Ressortarchiv: Kultur

Metal-Fans feiern Schlammparty

Metal-Fans feiern Schlammparty

Wacken - Von Claudia Thaler. Regen, Schlamm und trotzdem gute Laune: Nach einer Nacht mit Wind und Dauerregen harren die durchnässten Metal-Fans am Festivalgelände in Wacken aus. Dafür gibt es Death Metal zum Frühstück, Heavy Metal zum Abendbrot.
Metal-Fans feiern Schlammparty
Wacken: Heavy-Metal-Festival ist gestartet

Wacken: Heavy-Metal-Festival ist gestartet

Wacken - Nach einem durchnässten Anreisetag ist das 26. Wacken Open Air offiziell gestartet. Die Metal-Fans hofften noch auf Sonnenstrahlen - während die Bundeswehr den durchfrorenen Besuchern einheizte.
Wacken: Heavy-Metal-Festival ist gestartet
Möbel, die Bären lieben

Möbel, die Bären lieben

Hannvoer - Von Jörg Worat. Ein kleines Wortspiel hat sich das Museum August Kestner in Hannover bei einer im besten Sinne merkwürdigen Ausstellung gegönnt: In „Sitzen beim Papst“ geht es nicht um das geistliche Oberhaupt, sondern um den Designer Walter Papst (1924-2008). Obwohl die Schau der Firma Wilkhahn in ihren räumlichen Dimensionen nicht sonderlich üppig ausgelegt ist, bietet sie viel Stoff zum Erforschen, weil nicht nur die Entwürfe des Designers thematisiert werden, sondern auch seine sehr spezielle Persönlichkeit.
Möbel, die Bären lieben
"Matsch"-Fun in Wacken

"Matsch"-Fun in Wacken

Wacken - Knöcheltiefer Matsch, heftiger Regen und ein Schlammbad beim Wacken Open Air. "Matsch"-Fun könnte man denken. Zumindest die Polizei in Schleswig-Holstein zeigt Humor.
"Matsch"-Fun in Wacken
Vertrag von Bolschoi-Ballettchef Filin nicht verlängert

Vertrag von Bolschoi-Ballettchef Filin nicht verlängert

Moskau - Rund zweieinhalb Jahr nach einem Säureanschlag auf ihn entlässt das Moskauer Bolschoi-Theater seinen Ballettchef Sergej Filin. Für ihn sei die Nachricht überraschend gewesen. 
Vertrag von Bolschoi-Ballettchef Filin nicht verlängert
Joss Stone: Miss Barfuß macht jetzt Reggae

Joss Stone: Miss Barfuß macht jetzt Reggae

Berlin - Mit Marihuana und warmem Guinness hat sich Joss Stone in Jamaika für ihr Album „Water For Your Soul“ in Stimmung gebracht. Inspiriert hat sie dazu der Sohn einer wahren Reggae-Legende.
Joss Stone: Miss Barfuß macht jetzt Reggae
Ein Mann sucht sein Leben

Ein Mann sucht sein Leben

Bremen - Von Johannes Bruggaier. „Flusspferde“, heißt es in einer bekannten Internet-Enzyklopädie, „verbringen praktisch den ganzen Tag schlafend oder ruhend“. Das hört sich beneidenswert an. Man muss aber dazu wissen, dass Flusspferde reine Vegetarier sind, außer dem Menschen kaum Feinde haben und keinerlei Sehnsucht nach einer monogamen Beziehung verspüren. Das alles vereinfacht das Leben ungemein, weshalb Flusspferde im Vergleich zu Menschen gut Reden haben. - Von Johannes Bruggaier.
Ein Mann sucht sein Leben
Standing Ovations für Bayreuther Ratten-"Lohengrin"

Standing Ovations für Bayreuther Ratten-"Lohengrin"

Bayreuth - Die Rattendämmerung ist eingeläutet: Die Bayreuther Kult-Inszenierung von Regisseur Hans Neuenfels steht in diesem Jahr zum letzten Mal auf dem Bayreuther Spielplan. Ein Grund zur Wehmut - wäre der nächste „Lohengrin“ nicht so vielversprechend.
Standing Ovations für Bayreuther Ratten-"Lohengrin"
Musik und Kritik

Musik und Kritik

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Musik und Kritik
Premiere in Bayreuth: Düstere Inszenierung, glänzende Sänger

