Ressortarchiv: Kultur

Jan Böhmermann teilt aus

Jan Böhmermann teilt aus

Bremen - Jan Böhmermann teilt aus. Mit den scharfen verbalen Waffen des Vorzeige-Satirikers im slim-fit Sakko verteidigt er die wahre Schönheit seiner alten Liebe: vollgekotzt, stinkend und laut. Mit einem „Sieben-Punkte-Programm zur De-Gentrifizierung des Viertels“ knallt er einen Video-Beitrag zur Aktion mit dem Hashtag #bremenlebt raus.
Jan Böhmermann teilt aus
Alles abverlangt

Alles abverlangt

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Es gehört schon viel Selbstbewusstsein und noch mehr Mut dazu, in der vordersten Reihe der Streichquartette mitmischen zu wollen: zahllos die Quartettformationen, aber auch zahllos das höchste und allerhöchste Niveau. Bei ihrer Gründung 2006 waren die Mitglieder des Armida Quartetts gerade mal um die zwanzig Jahre alt. Nach einer geradezu explosiven Karriere räumten sie beim renommierten ARD-Musikwettbewerb 2012 ab: erster Preis, Publikumspreis und sechs weitere Sonderpreise. - Von Ute Schalz-Laurenze.
Alles abverlangt
Berserker und Dilettanten am Werk

Berserker und Dilettanten am Werk

Hannover - Von Jörg Worat. Heiner Müller zum Saisonauftakt – da war doch mal was? Richtig: Als Lars-Ole Walburg 2009 seinen Einstand als Intendant des hannoverschen Staatsschauspiels feierte, inszenierte er die „Wolokolamsker Chaussee“. Hat es irgendwas mit „back to the roots“ zu tun, wenn er nun die kommende Spielzeit mit Müllers Stück „Der Auftrag“ einläuten will, wenngleich die Regie diesmal in fremden Händen liegen wird, nämlich denen von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner? Steckt dahinter eine Rückbesinnung auf eine spezielle Form politischen Theaters? - Von Jörg Worat.
Berserker und Dilettanten am Werk
Band-Quintett um Faakmarwin spielt auf dem Domshof

Band-Quintett um Faakmarwin spielt auf dem Domshof

Bremen - Von Pascal Faltermann. Fünf Bremer Bands spielen für Toleranz, Zuwanderung und mehr kulturelle Mischung. Mit "Vielfalt rockt" ist das Open-Air-Konzert am Donnerstag, 30. April, um 20 Uhr, auf dem Bremer Domshof betitelt.
Band-Quintett um Faakmarwin spielt auf dem Domshof
Containerwahlkampf

Containerwahlkampf

Bremerhaven - Von Wolgang Denker. Im Land Bremen herrscht Wahlkampf. Wer das noch nicht bemerkt hat, sollte sich Lortzings „Zar und Zimmermann“ im Stadttheater Bremerhaven ansehen. Denn dort marschiert der aufgeblasene Bürgermeister van Bett bei seinem Auftritt beifallheischend durch das Publikum, wobei sein Adlatus Rosen und er selbst seine Visitenkarte verteilt. „Ehrlich gemeinsam weiterkommen!“ steht da als Politphrase drauf.
Containerwahlkampf
Bachs Musik ist ein wesentlicher Teil meiner Existenz

Bachs Musik ist ein wesentlicher Teil meiner Existenz

Wolfsburg - Alexander Kohlmann. Mit „Lullaby for Bach“ zeigen die Movimentos Festwochen eine Weltpremiere. Der israelische Choreograph Rami Be'er (58) will Vergangenheit und Gegenwart mit Bachs Musik zusammenbringen. Das alte Kraftwerk des VW-Konzerns ist dafür ein ganz besonderer Ort.
Bachs Musik ist ein wesentlicher Teil meiner Existenz
Lohse will das Wirrwarr lösen

Lohse will das Wirrwarr lösen

Bremen – Von Pascal Faltermann. Behördengänge nerven. Beispiel gefällig? Auf Deutschland-Tour fällt ein Auftritt einer Band aus. Kurzfristig erhält ein Bremer Clubbetreiber die Anfrage der Musiker. Um den Auftritt zu realisieren, muss der Veranstalter drei bis vier Ämter kontaktieren. Schnell. Meist zu schnell.
Lohse will das Wirrwarr lösen
Witz und Wohlklang

