Ressortarchiv: Kultur

Vom Schmetterlingseffekt der Seevölker

Vom Schmetterlingseffekt der Seevölker

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Niemand weiß, woher sie kamen. Keiner kennt die Ursache ihrer Flucht. Fest steht: Sie waren plötzlich einfach da. Die Invasion der geheimnisvollen „Seevölker“ gilt als Ursache des spektakulären Untergangs nahezu aller Zivilisationen des östlichen Mittelmeerraums im 12. Jahrhundert vor Christus. Mit ihr ging die Bronzezeit zu Ende, fanden die mykenische wie auch die minoische Kultur ihren Niedergang. Doch wie war das möglich? - Von Johannes Bruggaier.
Vom Schmetterlingseffekt der Seevölker
Was ist… ein Plié?

Was ist… ein Plié?

Bremen - Von Ulrike Reinbott. Das Plié ist eine grundlegende Bewegung im Tanz, die eigentliche Kniebeuge. Die Sehnen werden gedehnt und für Bewegungen und speziell Sprünge vorbereitet.
Was ist… ein Plié?
Hellmuth Karasek ist tot

Hellmuth Karasek ist tot

Hamburg - Hellmuth Karasek gehörte neben Marcel Reich-Ranicki zu den prominenten Gesichtern des „Literarischen Quartetts“. Noch länger leitete er beim „Spiegel“ das Kulturressort. Jetzt starb der Autor in Hamburg.
Hellmuth Karasek ist tot
Der Künstler und seine Fehler

Der Künstler und seine Fehler

Hannover - Von Jörg Worat. So viel Heinz Erhardt gab es wohl noch nie: Das Theatermuseum Hannover zeigt die umfassende Ausstellung „Privater!“ über den nach wie vor äußerst beliebten Unterhaltungskünstler. Tatsächlich ist es die größte in der Geschichte des Hauses: Pflegte man hier bislang eine Hauptausstellung durch zwei kleinere Präsentationen zu ergänzen, sind diesmal alle drei Etagen mit Erhardt-Exponaten bespielt. Es sind ungefähr 300, und Museumsdirektor Carsten Niemann konnte sich dafür sowohl im Fundus der Familie als auch bei Freunden und Fans bedienen. - Von Jörg Worat.
Der Künstler und seine Fehler
Seelen im Frühstadium

Seelen im Frühstadium

Bremen - Von Andreas Schnell. Ist es also doch der Storch, der die Kinder bringt? Zumindest verhält es sich so in Theo Fransz‘ neuem Stück „Wunderbrut“, das am Sonntag im Moks am Theater Bremen Uraufführung feierte. - Von Andreas Schnell.
Seelen im Frühstadium
Todbringendes Irrlicht

Todbringendes Irrlicht

Hannover - Von Ute Schalz-Laurenze. Hier und da wird gearbeitet, werden Gesichtsmasken abgenommen und Embryos in Gläsern verstaut. In der dunklen Halle liegen auch Rusalka und ihre Kolleginnen, die den Tod nicht akzeptieren. Immer wieder stehen die mit weißen Totenhemdchen Bekleideten (Kostüme: Renate Schmitzer) auf und treiben allerlei Schabernack. Am wenigsten akzeptiert es Rusalka, die es zu den Menschen zieht, sie hat sich in den badenden Prinzen verliebt und will nun endlich wieder richtig leben.
Todbringendes Irrlicht
Sexy, aber arm

Sexy, aber arm

Oldenburg - Von Andreas Schnell. Es ist natürlich ein Vorurteil, aber ein schönes: dass in der Oper viel geliebt wird, sehr oft unglücklich – und am Ende stets alle tot sind. Puccinis Oper „Manon Lescaut“, mit der das Staatstheater Oldenburg am Samstag die Musiktheatersaison eröffnet hat, ist so ein Werk mit tödlichem Ausgang. - Von Andreas Schnell.
Sexy, aber arm
Netzwerk des Ekels

