger Quartett mit dem irreführenden Namen dort auftrat.
Heute leider ohne Männerchor
„Wir gegen die“: Was tun gegen den Hass?

„Wir gegen die“: Was tun gegen den Hass?

Berlin - Von Marvin Köhnken. Fast eine Million Menschen – alleine im Jahr 2015. Eine Million Fremde, die nach Deutschland gekommen sind, ohne sich vorher zu erklären. Ohne dass ganz klar ist, was sie hier wollen. Oder sollen. Und immer wieder der Hinweis, dass das nur der Anfang sein dürfte. Der Anfang einer Zeit der zunehmenden Migration nach Europa und in andere sichere Länder.
„Wir gegen die“: Was tun gegen den Hass?
„Fix und Foxi“: Eher Kleinstadt als New York

„Fix und Foxi“: Eher Kleinstadt als New York

Hannover - Von Jörg Worat. Lupo, Pauli und Professor Knox – wenn das kein Kult ist. Durchaus erstaunlich daher, dass es in Deutschland bislang noch nie eine umfassende Schau über „Fix und Foxi“ gegeben hat. Immerhin handelt es sich dabei um den wichtigsten eigenständigen Beitrag zur hiesigen Comicgeschichte. Und einen zumindest streckenweise höchst erfolgreichen: Von über 750 Millionen verkauften Heften ist die Rede, die in den besten Zeiten eine wöchentliche Auflage von 400 000 erreichten und sogar „Micky Maus“ übertrumpften.
„Fix und Foxi“: Eher Kleinstadt als New York
Schreiben im Fluss

Schreiben im Fluss

Bremen - Von Rolf Stein. Eine spontane, keineswegs repräsentative Umfrage bestätigt die Vermutung des Autors: bedeutende Bremer Schriftsteller? Eher Mangelware. Dabei gibt es ja durchaus welche, auch wenn man Sven Regener nicht dazu zählen mag, Germar Grimsen für zu entlegen hält oder „Heidi“-Erfinderin Johanna Spyri, deren erste literarische Veröffentlichungen an der Weser erschienen, für zu wenig bremisch.
Schreiben im Fluss
Sprechen, immer eine gute Idee

Sprechen, immer eine gute Idee

Bremen - Von Rolf Stein. Wer Patrick ist, ist klar. Was sein Trick ist? Schon weniger. Vielleicht, weil es sich bei diesem Trick in dem Sinne eigentlich gar nicht um einen solchen handelt. Patrick lernen wir jedenfalls gleich sehr unmittelbar kennen. Er steht da vorn an der Rampe und beginnt, mit uns zu reden. Wie alt wir sind, ob wir Geschwister haben, ältere oder jüngere – das alles will er von uns wissen, zumindest von einigen aus dem Publikum.
Sprechen, immer eine gute Idee
Es hat sich ausgegruselt

Es hat sich ausgegruselt

Oldenburg - Von Rolf Stein. Ein Zusammenprall der Kulturen: Reicht man dem Butler die Hand? Verneigt man sich voreinander oder ist das einer Seite vorbehalten? Dass das in der Praxis auch mal schmerzhaft sein kann, liegt auf der Hand. Jedenfalls geraten Mrs Otis und der treue Butler in der neuen Oldenburger Fassung der Geschichte beim ersten Zusammentreffen ganz buchstäblich mit den Köpfen aneinander. Man tut dem „Gespenst von Canterville“ dabei ganz und gar nicht unrecht, will man mehr darin sehen als eine ergötzliche Gruselgeschichte.
Es hat sich ausgegruselt
Elton John erinnert in Bremen an die Zeiten als er noch ein ganz Großer war

Elton John erinnert in Bremen an die Zeiten als er noch ein ganz Großer war

Bremen - Von Rolf Stein. „Madman across the Water“ steht auf Elton Johns dezent glitzerndem Fummel, im Lettering des gleichnamigen Albums von 1971, das mit dem Song „Tiny Dancer“ eröffnet, der vor nun auch schon 16 Jahren in dem Film „Almost Famous“ an prominenter Stelle zum Einsatz kommt.
Elton John erinnert in Bremen an die Zeiten als er noch ein ganz Großer war
Der Hass vom rechten Rand