Witz und Wohlklang

Bremen - Von Andreas Schnell. Eine gewisse Erschöpfung gehört wohl dazu: Mehr Musik, als man hören kann, Podiumsdiskussionen, Meetings, Empfänge mit Häppchen und auch alkoholischen Spezialitäten, ein Programm vom Vormittag bis spät in die Nacht: Das ist die Jazzahead auch in diesem Jahr gewesen, dem zehnten schon. - Von Andreas Schnell.
Witz und Wohlklang
Hell leuchtend schlägt wohltemperiert

Hell leuchtend schlägt wohltemperiert

Bremen - Von Mareike Bannasch. Eine Hommage an Frankreich: So lässt sich die zehnte „jazzahead!“ wohl am besten zusammenfassen. Zum runden Geburtstag der Messe, die mit Kulturfestival und zahlreichen Konzerten einhergeht, haben sich die Organisatoren auf die Fahnen geschrieben, das musikalische Potenzial unseres Nachbarlandes aufzuzeigen und an die Weser zu holen. - Von Mareike Bannasch.
Hell leuchtend schlägt wohltemperiert
Zum Pop passt kein Bauch

Zum Pop passt kein Bauch

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Und plötzlich ist man 53. Hat sich mehr schlecht als recht durchs Leben geschlagen. Hat geheiratet, sich scheiden lassen, sich einen Bauch angefressen. Bald noch ein bisschen Rente, dann soll’s das auch schon gewesen sein: Ja, ist es denn wahr? So ganz ohne die großen Coups, die man sich in seiner Jugend noch in bunten Farben ausgemalt hatte? Die große Karriere, der Ruhm, die Frauen?
Zum Pop passt kein Bauch
Ab 45 Jahren unsichtbar?

Ab 45 Jahren unsichtbar?

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Ab 45 Jahren unsichtbar?
Bilderbuchschrecken aus der Vorhölle

Bilderbuchschrecken aus der Vorhölle

Syke - Von Mareike Bannasch. Dicht an dicht fliegt das Geschwader, aus ihren Bäuchen prasseln die Bomben. Entkommen kann nur, wer sicher im Bunker sitzt. So wie die Mutter, die schützend ihr Kind an sich presst, ihr gegenüber ein verhärmter Alter: Beide von Schrecken, Tod und Leid gebeugt, während aus dem Volksempfänger die Durchhalteparolen schallen. Ein Geschrei, dem hier nur noch einer glauben mag – der immer noch geblendete Jüngling. Mit zum Hitlergruß ausgestrecktem Arm beschwört er unbeirrbar den Sieg von Führer und Vaterland, während sich draußen die Welt in Schutt und Asche verwandelt. - Von Mareike Bannasch.
Bilderbuchschrecken aus der Vorhölle
Mein Sohn, mein Ebenbild

Mein Sohn, mein Ebenbild

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Ach, gäbe es die Frauen nicht, das Leben für uns Männer wäre so viel einfacher! Der Alltag ließe sich zuverlässig nach einem klar strukturierten Fahrplan organisieren, das Einkaufen dauerte nur noch fünf Minuten, und so mancher hysterische Streit bliebe uns erspart. Es wäre aber auch, seien wir ehrlich, sehr viel trauriger.
Mein Sohn, mein Ebenbild
„Ich hätte es gern einfach“

„Ich hätte es gern einfach“

München - Das Buch des Münchner Baritons Christian Gerhaher ist keine Autobiografie, sondern ein Plädoyer gegen das bloße Konsumieren von Kunst.
„Ich hätte es gern einfach“
Arm, aber glücklich

Arm, aber glücklich

Oldenburg - Von Mareike Bannasch. Langsam bewegen sie sich hin und her, unsichtbare Körper unter einer riesigen Decke. Tonnenschwer sind sie, diese zusammengenähten Börsianer-Hemden und Sekretärinnen-Kostüme und drücken die Männer und Frauen zu Boden. Hier wehrt sich niemand mehr gegen Abgabefristen, endlose Meetings und übervolle Terminkalender. Niemand? Nicht ganz. Einem Pärchen ist die Flucht gelungen, nackt und aneinangeschmiegt stehen die beiden da, den Blick zuversichtlich in die Zukunft gerichtet. - Von Mareike Bannasch.
Arm, aber glücklich
Auge in Auge mit dem Hausmeister