Netzwerk des Ekels

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin
Netzwerk des Ekels
Ein Mutterschänder von sonnigem Gemüt

Ein Mutterschänder von sonnigem Gemüt

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Die dunkle Macht des Schicksals ergreift die Bühne. Sie lässt sich erahnen in einer schwarzen Industrieruine, vorne ein verlassenes Wasserbecken, hinten und an den Seiten gewaltige Turbinen. Sie lässt von sich hören in einem drohenden Dröhnen, der anschwellende Bocksgesang des Krieges. Und sie lässt sich vertreten von einer Parze unserer Tage: Madame Lebel (Verena Reichhardt), eine überkorrekte Notarin mit betulicher Juristendiktion, verkündet dem nun verwaisten Zwillingspaar Simon (Simon Zigah) und Jeanne (Lisa Guth) den letzten Willen der verstorbenen Mutter.
Ein Mutterschänder von sonnigem Gemüt
Reeperbahn, Rock und ein Rekord

Reeperbahn, Rock und ein Rekord

Reeperbahn, Rock und ein Rekord: Neben vielen Konzerten und Konferenzen auf dem Hamburger Kiez feierte das 10. Reeperbahn Festival einen Besucherrekord: Mehr als 34 000 Besucher sollen es laut der Veranstalter gewesen sein. So viele wie noch nie. Konzerte gab es unter anderem von Lukas Graham, Abramowicz, Fay Wildhagen oder Von Brücken. Am Freitag gab es zudem ein Fußballspiel zwischen dem Label Grand Hotel van Cleef mit Musikern von Kettcar und Adam Angst gegen ein Team der Musikindustrie. 
Reeperbahn, Rock und ein Rekord
Kiez, Konzerte, Konferenzen und ein Besucherrekord

Kiez, Konzerte, Konferenzen und ein Besucherrekord

Hamburg - Kiez, Konzerte, Konferenzen und ein Besucherrekord: Nach dem 10. Reeperbahn Festival haben die Macher eine positive Bilanz gezogen. "Wir hatten mehr als 34 000 Besucher. So viele hatten wir noch nie", sagte Festivalchef Alexander Schulz am Sonntag. Das seien gut 4000 mehr als im Vorjahr.
Kiez, Konzerte, Konferenzen und ein Besucherrekord
Ein "Bussi" von Wanda - Austro-Pop ist angesagt

Ein "Bussi" von Wanda - Austro-Pop ist angesagt

Hamburg/Berlin - Von Jenny Tobien. Auf "Amore" folgt "Bussi": Die Austro-Pop-Sensation Wanda legt ihr zweites Album vor - und lässt sich auf dem Reeperbahn Festival feiern. Der Hype um die Wiener Jungs ist groß. Aber warum ist die Zeit gerade jetzt reif für Musik aus Österreich?
Ein "Bussi" von Wanda - Austro-Pop ist angesagt
VIA Awards: Preise für Antilopen Gang und Die Nerven

VIA Awards: Preise für Antilopen Gang und Die Nerven

Hamburg - Große Ehre für die Antilopen Gang: Die Hip-Hop-Band aus Düsseldorf ist von der unabhängigen Musikbranche zum "Besten Newcomer" gekürt worden. "Vielen Dank. Das ist das erste Mal, dass uns Idioten jemand ein Preis verleihen will", sagte das Trio am Donnerstag bei der Gala auf dem Hamburger Reeperbahn Festival.
VIA Awards: Preise für Antilopen Gang und Die Nerven
Mythos mit Nachhall