Premiere in Bayreuth: Düstere Inszenierung, glänzende Sänger

Bayreuth - Mit riesigem Applaus für die Sänger ist die Neuinszenierung der Oper „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen gestartet.
Premiere in Bayreuth: Düstere Inszenierung, glänzende Sänger
Jubel für Gottschalk und Merkel in Bayreuth

Jubel für Gottschalk und Merkel in Bayreuth

Bayreuth - TV-Urgestein Thomas Gottschalk ist am Samstag auf dem Grünen Hügel in Bayreuth mit großem Jubel empfangen worden. Der Entertainer ging zu seinen Fans und schrieb Autogramme. Er trug ein weiß-graues Sakko und Fliege.
Jubel für Gottschalk und Merkel in Bayreuth
Stümper in der Schlacht

Stümper in der Schlacht

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Seit dem traurigen Sieg des Königs Pyrrhus über die römischen Truppen dürfte es kaum ein militärisches Ereignis gegeben haben, das annähernd nachhaltig Eingang in unsere Sprache zu finden vermochte: An die Schlacht bei Waterloo erinnern in schöner Regelmäßigkeit Fußballreporter und Politiker, Lehrkräfte und Sitzenbleiber. In diesen Tagen jährt sich das Ereignis zum 200. Mal. Der Militärhistoriker Klaus-Jürgen Bremm hat zu diesem Anlass noch einmal die Akten gewälzt („Die Schlacht“, Theiss). Herausgekommen ist dabei eine detaillierte Beschreibung des Schlachtablaufs mit mancher recht überraschenden Erkenntnis. Der High-Noon der großen Strategen Europas war in Wahrheit ein „Patt der Fehler und Versäumnisse“. - Von Johannes Bruggaier.
Stümper in der Schlacht
Gedenken ohne Gedenkton

Gedenken ohne Gedenkton

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Beim Besuch eines der noch erhaltenen Konzentrationslager mag man es sich gar nicht vorstellen. Doch tatsächlich hat es inmitten des täglichen Tötens auch Musik gegeben. Es gab sie auf Befehl von oben, zwangsweise intoniert von eigens zusammengestellten Häftlingsorchestern. Es gab sie aber auch heimlich in den Baracken, komponiert und gesungen an abgelegenen Orten zur Stärkung des Widerstandsgeists. Und dann konnte es auch geschehen, dass beides zusammenkam: Widerstandslieder, deren kritischer Gehalt sich den begriffsstutzigen SS-Schergen nicht erschloss, sodass Täter und Opfer gemeinsam sangen. - Von Johannes Bruggaier.
Gedenken ohne Gedenkton
Krautrock-Pionier Dieter Moebius gestorben

Krautrock-Pionier Dieter Moebius gestorben

Berlin - Mit Bands wie Cluster und Harmonia war er ein Pionier des Krautrock: Im Alter von 71 Jahren ist der Musiker Dieter Moebius gestorben.
Krautrock-Pionier Dieter Moebius gestorben
Wie der Krieg moderne Staaten und Banken erschuf

Wie der Krieg moderne Staaten und Banken erschuf

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Nach einigen Jahrhunderten des Lobgesangs auf die Renaissance gerät die Epoche des Übergangs aus dem dunklen Mittelalter in die helle Neuzeit zusehends unter kritischere Betrachtung.
Wie der Krieg moderne Staaten und Banken erschuf
Großer Feldherr mit kindischen Anwandlungen

Großer Feldherr mit kindischen Anwandlungen

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Am 10. August 1813, es war noch recht früh am Tage, beschloss Napoleon Bonaparte, schon mal schlafen zu gehen. Der Beschluss wäre nicht weiter der Rede wert, hätte es für den französischen Kaiser nicht noch eine Kleinigkeit zu erledigen gegeben: Ein Friedensangebot der Alliierten wartete auf eine Antwort und zwar nicht länger als bis zu ebendiesem 10. August. 
Großer Feldherr mit kindischen Anwandlungen
Eruptive Klangpracht

Eruptive Klangpracht

Bremen - Von Wolfgang Denker. „Sommer in Lesmona“ – das ist (nun schon im 21. Jahr) immer ein besonderes Ereignis. Einerseits, weil mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen musikalisch erstrangige Qualität garantiert ist und andererseits, weil das Publikum mit seinen Picknick-Ritualen, Kleidern und vielen Strohhüten dieses Ereignis in Knoops Park geradezu zelebriert. - Von Wolfgang Denker.
Eruptive Klangpracht
Draußen ist sicher - fast immer

