Ressortarchiv: Kultur

Unnachahmlicher Hüftschwung

Unnachahmlicher Hüftschwung

Bremen - Die Veröffentlichung der CD „Buena Vista Social Club“ und der gleichnamige Dokumentarfilm von Wim Wenders im Jahr 1999 markierten den Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte: Kubanische Musik war auch bei uns plötzlich unglaublich populär. Die Musiker um Compay Segundo, Ibrahim Ferrer und Rubén González waren damals schon hoch betagt und sind inzwischen fast alle tot. Aber der Mythos des „Buena Vista Social Club“ lebt weiter. Viele Mitglieder der Truppe, die seit einigen Jahren stimmungsvoll in die „Bar at Buena Vista“ entführt, befinden sich in einem Alter, in dem normalerweise niemand mehr auf der Bühne steht. Es sind Künstler, die die „goldenen Zeiten“ der 50er-Jahre in Kuba teilweise noch selbst gestaltet haben. Sie bezeichnen sich selbst als „Grandfathers of Cuban Music“.
Unnachahmlicher Hüftschwung
Die letzte Wahrheit

Die letzte Wahrheit

Budapest/Berlin - Die literarische Welt trauert um den ungarischen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz. Er starb gestern im Alter von 86 Jahren nach langer Krankheit in seiner Wohnung in Budapest, teilten sein ungarischer Verleger und der Rowohlt Verlag mit. Der Überlebende des Holocaust genoss weltweit hohe Wertschätzung. Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigten Kertesz als authentische Stimme der Opfer der Schoah.
Die letzte Wahrheit
„Es kommt zur Explosion“

„Es kommt zur Explosion“

Bremen - Begegnet sind sich die schottische Maria Stuart und die englische Elisabeth I in Wirklichkeit nie. Maria wurde 1587 in England hingerichtet, weil sie an einem Mordkomplott gegen Elisabeth, deren Thron sie beanspruchte, beteiligt gewesen sein soll. Den Konflikt der beiden machte Friedrich von Schiller weltberühmt. Im Zentrum steht ein erfundenes Treffen von Maria und Elisabeth. Nach Schillers Drama schrieb Gaetano Donzetti 1835 eine der großen Opern des sogenannten Belcanto-Gesangs. Das selten gespielte Werk wird jetzt in Bremen von Anna-Sophie Mahler inszeniert und von Olof Boman dirigiert. Wir trafen beide während der Schlussproben.
„Es kommt zur Explosion“
Grafikmeister dank Yoko Ono

Grafikmeister dank Yoko Ono

Hannover - Wenn ein Schauspieler zu singen beginnt oder ein Sänger zu schauspielern, ist das nicht immer ein Anlass zu bedingungsloser Freude. Und wenn ein Musiker zeichnet? Das kann offenbar zumindest im Einzelfall klappen: John Lennon ist ein solches Beispiel, wie die Ausstellung „The Art of John Lennon“ im hannoverschen Theatermuseum belegt.
Grafikmeister dank Yoko Ono
Erbe droht mit Verbrennung

Erbe droht mit Verbrennung

London - Mit der Sammlung ließe sich ein ganzes Museum über die Sex Pistols bestücken: Latexkleider, ein Türgriff mit pinkfarbenem Logo „Sex 430“, Test-Pressungen von Alben der Punkband und noch viel mehr.
Erbe droht mit Verbrennung
Ist das Kunst – oder muss das weg?

Ist das Kunst – oder muss das weg?

