Ressortarchiv: Kultur

Da purzeln sie, die Daten

Da purzeln sie, die Daten

Bremen - Von Mareike Bannasch. Wer in letzter Zeit in der Londoner U-Bahn unterwegs gewesen ist, wird sie vermutlich gehört haben: eine monotone, freundliche Stimme, die vor einem „Card Clash“ warnt. Card Clash? Greifen sich nach den Maschinen nun auch die Karten an? Nicht wirklich, vielmehr ist ein technischer Fehler Grund für diese Durchsage.
Da purzeln sie, die Daten
Die Befreiung des Schlagzeugs

Die Befreiung des Schlagzeugs

Bremen - Von Rolf Stein. Klar, so imposant wie auf dem Foto nebenan war die Kulisse nicht, als Martin Grubinger am Dienstagabend in der Glocke auftrat. Dafür gab es aber wesentlich mehr Trommeln zu sehen. Und nicht nur das: Pauken, Vibraphone, Xylophone, Gongs und Becken, sogar Töpfe und Pfannen waren auf der Bühne aufgebaut, auf der schließlich noch zwei Flügel standen.
Die Befreiung des Schlagzeugs
Honigsüßes Knirschen

Honigsüßes Knirschen

Amherst - Von Rolf Stein. Es ist ein bisschen wie nach Hause zu kommen, wenn man das neue Album von Dinosaur jr. auflegt. Alles ist im Grunde an seinem alten Platz, das Mobiliar wirkt vielleicht ein wenig in die Jahre gekommen, und zumindest hat sich draußen die Welt weitergedreht, interessiert sich eher für anderes. Aber doch ist es schön, dass manches bleibt. Vor allem, wenn es einst so wichtig war. Wo wären wir schließlich, hätte nicht eines Tages ein gewisser Joseph Donald Mascis, den alle Welt nur J nennt, mit Lou Barlow und einem Herren, den wir nur als Murph kennen, honigsüße Melancholie in unwiderstehlich lärmende Gitarren eingelegt? Keine Pixies, kein Nirvana – keine Frage.
Honigsüßes Knirschen
Die Flöte aus den Trümmern

Die Flöte aus den Trümmern

Bremen - Von Mareike Bannasch. Mehr als fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich die Menschen in Syrien, inspiriert von den Bildern des Arabischen Frühlings, gegen ihren Präsidenten Baschar al-Assad erhoben. Doch wie das mit autokratischen Herrschern so ist: Es dauerte nicht lange, bis sich der Machthaber in Damaskus der Durchschlagskraft seiner Streitkräfte erinnerte – der Beginn eines Bürgerkrieges, dem Schätzungen zufolge bisher rund eine halbe Million Menschen zum Opfer gefallen sind. Ganz zu schweigen von den Hunderttausenden, die seit 2011 in Europa Zuflucht gesucht haben.
Die Flöte aus den Trümmern
Der Himmel hängt voller Eiszapfen

Der Himmel hängt voller Eiszapfen

Bremen - Von Rolf Stein. Der Weg ins ewige Eis scheint heute attraktiver denn je, auch als touristische Option. Wer weiß schon, wie lange es das noch zu sehen gibt. Auch Daniel Kötter, Filmemacher sowie Musiktheater-Regisseur, und der Komponist Hannes Seidl haben sich auf den Weg Richtung ewiges Eis gemacht, genauer: ans Nordkap. Ausgerechnet dort nach der Liebe zu suchen, scheint im engeren Wortsinn abwegig. Es ist ein einsamer Ort, das nächste Dorf weit weg. Der Film, den die beiden Künstler mitgebracht haben, bildet den szenischen Hintergrund für ihre im März in Berlin uraufgeführte Musiktheater-Performance „Liebe“, die am Samstag und Sonntag in der Schwankhalle in Bremen gezeigt wurde. Zu sehen ist ein Mann, der durch den Schnee stapft. Das Ziel: zunächst unbekannt.
Der Himmel hängt voller Eiszapfen
In romantischen Ruinen