Draußen ist sicher - fast immer

24-Stunden-Überwachung: Da fühlt man sich doch so richtig sicher. Oder?
Draußen ist sicher - fast immer
Draußen ist es gefährlich

Draußen ist es gefährlich

Bremen - Von Johannes Bruggaier. „Achtung!“, ruft dem Passanten am Bremer Teerhof ein Schild mit Überwachungskamera entgegen: „Dieser Bereich wird 23 Stunden audio- und videoüberwacht!“ Der um seine Sicherheit besorgte Bürger mag sich gerade entschließen, erleichtert durchzuschnaufen, da beschleicht ihn auch schon ein leises Unbehagen. „23 Stunden“? Und in welchen restlichen 60 Minuten genau dürfen die Kriminellen dieser Stadt unbeobachtet drauflos prügeln?
Draußen ist es gefährlich
Skurrile Exponate in Frankfurt

Skurrile Exponate in Frankfurt

Frankfurt/Main - Tierschädel oder eine alte versteinerte Schlange: skurrile Exponate sind momentan in der Ausstellung „Senckenbergs verborgene Schätze“ in Frankfurt zu sehen.
Skurrile Exponate in Frankfurt
Alte Musik „plugged“

Alte Musik „plugged“

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Alte Musik braucht alte Instrumente, sonst ist sie nicht alt. Seit Jahrzehnten bemüht man sich deshalb um Rekonstruktionen barocker Klangkörper und Bögen, forscht zu Spieltechniken und natürlich auch zur historisch informierten Aufführungspraxis. Es ist nicht immer ganz klar, was Antrieb und Ziel dieses Strebens ist: die Sehnsucht nach einem authentischen Musikerlebnis aus einer Zeit vor aller Klang- und Reizüberflutung? Oder eine Hoffnung auf die inspirierende Kraft der Geschichte? - Von Johannes Bruggaier.
Alte Musik „plugged“
Hingegossene Körper

Hingegossene Körper

Hannover - Von Jörg Worat. Wenn die Kestnergesellschaft in einer Parallelausstellung Arbeiten von Pipilotti Rist (wir berichteten) und Nan Goldin zeigt, sind das gewiss höchst unterschiedliche Positionen. Aber es finden sich auch Gemeinsamkeiten: Zum einen spielt die Darstellung des Körperlichen bei beiden Künstlerinnen eine zentrale Rolle, zum anderen sind beide in dieser Schau anders repräsentiert als gewohnt.
Hingegossene Körper
Bedingungslos geliebt

Bedingungslos geliebt

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Hans Christian Andersens 1837 entstandenes Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ hat zahlreich Spuren in der Kunst hinterlassen, in der Musik, der Literatur, im Film, im Tanz.
Bedingungslos geliebt
Summen, Schwirren, Knarzen

Summen, Schwirren, Knarzen

Bremen - Von Andreas Schnell. In Oldenburg ist sie schon seit 2013 ein jährlicher Saisonhöhepunkt für Freunde der Neuen Musik. Am vergangenen Wochenende stellte Klangpol, das Netzwerk Neue Musik im Nordwesten, die Lange Nacht der Musik nun auch in Bremen vor. Über vierzig Konzerte bei freiem Eintritt an verschiedenen Orten entlang der Bremer Kulturmeile und darüberhinaus ließen einen Abend lang den Formenreichtum der zeitgenössischen Musik erahnen. Von Solo-Stücken bis zu größeren Ensembles, vom Liederabend bis zur Klanginstallation, vom Perkussionsstück bis zur elektronischen Komposition reichte das Spektrum, wobei einiges geradezu ehrwürdig wirkte – sogar Franz Liszt stand auf dem Programm. - Von Andreas Schnell.
Summen, Schwirren, Knarzen
„Beruf ist wie eine Droge“

„Beruf ist wie eine Droge“

Bremen - Von Andreas Schnell. Eigentlich hatte er eine Lehrerausbildung angefangen – aber sein Chorprofessor schickte ihn zum Vorsingen, und schon war Patrick Zielke auf dem Weg zum Opernsänger. Nach dem Master Oper in Stuttgart kam eine Einladung nach Luzern. Nach zwei Jahren wechselte er ans Theater Bremen, wo er allein in der ausgehenden Spielzeit an sieben Produktionen beteiligt war, darunter die spektakuläre Operndekonstruktion „Les robots ne connaissent pas le blues oder Die Entführung aus dem Serail“.
„Beruf ist wie eine Droge“
Järvi braucht Stimmen