Karlsruhe/Paderborn - Das ist die Leinwand: Unterführungen, Hauswände, Stromkästen, Bahnwaggons. Das sind die Künstler: Jugendliche, meist zwischen 14 und 18 Jahren, meist nicht ausfindig zu machen. Das ist das Werk: aufgesprühte Schriftzüge, Codenamen, kleine Appelle, manchmal auch bildliche Motive.
Ist das Kunst – oder muss das weg?
Wahlverwandtschaften

Wahlverwandtschaften

Bremen - Ein Mann betritt die Bühne, steht vor einem Podium mit Schlagzeug und Gitarren sowie einer Pyramide aus Stühlen. Tanzt ein Solo. In dessen Verlauf er sich immer wieder die eigenen Knie küsst, sich seiner Selbst vergewissert. Lange bleibt er nicht allein. Eine Abendgesellschaft, die Kleiderordnung eher förmlich, gesellt sich zu ihm. Schicke Menschen. Die ihre Schuhe ausziehen und sich zu rangeln beginnen.
Wahlverwandtschaften
Kippbild mit Kippen

Kippbild mit Kippen

Hannover - Jörg Worat. Verwandt und doch verschieden: Zwei wichtige Kunstströmungen vom Anfang der 60er-Jahre zeigt die Stiftung Ahlers Pro Arte in einer wunderbaren Überblicksausstellung unter dem Titel „ZERO und Nouveau Réalisme – Die Befragung der Wirklichkeit“.
Kippbild mit Kippen
Siebzig Jahre im Sattel

Siebzig Jahre im Sattel

Bremen - Die schwarze Weste über einem gelben Hemd, oben ein rotes Halstuch: Den Comic-Cowboy Lucky Luke erkennt nun wirklich jeder auf den ersten Blick. Und natürlich weiß man auch, dass er den Colt schneller ziehen kann als sein Schatten.
Siebzig Jahre im Sattel
Frontmann Klaus Meine krank: Scorpions verschieben Konzerte 

Frontmann Klaus Meine krank: Scorpions verschieben Konzerte 

Hamburg - Die Scorpions brechen nach einer halben Stunde ihr Konzert in Hamburg ab. Die Stimme von Sänger Klaus Meine versagte. Jetzt steht fest: Er ist so krank, dass weitere Deutschlandkonzerte zunächst ausfallen.
Frontmann Klaus Meine krank: Scorpions verschieben Konzerte 
Aus der Tiefe des Raums

Aus der Tiefe des Raums

Es beginnt mit sachten Tönen auf der elektrischen Gitarre, minimalistischer Perkussion, einem Summen. Etwas später setzt dann eine Stimme ein, wie es sie wohl kein zweites Mal gibt. Sainkho Namtchylak singt, zumindest im Opener ihres neuen Albums, keine Worte. Die hat sie auch nicht nötig. Und selbst wenn sie Worte singt, ist bisweilen nicht klar, ob es sich dabei um Fantasiesprache handelt.
Aus der Tiefe des Raums
Wohin mit den Pfälzern?

Wohin mit den Pfälzern?

Berlin - Ob eine „solche Menge von Ausländern“ aufzunehmen und zu ernähren möglich und ratsam sei, werde gegenwärtig „mit plausiblen Argumenten pro und contra“ diskutiert. Das schrieb vor rund 300 Jahren der britische Schriftsteller Daniel Defoe (1660 bis 1731), der später mit seinem Roman „Robinson Crusoe“, weltberühmt wurde. 10 000 Pfälzer waren binnen weniger Monate vor Verfolgung und Kriegswirren, vor „Invasion, Überfällen und wiederholten Eroberungen“ in ihrer Heimat nach Südengland geflüchtet, wo man provisorische Zeltlager errichtete und wo prompt ein heftiger Streit über diese Flüchtlinge entbrannte.
Wohin mit den Pfälzern?
Scorpions-Konzert nach halber Stunde abgebrochen

Scorpions-Konzert nach halber Stunde abgebrochen

Hamburg - Nur eine halbe Stunde durften sie Scorpion-Fans die Altrocker in Hamburg bejubeln. Dann wurde das Konzert abgebrochen. Sänger Meine versagte die Stimme.
Scorpions-Konzert nach halber Stunde abgebrochen
Mit Kutte beim Aprés-Ski