Mythos mit Nachhall

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Als Carl Friedrich Rungenhagen, Leiter der Berliner Singakademie, mit seinem Ensemble 1833 ein gigantisches Werk des jüngst erst wiederentdeckten Johann Sebastian Bach einstudieren wollte, blies ihm ein scharfer Wind ins Gesicht. Zu schwierig sei das Werk, stöhnten viele. Es sei nicht einmal gesichert, dass zwischen den einzelnen Teilen, dem Kyrie und dem Gloria, dem Credo und dem Agnus Dei, überhaupt ein Zusammenhang besteht: Tatsächlich war die „Messe in h-Moll“ BWV 232 über Jahrzehnte hinweg wie ein Puzzle entstanden, Stück für Stück vervollständigt, mal hier durch eine Neukomposition, mal dort durch die Abwandlung eines anderen Werks. Heute ist die h-Moll-Messe ein Mythos, gefeiert als bedeutendstes Vokalwerk des Barock, häufiger aufgeführt als die Matthäus-Passion. - Von Johannes Bruggaier.
Mythos mit Nachhall
Vergebliche Suche: "Mona Lisa" bewahrt ihr Geheimnis

Vergebliche Suche: "Mona Lisa" bewahrt ihr Geheimnis

Florenz - Die Wissenschaftler waren so nah dran, doch jetzt geben sie die Hoffnung auf. Die Suche nach dem Modell der "Mona Lisa" scheint nur auf nutzlose Knochensplitter hinzuweisen.
Vergebliche Suche: "Mona Lisa" bewahrt ihr Geheimnis
Jubiläumsausgabe des Reeperbahn-Festivals eröffnet

Jubiläumsausgabe des Reeperbahn-Festivals eröffnet

Hamburg - Das Reeperbahn-Festival unterstreicht seinen Ruf extremer Vielseitigkeit. Zur zehnten Ausgabe des Clubfestivals in Hamburg werden mehr Besucher denn je erwartet. Überraschungs-Act in diesem Jahr sind die Hip-Hop-Veteranen Fünf Sterne Deluxe.
Jubiläumsausgabe des Reeperbahn-Festivals eröffnet
Diabolisches Spektakel

Diabolisches Spektakel

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Bei der Bremer Shakespeare Company ist der Teufel los. Er kommt als Paktbruder des Doktor Faustus, in Gestalt des skrupellosen Machtpolitikers Macbeth und schließlich auch als Märchengestalt mit drei goldenen Haaren. - Von Johannes Bruggaier.
Diabolisches Spektakel
10. Reeperbahn Festival mit New Order und Wanda

10. Reeperbahn Festival mit New Order und Wanda

Hamburg - Reeperbahn Festival Nummer 10: Zur Jubiläumsausgabe von Deutschlands größtem Clubfestival kommen von Mittwoch an wieder Tausende Musikfans, Künstler und Fachbesucher aus aller Welt nach Hamburg.
10. Reeperbahn Festival mit New Order und Wanda
Trifft den Nerv – und nervt

Trifft den Nerv – und nervt

Bremerhaven - Von Andreas Schnell. Er sei gar kein Gangster, gesteht der junge Billy Crocker auf dem Höhepunkt der verwickelte Geschichte von Cole Porters „Anything Goes“, nur ein einfacher Broker – und aus dem Pulk der Schiffspassagiere ertönt eine wüste Banker-Schmähung!
Trifft den Nerv – und nervt
Radikale Wahrnehmung

Radikale Wahrnehmung

Frankfurt/M. - Von Ute Schalz-Laurenze. Helmuth Lachenmanns „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ ist die vielleicht einzige zeitgenössische Oper, der seit der Uraufführung 1997 in Hamburg sieben weitere Aufführungen folgten, zuletzt 2013 bei der Ruhr-Triennale. Und das bei einem Werk, das Narrativität ebenso verweigert wie Bilder. Zwar heißt es im Untertitel „Musik mit Bildern“, was der heute achtzigjährige Komponist aber in einem sozusagen zweiten Untertitel „Eine musikalische Handlung“ schon wieder aufhebt: Denn die Handlung ist die Musik selbst. Es gibt keinen Unterschied zwischen Klang und Geräusch mehr, mit einer bestürzenden immanent musikalischen Logik entwickeln sich Strukturen von großer Stille und überwältigender Kraft, jedes Geräusch ist Klang und jeder Klang Geräusch. - Von Ute Schalz-Laurenze.
Radikale Wahrnehmung
Was ist… ein Kurator?