Järvi braucht Stimmen

Bremen - Im Rennen um die Auszeichnung „Künstler des Jahres“ der britischen Zeitschrift „Gramophone“ hat sich in diesem Jahr auch Paavo Järvi einen Platz unter den Nominierten gesichert. Der Dirigent der Deutschen Kammerphilharmonie zählt zu einem elitären Kreis aus zehn Musikern, die für den renommierten „Gramophone Award“ ausgewählt wurden.
Järvi braucht Stimmen
Kunst kostet

Kunst kostet

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Kunst kostet
„Bekommen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht“

„Bekommen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht“

Bremen – Von Pascal Faltermann. Es war ruhig geworden in der Diskussion um kulturelle Vielfalt, Spielräume für Musiker und den Wert von Kultur in Bremen. Doch im Hintergrund tat sich einiges. Am Mittwoch kam es zu einem Treffen von mehreren Gastronomen aus dem Viertel sowie der Neustadt mit Politik und Verwaltung.
„Bekommen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht“
Den Letzten beißen die Delfine

Den Letzten beißen die Delfine

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Man fragt sich, warum niemand auf diese Romanidee gekommen ist. Darauf, die Folgen des Zweiten Weltkriegs in einer modernen Odyssee zu spiegeln: mit einem Helden, der nach Jahren des Gemetzels nur noch nach Hause will, dieses Zuhause aber nach all dem Grauen einfach nicht mehr finden kann. Lag sie etwa nicht auf der Hand, die Parallele zwischen antikem Mythos und gegenwärtiger Wirklichkeit? Oder sind diese Versuche nur nicht bekannt? - Von Johannes Bruggaier.
Den Letzten beißen die Delfine
Unter der Mäusehaut

Unter der Mäusehaut

Bremen - Von Mareike Bannasch. Zum Anfang gibt‘s natürlich auch einen Anfang, der eigentlich Ende heißt, obwohl – hach, ist das alles kompliziert – von der Schöpfung spricht. „She She Pop“, ein Berliner Performance-Kollektiv, erzählt in sieben Szenen die Schöpfungsgeschichte. Was das mit dem Ende zu tun hat? Nun ja, das Programmheft erklärt es so: Nur am Ende scheint etwas Anderes und damit auch Neues möglich. Und da ist er dann auch, der Bezug zur Schwankhalle. Zu all den Neustarts, die andere Blickwinkel fernab vom Bremer Klüngel versprachen und am Ende doch wieder verpufften. Jetzt aber soll alles anders werden, versprechen zumindest die neue künstlerische Leiterin Pirkko Husemann und Kurator Florian Ackermann.
Unter der Mäusehaut
Zehn Gründe, warum Roskilde das bessere Festival ist

Zehn Gründe, warum Roskilde das bessere Festival ist

Roskilde - Von Pascal Faltermann. Heißer, schöner, anders - mit dem Roskilde Festival ist am Wochenende eines der größten Musikfestivals in Europa zu Ende gegangen. Bereits eine Woche zuvor am Samstag startete das dänische Open-Air, ab Mittwoch ging es in die heiße Haupt-Konzert-Phase.
Zehn Gründe, warum Roskilde das bessere Festival ist
Einfach mal einlullen lassen

Einfach mal einlullen lassen

Hannover - Von Jörg Worat. „Ziehen Sie die Schuhe aus und strecken Sie die Zehen“: Nein, wir sind nicht in einem Wellness-Tempel, sondern in der Kestnergesellschaft in Hannover. Und es geht auch nicht um ein Entspannungsritual, sondern um Kunst – wobei sich allerdings beides in der Ausstellung von Pipilotti Rist keineswegs ausschließt.
Einfach mal einlullen lassen
Bremen ehrt Zielke