In romantischen Ruinen

Bremen - Von Rolf Stein. Gleich zwei Stimmen waren krankheitsbedingt ausgefallen, darunter Olga Peretyatko, die am Sonntag die Amenaide in Gioacchino Rossinis „Tancredi“ singen sollte. Immerhin: Namhafter Ersatz wurde rechtzeitig gefunden.
In romantischen Ruinen
Morbide bis in den Untergang

Morbide bis in den Untergang

Oldenburg - Von Corinna Laubach. Die Jungfernfahrt von Southampton nach New York im April 1912 sollte das größte Ereignis der damals modernen Schifffahrt werden. Aus der Überfahrt voller Glanz und Gloria wurde indes eine furchtbare Katastrophe. Die RMS „Titanic“ rammte einen Eisberg, ging unter, und nur rund 700 der 2 200 Menschen an Bord konnten gerettet werden. Es gibt Dokumentationen, ein Musical, Camerons großes Hollywood-Spektakel und jetzt auch eine neue Bühnenfassung. Am Staatstheater Oldenburg feiert „Titanic“ jetzt eine überzeugende Uraufführung – und kann tatsächlich noch mit neuen Theorien aufwarten.
Morbide bis in den Untergang
Äh, öhm, ne

Äh, öhm, ne

Oldenburg - Von Rolf Stein. Schon blöd: Die Fantasie erlaubt Blicke in die fernste Zukunft – aber zugleich weiß der Mensch, dass er dann schon tot ist. Wofür all das Lernen, Erleben, Rackern? Sich zu verewigen, ist ein alter Traum der Menschheit. Wer nicht an die Verheißungen der diversen Religionen glaubt, kommt unter Umständen auf andere Ideen. Ein Buch schreiben, einen Apfelbaum pflanzen. Kinder kriegen. Etwas erschaffen, was ihn überdauert. Das Problem dabei: Es ist doch eher ungewiss, ob auch nur irgendetwas davon funktioniert.
Äh, öhm, ne
Zeitungsverlag muss keinen Rundfunkbeitrag zahlen

Zeitungsverlag muss keinen Rundfunkbeitrag zahlen

München - Auch Zeitungsverlage müssen Rundfunkbeitrag zahlen. Aber es gibt Ausnahmen, wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof nun entschieden hat.
Zeitungsverlag muss keinen Rundfunkbeitrag zahlen
Nicht nichts

Nicht nichts

Bremen - Von Radek Krolczyk. Knapp und prägnant ist der Titel der neuen Ausstellung des Künstlerhauses Bremen: „Das Loch“. Statt der zu erwartenden Leere erfährt man allerdings eine unglaubliche Fülle. Nicht nur, dass ein Loch keinesfalls mit einem Nichts zu verwechseln wäre. Es hat, was oft verdrängt wird, immer eine Gestalt, eine Tiefe, einen Rand. Aber auch die Ausstellung selbst hat mit der Leere, die man mit einem Loch assoziiert, nichts zu tun. Ganz im Gegenteil ist die Galerie angefüllt mit allerlei Bildern, Plastiken, Screens und Vitrinentischen – mit Gestalt, Tiefe und Rand.
Nicht nichts
Das dicke Kind in uns

Das dicke Kind in uns

Bremen - Von Rolf Stein. Es könnte eine Szene aus einem James-Bond-Film sein: Der geheimnisvolle Doktor Bärfuß flieht auf Skiern einen Hang in majestätischer Bergwelt hinunter, die Polizei ihm dicht auf den Fersen. 
Das dicke Kind in uns
So tun als ob: Luftgitarren-WM in Finnland

So tun als ob: Luftgitarren-WM in Finnland

Oulu - Bei der Luftgitarren-Weltmeisterschaft in Finnland haben die Teilnehmer einer Qualifikationsrunde für das Finale am Freitag noch einmal alles gegeben.
So tun als ob: Luftgitarren-WM in Finnland
Katharina Wagner verteidigt Live-Übertragungen

Katharina Wagner verteidigt Live-Übertragungen

Bayreuth - Die Leiterin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, hat die Kino- und TV-Übertragungen der Inszenierungen vom Grünen Hügel verteidigt.
Katharina Wagner verteidigt Live-Übertragungen
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt in Bremen