Mit Kutte beim Aprés-Ski

Austin - Das weltgrößte Heavy-Metal-Festival in Wacken mit Gästen aus aller Herren Länder war binnen eines Tages ausverkauft. Und Bands wie die Scorpions oder Rammstein zählen seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Musik-Exportgütern. In der weltweiten Metal-Szene scheint der Standort Deutschland nach wie vor einen hervorragenden Ruf zu genießen. „Bei Metal gilt immer noch das Qualitätsmerkmal ,Made in Germany’“, sagt Sängerin Doro Pesch (51), die selbst seit den 1980er-Jahren im Geschäft ist. „Deutscher Metal ist quasi der Mercedes Benz.“ Die Musik stehe für saubere, mühevolle und wertvolle Arbeit, die Bestand hat.
Mit Kutte beim Aprés-Ski
Abschied von der Liebe

Abschied von der Liebe

Oldenburg - Es sind musikalisch zwei sehr unterschiedliche Opern, die im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters zu einem gleichermaßen berührenden wie unterhaltsamen Opernabend gekoppelt werden. Beide Werke wurden in den fünfziger Jahren uraufgeführt: „La voix humaine“ („Die menschliche Stimme“) von Francis Poulenc 1959 und „Trouble in Tahiti“ („Ärger in Tahiti“) von Leonard Bernstein 1952. Gemeinsam ist beiden, dass sie von zerbrochenen Beziehungen handeln.
Abschied von der Liebe
Fliegend gegen das Schicksal

Fliegend gegen das Schicksal

Bremerhaven - Als das Stadttheater Bremerhaven als eines von zwölf Häusern mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde, hob die Jury in ihrer Begründung auch spartenübergreifende Projekte hervor. Projekte wie jenes, das nun am Samstag in Bremerhaven Premiere hatte.
Fliegend gegen das Schicksal
Ein Liebeslied fürs Deutschbuch

Ein Liebeslied fürs Deutschbuch

Bremen - Robin und Marian, Tarzan und Jane, Barbie und Ken: Möchte nicht jedes Pärchen so sein wie sie? Fast schon unnatürlich glücklich, bis ans Lebensende ineinander verliebt und dann auch noch ziemlich attraktiv. Ein Traum, findet offenbar auch das Singer-Songwriter-Duo Carolin No, das diesen und einigen weiteren Paaren mit dem „3 Minute Song“ ein musikalisches Denkmal gesetzt hat.
Ein Liebeslied fürs Deutschbuch
Jazz-Klarinettist Hugo Strasser ist verstorben

Jazz-Klarinettist Hugo Strasser ist verstorben

München - Musik, das war sein Lebenselixier: Bis zuletzt stand Hugo Strasser auf der Bühne - als letzter seiner langjährigen Weggefährten Max Greger und Paul Kuhn ist er nun gestorben.
Jazz-Klarinettist Hugo Strasser ist verstorben
Gewinne, Gewinne, Gewinne

Gewinne, Gewinne, Gewinne

Leipzig - Der Autor Guntram Vesper (74) hat den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Die Jury zeichnete gestern in der Kategorie Belletristik seinen neuen Roman „Frohburg“ aus. Weitere Preisträger sind die Übersetzerin Brigitte Döbert und der Sachbuchautor Jürgen Goldstein. Die Sieger nahmen die mit insgesamt 45 000 Euro dotierte Auszeichnung zu gleichen Teilen entgegen. Der Preis zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland.
Gewinne, Gewinne, Gewinne
Neue Besetzung, alte Brillanz

Neue Besetzung, alte Brillanz

Bremen - 2011 war das Artemis Quartett in Bremen: Damals war die erste Geigerin Natalia Prishepenko krank. Sie verließ 2012 das Quartett, und mit der neuen Primgeigerin Vineta Sareika beglückte die neue Besetzung erneut Bremen. Als der Bratscher Friedemann Weigle im Sommer 2015 starb, änderte sich erneut einiges: Der zweite Geiger Gregor Sigl, seit 2007 im Quartett, übernahm die Bratsche, die zweite Geige spielte nun eine junge Frau aus Amerika, deren jahrelanger Traum die Mitgliedschaft in genau diesem Quartett war. Für diesen Traum ist Anthea Kreston mit Mann und Kindern aus Oregon nach Berlin gezogen. Nicht alle Quartette überstehen so viele Wechsel, aber dieses hat eine feste Wurzel, der anscheinend nichts etwas anhaben kann: Das ist das noch einzige Gründungsmitglied (1989), der Cellist Eckart Runge. Beim letzten philharmonischen Kammerkonzert der Saison gastierte das Quartett in dieser Formation nun erneut in Bremen.
Neue Besetzung, alte Brillanz
Es darf ein bisschen mehr sein