Der Hass vom rechten Rand

Bremen - Von Mareike Bannasch. Gelangweilt, von ihren Eltern vernachlässigt und ohne Perspektive hängen die „Jets“ zwischen den Häuserschluchten der New Yorker Westside rum – und werden jeden Tag aggressiver. Sie brauchen einen Sündenbock, und zwar dringend.
Der Hass vom rechten Rand
Weimar unter Palmen - Deutschland kauft Thomas-Mann-Villa

Weimar unter Palmen - Deutschland kauft Thomas-Mann-Villa

Berlin - Das Haus hätte abgerissen werden können. Jetzt hat Deutschland die Villa von Thomas Mann in Los Angeles gekauft. Damit endet eine Zitterpartie um einen Ort mit bewegter Geschichte.
Weimar unter Palmen - Deutschland kauft Thomas-Mann-Villa
Backstage in der Elbphilharmonie - Musiker gewähren exklusive Einblicke

Backstage in der Elbphilharmonie - Musiker gewähren exklusive Einblicke

Hamburg - Am Sonntag war es endlich so weit: Die Musiker des NDR Philharmonieorchesters durften ihr neues Zuhause an der Elbe beziehen. Der Anblick verschlug einigen von ihnen die Sprache.
Backstage in der Elbphilharmonie - Musiker gewähren exklusive Einblicke
Ein Offizier und Pädagoge

Ein Offizier und Pädagoge

Bremen - Von Rolf Stein. Theodor W. Adorno will einst geträumt haben, Peter Suhrkamp habe ein „kulturkritisches Buch geschrieben – auf Plattdeutsch“. Was nicht so weit hergeholt war, wie es klingen mag. Suhrkamp, sagt Etta Bengen, habe in seiner Kindheit nur Platt gesprochen. Bengen, die für die Galerie im Park in Bremen eine Ausstellung über Peter Suhrkamp kuratiert hat, ist tief in die Biografie des Gründers des großen Verlegers eingetaucht.
Ein Offizier und Pädagoge
Stapel, überall nur Stapel

Stapel, überall nur Stapel

Bremen - Von Mareike Bannasch. Im Büro, im Kleiderschrank, selbst im Getränkemarkt, sie sind überall – und werden jeden Tag mehr. Die Rede ist von Stapeln, dem mehr als offensichtlichen Ausdruck unserer stetigen Bemühungen möglichst viele Gegenstände möglichst platzsparend unterzubringen. Kein Wunder also, dass wir ständig von Stapeln umgeben sind – wenn auch oft, ohne es selbst zu merken.
Stapel, überall nur Stapel
Eine Spurensuche beim Springsteen-Fantreffen

Eine Spurensuche beim Springsteen-Fantreffen

Hamburg - Von Guido Menker. Er steht seit mehr als 40 Jahren auf der Bühne, hat weit mehr als 100 Millionen Platten und CDs verkauft und gerade erst Hillary Clinton im US-Präsidentschaftswahlkampf unterstützt.
Eine Spurensuche beim Springsteen-Fantreffen
„Hellboy“: Comic-Comeback aus der Hölle

„Hellboy“: Comic-Comeback aus der Hölle

Ludwigsburg - Von Jan-Paul Koopmann. Ein Teufel ist er. Mit roter Haut, Hörnern, Schwanz und einem riesigen Revolver. Wer das schon sonderbar findet, sollte erst seine Geschichte hören: Im Zweiten Weltkrieg haben ihn die Nazis mit Hilfe des untoten Schwarzmagiers Grigori Rasputin heraufbeschworen, um die Welt zu zerstören.
„Hellboy“: Comic-Comeback aus der Hölle
Die Antwort auf alle Fragen

Die Antwort auf alle Fragen

Bremerhaven - Von Rolf Stein. Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ erschien in Frankreich am 7. Januar 2015. Am selben Tag stürmten islamistische Terroristen unter anderem die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und töteten mehrere Mitarbeiter.
Die Antwort auf alle Fragen
Legende im Sendesaal