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt in Bremen

Bremen - Von Wolfgang Denker. Es war ein opulentes Menü, welches das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB) und sein Dirigent Vladimir Jurowski da serviert hatten. Als Vorspeise gab es die Sinfonie Nr. 38 KV 504 (die „Prager“ Sinfonie) von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Sinfonie hat nur drei Sätze. Den ersten nahm Jurowski mit schicksalsschwerer Gewichtung und leitete sie mit wuchtigen Orchesterschlägen ein. 
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt in Bremen
Es geht auch ohne den Alten

Es geht auch ohne den Alten

Bremen - Von Rolf Stein. Eine ganze Spielzeit ohne Shakespeare-Premiere? Und das bei der Bremer Shakespeare Company? Doch, doch, das gibt es. Und mal abgesehen davon, dass natürlich weiterhin Werke des Hausdichters im Repertoire zu sehen sind, bedeutet das erstens keine Shakespeare-freie Zeit. Und zweitens bietet das Programm der neuen Spielzeit Gelegenheit, ein Theater dabei zu beobachten, wie es sich gleichsam neu erfindet.
Es geht auch ohne den Alten
Sternstunden des Gesangs

Sternstunden des Gesangs

Oldenburg - Von Ute Schalz-Laurenze. Der italienischen Belcanto-Oper wird regelmäßig unterstellt, es handle sich bei ihr um sängerisch zwar höchst anspruchsvolle, aber ansonsten eher nicht so dolle Musik, die zudem noch mit eher schwachen Textbüchern daherkommt.
Sternstunden des Gesangs
Tropfenweise Kunst

Tropfenweise Kunst

Bremen - Von Radek Krolczyk. Es hängt zentral an einer der hinteren Wände der Ausstellungsräume der GAK – Gesellschaft Für Aktuelle Kunst: ein sechs Meter langes und in dunklen Farben gemaltes Wandgemälde des dänischen Künstlers Ib Geertsen. Über die Fläche des Bildes sind geometrische Flächen verteilt, die wirken, als seien sie ineinander verzahnt.
Tropfenweise Kunst
Rauchen und Reden wie auf dem Dorfplatz

Rauchen und Reden wie auf dem Dorfplatz

Bremen - Von Radek Krolczyk. Im nächsten Jahr unternimmt der Bremer Künstler Pio Rahner im Rahmen des Projekts „Bremer Kunst Satellit“ eine Reise nach Burkina Faso. Unter diesem Titel schickt die Bremerin Ursula van den Busch seit 2002 Bremer Künstler und Kuratoren ins Ausland. Nach Ägypten oder in die Türkei zum Beispiel. Als Bremer Satelliten realisieren sie dort eine künstlerische Arbeit – und bringen diese wieder zurück nach Bremen, mal in Form einer Ausstellung, mal als Buch oder in einer anderen Form.
Rauchen und Reden wie auf dem Dorfplatz
Alte Meister wie neu

Alte Meister wie neu

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Das Musikfest im Glück – davon kann man eigentlich in jedem Jahr berichten: Die diesjährige Eröffnung lud am Samstagabend zu insgesamt 27 Konzerten an neun Spielstätten ein, bei bestem Wetter und effektvoller Beleuchtung des historischen Bremer Marktplatzes durch den Lichtdesigner Christian Weißkircher.
Alte Meister wie neu
Musik-Legende Herb Alpert: Keine Lust auf Ruhestand

Musik-Legende Herb Alpert: Keine Lust auf Ruhestand

Malibu - Seit den frühen 1960er Jahren steht der amerikanische Trompeter Herb Alpert für entspannte Wohlfühlmusik - ein Sound, der ihm über 70 Millionen verkaufte Tonträger und neun Grammys bescherte. Dabei ist Musik nur eine von vielen Facetten des 81-jährigen Künstlers.
Musik-Legende Herb Alpert: Keine Lust auf Ruhestand
Eine Kiste voller Orgeln