Es darf ein bisschen mehr sein

Bremen - Das Musikfest Bremen wird in diesem Jahr zum 27. Mal gefeiert. Gestern stellte Intendant Thomas Albert das Programm vor und eröffnete den Vorverkauf. Business as usual?
Es darf ein bisschen mehr sein
Der Berg groovt

Der Berg groovt

Bremen - Bands aus Bremen, das bedeutet oft nicht viel mehr als Bands in Bremen. Weil – die Gründe dafür sind wohl komplex – nur selten eine von ihnen über die Stadtgrenzen hinaus Bekanntheit erlangt.
Der Berg groovt
Wehe, wenn er losgelassen

Wehe, wenn er losgelassen

Hannover - Von Jörg Worat. Um die schöne neue Technikwelt kommt man zurzeit in Hannover nicht herum. Auf dem Messegelände läuft die „Cebit“, im Schauspielhaus hat Rainald Grebe gerade den letzten Teil seiner „Anadigiding“-Trilogie angeschoben (wir berichteten). Und im Kunstverein Hannover sind die „Digital Archives“ eröffnet worden – als Kathleen Rahn 2014 Direktorin des Hauses wurde, wollte sie regelmäßig just zu dieser Jahreszeit themengebundene Ausstellungen zeigen. Die letztjährige war schon sehr manierlich, diese legt aber noch ein paar kräftige Schippen drauf.
Wehe, wenn er losgelassen
Lasst alle Hoffnung fahren

Lasst alle Hoffnung fahren

Bremerhaven - Erst vor Kurzem hatte die Oper „Wozzeck“ von Alban Berg in Bremen Premiere. Sie gehört zu den wichtigsten Opern des 20. Jahrhunderts. Es gibt aber auch einen anderen, weniger bekannten „Wozzeck“ von Manfred Gurlitt, der jetzt am Stadttheater Bremerhaven zu bewundern ist. Das ist ein Beispiel für gut abgestimmte Spielplangestaltung und gibt die reizvolle Möglichkeit zum direkten Vergleich.
Lasst alle Hoffnung fahren
Die Mauer muss her

Die Mauer muss her

Bremen - „Vielleicht können wir nichts – geschenkt!“, sagt, nein, schreit einer der beiden Performer namens Markus vom Performance-Kollektiv Markus & Markus in „Peer Gynt“. Das ist nicht gerade Ibsen, könnte man meinen. Zwar ist man es mittlerweile natürlich gewohnt, dass sich Regisseure bei den Klassikern recht unverfroren bedienen, einzelne Aspekte herausarbeiten, zu deren Gunsten beherzt zum Rotstift greifen. Aber was da am Wochenende zweimal in der Schwankhalle zu sehen war, konnte dennoch durchaus Rätsel aufgeben.
Die Mauer muss her
Unsterbliche Musik mit Leerlauf

Unsterbliche Musik mit Leerlauf

Bremen - „Irgendwelche schöne Musik machen”, das wollte Carl Orff nicht, als er 1937 die „Carmina Burana“ als sein sozusagen erstes Werk bezeichnete, alles andere solle der Verleger „nun einstampfen“. Heute sind die „Lieder aus der Benediktbeurer Handschrift“ das meistgespielte Werk des 20. Jahrhunderts.
Unsterbliche Musik mit Leerlauf
Kulturrat ruft zu Widerstand gegen AfD-Politik auf

Kulturrat ruft zu Widerstand gegen AfD-Politik auf

Magdeburg - Der Deutsche Kulturrat hat nach dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zum Widerstand gegen deren Politik aufgerufen.
Kulturrat ruft zu Widerstand gegen AfD-Politik auf
Elegant ein Problem weniger