Auge in Auge mit dem Hausmeister

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Erst, erzählt Museumsdirektor Arie Hartog, habe Christian Helwing nur den Pavillon einrichten wollen, das kleine Ausstellungsgebäude außerhalb des Gerhard-Marcks-Hauses. „Aber dann sagte ich ihm: Warum nicht gleich das ganze Museum? Er muss sich halt mit unserem Hausmeister auseinandersetzen!“
Auge in Auge mit dem Hausmeister
Revolverheld-Frontmann liefert Video für #bremenlebt

Revolverheld-Frontmann liefert Video für #bremenlebt

Bremen - Von Pascal Faltermann. Jede Kneipe hat er in Bremen in und auswendig kennengelernt. Er lebte viele Jahre im Viertel. Er ist Fan des SV Werder Bremen. Grund genug für Revolverheld-Sänger Johannes Strate seiner Nominierung zu folgen und ein Video für die Aktion unter dem Hashtag #bremenlebt zu drehen.
Revolverheld-Frontmann liefert Video für #bremenlebt
Trotzig beharrt

Trotzig beharrt

Bremen - Von Andreas Schnell. Dass am gleichen Abend eine Veranstaltung mit Sahra Wagenknecht angekündigt war, hatte offenbar im Vorfeld für Verwirrung gesorgt. Spilker erzählte gut gelaunt, er sei gefragt worden, ob sie das kulturelle Beiprogramm für den Auftritt der Linke-Politikerin seien. Aber da hatte Wagenknecht längst das Gebäude verlassen. - Von Andreas Schnell.
Trotzig beharrt
Klischees des Versuchens

Klischees des Versuchens

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Zuversicht strahlt der Name dieser Compagnie nicht gerade aus. „Can I do this?“ („Schaffe ich das?“) heißt die Truppe des schwedischen Choreografen Sigge Modigh, die am Dienstagabend im Rahmen der Internationalen Tanztage Oldenburg zu erleben war. „I try“ lautet die Antwort: „Ich versuche es.“ - Von Johannes Bruggaier.
Klischees des Versuchens
Bezwinger des Unglücks

Bezwinger des Unglücks

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Obschon Maurice Ravels Orchesterwerke sicher zu den meist gespielten des 20. Jahrhunderts gehören, ist „Ma Mère l‘oye“ eher selten zu hören. Ursprünglich Kinderstücke für Klavier zu vier Händen, erklangen die „Geschichten (Märchen) der Mutter Gans“ nun im Philharmonischen Konzert unter der Leitung des Amerikanders Andrew Litton. Der gefiel sich zunächst einmal in links und rechts immergleichen Bewegungen, als wollte er Kräfte und Impulse für später aufbewahren. Die nutzte er dann für die feurige Schlussapotheose „Le Jardin féerique“. - Von Ute Schalz-Laurenze.
Bezwinger des Unglücks
Bei Spießers im Garten

Bei Spießers im Garten

Oldenburg - Von Mareike Bannasch. Auf einer Holzpalette liegen in Folie verpackte Bündel, auf dem Boden davor stapeln sich Werkzeugkästen, Handschuhe hängen über dem Rand eines Putzeimers: ein geordnetes Chaos, das durchaus ein Teil der aktuellen Ausstellung im Kunstverein Oldenburg sein könnte. Kein Wunder, ähneln die übriggebliebenen Materialien vom Aufbau doch verblüffend einer großen Installation am Eingang der Schau „hören was zusehen“ von Robert Elfgen.
Bei Spießers im Garten
Wohlgesetzt wuselig

Wohlgesetzt wuselig

Bremen - Von Tim Schomacker. Das Konzert beginnt mit einem Hund und endet mit der Schwiegermutter – als Zugabe. Der Hund hieß Franz, die Schwiegermutter Beate. Beide sind tot. Beiden hat Christian Lillinger ein Stück gewidmet. Hören kann man dabei weder den einen noch die andere. Aber die Kompositionen sind über alle beigegebenen Anekdoten erhaben. Ein „kompromissloses Organ“ nennt der Berliner Schlagzeuger sein Septett. Saxophon und Kontrabass sind je doppelt besetzt, dazu das dezente Klavier von Achim Kaufmann, dem Christopher Dells agiles Vibraphon gegenüber steht. Ein früheres Trio Lillingers hieß „Hyperactive Kid“. Das passt ganz gut zu seinem Spiel. - Von Tim Schomacker.
Wohlgesetzt wuselig
Qualvoll zuckend auf dem Weg in die Welt