Bremen ehrt Zielke

Bremen - Der Bremer Opernsänger Patrick Zielke erhält den diesjährigen Kurt-Hübner-Preis. Wie gestern die Bremer Theaterfreunde mitteilten, wird der 33 Jahre alte Bassist damit für seine Rollen und Partien in der abgelaufenen Spielzeit am Theater Bremen geehrt. Zielke sei nicht nur ein herausragender Sänger, sondern auch ein wunderbar intensiver Schauspieler, heißt es in der Begründung der Jury: „ein Sängerdarsteller, der in den unterschiedlichsten Figuren aufgehen kann und doch immer er selbst bleibt.“ Der Kurt-Hübner-Preis wird seit 1996 alljährlich an Ensemblemitglieder des Bremer Theaters verliehen, deren künstlerische Leistung als besonders förderungswürdig erscheint. Die nach dem legendären Theaterintendanten benannte Auszeichnung ist mit 5000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr war sie an den scheidenden Leiter der Musiksparte, den Regisseur Benedikt von Peter, gegangen. Zielke war am Theater Bremen unter anderem in den „Meistersingern“, „Anna Karenina“, dem „Liebestrank“ sowie zuletzt in der „Entführung aus dem Serail“ zu erleben. In einer ersten Reaktion zeigte er sich gestern überrascht: „Ich fühlte mich schon sehr geehrt, dass ich überhaupt vorgeschlagen wurde.“ Die Preisverleihung findet am kommenden Montag um 20 Uhr im Theater Bremen statt
Bremen ehrt Zielke
Vor der eigenen Haustür wird Fracking unheimlich

Vor der eigenen Haustür wird Fracking unheimlich

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Der Buchrücken verspricht in großen Buchstaben, dass dieses Buch „alles“ verändern werde, „This Changes Everything“ lautet in der englischsprachigen Originalausgabe sogar der Titel: Drunter macht sie es offenbar nicht, die amerikanische Globalisierungskritikerin und Bestsellerautorin Naomi Klein. Drunter sollte man es vielleicht auch nicht machen, wenn es darum geht, den Prozess der Erderwärmung endlich aufzuhalten. - Von Johannes Bruggaier.
Vor der eigenen Haustür wird Fracking unheimlich
Die Angst der Andersartigen

Die Angst der Andersartigen

Bremen - Von Andreas Schnell. Wenn es um Musik, Theater, Politik und Afrika geht, geht es ja beinahe schon um alles. Entsprechend weit gefasst ist auch das formale und ästhetische Spektrum des Festivals „Kidnapping Mozart“, das rund ums Theater am Goetheplatz stattfindet und mit einem Umzug der Figurentheatertruppe „Das Helmi“, einer Vernissage im Kleinen Haus, wo die Hamburger Gruppe Tapemosphere unter Verwendung von Musikcassetten und den ihnen innewohnenden Tonbändern einen begehbaren Klangraum geschaffen hat, startet. Auf dem Vorplatz des Kleinen Hauses nimmt derweil ein Kino seinen Dienst auf, das wiederum im Verlauf des Festivals seine Mobilität unter Beweis stellt. - Von Andreas Schnell.
Die Angst der Andersartigen
Eine Insel namens Mozart

Eine Insel namens Mozart

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Die Ränge sind nicht besetzt, das Orchester sitzt flankiert von Zuschauern auf der Bühne, das Parkett ist weitgehend leergeräumt und vor dem auf dem Boden sitzenden Publikum steht ein riesiges Mischpult. Ein Bühnenbild gibt es nicht, die Zuhörer sollen sich bewegen, sich ihre eigene Mischung und Sicht herstellen. Das klingt nach einer Inszenierung des leitenden Regisseurs des Theaters Bremen Benedikt von Peter: ist es auch.
Eine Insel namens Mozart
Nett ist nicht grauenhaft

Nett ist nicht grauenhaft

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Nett ist nicht grauenhaft
Deutsche Kammerfotografie

Deutsche Kammerfotografie

Bremen - Von Mareike Bannasch. Aus, Schluss, vorbei: Wo eben noch Musiker saßen, bleiben nur leere Stühle. Mit schmalen Lehnen und irgendwie unbequem stehen sie da, unter ihnen große Lachen auf dem blank polierten Holzboden. Wie gewöhnliches Wasser sieht das aus, was da die Maserung entlang rinnt. Ist es aber nicht wirklich, sondern Kondenswasser. Denn auf den Stühlen haben bis vor kurzem noch die Bläser gesessen. Ob sie noch mal zurückkommmen? Keine Ahnung, vielleicht, die Noten sind zumindest noch da.
Deutsche Kammerfotografie
Saugen und schlecken in der Fremde