Elegant ein Problem weniger

Was war? Was wird? Bannaschs Kulturwochen schauen hin.
Elegant ein Problem weniger
Tanzschuhe reichen

Tanzschuhe reichen

Bremen - Umwälzungen und Umstürze sieht man viele in diesen Tagen, vor allem auf der weltpolitischen Bühne. Vielfach von so hehren Zielen wie einem Leben in Freiheit und Wohlstand begleitet, enden sie nicht selten im Chaos. Vom hohen Gewaltpotenzial ganz zu schweigen. Nicht so im Bremer Musicaltheater. Hier sind 18 kubanische Tänzer angetreten, um ihre ganz eigene Form der Revolution unters Volk zu bringen. Waffen brauchen sie dafür nicht, Tanzschuhe reichen.
Tanzschuhe reichen
Festliche Lektüre auf Italienisch

Festliche Lektüre auf Italienisch

Bremen - Nicht vielen Stücken, die in den vergangenen Jahren ur-, oder wie hier, deutsch-erstaufgeführt wurden, dürfte das Neue, Gegenwärtige derart abgehen wie dem Doppelkonzert für Violine, Cello und Orchester von André Previn. Dieser hat seine Meriten als Dirigent und Jazz-Pianist. Mag sein, dass er auch tolle Stücke komponiert. Dieses gehört nicht dazu. Das Cello beginnt in mitteltiefer Lage, die Geige antwortet, ein Dialog entsteht, unterbrochen von einer hübschen Bläserfigur, die einer schwelgerischen Streicherszene Platz macht. Doch dann zieht sich das Doppelkonzert zu oft auf Varianten des dialogischen Eingangs zurück, lässt zu häufig solistische Figuren nachhallen im Orchesterkorpus. Reizt das Spiel mit Anleihen romantischer, neoklassizistischer oder freudlos verjazzter Kurzepisoden zahnlos aus. Ohne die Schroffheit der Polystilistik eines Alfred Schnittke zu erreichen, den präzisen Urbanismus Gershwins oder die hinreißenden kompositorischen Selbstentgegensetzungen eines Charles Ives auch nur zu streifen. Von un- oder auch nur selten gehörter Klangfarbgebung ganz zu schweigen. Zusammen mit einem guten Halbdutzend anderer Klangkörper hatte die Deutsche Kammerphilharmonie Previns Konzert beauftragt, das 2014 in Cincinnati erstmals gegeben wurde.
Festliche Lektüre auf Italienisch
Filmtage-Leiter Heinz Badewitz gestorben

Filmtage-Leiter Heinz Badewitz gestorben

Hof/Graz - Er hat die Internationalen Hofer Filmtage zu einem der wichtigsten Filmfeste im deutschsprachigen Raum gemacht: Heinz Badewitz. Nun ist der Festivalleiter im Alter von 74 Jahren gestorben.
Filmtage-Leiter Heinz Badewitz gestorben
Bitte nicht so negativ!

Bitte nicht so negativ!

Kopenhagen - Von Marvin Köhnken. Zahllose Langzeitarbeitslose in den Jobcentern. Multiresistente Keime in Krankenhäusern. Und im Bundestag streiten sich die Abgeordneten seit Monaten über die Flüchtlingspolitik. Jeden Morgen landen derartige Meldungen auf den ersten Seiten dieser und anderer Zeitungen. Der Journalist Ulrik Haagerup ist davon überzeugt, dass eine derartige Flut an schlechten Nachrichten unweigerlich zu einer negativen Sicht auf das Weltgeschehen und zu Resignation bei den Lesern führt.
Bitte nicht so negativ!
Mitten ins Herz

Mitten ins Herz

HANNOVER - Willkommen bei der „Futura“! Die Zukunftsmesse findet im hannoverschen Schauspielhaus statt, und als Organisator ist Rainald Grebe engagiert worden. Was naturgemäß für einige Verwirrungen sorgt: Der Vielzweckkünstler rührt zum Abschluss seiner „Anadigiding“-Trilogie wieder einmal die ureigene Mischung aus Blöd- und Tiefsinn an.
Mitten ins Herz
Sie wissen nicht, was sie tun