Was ist… ein Kurator?

Bremen - Von Ingo Clauß. Was macht eigentlich ein Kurator im Museum? Oft fragen mich die Besucher nach meinen Aufgaben in der Weserburg. Die Bezeichnung Kurator ist ihnen nicht vertraut und wirkt auf einige akademisch oder elitär. Gerne nenne ich mich deshalb Ausstellungsmacher. Das versteht jeder sofort und beschreibt eine ganz zentrale Aufgabe des Kurators – das Machen von Ausstellungen. - Von Ingo Clauß.
Was ist… ein Kurator?
Jubiläumsausgabe des Reeperbahn Festivals mit New Order

Jubiläumsausgabe des Reeperbahn Festivals mit New Order

Hamburg - „Die Idee ist eigentlich geklaut“, daraus macht der Gründer des Reeperbahn Festivals, Alexander Schulz, gar keinen Hehl. Im Jahr 2000 besuchte er das South By Southwest (SXSW) in Austin/Texas und kehrte zurück mit der Vision, in Hamburg etwas Ähnliches zu versuchen.
Jubiläumsausgabe des Reeperbahn Festivals mit New Order
Nicht alle Syrer sind Flüchtlinge

Nicht alle Syrer sind Flüchtlinge

Bremen - Von Andreas Schnell. Da ist dieser Augenblick in der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz des Syrian Expat Philharmonic Orchestra am Wochenende in der Musikschule Walle. Eigentlich hätten sie alle Wichtigeres zu tun: proben nämlich.
Nicht alle Syrer sind Flüchtlinge
Zum Tode verurteiltes Leben

Zum Tode verurteiltes Leben

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Man braucht kein absolutes Gehör, um diese Tonart zu erkennen. Die beklemmenden Harmonien auf dunkler Grundierung. Die Klang gewordene Ausweglosigkeit. Diese Melodien, die verzweifelt vorwärts streben und doch niemals ankommen, nach Hause zur Tonika, wo sich alle Widersprüche in Wohlgefallen auflösen. Nein, das ist natürlich kein C-Dur, auch kein a-Moll. Es ist: k-Moll, jene Grundstimmung, die Kafkas Romanhelden K. wohl unzweifelhaft in den Tod getrieben hätte – wäre sein Schöpfer nicht selbst zuvor gestorben.
Zum Tode verurteiltes Leben
Ziemlicher Quatsch – aber schön klingt‘s halt doch

Ziemlicher Quatsch – aber schön klingt‘s halt doch

Bremen - Von Tim Schomacker. Hier ist alles andere als der Nabel der Welt. Nicht einmal die zeitgenössische Form des Readers Digest scheint bis an den Hof Don Magnificos zu gelangen: zu künden von den Verwerfungen des Ancien Régime, revolutionärem Elan und Terror, gar von den Vorboten der italienischen Staatsgründung. - Von Tim Schomacker.
Ziemlicher Quatsch – aber schön klingt‘s halt doch
Im Paradies der Steuerzahler

Im Paradies der Steuerzahler

Was war? was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Im Paradies der Steuerzahler
Innen sieht es besser aus

Innen sieht es besser aus

Hannover - Von Jörg Worat. Über die dunkle Betonfassade gab es bekanntlich viele Diskussionen, das Innenleben fand nun spürbar mehr spontane Zustimmung – der geräumige „Alexander-Calder-Saal“ als Schnittstelle zwischen Alt- und Neubau sowie die leicht gegeneinander versetzten „tanzenden Räume“ mit ihren ausgefeilten Lichtstimmungen kamen weitgehend gut an.
Innen sieht es besser aus
Im Loop-Gewitter