Eine Kiste voller Orgeln

HANNOVER - Von Jörg Worat. Natürlich hat die Welt schon mancherlei Kompilationen mit Orgelmusik gesehen. Die 50-CD-Box „500 Years of Organ Music“ hat indes eine ganze Reihe Besonderheiten und bietet neben der einen oder anderen Fragwürdigkeit etliche Pluspunkte. Zu diesen gehört nicht zuletzt und für manchen Interessenten vielleicht sogar in vorderster Front der Preis – das Label Brilliant Classics pflegt den schönen Brauch, äußerst erschwingliche Veröffentlichungen herauszubringen.
Eine Kiste voller Orgeln
Kamasi Washington kennt keine Gnade

Kamasi Washington kennt keine Gnade

Hamburg - Von York Schaefer. Er war der Shooting Star des Jazz im vergangenen Jahr, der Liebling des Feuilleton, für sein voluminöses Dreistunden-Album „The Epic“ wurde er zu Recht mit Lob und Preisen überhäuft. Kamasi Washington, Tenorsaxophonist aus South Central, Los Angeles, wurde nichts Geringeres als die Zukunft des Jazz zugeschrieben, der 35-Jährige gilt als Mittler zwischen den Welten aus Funk, Soul, Hip Hop, elektronischer Musik und einem interessanterweise eher traditionsbewussten, in die sechziger und siebziger Jahre zurückblickenden Jazz.
Kamasi Washington kennt keine Gnade
Gewohnt unberechenbar

Gewohnt unberechenbar

Bremen - Von Rolf Stein. Pirkko Husemann, seit gut einem Jahr künstlerische Leiterin der Schwankhalle, macht gar keinen Hehl daraus, dass der Publikumszuspruch, den ihr Haus in der vergangenen Spielzeit genoss, mehr als zu wünschen übrig lässt.
Gewohnt unberechenbar
„Ich wollte Papst werden“

„Ich wollte Papst werden“

Hannover - Von Jörg Worat. Ein neuer Generalmusikdirektor – und doch ein alter Bekannter: Ivan Repusic, der zur kommenden Spielzeit sein Amt an der hannoverschen Staatsoper antritt, hat dort von 2010 bis 2013 bereits als 1. Kapellmeister gewirkt. Im Gespräch äußert sich der 38-Jährige unter anderem über Puccini, Berlioz und HipHop.
„Ich wollte Papst werden“
Ewig junge Country-Königin: Dolly Parton mit neuem Album

Ewig junge Country-Königin: Dolly Parton mit neuem Album

Nashville - Keine Spur von Altersmüdigkeit: Dolly Parton zeigt auf ihrem neuen Album „Pure&Simple“, dass sie immer noch die Königin der Country-Musik ist.
Ewig junge Country-Königin: Dolly Parton mit neuem Album
Komm zurück in den Alltag

Komm zurück in den Alltag

Bremen - Von Rolf Stein. Sie sollten eigentlich schon im November vergangenen Jahres im Aladin auftreten. Aber dann geschah das Unvorstellbare: Terroristen stürmten das Konzert der Eagles Of Death Metal am 13. November im Pariser Club Bataclan, schossen um sich und töteten 89 Menschen.
Komm zurück in den Alltag
Honneurs für Honoré

Honneurs für Honoré

Oldenburg - Von Klaus Eilers. Das Casablanca-Kino war gestern ordentlich gefüllt. Dabei gab es keinen Film zu sehen: Torsten Neumann, Chef des Filmfests Oldenburg, hatte zur Pressekonferenz eingeladen. Der Andrang spiegelt das wachsende Interesse an der 23. Ausgabe des fünftägigen Festivals, das am 14. September startet. Zu sehen sind 45 Lang- und 15 Kurzfilme. Die Retrospektive ist diesmal dem Filmemacher Christophe Honoré gewidmet, der auch pesönlich anwesend sein wird.
Honneurs für Honoré
Das Gleiche anders machen

Das Gleiche anders machen

Bremen - Von Radek Krolczyk. „Musee d‘ art moderne a vendre por cause de faillite”: Museum für moderne Kunst auf Grund von Konkurs zu verkaufen – eine Parole die Marcel Broodthaers 1970 ausgab. Davon leitet sich der Titel der Ausstellung ab, die das in der Weserburg beheimatete Studienzentrum für Künstlerpublikationen nun seinem Werk widmet. Zu sehen sind Bücher und Plakate, aber auch Filme des 1924 in Brüssel geborenen Dichters und Künstlers.
Das Gleiche anders machen
Vom Dichten beim Schafehüten

