Ressortarchiv: Kultur

Was Bob Dylan und Shakespeare gemein ist

Was Bob Dylan und Shakespeare gemein ist

Bremen - Von Rolf Stein. Können Sie’s eigentlich noch hören? Dylan schweigt, schweigt jetzt doch nicht, hat den Literaturnobelpreis verdient, nicht verdient – oder so: Der Nobelpreis hat Dylan verdient, nicht verdient. Und dann auch noch ein Vortrag, der den Songwriter mit keinem Geringeren als William Shakespeare in Verbindung bringt. Wobei der Vorwurf der Trittbrettfahrerei, wenn überhaupt, nur dem Publikum gemacht werden könnte, dass am Sonntagabend in ziemlich genau dem Umfang zum Theater am Leibnizplatz pilgerte, um den Saal zu füllen.
Was Bob Dylan und Shakespeare gemein ist
Katharina Schmitt und das Prager Studio Hrdinu zeigen „Das Fest und die Gäste“

Katharina Schmitt und das Prager Studio Hrdinu zeigen „Das Fest und die Gäste“

Bremen - Von Tim Schomacker. Am Ende sitzen die Zuschauenden an einem großen, dunkelweiß betuchten Bankettgeviert und starren auf eine Knarre. Die Knarre ist mittig aufgepflanzt auf einem Baumstamm, der Schaft lagert auf einem Bett aus Tannenzapfen. Der Lauf zielt auf die Gäste einer abstrusen Geburtstagsfeier. Auch wenn kein Mensch in der Nähe des Abzugs ist, könnte das Ding losgehen. Einen viel zu kurzen Moment lang lässt uns der Abend allein mit dieser Ikone diverser Gewaltverhältnisse mindestens des 20. Jahrhunderts. Zu kurz um diese Ikonographie richtig ins Schwimmen zu bringen – und uns in eine Beziehung zu setzen zu diesem Ding.
Katharina Schmitt und das Prager Studio Hrdinu zeigen „Das Fest und die Gäste“
Samir Akika versammelt im Theater Bremen ein Panoptikum skurriler Gestalten

Samir Akika versammelt im Theater Bremen ein Panoptikum skurriler Gestalten

Bremen - Von Jens Laloire. Wenn irgendwo außerhalb eines Theaters oder Circus‘ ein Clown auftritt, sorgt das für Irritationen, seitdem Clowns in verschiedenen Städten ihr Unwesen treiben. Wenn jedoch ein Clown zu Beginn einer Theateraufführung auf die Bühne steigt und fünf Minuten das Publikum anstarrt, dann nehmen wir ihn als selbstverständlichen Teil der Illusionsmaschinerie wahr, die soeben angeworfen wurde. Und dennoch taugt der Clown momentan perfekt als Symbol für die Fragilität der Grenzen zwischen Realität und Illusion, die in Samir Akikas Tanzperformance „Akika X“ verhandelt wird. Die zehnte Arbeit des Hauschoreografen am Theater Bremen hat am Wochenende im Kleinen Haus Premiere gefeiert – und damit die Saison der Tanztheatersparte eröffnet.
Samir Akika versammelt im Theater Bremen ein Panoptikum skurriler Gestalten
Eine Psycho-Kiste für alle

Eine Psycho-Kiste für alle

Hamburg - Von Ute Schalz-Laurenze. Eigentlich reden alle verzweifelt aneinander vorbei: In Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ (1841/43) liebt die Kapitänstochter Senta – ein pubertäres Mädel in schwarzen Hosen, T-Shirt und Pferdeschwanz – nicht den Holländer, sondern sein Bild und ihre neurotische Vision, ihn zu erlösen. Der Holländer im schwarz-romantischen Fantasie-Anzug und schwarz umränderten Augen liebt dagegen nicht Senta, sondern die Möglichkeit der Erlösung von seinem Fluch, lebenslang auf dem Meer fahren zu müssen.
Eine Psycho-Kiste für alle
Nobelpreis: Bob Dylan bricht sein Schweigen

Nobelpreis: Bob Dylan bricht sein Schweigen

Lange hat er zur Verleihung des Literatur-Nobelpreises geschwiegen. Doch jetzt zeigt sich der US-Musiker Bob Dylan erfreut, will sogar „nach Möglichkeit“ zur Verleihung nach Stockholm reisen.
Nobelpreis: Bob Dylan bricht sein Schweigen
Bayerischer Printmedienpreis für Verleger Balle und Turi