Qualvoll zuckend auf dem Weg in die Welt

Oldenburg - Von Andreas Schnell. „Ecdysis“, Häutung, heißt das rund 25-minütige Stück, mit dem der ungarische Choreograf Peter Agárdi, der selbst auch als Tänzer international von sich reden machte, die Doppelvorstellung seiner kleinen, erst vor eineinhalb Jahren gegründeten Compagnie am Samstag im kleinen Haus des Oldenburger Staatstheaters eröffnet. - Von Andreas Schnell.
Qualvoll zuckend auf dem Weg in die Welt
Gott sei Dank: Ein Richter!

Gott sei Dank: Ein Richter!

Bremen - Von Mareike Bannasch. Eigentlich will er zur Debatte um die Zukunft der Weserburg am liebsten gar nichts mehr sagen, am Ende kann sich Peter Friese einen Hinweis dann aber doch nicht verkneifen: Man möge das Augenmerk bitte wieder auf die künstlerische Arbeit lenken. Denn während Gutachterskandal und Wahlkampfgetöse nicht nur Kunstfreunde in Atem gehalten haben, gingen die Vorbereitungen zur neuen Ausstellung weiter. „Art in Music“ ist der Titel der Schau, einer Hommage an Siggi Loch, Kunstsammler und Jazzproduzent.
Gott sei Dank: Ein Richter!
Einsam im Techno-Sound

Einsam im Techno-Sound

Oldenburg - Von Mareike Bannasch. Seine Begeisterung kennt in diesen Tagen keine Grenzen, immer wieder gerät er ins Schwärmen. Doch es sind nicht etwa die Leistungen des Ensembles, die den Intendanten des Oldenburgischen Staatstheaters glücklich machen, sondern das heimische Publikum. Nicht nur, dass die 200000-Besucher-Marke in greifbarer Nähe ist, auch fast alle Vorstellungen der zwölften Internationalen Tanztage waren nach rekordverdächtigen drei Tagen ausverkauft. Dazu zählt auch der Eröffnungsabend, für den das Team um Tanzchef Burkhard Nemitz die New Yorker Compagnie Ailey II gewinnen konnte. Eine, um das schon mal vorweg zu nehmen, hervorragende Wahl.
Einsam im Techno-Sound
Als ich den anderen Günter Grass kennenlernte

Als ich den anderen Günter Grass kennenlernte

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Als ich den anderen Günter Grass kennenlernte
Die Liebe und das große Ganze

Die Liebe und das große Ganze

Bremen - Von Tim Schomacker. Es gibt in „Terminator 3“ diesen tollen Moment, in dem John Connor und Kate Brewster erfahren – und zwar von einer androiden Kampfmaschine aus der Zukunft –, dass sie dereinst ein Paar werden. Zudem würden sie noch den postapokalyptischen Menschheitsrest anführen im Kampf gegen die rebellierenden Maschinen. Erst nach dieser Offenbarung ihrer, nun ja: Bestimmung (und dem dazugehörigen Schock) fällt ihnen ein, dass es in ihrer Jugend mal einen Erster-Blick-Moment gegeben hat – beim Knutschen in der Kleinstadtkneipe. Die Liebe und das große Ganze.
Die Liebe und das große Ganze
Wehe, wenn die Preise steigen

Wehe, wenn die Preise steigen

Oldenburg - Von Andreas Schnell. Die gute Nachricht: Drei Tage in der Hölle sind in Oldenburg im Tausch gegen schlappe 80 Westminuten erhältlich. Die schlechte Nachricht: Bei galoppierender Inflation kann sich das schnell ändern. Überhaupt, was kaum verwundern kann, gibt es in Pavel Prjaschkos „Drei Tage in der Hölle“ eher schlechte Nachrichten. Nicht nur für Dima, die Hauptfigur dieses Stücks, das Elina Finkel in der Exerzierhalle in Oldenburg für das Staatstheater zur deutschsprachigen Erstaufführung brachte. - Von Andreas Schnell.
Wehe, wenn die Preise steigen
In Bremen ist das alles normal