Vom Dichten beim Schafehüten

Bremen - Von Radek Krolczyk. Was macht ein Gedicht in einem Museum? Es sieht aus. Vielleicht ist das die Bedingung: Um ins Museum zu kommen, muss ein Gedicht aussehen. Klar: Gedichte sehen meistens irgendwie aus. Sie sind gesetzt, gedruckt und in einer bestimmten Form publiziert. Für die Kunst aber wird ein Gedicht erst interessant, wenn die Form des Satzes, des Druckes oder der Publikation auf experimentelle Weise entsteht und selbst Thema wird.
Vom Dichten beim Schafehüten
Weltkrieg ist kein Kinderspiel

Weltkrieg ist kein Kinderspiel

Hannover - Von Rolf Stein. Von draußen donnert es an die Wände des slowakischen Waggons, in dessen Dunkel wir sitzen. Es ruckelt, dann bewegt sich der Zug stoßweise Meter weiter. Außer, dass es nach Kaliningrad gehen soll, wissen wir nichts über die Reise. Ohnmächtig, ausgeliefert. Zum Glück ist es nur Theater.
Weltkrieg ist kein Kinderspiel
"A Summer's Tale" in Luhmühlen - der Samstag

"A Summer's Tale" in Luhmühlen - der Samstag

Mit starken Auftritten von Parov Stellar, Boy und Olli Schulz und einigen Sonnenstrahlen ging am Samstag das "A Summer's Tale" zuende, das als kältestes Festival im August in die Annalen von Veranstalter fkp scorpio eingehen wird. - hey
"A Summer's Tale" in Luhmühlen - der Samstag
Liebe und ein schales Gefühl

Liebe und ein schales Gefühl

Luhmühlen - Von Ulla Heyne. So viel Liebe – „das hält man ja nicht aus“, so das Fazit eines Festivalkenners nach vier Tagen „A Summer’s Tale“ in Luhmühlen. Das Musik- und Kulturspektakel auf dem Reitplatz mitten in der pünktlich blühenden Lüneburger Heide ist anders – gleich nur der Regen, den es mit vielen Festivals dieses Sommers gemeinsam hat.
Liebe und ein schales Gefühl
Verona im Nieselregen

Verona im Nieselregen

Bremen - Von Wolfgang Denker. „Vom Wetter reden wir nicht, aber heute soll die sternschnuppenreichste Nacht des Jahres sein“, sagte Albert Schmitt, Geschäftsführer der Kammerphilharmonie, am Freitag zu Beginn des „Sommers in Lesmona“.
Verona im Nieselregen
"A Summer‘s Tale" in Luhmühlen - der Freitag

"A Summer‘s Tale" in Luhmühlen - der Freitag

Am dritten Tag des „A Summer‘s Tale“-Festivals bei Lüneburg mischten die 17 Hippies, Fat Freddy‘s Drop und Noel Gallagher das Tanzvolk vor den Bühnen auf. Andere Besucher lauschten Autoren wie Christoph Karrasch oder Frank Witzel oder versuchten sich in Finger Knitting, Lachyoga oder Qi Gong.
"A Summer‘s Tale" in Luhmühlen - der Freitag
Ein Friese in Algerien

Ein Friese in Algerien

Worpswede - Von Rolf Stein. Seit mehr als zehn Jahren habe er das Thema Hark Olufs schon herumliegen gehabt, sagt der Regisseur und Schauspieler Oliver Peuker, der mit seiner Cosmos Factory in den letzten Jahren vorwiegend auf Worpsweder Stoffe abonniert war, zuletzt mit einem vor Ort inszenierten Stück über den dortigen Niedersachsenstein und dessen nicht immer über jeden Zweifel erhabene Geistesgeschichte.
Ein Friese in Algerien
Wo bleibt die Vernunft?

Wo bleibt die Vernunft?