Sie wissen nicht, was sie tun

Bremen - Es werde das wichtigste Buch sein, dass er jemals verlegt haben werde, gab Helmut Donat, Inhaber des Bremer Donat-Verlages vor einigen Jahren zu Protokoll. Die Rede war von Hans Paasches „Forschungsreise des Afrikaners Lukanga Mukara ins innerste Deutschland“, dem Buch, das ihn überhaupt erst zum Verleger gemacht habe.
Sie wissen nicht, was sie tun
Engtanz auf dem Hurricane

Engtanz auf dem Hurricane

Scheessel - Von Ralf G. Poppe. Das Hurricane-Festival begeht vom 24. bis zum 26. Juni seine 20. Auflage. 75 000 Fans werden dort feiern – das Event ist bereits ausverkauft. Wir werfen zum Jubiläum einen kleinen Blick hinter die Kulissen und die menschliche Seite der Künstlerriege des Jubiläums-Festivals.
Engtanz auf dem Hurricane
Das Licht brennt noch

Das Licht brennt noch

Bremen - Eigentlich soll es an diesem Morgen in der Weserburg um eine Lampe gehen. Natürlich nicht um irgendeine, sondern die Wilhelm-Wagenfeld-Leuchte. Obwohl sie den meisten wahrscheinlich eher unter dem Namen Bauhaus-Leuchte bekannt sein dürfte. Doch wie das dieser Tage besonders auf dem Teerhof so ist, geht es am Ende dann vor allem um eins: Die Kulturpolitik an der Weser.
Das Licht brennt noch
Der Lenz ist da

Der Lenz ist da

Bremen - Heute sollte sie enden, die Sperrfrist für Rezensionen eines der Romane des Jahres, wie man mit Fug und Recht schon im März feststellen darf. Abgehalten hat das einen Großteil der Medien nicht, ihr Wissen schon vorher hinauszuschalmeien. Der Roman, eine kleine Sensation, lag ja schon seit Wochen vor. Weshalb der Verlag das Erscheinungsdatum des nachgelassenen Werks des vor etwas mehr als einemk Jahr verstorbenen Siegfried Lenz, „Der Überläufer“, auf Ende Februar vorzog.
Der Lenz ist da
Die Bauhaus-Leuchte im Licht der Kunst

Die Bauhaus-Leuchte im Licht der Kunst

Bremen - Die Bauhaus-Leuchte von Wilhelm Wagenfeld ist ein Klassiker: Mit ihrer reduzierten Form und ihrem zeitlosen Design leuchtet sie noch heute in vielen Wohnungen. Die Ausstellung „Leuchte!“ in der Bremer Weserburg zeigt die Tischlampe von diesem Samstag an in einem anderen Licht.
Die Bauhaus-Leuchte im Licht der Kunst
Tschechischer Humor halt

Tschechischer Humor halt

Bremen - Von Rolf Stein. Im Genre der Witze über Chuck Norris, Sie wissen schon, das ist jener Schauspieler, der für Szenen, in denen er weinen soll, ein Double braucht, ist folgender einer der hübscheren: Auf die Frage, wie viele Liegestütze er schaffe, lautet die korrekte Antwort: alle. Liegestütze spielen auch eine gewisse Rolle im Roman „Nationalstraße“ von Jaroslav Rudi. Auch wenn sich dessen Hauptfigur ihren Spitznamen nicht von Chuck Norris, sondern von Jean-Claude Van Damme herleitet: Vandam nennt sich der Mann, der die „Samtene Revolution“ losgeschlagen haben will. Ganz buchstäblich übrigens.
Tschechischer Humor halt
„Von Anfang an anders“

„Von Anfang an anders“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Nikolaus Harnoncourt ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Zweifellos eine Jahrhundertfigur, hat er nicht nur die historische Aufführungspraxis mit einer Radikalität vorwärtsgetrieben, die unser Musikleben maßgeblich verändert und Tausende junger Interpreten vom unreflektierten „Gefühl“ abgehalten hat. 
„Von Anfang an anders“
Nostalgiker unter sich