In Bremen ist das alles normal

Ein Kommentar von Johannes Bruggaier. Man könnte sich natürlich über die faulen Ausreden der Beteiligten im Gutachterskandal aufregen. Über die Geschichte von den versuchten „Antworten“ auf „Fragen“, die dem Experten aus München nachträglich vorgelegt worden sein sollen. Und von dem „Fehler“, der lediglich im Versäumnis einer „Kenntlichmachung“ solcher „Antworten“ gelegen habe.
In Bremen ist das alles normal
Geschichte der Weserburg

Geschichte der Weserburg

Das Gebäude: Die vier heute miteinander verbundenen Gebäude am Bremer Teerhof wurden im späten 19. Jahrhundert gebaut und dienten einst einer Tabakfabrik. Die Bezeichnung „Weserburg“ leitete sich aus dem 1897 entstandenen Kopfbau des Ensembles ab, der zunächst „Hagensburg“ genannt wurde.
Geschichte der Weserburg
Die Dilettanten

Die Dilettanten

Bremen - Von Johannes Bruggaier. „Die Zukunft der Bremer Weserburg“, das ist die Überschrift einer schier unendlichen, zusehends bizarren, bisweilen unfassbaren Geschichte. Ein Epos, angesiedelt irgendwo zwischen Schauerroman und Schelmenstück, ausgehend von einem denkbar profanen Gegenstand. Die „Ilias“ beginnt mit der Pest im griechischen Lager vor Troja, die „Aeneis“ setzt mit der Flucht aus dem Inferno ein, im „Nibelungenlied“ lesen wir von dem „schönsten Mägdelein“ aus „allen Landen“. Das Bremische Epos dagegen beginnt mit: einer Klimaanlage.
Die Dilettanten
Der Luxus, in Oldenburg Theater zu machen

Der Luxus, in Oldenburg Theater zu machen

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Um andere Kultureinrichtungen toben Grabenkämpfe und Gutachterschlachten – am Oldenburgischen Staatstheater dagegen scheint die Welt noch in Ordnung. „Sauwohl“ führe er sich nach seinem ersten Jahr als Generalintendant, bekennt Christian Firmbach gestern bei der Spielzeitpressekonferenz. - Von Johannes Bruggaier.
Der Luxus, in Oldenburg Theater zu machen
Friedel und Sondergeld bedauern Fehler

Friedel und Sondergeld bedauern Fehler

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Selten dürfte eine Sitzung der Bremer Kulturdeputation auf ein vergleichbares Interesse gestoßen sein. Umstrukturierungspläne, Betriebsratsproteste und dann der Gutachterskandal: Zum Thema Weserburg sollte es einiges zu besprechen geben.
Friedel und Sondergeld bedauern Fehler
Geschickt, aber irgendwie mutlos

Geschickt, aber irgendwie mutlos

Oldenburg - Von Tim Schomacker. Zugegeben: Dass einem vieles von dem, wie Antoine Jully seine Tänzer in Szene setzt, „klassisch“ und „französisch“ vorkommen mag, hat viel mit Klischees zu tun. Gleichwohl zeigt auch der letzte von drei Doppelabenden in seiner ersten Spielzeit als Oldenburger Chefdramaturg die tiefe Grundierung von Jullys szenischer Arbeit im Ballett – so viel Fußspitzentrippler, Spagatsprünge und harmonisch fließende Hebefiguren sind derzeit eher selten zu sehen, wenn es um gegenwärtigen Tanz geht. - Von Tim Schomacker.
Geschickt, aber irgendwie mutlos
Einsam ist‘s, im Reich der Unverstandenen

Einsam ist‘s, im Reich der Unverstandenen

Hannover - Von Jörg Worat. „Nichts ist komischer als das Unglück“: Das proklamierte einst Samuel Beckett. Tatsächlich scheint die Grenze zwischen dem Lustigen und dem Tragischen oft erstaunlich schmal – und als feine Demonstration dieser Wahrheit erwies sich die Premiere von Henrik Ibsens „John Gabriel Borkman“ im Schauspielhaus Hannover. - Von Jörg Worat.
Einsam ist‘s, im Reich der Unverstandenen
Einsam ist‘s, im Reich der Unverstandenen