Ottawa - Von Marvin Köhnken. „Die ehrliche Suche nach der Wahrheit erfordert, dass wir die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass alles, was wir als wahr und wertvoll erachten, in Wirklichkeit falsch sein könnte.“ Bumms! Diese Worte schreibt ein Moslem, der ernsthafte Zweifel daran hegt, ob der Islam, wie er heute oft gepredigt wird – bestimmend, allumfassend, unfehlbar – das richtige ist für einen jungen Mann des 21. Jahrhunderts.
Wo bleibt die Vernunft?
„A Summer`s Tale!“ in Luhmühlen - der Donnerstag

„A Summer`s Tale!“ in Luhmühlen - der Donnerstag

Am regnerischen zweiten Tag des „A Summer´s Tale“-Festivals in Luhmühlen spielte sich das Geschehen vor allem in den Zelten und vor der Bühne ab. Dort waren unter anderem Thees Uhlman, Sigur Ros, Friska Viljor und Glen Hansard zu erleben.
„A Summer`s Tale!“ in Luhmühlen - der Donnerstag
"A Summer`s Tale" in Luhmühlen - der Donnerstag

"A Summer`s Tale" in Luhmühlen - der Donnerstag

Am regnerischen zweiten Tag des “A Summer´s Tale”-Festivals in Luhmühlen spielte sich das Geschehen vor allem in den Zelten und vor der Bühne ab. Dort waren unter anderem Thees Uhlman, Sigur Ros, Friska Viljor und Glen Hansard zu erleben.
"A Summer`s Tale" in Luhmühlen - der Donnerstag
Premiere von Gounods "Faust": Vom Schweiße befreit

Premiere von Gounods "Faust": Vom Schweiße befreit

"Faust" als Samstagabendshow: Clean und sorgsam arrangiert war die Premiere von Gounods "Faust" bei den Salzburger Festspielen, inszeniert von Reinhard von Thannen und dirigiert von Alejo Pérez.
Premiere von Gounods "Faust": Vom Schweiße befreit
Wundersame Kunst-Pointen

Wundersame Kunst-Pointen

Hamburg - Von Rolf Stein. Im Grunde ist Kampnagel natürlich das ganze Jahr über eine gute Adresse für Theater, Musik, Kunst. Aber während anderswo die Theater erst langsam aus dem Urlaubsbetrieb erwachen, feiert man dort mit einem hochkarätigen, facettenreichen und immer wieder überraschenden Programm ein Internationales Sommerfestival.
Wundersame Kunst-Pointen
Nachhaltiger Wandel durch Abschottung

Nachhaltiger Wandel durch Abschottung

Syke - Von Rolf Stein. Was Nachhaltigkeit eigentlich genau ist, darüber streiten sich die Gelehrten. Grob versteht man darunter, die Herstellung oder Wahrung einer gewissen Stabilität und nicht zuletzt den Erhalt von Regenerationsfähigkeit.
Nachhaltiger Wandel durch Abschottung
„A Summer’s Tale“: Ein Fest mit Niveau

„A Summer’s Tale“: Ein Fest mit Niveau

Luhmühlen - Musik, Workshops und Lesungen. Das "A Summer's Tale" ist kein gewöhnliches Festival. Dem Veranstalter FKP Scorpio geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Entspannung und insgesamt ein Fest mit Niveau und kulturellem Anspruch.
„A Summer’s Tale“: Ein Fest mit Niveau
"A Summer`s Tale" in Luhmühlen - der Auftakt

"A Summer`s Tale" in Luhmühlen - der Auftakt

Zum Auftakt des zweiten "A Summer`s Tale"-Festivals in Luhmühlen erlebten rund 8.000 Besucher bei herbstlichen Temperaturen Workshops, Lesungen, Theater und Konzerte unter anderem von Heather Nova und Garbage.
"A Summer`s Tale" in Luhmühlen - der Auftakt
Hello, Dolly!

Hello, Dolly!