Bayerischer Printmedienpreis für Verleger Balle und Turi

München - Hermann Balle und Peter Turi sind die großen Gewinner der Münchner Medientage. Die beiden Verleger werden mit dem Bayerischen Printmedienpreis 2016 geehrt.
Bayerischer Printmedienpreis für Verleger Balle und Turi
Erfolgreich, angesehen, vergessen

Erfolgreich, angesehen, vergessen

Delmenhorst - Von Radek Krolczyk. Hier wird Kunstgeschichte gegen den Strich gebürstet: Anstatt die übliche große Story der Kunst in der Moderne zu erzählen, die stets in der Befreiung von Farbe und Form gipfelt, wird ein scheinbar nebensächliches Motiv verfolgt. 
Erfolgreich, angesehen, vergessen
Übermaß an eigenen Ideen

Übermaß an eigenen Ideen

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Nikolaus Harnoncourt hat zu dem chinesischen Starpianisten Lang Lang und den Musikern der Wiener Philharmoniker nach der viertägigen Einspielung im Frühjahr 2014 zum Abschied gesagt: „Diese vier Tage kriegen einen goldenen Stempel!“ Verwundert war damals diese künstlerische Partnerschaft zur Kenntnis genommen worden, von der Harnoncourt beteuerte, in seinem langen Leben noch niemanden kennengelernt zu haben, der seine Anregungen und Wünsche so schnell und unmittelbar umsetze, noch während er sie ausspreche. Und der junge Pianist empfand die Aufnahmesession als einen viertägigen Meisterkurs und wünschte sich, dass Menschen, die nur eine einzige Mozart-CD besäßen, eben diese wählen sollten.
Übermaß an eigenen Ideen
Beispielloses Belcanto-Glück

Beispielloses Belcanto-Glück

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Wenn in Giacchino Rossinis berühmtester Oper „Il Barbiere di Siviglia“ der intrigante Gesangslehrer Don Basilio seine Verleumdungsarie singt, wenn er zu verstehen gibt, dass er für Geld alles macht, wenn Dokor Bartolo meint, sich aus seiner Position heraus alles erlauben zu können, wenn der Barbier in dieser Art von Gesellschaft seine Geschäfte macht – und wenn das arme, aber kluge Mündel Rosina eingesperrt ist, ist klar, dass wir uns in einer Zeit bewegen, in der jegliche Idee der Revolution verloren gegangen ist und aus einer freien Gesellschaft eine geworden ist, in der jeder nur noch den eigenen Vorteil sucht.
Beispielloses Belcanto-Glück
Literatur mit Hintergrund

Literatur mit Hintergrund

Bremen - Von Jens Laloire. Vor wenigen Wochen kündigte die Robert-Bosch-Stiftung an, dass sie nach 2017 den Adelbert-von-Chamisso-Preis nicht mehr stiften wird. Dieser Literaturpreis wird seit 1985 an Autorinnen und Autoren verliehen, deren Werk zwar in deutscher Sprache entsteht, deren Muttersprache jedoch eine andere ist. Selbstredend erhoben sich Proteststimmen nach der Ankündigung.
Literatur mit Hintergrund
Von Trauer zum ewigen Licht

Von Trauer zum ewigen Licht

Sottrum - Von Heidi Stahl. In der Sottrumer St.- Georg-Kirche brachte Johannes Kaußler mit dem Wümme-Wieste-Chor, vier Solisten und dem Projektorchester der Konzertvereinigung Wümme-Wieste Wolfgang Amadeus Mozarts letztes großes Werk, das Requiem in d-Moll, zur Aufführung.
Von Trauer zum ewigen Licht
Fantasie braucht kein Budget

Fantasie braucht kein Budget

Frankfurt/M. - Von Günter Klein. Ein Tag Buchmesse ist schon eine Herausforderung – mit Gewusel auf den Gängen, Rolltreppen und zwischen den Ständen Tausender von Verlagen. Irgendwann kommt die Klimaanlage nicht mehr an gegen die Luft in den Hallen, die Besucher flüchten sich in die Innenhöfe oder weichen aus ins Lesezelt, in dem es Jogi-Tee gegen die Dehydrierung gibt. Wenn am Wochenende nicht nur das Fachpublikum, sondern die Öffentlichkeit zugelassen ist, nimmt das Gedränge noch zu. Die Aussteller sind schon ziemlich k.o.
Fantasie braucht kein Budget
Jenseits der Nachrichten