Einsam ist‘s, im Reich der Unverstandenen

Hannover - Von Jörg Worat. „Nichts ist komischer als das Unglück“: Das proklamierte einst Samuel Beckett. Tatsächlich scheint die Grenze zwischen dem Lustigen und dem Tragischen oft erstaunlich schmal – und als feine Demonstration dieser Wahrheit erwies sich die Premiere von Henrik Ibsens „John Gabriel Borkman“ im Schauspielhaus Hannover. - Von Jörg Worat.
Einsam ist‘s, im Reich der Unverstandenen
Autor und Bürger mit dunklem Geheimnis

Autor und Bürger mit dunklem Geheimnis

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Als Günter Grass im Gespräch mit unserer Zeitung einmal gefragt wurde, was er von schriftstellernden Politikern halte, antwortete er: „Das ist eine Seuche!“ Es war eine typische Grass-Antwort, typisch, weil sie klar in der Sache war und scharf im Stil. Und weil sie zum Widerspruch provozierte: Wenn schriftstellernde Politiker eine Seuche sind, was ist dann mit politischen Schriftstellern?
Autor und Bürger mit dunklem Geheimnis
Sushi schlägt Schweinebraten

Sushi schlägt Schweinebraten

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Draußen in den Büros und Klassenzimmern mögen sie sich noch abstrampeln, die von ihrem faustischen Streben geplagten Kreaturen unserer Zivilisation. Auf der Bühne des Oldenburgischen Staatstheaters dagegen haben sie längst sämtliche Gipfel erklommen.
Sushi schlägt Schweinebraten
Fürs Glück braucht‘s nur ein automatisches Garagentor

Fürs Glück braucht‘s nur ein automatisches Garagentor

Bremen - Von Mareike Bannasch. Kreuz und quer liegen die Buchsbaumbüsche verteilt, die Beetumrandung ist schon lange nicht mehr an ihrem Platz, und aus dem Bassin des Springbrunnens schallt das hysterisch-schrille Kichern der Hausherrin. Was als feucht-fröhliche Gartenparty einer Vorzeigefamilie in der technisch auf den neuesten Stand gebrachten Neubausiedlung beginnt, endet in zerstörerischem Chaos und der Erkenntnis, dass vom schönen Schein nicht mehr viel bleibt als Schockstarre und atemlose Stille. Eine Szenerie, der Einer ziemlich hilflos gegenüber steht: Monsieur Hulot. - Von Mareike Bannasch.
Fürs Glück braucht‘s nur ein automatisches Garagentor
Ein Diener zu vieler Herren

Ein Diener zu vieler Herren

Bremen - Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Ein Diener zu vieler Herren
Regula Schröter wechselt nach Luzern

Regula Schröter wechselt nach Luzern

Bremen - Das Personalkarussell am Theater Bremen dreht sich weiter: Nachdem bereits Musiktheaterchef Benedikt von Peter seinen Wechsel nach Luzern angekündigt hat, verabschiedet sich auch Dramaturgin Regula Schröter in die Schweiz.
Regula Schröter wechselt nach Luzern
Weserburg: Grüne auf Distanz

Weserburg: Grüne auf Distanz

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Wenige Tage nach dem Gutachterskandal um die Bremer Weserburg kommt es in der Bremer Regierungskoalition zu ersten Absetzungserscheinungen von den bisherigen Umstrukturierungsplänen.
Weserburg: Grüne auf Distanz
Bremen lärmt? Bremen lebt!

Bremen lärmt? Bremen lebt!