Legende im Sendesaal

Bremen - Von Rolf Stein. Musiker dieses Kalibers kommen eher selten in die Region. Charles Lloyd, der am Montagabend mit seinem Quartett im Bremer Sendesaal gastierte, begann seine Profi-Laufbahn in den späten 50er-Jahren in Los Angeles, wo er neben seinem Studium in den Jazz-Clubs der Stadt mit Musikern wie Ornette Coleman, Charlie Haden, Eric Dolphy und Scott LaFaro auftrat, die nur wenige Jahre später die Jazz-Welt gründlich umkrempelten.
Legende im Sendesaal
Munch-Gemälde für unglaublich hohen Preis versteigert

Munch-Gemälde für unglaublich hohen Preis versteigert

New York - Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“ war 2012 für 119,9 Millionen Dollar versteigert worden. Jetzt erzielte das Gemälde „Mädchen auf der Brücke“ ebenfalls eine immens hohe Verkaufssumme. 
Munch-Gemälde für unglaublich hohen Preis versteigert
Deutscher Karikaturenpreis erstmals in Bremen verliehen

Deutscher Karikaturenpreis erstmals in Bremen verliehen

Bremen - Von Rolf Stein. Immerhin mehr als 1.000 Arbeiten musste die Jury sichten, um die Gewinner des 17. Deutschen Karikaturenpreises zu ermitteln. Unter den Zeichnern, die sich beworben hatten, befinden sich so klingende Namen wie Til Mette, Katz & Goldt, Tetsche und Kriki. 250 Wettbewerbsbeiträge von 100 Karikaturisten aus dem deutschsprachigen Raum sind seit Sonntagnachmittag in der Weserburg in Bremen zu besichtigen.
Deutscher Karikaturenpreis erstmals in Bremen verliehen
Tanz viral

Tanz viral

Bremen - Von Jens Laloire. Nebel liegt über der Bühne, und es ist dunkel, als sich die Eingangstür ein wenig öffnet und ein nackter Mann in den Saal schlüpft. Mit einer Hand sein Geschlecht verdeckend steht er verlegen auf der Bühne. Keine zwei Meter von ihm entfernt ist ein Mikrofon aufgebaut, das allerdings ins Licht eines einzelnen Scheinwerfers getaucht ist.
Tanz viral
Die Musik spricht für sich

Die Musik spricht für sich

Bremen - Von Rolf Stein. Wenn amerikanische Musiker in Zeiten politischer Erschütterungen in ihrer Heimat reisen, nehmen sie oft Stellung und distanzieren sich, je nachdem, gern von dem, was im Namen des amerikanischen Volkes geschieht. Und so hätte eigentlich ein Wort von der Band Tortoise zu Donald Trump am Freitagabend niemanden wirklich überrascht. Immerhin stehen die Chicagoer für ein aufgeklärtes, progressives Amerika.
Die Musik spricht für sich
Leonard Cohen schon vor Tagen in Montréal bestattet

Leonard Cohen schon vor Tagen in Montréal bestattet

Montréal/New York - Vor der Haustür von Leonard Cohen in Montréal legen seine Verehrer noch immer Blumen und Karten ab. Aber der Poet, Sänger und Songwriter ist längst auf dem Friedhof der kanadischen Stadt bestattet.
Leonard Cohen schon vor Tagen in Montréal bestattet
Bowies Kunstsammlung bei Auktion für viel Geld verkauft

Bowies Kunstsammlung bei Auktion für viel Geld verkauft

London - Ein unerwartet großer, zumindest zweistelliger Millionenbetrag zeichnet sich schon weit vor Auktionsende bei der Versteigerung von rund 350 Kunstwerken aus David Bowies Privatsammlung ab. Motto: Je enger die Verbindung zur Popikone, desto höher der Preis.
Bowies Kunstsammlung bei Auktion für viel Geld verkauft
Zum Tod von Leonard Cohen: Anderswo 

Zum Tod von Leonard Cohen: Anderswo 

Los Angeles - Trauer um den Sängerpoeten Leonard Cohen, der Millionen Fans weltweit jahrzehntelang mit seinen melancholischen Songs verzauberte. Der kanadische Altmeister ist im Alter von 82 Jahren gestorben. In Montreal wehen die Fahnen auf Halbmast.
Zum Tod von Leonard Cohen: Anderswo 
Kein Fehler in der Matrix