Im Loop-Gewitter

Bremen - Von Mareike Bannasch. Austern, tief auf dem Meeresgrund vor sich vegetierende Viecher, Regen, Wind und andere Naturgewalten: Eine ganze Menge ist es, was Get the Blessing auf ihrem aktuellen Album „Astronautilus“ thematisieren. Behauptet jedenfalls Bassist Jim Barr, ob er Recht hat, ist auch nach anderthalb Stunden nicht klar. Die gespielten Stücke klingen jedenfalls nicht wirklich nach einer Hommage an Wasserbewohner. - Von Mareike Bannasch.
Im Loop-Gewitter
Einladung zum Speedlite-Dinner

Einladung zum Speedlite-Dinner

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Zwei Jahre ist es her, da durfte sich das Schauspielensemble des Bremer Theaters einmal so richtig satt essen. Öffentlich.
Einladung zum Speedlite-Dinner
Niedersachse gewinnt in Los Angeles Studenten-Oscar in Bronze

Niedersachse gewinnt in Los Angeles Studenten-Oscar in Bronze

Los Angeles/Bad Grund - Der Nachwuchsregisseur Patrick Vollrath aus Bad Grund im Harz hat in Los Angeles den Studenten-Oscar in Bronze gewonnen.
Niedersachse gewinnt in Los Angeles Studenten-Oscar in Bronze
Nur wer glaubt, kann auch genießen

Nur wer glaubt, kann auch genießen

Bremen - Von Wolfgang Denker. Die Liebe von Donna Leon, der Schöpferin des Commissario Brunetti, gehört ganz besonders zwei Dingen – der Stadt Venedig und der Barockmusik. Zwar war von ihrem Lieblinskomponisten Händel im offiziellen Programm keine Note zu hören, aber mit Ausschnitten aus Opern von Niccolò Jomelli, Pasquale Cafaro, Davide Perez, Gian Francesco de Majo, Nicola Antonio Porpora, Gennaro Manna und Leonardo Leo wurde man zu einer aufregenden Entdeckungsreise durch die Welt des italienischen Barock eingeladen. Einige dieser Komponisten, die alle zwischen 1670 und 1787 lebten, dürfte auch Klassikkennern unbekannt sein. - Von Wolfgang Denker.
Nur wer glaubt, kann auch genießen
Rätselhafter Puppentod

Rätselhafter Puppentod

Bremen - Von Mareike Bannasch. Alles dran: zehn Finger, zehn Füßchen, Ohren und Nase ziemlich perfekt. Fehlen nur noch die stolzen Eltern, die ihren Nachwuchs allen Freunden und Verwandten vorstellen. Gibt es aber nicht, stattdessen zwei Frauen in blauen Kitteln und grünen Handschuhen.
Rätselhafter Puppentod
Sprengel Museum eröffnet knapp 36 Millionen teuren Anbau

Sprengel Museum eröffnet knapp 36 Millionen teuren Anbau

Hannover - Das Sprengel Museum Hannover eröffnet in dieser Woche seinen knapp 36 Millionen teuren Anbau. Damit vergrößert sich die Ausstellungsfläche um knapp ein Drittel auf mehr als 17 000 Quadratmeter.
Sprengel Museum eröffnet knapp 36 Millionen teuren Anbau
Da schnurrt die Tuba

Da schnurrt die Tuba

Bremen - Von Mareike Bannasch. Laut knarzen die Basstiefen, ein schnelles Klacken gibt den Rhythmus vor, ab und an zerreißt ein schrilles Kreischen die Stille. Elektronische Tanzmusik, wie man sie aus jedem x-beliebigen Nachtclub in Bremen und umzu kennt. Allerdings kommt die Melodie an diesem Abend nicht aus dem Computer, stattdessen sind Tuba, Posaune, Geige, Cello und Percussions für das Klangerlebnis verantwortlich.
Da schnurrt die Tuba
Leben von Paula Modersohn-Becker wird verfilmt

Leben von Paula Modersohn-Becker wird verfilmt

Worpswede - Die Malerin Paula Modersohn-Becker wurde nur 31 Jahre alt. Trotzdem schuf sie mehr als 700 Gemälde und 1000 Zeichnungen. Ihr kurzes, aber bewegtes Leben wird jetzt für das Kino verfilmt, die Dreharbeiten laufen seit einigen Tagen.
Leben von Paula Modersohn-Becker wird verfilmt
Die Karawane geht, das Elend bleibt