Merzig - „The bigger the hair, the closer to God“ – je höher das Haar, desto näher bei Gott. Das ist einer dieser Sprüche, für die man Dolly Parton liebt, jene Country-Ikone, die gern mit ihren Schönheitsoperationen kokettiert. In diesem Jahr veröffentlicht die 70-Jährige ein neues Album. Und in Merzig feiert das Musical „9 to 5“ deutsche Erstaufführung, für das Parton die Musik geschrieben hat.
Hello, Dolly!
„Ein Fleck kann etwas von spontaner Befreiung haben“

„Ein Fleck kann etwas von spontaner Befreiung haben“

Bremen - Von Radek Krolczyk. „Arme Sammler“, das mag vor allem im Zusammenhang mit Kunst zunächst merkwürdig klingen. Denn Kunst ist teuer, ihre Sammler sind deshalb in der Regel eher wohlhabend. Derzeit firmiert unter diesem Titel in Bremen eine Ausstellung der beiden Kunstsammler Andreas Koch und Peter Funken. Funken, Kurator und Autor, stand uns Rede und Antwort.
„Ein Fleck kann etwas von spontaner Befreiung haben“
Bedrohte Blüten aus Afrika

Bedrohte Blüten aus Afrika

Syke - Von Rolf Stein. Addis Abeba swingt. Seit einigen Jahren wieder. Ein pulsierendes Nachtleben erfordert schließlich eine gewisse materielle Basis. Und da Äthiopien in den verganggenen zehn Jahren ein stabiles Wirtschaftswachstum aufzuweisen hatte, gibt es eine wohlhabende Schicht, die ihr Geld gern in den Clubs der schnell wachsenden Metropole ausgibt.
Bedrohte Blüten aus Afrika
Kunst aus dem Geist von Punk

Kunst aus dem Geist von Punk

Bremen - Von Radek Krolczyk. Eigenwillige Figuren: Ein Krokodil mit Puppenbeinen. Ein Papa Schlumpf auf Stelzen und eine Kreuzung aus Mensch und Tiger. Ein achtbeiniger Drahtkäfer mit dem Kopf und den Armen einer Barbie-Puppe. Ein Teufel mit einem riesengroßen Dildo – das sind nur einige der Schöpfungen von Anja Fußbach. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet die 1965 in Soltau geborene und in Bremen lebende Künstlerin mit Schrott, Flohmarktfunden und Touristenkitsch.
Kunst aus dem Geist von Punk
Jenseits der Korrektheit

Jenseits der Korrektheit

Hannover - Von Jörg Worat. Wer das offizielle Porträt von Bundespräsident Joachim Gauck publizieren will, muss als Copyrightvermerk „Jesco Denzel“ angeben – der gebürtige Bremer gehört zum Fotografenquartett der Bundesregierung. Wenn Denzel allerdings gerade mal nicht Angela Merkel oder Barack Obama vor der Linse hat, widmet er sich auch Projekten jenseits des Prominententrubels.
Jenseits der Korrektheit
Zwischen Maisfeldern und Eichenwäldchen

Zwischen Maisfeldern und Eichenwäldchen

Elsdorf - Von Matthias Röhrs. Eine Wiese irgendwo im Nirgendwo. Vielleicht ist es die Abgeschiedenheit, die das gewisse Etwas des Oakfield-Festivals bei Elsdorf im Landkreis Rotenburg ausmacht. Keine Massenveranstaltung, nur etwa 2000 Fans von Punkrock und Artverwandtem, aufgebaut mit Liebe zum Detail und fast traditionsgemäß mit hervorragendem Line-up. Hier ist man unter sich – zwischen Maisfeldern und Eichenwäldchen.
Zwischen Maisfeldern und Eichenwäldchen
Sie wollen es schaffen

Sie wollen es schaffen

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Lange hallen die Klänge in uns nach: Klänge, die auch das Ergebnis eines Kompositionsstudiums an der Hochschule für Künste in Bremen sind. Der Koreaner Jinwook Jung und der Iraner Mehran Sherkat Naderi haben gerade ihre Bachelor-Prüfungen bestanden – mit Auszeichnung. Nun nehmen sie die Master-Prüfung in Angriff. Der eine, Naderi, wird dafür in Bremen bleiben, der andere ist sich noch nicht sicher. Zusagen haben beide eine ganze Reihe bekommen, von allen Musikhochschulen, an denen sie sich beworben haben. Sie haben jetzt die Wahl. Zu Recht, wie die Konzerte gezeigt haben.
Sie wollen es schaffen