Kein Fehler in der Matrix

HANNOVER - Von Jörg Worat. Die rote oder die blaue Pille? Alle Filmfreaks im voll besetzten Saal nicken routiniert; sie wissen, was jetzt kommt – Thomas Anderson alias Neo muss sich entscheiden, ob er lieber einer gruseligen Realität oder einer weit weniger schmerzhaften Welt der Illusionen begegnen will. Es ist eine zentrale Szene des Science-Fiction-Klassikers „Matrix“ aus dem Jahr 1999. Allerdings befinden wir uns nicht im Kino, sondern im Großen Sendesaal des NDR. Denn wieder einmal steht eines der höchst populären Filmkonzerte auf dem Programm.
Kein Fehler in der Matrix
Drei Stunden kongenialer Jazz

Drei Stunden kongenialer Jazz

Bremen - Von Wolfgang Denker. Die Jazznights in der Bremer Glocke sind immer ein besonderes Ereignis. Nicht anders war es am Donnerstag bei Al Jarreau und der NDR Bigband, die Höhepunkte aus dem „Duke Ellington Songbook“ präsentierten. Ein sehr dankbares Repertoire für den Sänger und das Orchester. Zwar ist Al Jarreau (Jahrgang 1940) infolge einer Rückenoperation nicht mehr gut zu Fuß – er kommt mit einer Krücke auf die Bühne und wird von einem Helfer gestützt –, aber ansonsten ist er noch immer ganz auf der Höhe. Er singt im Sitzen, aber so voller Energie, dass es ihn manchmal kaum auf dem Stuhl zu halten scheint.
Drei Stunden kongenialer Jazz
Aus zwei wird eins

Aus zwei wird eins

Hamburg - Von Wolfgang Denker. Mit der Kopplung der Opern „Senza Sangue” von Peter Eötvös und „Herzog Blaubarts Burg” von Béla Bartók zu einem knapp zweistündigen, ohne Pause gespielten Abend ist der Hamburgischen Staatsoper ein veritabler Volltreffer gelungen. „Senza Sangue” wurde 2015 in Köln konzertant uraufgeführt. Eötvös hat seine Oper bewusst daraufhin konzipiert, um sie mit Bartóks Werk zu verknüpfen. Das ist ganz hervorragend und eindrucksvoll gelungen, wie sich bei der Hamburger Produktion (der ersten szenischen in Deutschland) in der Regie und Ausstattung von Dmitri Tcherniakov zeigte.
Aus zwei wird eins
Klang des Aufbruchs

Klang des Aufbruchs

Istanbul - Von Rolf Stein. „Ich will die Welt für immer verändern“, sagt die Musikerin Gaye Su Akyol aus Istanbul. Auf ihrem neuen Album „Hologram Imparatorlugu“, das heute bei Glitterbeat (Vertrieb: Indigo) erscheint, gibt sie einen Vorgeschmack darauf, was das bedeuten könnte – sollte sie damit Erfolg haben.
Klang des Aufbruchs
Meister des höheren Unfugs

Meister des höheren Unfugs

Hannover - Von Jörg Worat. Dagmar Berghoff und die Fantastischen Vier, Städteslogans und der Struwwelpeter, Reimschemata und Mittelaltermärkte: kaum ersichtlich, was diese Themen miteinander zu tun haben? Das ficht Rainald Grebe nicht an – in seinem neuen Soloprogramm „Das Elfenbeinkonzert“ zieht der Schauspieler, Autor und Kabarettist alle Register. Im Schauspielhaus sorgt er damit für volle Sitzreihen und überschäumende Begeisterung.
Meister des höheren Unfugs
Das Glück wartet im Ferienlager

Das Glück wartet im Ferienlager

Bremen - Von Mareike Bannasch. Die Haarfarbe ist gleich, das Profil ebenfalls, und auch sonst sehen sich die beiden Mädchen ziemlich ähnlich. Und dass, obwohl sie eigentlich gar nichts gemeinsam haben. Lebt Luise Palfy doch bei ihrem Vater in Wien, während Lotte Körner für ihre Mutter in Bremen kocht, wäscht und putzt. Also einfach nur eine ganz normale Freundschaft, die ihren Anfang in einem Ferienlager genommen hat? Nicht ganz, denn Luise und Lotte sind Scheidungskinder. Scheidungszwillinge, um genau zu sein.
Das Glück wartet im Ferienlager
Donald Trump wäre nicht der Weltuntergang