Jenseits der Nachrichten

Worpswede - Von Mareike Bannasch. 25 Jahre ist sie jetzt her, die Unabhängigkeit der Ukraine. Ein Vierteljahrhundert, das aus dem osteuropäischen Staat ein dynamisches Land machte, zumindest bis zum Februar 2014. Damals breitete sich als Folge der Maidan-Proteste ein bewaffneter Konflikt in der Ostukraine aus, der noch immer nicht beendet ist –  trotz stetig wiederkehrender Gipfeltreffen unter deutsch-französischer Aufsicht.
Jenseits der Nachrichten
Bilder des Sommers

Bilder des Sommers

Bremen - Von Mareike Bannasch. Während die Reiterin im eleganten blauen Reitrock leichttrabend die Zügel fest im Griff hat und konzentriert nach vorne blickt, hat ihr Begleiter mehr Probleme: Sein Pferd scheint das Rauschen der Wellen nicht gewohnt zu sein, wirft nervös den Kopf nach oben und stemmt sich gegen die führende Hand des Reiters. Eine Frau zu beeindrucken, war offenbar bereits im Jahr 1902 ziemlich anstrengend.
Bilder des Sommers
Google-Projekt: Mit Sauriern auf dem Sofa

Google-Projekt: Mit Sauriern auf dem Sofa

Berlin - Von Marvin Köhnken. Ein riesiger Dinosaurier stapft ehrfurchtgebietend durchs Museum. Ein Ausstellungstrakt verwandelt sich in ein Aquarium für Urzeittiere. Und die Besucher sind mittendrin, obwohl sie sich nicht einmal in den gastgebenden Museen in Berlin oder London aufhalten müssen, sondern ebenso gut auf dem Sofa sitzen können.
Google-Projekt: Mit Sauriern auf dem Sofa
Bayern steht auf Jazz - neues Festival in Regensburg

Bayern steht auf Jazz - neues Festival in Regensburg

Regensburg - Obwohl seit Jahren totgesagt, erfreut sich die Musikrichtung Jazz verstärkt an Zulauf. In Bayern hat das Genre eine große Fangemeinde - wie die Vielzahl an Festivals zeigt: Burghausen, Ingolstadt, Nürnberg und andere. Jetzt kommt das Landesjazzfestival hinzu.
Bayern steht auf Jazz - neues Festival in Regensburg
Ausstellung über einstigen Bremer Intendanten Kurt Hübner eröffnet

Ausstellung über einstigen Bremer Intendanten Kurt Hübner eröffnet

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist etwas mehr als drei Jahre her, da fragte das Theater Bremen uns und sich selbst: „War da was?“ Der Regisseur Gernot Grünewald hatte zur Annäherung an diese Frage mit einem Ensemble recherchiert, was es mit der legendären Ära Kurt Hübner auf sich hatte, die nach Meinung nicht weniger Bremen für eine Zeit zum aufregendsten Theaterort der Republik machte.
Ausstellung über einstigen Bremer Intendanten Kurt Hübner eröffnet
„Reifrock und Mieder künden von Unfreiheit“

„Reifrock und Mieder künden von Unfreiheit“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. 1775 erschien das Schauspiel „Der tolle Tag“ von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais, eine vorrevolutionäre Provokation, die in diesem Sinne auch 1786 von Mozart vertont wurde. 1816 nahm Gioacchino Rossini das Buch zur Vorlage seiner Oper „Der Barbier von Sevilla“. Der Inhalt ist bekannt: Graf Almaviva schleicht sich als Musiklehrer in das Haus des Bartolo, der sein Mündel Rosina, auf das Almaviva es abgesehen hat, eingesperrt hält, weil er es heiraten will. Bekannt ist auch Rossinis Musik, die einen regelrechten Sog entwickelt. Heinrich Heine hörte in ihr „staatsgefährliche Triller und revolutionärrische Koloraturen“. Was diese Geschichte und die dazugehörige Musik heute bedeuten könnten, darüber sprachen wir mit dem Regisseur Michael Talke und dem Dirigenten Olof Boman, die das Werk am Theater Bremen auf die Bühne bringen.
„Reifrock und Mieder künden von Unfreiheit“
Schnörkellose Stolperstricke statt barocker Üppigkeit