Nostalgiker unter sich

Bremen - Von Mareike Bannasch. Sie tragen enge Hosen, buntbedruckte Hemden und knallige Perücken: Pünktlich zum 25. Bühnenjubiläum haben „Die Prinzen“ noch einmal richtig tief in den Kostümfundus gegriffen und die ein oder andere Erinnerung an den Anfang ihrer Karriere ausgegraben.
Nostalgiker unter sich
Präzises Gewusel

Präzises Gewusel

Oldenburg - Von Tim Schomacker. Eine blau ausgeleuchtete Leinwand füllt die Bühnenrückseite. Wie eine Reminiszenz an den Film „Blue“ des britischen Regisseurs Derek Jarman, der damit unter anderem sein schwindendes Sehvermögen verarbeitete.
Präzises Gewusel
Die Leere nach dem Exzess

Die Leere nach dem Exzess

Bremen - Von Mareike Bannasch. Dröhnend wummert der Bass. Füllt den dunklen Club und bringt einen Plastikbecher auf der Theke zum Hüpfen. So scheint es jedenfalls, denn dieser vollgestopfte Tanztempel ist eine gut gemachte Illusion, nicht mehr und nicht weniger.
Die Leere nach dem Exzess
Diese Fremden sind keine Fremden

Diese Fremden sind keine Fremden

Hamburg - Von Ute Schalz-Laurenze. Jürgen Kesting, dem wir grundlegende Arbeiten über den Gesang verdanken, hat gezählt: 456 Mal hat Arnold Melchthal in Gioachino Rossinis letzter Oper „Guillaume Tell“ das hohe G zu singen, 93 Mal das As, 54 Mal das B, 19 Mal das C und zwei Mal das Cis. Für „normale“ Tenöre Spitzentöne, die Ausnahmen sind und bei vielen weder zuverlässig noch sicher kommen.
Diese Fremden sind keine Fremden
Die alte Macht zuckt noch

Die alte Macht zuckt noch

Bremen - Von Mareike Bannasch. Der Lack ist ab, und auch die Feenkönigin hat ihre besten Zeiten hinter sich. Doch sie gibt nicht auf, klammert sich verzweifelt an die ramponierten Reste ihrer Macht – während das Volk ausgelassen die letzte große Party feiert.
Die alte Macht zuckt noch
Die Sicherheit des Leichten

Die Sicherheit des Leichten

Was war? was wird? Bannaschs Kulturwochen schauen hin.
Die Sicherheit des Leichten
Ein bisschen wie das Wetter

Ein bisschen wie das Wetter

Bremen - Es hatte zu schneien begonnen am Dienstagabend. Oder zu nieseln, vielleicht auch beides. Auf dem Weg zum Falstaff, der Kneipe am Theater am Leibnizplatz, unterhielt man sich deshalb bevorzugt über das Wetter. Der Verband Stadtkultur Bremen, ein Zusammenschluss von mehr als 20 Einrichtungen im Bundesland, hatte am Dienstagabend zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kulturpolitik als gesellschaftlicher Auftrag“ gerufen.
Ein bisschen wie das Wetter
Emils Farbenrausch

Emils Farbenrausch

Neukirchen -  Erstmals rückt das Spätwerk des Expressionisten Emil Nolde (1867 bis 1956) in den Fokus einer umfassenden Ausstellung. In ihrer 60. Jahresausstellung zeigt die Nolde Stiftung Seebüll (Kreis Nordfriesland) im früheren Wohnhaus des Künstlers bis zum 30. November 178 Exponate. „Dazu gehören 50 Gemälde, 87 Aquarelle und Zeichnungen sowie 20 Graphiken“, sagte Direktor Christian Ring gestern in der Gemeinde Neukirchen, zu der Seebüll gehört. Das Museum liegt in der weiten Marschlandschaft an der deutsch-dänischen Grenze.
Emils Farbenrausch