Donald Trump wäre nicht der Weltuntergang

Washington/Hamburg - Von Jan Dirk Wiewelhove. Hillary Clinton oder Donald Trump? Wer ins Weiße Haus einzieht, entscheidet auch maßgeblich über die Entwicklung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses.
Donald Trump wäre nicht der Weltuntergang
Es kann nur eine geben

Es kann nur eine geben

Bremen - Von Rolf Stein. Wenn Pastoren Alarm schlagen, ist ein wenig Vorsicht geboten, vor allem dann, wenn es um Sex geht. Als vor acht Jahren Jugendpastor Bernd Siggelkow, Gründer des Berliner Jugendwerks „Arche“, und dessen Sprecher, Wolfgang Büscher, das Buch „Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist“ veröffentlichten, war die Aufmerksamkeit groß. Die Geschichten, die sie da erzählten durften allerdings nicht nur brave Christen schaudern lassen.
Es kann nur eine geben
Neubeginn und Untergang

Neubeginn und Untergang

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Nein, selber denken ist nicht erlaubt bei diesem Komponisten: Wie niemand vor oder nach ihm hat Richard Wagner inhaltliche Utopien und entsprechende Klänge geschaffen, die so gewaltig sind, dass sie uns permanent verführen.
Neubeginn und Untergang
Dämonisches Spiel

Dämonisches Spiel

Oldenburg - Von Corinna Laubach. London, 1846. Benjamin Barker kehrt als Sweeney Todd nach einer Verbannung in seine Heimat zurück. Er soll in die Annalen als „teuflischer Barbier aus der Fleet Street“ eingehen. Wer ihm unter die Klinge kommt, der segnet das Zeitliche. Während das Morden zur Routine und zum lukrativen Geschäftszweig für die Pastetenbäckerei von Nellie Lovett wird, bleibt sein eigentliches Ziel Richter Turpin. Der hatte ihm einst dies Schicksal bestellt, um so hinterlistig an Barkers Frau zu kommen. Die Rache lodert in Barker/Todd.
Dämonisches Spiel
Ohne Sprechblasen wird‘s langweilig

Ohne Sprechblasen wird‘s langweilig

Bremen - Von Mareike Bannasch. Cäsar ist mit seiner Geduld am Ende: Noch immer ist es seinen Legionären nicht gelungen, das letzte gallische Dorf plattzumachen. Schlimmer noch: Mittlerweile macht das Gerücht die Runde, dass die Barbaren aus dem Norden gar Götter seien. Solch eine Heldenverehrung kann der Herrscher in Rom natürlich nicht zulassen und macht den unbeugsamen Galliern ein Angebot, das sie nicht ablehnen können. Sollten sie zwölf übermenschliche Aufgaben bestehen, bekommen sie alles: die Macht über das Römische Reich, den Lorbeerkranz und natürlich den Status als Götter.
Ohne Sprechblasen wird‘s langweilig
Superheld, Arzt und Hexenmeister

Superheld, Arzt und Hexenmeister

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Superheld, Arzt und Hexenmeister: Spätestens seit seinem Kinostart vergangene Woche dürfte den meisten klar sein, dass die Rede von Marvels Doctor Strange sein muss. Und während der Film einen echten Traumstart sowohl an der Kasse als auch in den Kritiken hinlegt, drängelt man sich langsam auch an den Comicregalen, um weiter- oder sich vorab schnell noch einzulesen. Das ist allerdings gar nicht so einfach: Pünktlich zum Filmstart erscheinen nämlich gleich vier neue deutschsprachige Doctor-Strange-Ausgaben, die erst einmal nichts miteinander zu tun haben, zwei ganz frische und zwei immerhin mittelalte Klassiker.
Superheld, Arzt und Hexenmeister
„Extremer kann man kaum schreiben“