Schnörkellose Stolperstricke statt barocker Üppigkeit

Oldenburg - Von Rolf Stein. Es ist immer ein bisschen problematisch, sich mit allzu hohen, womöglich präzise definierten Erwartungen einem künstlerischen Werk zu nähern. Es wird dem Streben des Künstlers an sich nach Erneuerung nicht gerecht, der sich ungern auf einer Masche ausruht. Es führt überdies zu Enttäuschungen seitens des Publikums, das sich gern in verlässlichen Ästhetiken einrichten mag.
Schnörkellose Stolperstricke statt barocker Üppigkeit
Mimimi

Mimimi

Bremen - Von Mareike Bannasch. Gerade einmal zwei Jahre ist es her, als ein knapp sechsminütiges YouTube-Filmchen sämtliche Kanäle der sozialen Medien verstopfte. Es stammt vom Poetry-Slam der Universität Bielefeld, genauer gesagt zeigt es den Beitrag der Psychologie-Studentin Julia Engelmann, die sich an der Mutlosigkeit und Lethargie der Anfang Zwanzigjährigen abarbeitet.
Mimimi
Große Gefühle auf Tour

Große Gefühle auf Tour

Bremen - Von Jens Laloire. Als Olga Martynova 2013 in einem Interview gefragt wurde, worum es in ihrem prämierten Roman „Mörikes Schlüsselbein“ gehe, fiel ihr die Antwort nicht leicht. Es gehe um Vieles, meinte die deutsch-russische Autorin schließlich, aber vor allem um die Liebe. Gleiches ließe sich nun über ihr neues Werk „Der Engelherd“ sagen, das sie am Sonntag im Rahmen der „LiteraTour Nord“ um 20 Uhr im Café Ambiente in Bremen vorstellt.
Große Gefühle auf Tour
Schwedische Akademie bekommt Bob Dylan nicht ans Telefon

Schwedische Akademie bekommt Bob Dylan nicht ans Telefon

Stockholm - Fünf Tage ist es her, dass die Jury Bob Dylan als Literaturnobelpreisträger 2016 verkündet hat. Seitdem versucht sie, den US-Sänger ans Telefon zu bekommen - vergeblich.
Schwedische Akademie bekommt Bob Dylan nicht ans Telefon
Bodo Kirchhoff erhält Deutschen Buchpreis

Bodo Kirchhoff erhält Deutschen Buchpreis

Frankfurt/Main - „Ein vielschichtiger Text“ sei Bodo Kirchhoffs Roman „Widerfahrnis“, lobt die Jury und verleiht dem Autor den Deutschen Buchpreis.
Bodo Kirchhoff erhält Deutschen Buchpreis
Knausgards „Sterben“: Exzessiv geschürft

Knausgards „Sterben“: Exzessiv geschürft

Bremen - Von Rolf Stein. Eine heitere Revue war natürlich ohnehin nicht zu erwarten. Aber dass dann Robin Sondermann ganz allein auf eine mit Flügel, Lesepult und Schreibtisch besetzte Bühne tritt, sich als Karl Ove Knausgard vorstellt und dann beginnt, aus dem Buch „Sterben“ des norwegischen Schriftstellers zu lesen – das verhieß, auch angesichts der Ankündigung als szenische Lesung, wenig kurze Weil.
Knausgards „Sterben“: Exzessiv geschürft
Zeitgemäß Zynisch

Zeitgemäß Zynisch

Oldenburg - Von Ute Schalz-Laurenze. Schon in der Pause gibt es anhaltenden Beifall, der sich nach der Aufführung zu Ovationen steigert: und das bei einer Spielzeit von dreieinhalb Stunden. Georg Friedrich Händels 1709 in Venedig uraufgeführte Oper „Agrippina“ hatte bereits das Uraufführungspublikum in einen Begeisterungstaumel versetzt, es folgten damals 27 Vorstellungen.
Zeitgemäß Zynisch
Das bisschen Opportunismus