Saugen und schlecken in der Fremde

Syke - Von Johannes Bruggaier. Wenn die Bremer Kunsthochschule ihre Meisterschüler präsentiert, ist Südkorea immer dabei. Keine Ausstellung ohne Künstler aus dem fernen Osten, Südkorea ist an deutschen Kunsthochschulen so häufig vertreten wie kein anderes Land. Umgekehrt reisen auch immer wieder junge deutsche Künstler nach Seoul, um in der Ferne neue Inspiration zu erlangen. Das Syker Vorwerk nimmt diesen Umstand zum Anlass für eine verbindend vergleichende Ausstellung. „Say Kimchi!“ zeigt Werke von deutschen Künstlern, die in Südkorea gewirkt sowie von südkoreanischen Kollegen, die in Deutschland studiert haben. - Von Johannes Bruggaier.
Saugen und schlecken in der Fremde
"Beercycling" auf Festival: Aus Urin soll Bier werden

"Beercycling" auf Festival: Aus Urin soll Bier werden

Roskilde - Was darf bei einem guten Rock-Festival nicht fehlen? Bier. Die Veranstalter in Roskilde wollen für 2017 ein ganz besonderes Bier brauen lassen. Es wird mit Hilfe von Urin gemacht.
"Beercycling" auf Festival: Aus Urin soll Bier werden
Auf dem digitalen Drogentrip

Auf dem digitalen Drogentrip

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Natürlich verspricht „Kunst nach 1990“ etwas anderes als beispielsweise „Kunst nach 1980“. 1990, diese Zahl ist untrennbar verknüpft mit der politischen Wende in Osteuropa, insbesondere aber mit der Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands. Wie also wirkte sich die Revolution in der Gesellschaft auf die Kunst aus? Wo findet der Niedergang des Sozialismus seinen Niederschlag in der Ästhetik?
Auf dem digitalen Drogentrip
Die Frisur sitzt

Die Frisur sitzt

Hannover - Von Jörg Worat. Kunst kann einen hohen Unterhaltungswert haben: Das beweist die Schau „Plakativ. Toulouse-Lautrec und das Plakat um 1900“ in der Wechselausstellungshalle des Sprengel Museums Hannover. Die üppig gehängte Schau ist ein Beispiel für die vielen Schätze, die in den Archiven des Hauses schlummern und bislang zumindest vor Ort noch nie öffentlich zu sehen waren. Zudem sind die Werke eine Spiegelung der Zeit vor den Ausbrüchen von Kubismus und Expressionismus, also dem eigentlichen Beginn der Moderne.
Die Frisur sitzt
Pharrell Williams heizt beim Roskilde Festival ein

Pharrell Williams heizt beim Roskilde Festival ein

Roskilde - Das dänische Roskilde Festival ist am Mittwoch unter anderem mit einem Auftritt von Pharrell Williams (42) in seine viertägige Hauptphase gestartet.
Pharrell Williams heizt beim Roskilde Festival ein
Triebe in Zeiten der Zerstörung

Triebe in Zeiten der Zerstörung

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Als der Krieg vorbei war und Europa wie auch seine Zivilgesellschaft in Trümmern lag, schälte sich ein Dreigestirn des menschlichen Existenzkampfes heraus. Sex, Nahrung, Vergeltung: Es schien, als sei alles Handeln diesen Trieben unterworfen, und als würde eine Zukunft erst beginnen können, wenn alle drei Bedürfnisse vollends gestillt sind. - Von Johannes Bruggaier.
Triebe in Zeiten der Zerstörung
Roboter in der Mozartmaschine

Roboter in der Mozartmaschine

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Seit 2005 arbeiten die Regisseurin Monika Gintersdorfer und der bildende Künstler Knut Klaßen zusammen mit Künstlern aus der Elfenbeinküste. Gintersdorfer/Klaßen war von 2012 bis 2014 Artist in Residence am Theater Bremen, hat hier vier Produktionen erarbeitet und diverse Gastspiele gezeigt. Nun trifft sie mit Mozarts 1782 entstandener „Entführung aus dem Serail“ erstmals auf die Oper.
Roboter in der Mozartmaschine
Ärger schmerzlich vermisst

Ärger schmerzlich vermisst

Hannover - Von Jörg Worat. Paare, überall Paare: Der formale Schwerpunkt beim 29. Internationalen Wettbewerb für Choreographen, neudeutsch als „choreography 29“ bezeichnet, war schnell ausgemacht. Ausschließlich Duette bei den neun Wettbewerbern, die es in die Endrunde schafften, schon im Halbfinale hatte es unter 18 Teilnehmern lediglich zwei Ausnahmen in Form von Trios gegeben. Zeichen für eine neue Privatheit? - Von Jörg Worat.
Ärger schmerzlich vermisst