Die Karawane geht, das Elend bleibt

Bremen - Von Andreas Schnell. Natürlich hätte er auch eine andere Ukraine zeigen können, eine mit Glamour und Luxus, sagt Miron Zownir im Künstlergespräch. Seine Kunst sei radikal subjektiv. Und Objektivität gebe es ohnehin nicht. Oder etwa doch? Der Kommentar des Dokumentarischen sind Schnitt, Ausschnitt, Perspektive, Auswahl. Der Macht der Bilder zu erliegen, mag verlockend sein. Zumal sie ihren Anspruch und dessen Grenzen nicht offen vor sich hertragen.
Die Karawane geht, das Elend bleibt
Was ist… eine Kadenz?

Was ist… eine Kadenz?

Bremen - Von Uli König. Gern erinnere ich mich an die Zeit als Jungstudent an der Hochschule der Künste in Berlin.
Was ist… eine Kadenz?
Fragmente eines Häschenwitzes

Fragmente eines Häschenwitzes

Hannover - Von Jörg Worat. Der Hindukusch ist ein Gebirge? Kein Fluss? Woher wollen Sie das wissen? Waren Sie denn schon mal dort? Im Zeitalter von Fernsehen und Internet scheint vieles so klar zu sein, das Fremde so nah – was Wolfram Lotz mit den Verwirrspielen seines Stücks „Die lächerliche Finsternis“ massiv in Frage stellt.
Fragmente eines Häschenwitzes
Mehr Musik geworden

Mehr Musik geworden

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Was macht eigentlich Daniel Harding? Im zarten Alter von 22 Jahren hatte er einst das Pult der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen erobert. Seit 2007 leitet er das Swedish Radio Symphony Orchestra in Stockholm und hat sich in dieser Zeit einen Ruf als Gustav-Mahler-Interpret erarbeitet.
Mehr Musik geworden
Freude, schöne Giftkapsel

Freude, schöne Giftkapsel

Hannover - Von Jörg Worat. „Ich finde es gut, die Verantwortung an die Zuschauer abzugeben“, lässt Jürgen Kuttner im Programmheft wissen, „und zu sagen: Wir sind nicht dazu da, uns eure Gedanken zu machen…“ Das mag man „ehrenwert“ nennen oder auch „einfach“ – jedenfalls haben Kuttner und Tom Kühnel als Regieteam Heiner Müllers „Der Auftrag“ in eine Art Spielwiese verwandelt. Die Schauspielhaus-Premiere war zugleich der Saisonauftakt im hannoverschen Staatstheater.
Freude, schöne Giftkapsel
Es faucht und grollt der Erzähllöwe

Es faucht und grollt der Erzähllöwe

Bremen - Von Andreas Schnell. Gleich zweimal war The Amazing Keystone Big Band beim diesjährigen Musikfest zu sehen, am Freitagabend mit ihrem „Tribute To Quincy Jones“ und am Sonntag beim Familienkonzert mit Camille Saint-Saëns‘ „Karneval der Tiere“ mit Gast Anna Thalbach. Und schon im vergangenen Jahr hatte sich die französische Formation eines Klassikers angenommen, um ihn mit den Mitteln einer Big Band auf seine Jazz-Fähigkeit hin zu überprüfen. Seinerzeit ging es um Prokofjews „Peter und der Wolf“. - Von Andreas Schnell.
Es faucht und grollt der Erzähllöwe
Kultur nach neoliberaler Art

Kultur nach neoliberaler Art

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Der Deutsche Bund der Steuerzahler, so viel Chronistenpflicht muss sein, macht sich um den Erhalt einer gefährdeten Spezies verdient: die Schelte auf die hiesige Kulturförderung. Fast hätte man schon geglaubt, das letzte Exemplar dieser Art sei mittlerweile ausgestorben, da kommt auch schon eins in Gestalt einer Pressemitteilung ums Stammtisch-Eck.
Kultur nach neoliberaler Art
Kantiges Songwriting aus der Fundgrube Austin