Das bisschen Opportunismus

Oldenburg - Von Rolf Stein. Eines der meistdiskutierten Bücher der letzten Jahre war „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq, in Franreich erschienen am Tag der Pariser Anschläge vom 7. Januar 2015, denen auch ein Teil der Mitarbeiter des Satire-Magazins „Charlie Hebdo“ zum Opfer fiel. Auf dem Titelblatt der Ausgabe jenes Tages: Houellebecq.
Das bisschen Opportunismus
Jungfernblut hilft nicht gegen Liebeskummer

Jungfernblut hilft nicht gegen Liebeskummer

Oldenburg - Von Mareike Bannasch. Sie wütet, schreit, tobt. Schmettert Gegenstände an die Wand und verlangt im Winter nach Brombeertorte, die es natürlich nicht gibt. Vielleicht ein Grund, warum sie so wütend ist, wer weiß. Eines ist aber klar, dieses ohrenzerstörend kreischende Persönchen ist nicht irgendeine eine Gräfin, ganz im Gegenteil. Sie ist Erzsébet Báthory, eine der mächtigsten Frauen Ungarns. Eine, die auf Augenhöhe mit den Männern im Staate agiert, eine, die dazu auch noch ziemlich reich ist und schön. Schön? Nun, das ist ja zum Glück Ansichtssache.
Jungfernblut hilft nicht gegen Liebeskummer
Krise und Klang

Krise und Klang

Kinshasa - Von Rolf Stein. Es kriselt in der Demokratischen Republik Kongo: Präsident Joseph Kabila, Nachfolger seines von 1997 bis 2001 amtierenden Vaters, der seinerseits den langjährigen Diktator Mobutu stürzte, will nicht zurücktreten, obwohl er das laut Verfassung müsste.
Krise und Klang
Briefe an Anne: Mitterrand schrieb seiner Geliebten

Briefe an Anne: Mitterrand schrieb seiner Geliebten

Paris - Sie sei sein "Schatz aller Schätze": Ein neues Buch verspricht Seufzer. Mitterrand hat seiner heimlichen Geliebten Liebesbriefe geschrieben. In "Lettres à Anne, 1962-1995"sind sie nun gesammelt.
Briefe an Anne: Mitterrand schrieb seiner Geliebten
Literaturnobelpreis geht an Musiker Bob Dylan

Literaturnobelpreis geht an Musiker Bob Dylan

Stockholm - Sänger und Songwriter Bob Dylan erhält den Literaturnobelpreis. Die Jury lobt seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Song-Tradition.
Literaturnobelpreis geht an Musiker Bob Dylan
Literaturnobelpreisträger Dario Fo ist tot

Literaturnobelpreisträger Dario Fo ist tot

Literaturnobelpreisträger Dario Fo ist gestorben. Das teilen italienische Medien am Donnerstag mit. Er hatte die Auszeichnung 1997 erhalten. Heute wird der diesjährige  Literaturnobelpreisträger bekanntgegeben.
Literaturnobelpreisträger Dario Fo ist tot
Punk für Fortgeschrittene

Punk für Fortgeschrittene

Köln - Von Rolf Stein. Das Schöne am Punk-Jubiläum ist, dass man es eine ganze Weile lang feiern kann. Weil niemand mit Bestimmtheit sagen kann, wann er über die Welt kam. War es im Frühjahr 1976, als die Ramones ihr ikonisches Debüt veröffentlichten? War es etwas später im gleichen Jahr, so im November, als die Sex Pistols „Anarchy In The U.K.“ ausriefen?
Punk für Fortgeschrittene
Alize Zandwijks „Der gute Mensch von Sezuan“ im Theater am Goetheplatz

Alize Zandwijks „Der gute Mensch von Sezuan“ im Theater am Goetheplatz

Bremen - Von Rolf Stein. Immer gern genommen, „Der gute Mensch von Sezuan“. Und wohl nicht nur, weil das, was uns der Autor damit sagen will, Anlass und Grundlage nicht verloren hat: Armut, Ausbeutung, Konkurrenz, Unterdrückung. Und das keineswegs nur in fernen Landen, die uns gleichwohl angehen. Die einschlägigen Zahlen von dem einen Prozent, das mehr Vermögen besitzt als der Rest der Welt zum Beispiel, kennt jeder.
Alize Zandwijks „Der gute Mensch von Sezuan“ im Theater am Goetheplatz
Kunst, Literatur, Genuss: Kulturmagazin Fresko ist online