Bremen – Von Pascal Faltermann. Es musste nur gepikt werden. Dieses lebendige Konglomerat aus Kulturliebenden, Künstlern, Musikern, Club- und Kneipenbesitzern. Nun ist es das angestochene Wespennest. Alles dröhnt und schwärmt aus. Die Club-Kulturproblematik in Bremen wird heiß diskutiert – und wichtiger: es passiert etwas.
Bremen lärmt? Bremen lebt!
Mit lichtgeschwinden Raps zur Anarchie

Mit lichtgeschwinden Raps zur Anarchie

Bremen - Von Andreas Schnell. Besser hätte es am Donnerstag eigentlich kaum kommen können: Auf dem Goetheplatz haben für zwei Tage ein paar sympathisch durchgeknallte Künstler aus Marseille einen mobilen Kiosk aufgebaut, an dem es Pastis und Rotwein gibt sowie einen DJ, der alte französischen Hits spielt – von Vinyl und mit Ansage. Derweil der Frühling sich pünktlich zur Eröffnung des fünften Kulturfestivals der zehnten „jazzahead!“ herausgeputzt hat. Und sogar alle Künstler haben es trotz des Streiks der französischen Fluglotsen einigermaßen pünktlich nach Bremen geschafft. - Von Andreas Schnell.
Mit lichtgeschwinden Raps zur Anarchie
Hohe Wellen: Experte auf Tauchstation

Hohe Wellen: Experte auf Tauchstation

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Unsere Enthüllungen zum Weserburg-Gutachten haben in der Bremer Kultur und Politik hohe Wellen geschlagen. Die Mitarbeiter des Bremer Museums haben am Freitag den Rücktritt des Stiftungsratsvorsitzenden, Klaus Sondergeld, gefordert.
Hohe Wellen: Experte auf Tauchstation
Weserburg-Mitarbeiter fordern Rücktritt von Sondergeld

Weserburg-Mitarbeiter fordern Rücktritt von Sondergeld

Bremen - Der Betriebsrat und Mitarbeiter des Bremer Museums Weserburg haben am Freitag den Rücktritt von Klaus Sondergeld, dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, gefordert.
Weserburg-Mitarbeiter fordern Rücktritt von Sondergeld
Ohne Ruhm bleibt nur die Bühne

Ohne Ruhm bleibt nur die Bühne

Bremen - Von Andreas Schnell. Es ist das Schicksal vieler Musiker, die, von Kollegen verehrt, ihren Platz immer eher in der zweiten Reihe hatten, dort ihr Handwerk versahen, aber weder als Komponisten noch als charismatische Bandleader Furore machten: Sie müssen weiter arbeiten. Auch in einem Alter, in dem andere längst in Rente gegangen sind. Albert Lee ist 71 Jahre alt und immer noch unterwegs durch die kleinen Clubs. Am Mittwoch trat er mit Hogan's Heroes im angenehm gefüllten Bremer Blues Club Meisenfrei auf. - Von Andreas Schnell.
Ohne Ruhm bleibt nur die Bühne
Weserburg-Gutachten gerät ins Zwielicht

Weserburg-Gutachten gerät ins Zwielicht

Bremen - Von Johannes Bruggaier. „Empfehlungen zu den Entwicklungsmöglichkeiten für das Museum Weserburg“: So lautet das externe Gutachten des laut Stiftung des Hauses „hoch renommierten“ Sachverständigen, Prof. Dr. Helmut Friedel. Der langjährige Direktor des Münchener Lenbach-Hauses sollte die dringend ersehnte Objektivität in die Debatte um die Zukunft des Museums bringen, einen Blick von außen, ohne Einfluss politischer Interessensgruppen.
Weserburg-Gutachten gerät ins Zwielicht
Kommentar: "Bremer Ausreden"

Kommentar: "Bremer Ausreden"

Kommentar von Johannes Bruggaier. Nächstes Kapitel in der unendlichen Geschichte von der Bremer Politik, die sich um Glaubwürdigkeit und Transparenz bemüht: Das Gutachten zur Weserburg liest sich, als sei es direkt im Büro des Bürgermeisters oder seiner Kulturstaatsrätin geschrieben worden.
Kommentar: "Bremer Ausreden"
Akkordeon verbindet

Akkordeon verbindet

Bremen - Von Mareike Bannasch. 80 Aussteller, mehr als 100 Konzerte und 3000 Fachteilnehmer aus 55 Ländern: Zum zehnten Geburtstag kann die „jazzahead!“ erneut ihren Status als weltgrößtes Branchentreffen manifestieren. Und das, obwohl Jazz bis heute im Musikgeschäft ein Nischendasein fristet. Um dies zu ändern, haben die Organisatoren auch im zehnten Jahr ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das sie gestern bei einer Pressekonferenz vorstellten.
Akkordeon verbindet