Kantiges Songwriting aus der Fundgrube Austin

Hamburg - Von Pascal Faltermann. Fünf Alben, eine EP, eine Live-DVD, eine Weihnachts-Single und mehr als 50.000 Likes bei Facebook. Doch in Deutschland kennt die Band Quiet Company kaum jemand.
Kantiges Songwriting aus der Fundgrube Austin
Verschwunden zwischen Geigen und Trompeten

Verschwunden zwischen Geigen und Trompeten

Bremen - Von Mareike Bannasch. 700 Männer, Frauen und Kinder, die lauthals gegen Fremdenhass anschmettern. Hundertschaften der Polizei, die eine Demonstration Rechtsradikaler verhindern und die Gruppen im Bus wieder auf die Heimreise schicken. Das Schicksal der Flüchtlinge, von denen immer mehr Deutschland erreichen, wird auch in der Bremer Innenstadt präsenter, zumindest am Samstag.
Verschwunden zwischen Geigen und Trompeten
Antrag auf Liebe vorerst abgelehnt

Antrag auf Liebe vorerst abgelehnt

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Und diese Frau, wissend lächelnd wie eine Sphinx, kühl die Bühne durchschreitend wie ein Automat, diese Frau also soll das Opfer einer Vergewaltigung sein? Gewaltsam misshandelt, ausgerechnet vom feschen Grafen F., der ihr doch eben noch als Retter erschien?
Antrag auf Liebe vorerst abgelehnt
Die wichtigsten Ensembles

Die wichtigsten Ensembles

Was war? was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Die wichtigsten Ensembles
Gegen die Ermüdung

Gegen die Ermüdung

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Zu ihren vielen Preisen, darunter dreimal der Echo Klassik, kann die niederländische Geigerin Janine Jansen nun dieses Jahr den 17. Musikfest-Preis entgegennehmen und befindet sich damit unter den allerersten Musikern der klassischen Musik: Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner, Roger Norrington, Marc Minkowski, Anne Sophie von Otter, Jessye Norman und Hélène Grimaud gehören dazu. Dass es nicht die Falsche traf, hat die 1978 geborene Künstlerin erneut in zwei Konzerten beim Musikfest bewiesen.
Gegen die Ermüdung
So schön klingt‘s im Himalaya

So schön klingt‘s im Himalaya

Bremen - Von Wolfgang Denker. Wieder einmal sind die Bremer Philharmoniker über sich selbst hinausgewachsen. Beim Musikfest des letzen Jahres war es die neunte Sinfonie von Gustav Mahler, mit dem das Orchester unter Markus Poschner Maßstäbe setzte. In diesem Jahr galt der „hauseigene“ Beitrag zum Musikfest der Sinfonie Nr. 8 c-moll von Anton Bruckner.
So schön klingt‘s im Himalaya
Musik, Kunst und Konferenz

Musik, Kunst und Konferenz

Hamburg - Wie man es auch dreht und wendet: Die wichtigste Rolle im Musikgeschäft spielen persönliche Kontakte. Bestens pflegen und erweitern kann man diese Kontakte an vier Tagen auf der Hamburger Reeperbahn vom Mittwoch 23. bis Samstag, 26. September. Eine Mischung aus Musik, Kunst und Konferenz lockt sei zehn Jahren die Besucher an.
Musik, Kunst und Konferenz
Was ist… ein Inspizient?

Was ist… ein Inspizient?

Oldenburg - Von Lisa Jopt. Man denkt ja gar nicht, was es im Theater für irre Berufe gibt. Wir haben Putzmacher, Rüstmeister, Schuhmacher, Schnürmeister und eben auch Inspizienten. - Von Lisa Jopt.
Was ist… ein Inspizient?