Kunst, Literatur, Genuss: Kulturmagazin Fresko ist online

München - Kultur- und Kunstgenießer können ab sofort auch online auf das beliebte Kulturmagazin Fresko zugreifen. Die Webseite bietet ein spannendes Sammelsurium an Artikeln von Architektur bis Literatur.
Kunst, Literatur, Genuss: Kulturmagazin Fresko ist online
Künstlerdorf Worpswede erfindet sich mit Fotofestival „RAW“ neu

Künstlerdorf Worpswede erfindet sich mit Fotofestival „RAW“ neu

Worpswede - Von Ulla Heyne. „Klotzen statt Kleckern“: das haben sich die Organisatoren des ersten Fotofestivals in Worpswede auf die Fahnen geschrieben. Schon mit dem Titel ihres gut vierwöchigen Veranstaltungs-Kaleidoskops zeigen Jürgen Strasser und Rüdiger Lubricht, wohin die Reise in die für die ehemalige Künstlerkolonie neuen Gefilde der Fotokunst geht – steht „RAW“ doch für ein Dateiformat, das vor allem von Profis benutzt wird.
Künstlerdorf Worpswede erfindet sich mit Fotofestival „RAW“ neu
Happy End mit Schuss

Happy End mit Schuss

Bremen - Von Rolf Stein. Bremen hat als Musicalstadt eine recht gemischte Bilanz vorzuweisen, man denke an das Musicaltheater, das dann doch zum Gastspielhaus umfunktioniert werden musste. Man denke auch an den grandios gescheiterten Versuch des Intendanten Hans-Joachim Frey mit „Marie Antoinette“ dem Theater Bremen ein neues Publikum zu erschließen.
Happy End mit Schuss
Zwei Bilderbücher erforschen Werk und Wesen des Hieronymus Bosch

Zwei Bilderbücher erforschen Werk und Wesen des Hieronymus Bosch

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Einen Ketzer hat man ihn genannt und einen Wahnsinnigen, Stammvater der Surrealisten, Psychonaut auf Hexendrogen. Oder ganz anders: War Hieronymus Bosch eher biederer Moralist und religiöser Untergangsprophet? Die 500 Jahre seit dem Tod der niederländischen Malers haben kaum gesichertes Wissen hervorgebracht, dafür aber eine beispiellose Freude am Spekulieren. Besonders im 20. Jahrhundert haben sich Kunst, Theorie und Pop geradezu überboten darin, illustre Geheimnisse über den Künstler und seine Werke zu ersinnen.
Zwei Bilderbücher erforschen Werk und Wesen des Hieronymus Bosch
Laut ist nicht gleich intensiv

Laut ist nicht gleich intensiv

Hannover - Die Heimat ist desolat geworden – da suchen die Menschen ihr Glück in der Fremde. Klingt vertraut? Schon, doch muss man für ein solches Szenario gar nicht unbedingt das Hier und Heute bemühen. Luchino Visconti machte aus dieser Grundsituation 1960 in seinem Film „Rocco und seine Brüder“ eine inneritalienische Angelegenheit. Hannovers Schauspielintendant Lars-Ole Walburg wiederum hat den Stoff auf die Bühne gebracht; die Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen hatte dort im Juni und jetzt in Hannover Premiere.
Laut ist nicht gleich intensiv
Opernstar aus der Provinz: Echo Klassik für Sopranistin Karg

Opernstar aus der Provinz: Echo Klassik für Sopranistin Karg

Mailand, Salzburg, Chicago, London - die Sopranistin Christiane Karg singt auf den großen Bühnen der Welt. Zwischendurch kehrt sie immer wieder in ihre fränkische Heimatstadt Feuchtwangen zurück. Jetzt bekommt die 36-Jährige zum zweiten Mal den Echo Klassik verliehen.
Opernstar aus der Provinz: Echo Klassik für Sopranistin Karg
Arm, aber sexy

Arm, aber sexy

Kapstadt - Von Rolf Stein. Die knallbunte, pupsgut gelaunte Krawall-Truppe Die Antwoord ist zurück – Skandal inklusive: Im Video zu „Banana Brain“, der ersten Single ihres neuen Albums „Mount Ninji And Da Nice Time Kid“, Mitte September erschienen, nehmen sie sich den wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp verurteilten Sportler Oscar Pistorius vor.
Arm, aber sexy
Elizabeth Huffman spielt „The Re-Imagining of French Gray by the Displaced Woman“