„Extremer kann man kaum schreiben“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Nur noch acht Monate, dann geht Bremens Generalmusikdirektor Markus Poschner nach Linz zum dortigen Bruckner-Orchester. Bis dahin markiert jedes einzelne Konzert die zentralen Themen seiner erfolgreichen zehnjährigen Bremer Arbeit. Sonntag zieht er mit den Bremer Philharmonikern das Resumee seiner Beschäftigung mit dem Werk Richard Wagners, das seinen Höhepunkt mit einer faszinierenden Einstudierung von „Parsifal“ erreichte. Vier Stücke aus der „Götterdämmerung“ stehen auf dem Programm, dazu Alban Bergs „Drei Stücke für Orchester“ op. 6.
„Extremer kann man kaum schreiben“
Eine Sackgasse für einen Dichter

Eine Sackgasse für einen Dichter

Berlin - Von Rolf Stein. Es ist eine bezeichnende Pointe: 2009 widmete Bremen dem Schriftsteller Peter Weiss eine Straße in der Neustadt. Eine Sackgasse. Weiss, dem immerhin unter anderem 1982, kurz vor seinem Tod, der Literaturpreis der Stadt Bremen für seinen Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ verliehen wurde und der rund zehn Jahre seiner Kindheit in der Hansestadt lebte, wäre am 8. November 100 Jahre alt geworden.
Eine Sackgasse für einen Dichter
Country-Szene feiert sich selbst und Dolly Parton

Country-Szene feiert sich selbst und Dolly Parton

Nashville - Die Country-Musikszene hat sich einmal mehr selbst gefeiert: Die Verleihung der 50. Awards der Country Music Association (CMA) in Nashville geriet erwartungsgemäß zum Schaulaufen der Country-Größen.
Country-Szene feiert sich selbst und Dolly Parton
„Asterix erobert Rom“ kommt ganz ohne Sprechblasen aus

„Asterix erobert Rom“ kommt ganz ohne Sprechblasen aus

Berlin - Ein 40 Jahre alter Zeichentrickfilm mit Asterix und Obelix kommt erstmals als Heft heraus. Aufgepasst: Es ist kein Comic, sondern ein Bilderbuch - und ein Gruß aus dem Grab von Text-Genie René Goscinny.
„Asterix erobert Rom“ kommt ganz ohne Sprechblasen aus
Zeit für Taten

Zeit für Taten

Hannover - Von Jörg Worat. Wenn es den Begriff „Gebrauchsstück“ nicht schon gäbe, für Lutz Hübner müsste man ihn erfinden. Ebenso unverdrossen wie erfolgreich bringt der Berliner Autor einen Theatertext nach dem anderen heraus – und das Ergebnis ist ziemlich vorhersehbar: Stoffe am Puls der Zeit, immer unterhaltsam, manchmal etwas reißbrettartig, selten mit dem ganz großen Tiefgang und nie wirklich schlecht. Wovon man sich bei der Premiere von „Richtfest“ im Schauspielhaus Hannover einmal mehr überzeugen konnte.
Zeit für Taten
Chuck Palahniuk liefert die Fortsetzung von „Fight Club“ mit den Mitteln des Comic

Chuck Palahniuk liefert die Fortsetzung von „Fight Club“ mit den Mitteln des Comic

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Als zum Finale von „Fight Club“ die Bankenhochhäuser explodieren während im Hintergrund die Pixies laufen, sagt Edward Nortons namenlose Hauptrolle zu seiner Freundin: „Du hast mich in einer seltsamen Phase meines Lebens getroffen.“
Chuck Palahniuk liefert die Fortsetzung von „Fight Club“ mit den Mitteln des Comic
Staatsschauspiel Hannover zeigt neues Stück von Sasha Marianna Salzmann

Staatsschauspiel Hannover zeigt neues Stück von Sasha Marianna Salzmann

Hannover - Von Jörg Worat. Auf der Cumberlandschen Bühne steht ein gigantischer Totenkopf. Und damit ist das Hauptproblem der Uraufführung von Sasha Marianna Salzmanns Stück „Die Aristokraten“ vielleicht schon skizziert – hier ist so viel so dick aufgetragen.
Staatsschauspiel Hannover zeigt neues Stück von Sasha Marianna Salzmann