Elizabeth Huffman spielt „The Re-Imagining of French Gray by the Displaced Woman“

Bremen - Von Rolf Stein. Als Walter Benjamin einst den berühmten Satz schrieb: „Es ist niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein“, da meinte er gewiss nicht nur jene Kunst, die Gewaltverhältnisse verleugnet, indem sie die Probleme der Welt hinter rosaroten Herzenswallungen verschwinden lässt.
Elizabeth Huffman spielt „The Re-Imagining of French Gray by the Displaced Woman“
Die Böttcherstraße zeigt Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker

Die Böttcherstraße zeigt Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker

Bremen - Von Rolf Stein. Es ist die erste große Ausstellung, die Frank Schmidt, der neue Direktor der Museen Böttcherstraße verantwortet. Konzeptionell steht „Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker“ dabei in einer losen Reihe von Schauen, in denen die Namenspatin des Hauses mit anderen Künstlern konfrontiert wird.
Die Böttcherstraße zeigt Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker
Silberhochzeit in Moll

Silberhochzeit in Moll

Bremen - Von Rolf Stein. 1993 erschien mit „Luder, Samba und Tavernen“ das erste Demo einer Mülheimer Band mit dem eigentümlichen Namen Bohren & der Club Of Gore, in dem sich bereits ein Hang zum Hybriden ausdrückt, der sich auf inhaltlicher wie oberflächlicher Ebene fortsetzte: „Schwarzer Sabbat für Dean Martin“ hieß eine frühe Single, „Mitleid Lady“ eine andere – wer dächte da nicht an die unsägliche Schmonzette „Midnight Lady“.
Silberhochzeit in Moll
Die Erfolgskomödie „Der Vorname“ feiert Premiere in Bremerhaven

Die Erfolgskomödie „Der Vorname“ feiert Premiere in Bremerhaven

Bremerhaven – Viel braucht es manchmal nicht, um eine Geschichte zu erzählen, die in ganz unspektakulärer Konstellation eine ganze Menge über unsere Gesellschaft erzählt und dabei bestens unterhält. Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière haben mit dem Stück „Der Vorname“ eine der erfolgreichsten Gesellschaftskomödien der letzten Jahre geschrieben, die mittlerweile auch auf zahlreichen deutschen Bühnen zu sehen war.
Die Erfolgskomödie „Der Vorname“ feiert Premiere in Bremerhaven
Joy Fielding zieht im neuen Krimi Parallelen zu Maddie McCann

Joy Fielding zieht im neuen Krimi Parallelen zu Maddie McCann

München - Thriller-Autorin Joy Fielding hat weltweit Millionen Bücher verkauft. Für ihren neuesten Roman hat sie sich vom Fall Maddie McCann inspirieren lassen. Ob auch das Oktoberfest ein Ort für einen Thriller sein könnte?
Joy Fielding zieht im neuen Krimi Parallelen zu Maddie McCann
Am Ende der Kindheit

Am Ende der Kindheit

Bremen - Von Jan-Paul Koopmann. Ist das Kind krank, dann leiden seine Eltern mindestens mit. Und solch ein Mitgefühl ist ja auch erst einmal eine wundervolle Sache, bis die Empathie irgendwann in Selbstmitleid umschlägt. Oder schlimmer noch: in Wut. Das Bremer Schürschuh Theater erzählt so eine Geschichte mit seiner neuen Produktion „Anders“. Als Bühnenstück, das jugendliche und erwachsene Zuschauer gleichermaßen ansprechen soll. Der Versuch liegt nahe, wo doch ohnehin die ganze Familie mit drinsteckt in der Misere. Bemerkenswert ist trotzdem, wie ausgesprochen gut das gelungen ist.
Am Ende der Kindheit
Dirigent Sir Neville Marriner gestorben

Dirigent Sir Neville Marriner gestorben

Eine unscheinbare Kirche am Trafalgar Square in London ist Namensgeber des berühmten Orchesters Academy of St. Martin in the Fields. Der Gründer Neville Marriner starb jetzt mit 92 Jahren.
Dirigent Sir Neville Marriner gestorben