Ressortarchiv: Kultur

„Eisbucket mit Niveau“

„Eisbucket mit Niveau“

Bremen - Von Pascal Faltermann. Jetzt setzen auch die Künstler ein Zeichen. In der schwelenden Problematik, die gerade Bremer Clubs, Kneipen und Live-Spielstätten betrifft, hat nun die erste Bremer Band ein Zeichen gesetzt.
„Eisbucket mit Niveau“
Tee statt Pathos

Tee statt Pathos

Bremerhaven - Von Andreas Schnell. Beinahe wäre die „Schiffsfahrt zu den letzten Dingen“ zur Premiere kürzer ausgefallen, weil sie den sicheren Hafen nicht verlassen hätte. Sturmböen waren angesagt. Und dass das Publikum der „Hadestour“ bei der Fahrt über die Weser Richtung Nordenham grüngesichtig über der Reling hängt, anstatt sich wirklich mit den letzten Dingen zu befassen, hätte niemand gewollt.
Tee statt Pathos
Wie viel Platz braucht Kunst?

Wie viel Platz braucht Kunst?

Bremen - Von Mareike Bannasch. Bereits seit Monaten beschäftigt die Zukunft des Bremer Museums Weserburg Medien, Kulturschaffende und Politik, nun hat die Geschichte ein weiteres Kapitel hinzubekommen: Laut eines Berichts von Radio Bremen droht dem Haus auf dem Teerhof eine radikale Schrumpfkur. So soll nach einem neuen Gutachten, das vom Stiftungsrat der Weserburg in Auftrag gegeben worden war, die Ausstellungsfläche von knapp 6000 Quadratmetern auf etwa ein Viertel verkleinert werden.
Wie viel Platz braucht Kunst?
#bremenlebt - Faakmarwin dreht Video für Bremer Clubs

#bremenlebt - Faakmarwin dreht Video für Bremer Clubs

Bremen - Die Bremer Band Faakmarwin hat einen Song für die Bremer Kneipen- und Kulturszene geschrieben. "#bremenlebt" heißt dieser, zu dem die Musiker am Sonntag ein Video im Viertel gedreht haben. Am Montag veröffentlichte die Gruppe den Clip. 
#bremenlebt - Faakmarwin dreht Video für Bremer Clubs
Bloß nicht wehtun

Bloß nicht wehtun

Hannover - Von Jörg Worat. Ja, klar war’s irgendwie toll im Opernhaus, bei der Uraufführung von Mauro Bigonzettis Ballett „Der Prozess“, einem Auftragswerk der hannoverschen Staatsoper. Und wer ein Fan beeindruckend gebauter Bilder und einer hervorragenden Compagnie ist, wird wohl in den fast schon leicht hysterischen Jubel eingestimmt haben, der für hiesige Tanzveranstaltungen inzwischen typisch geworden ist. Nicht ganz so enthusiastisch dürfte allerdings die Reaktion derjenigen ausgefallen sein, die auch eine zwingende Dramaturgie schätzen. - Von Jörg Worat.
Bloß nicht wehtun
Überall nur Misstrauen

Überall nur Misstrauen

Bremen - Von Andreas Schnell. „Der Teufel ist ein Apparat“, sang vor Jahr und Tag der anarchistische Heavy-Rocker Schwarz mit gründlichem Misstrauen gegenüber jeglicher Vereinnahmung, weil dahinter immer eine Autorität steckt. Und damit Herrschaft. Ein anderer, wenn auch nicht notwendig freundlicherer Apparat ist gemeint, wenn in der Spedition im Güterbahnhof ein 29-köpfiges Ensemble in eine neue Welt einlädt.
Überall nur Misstrauen
Was Paartherapeuten zur Verzweiflung treibt: Leben in verschiedenen Zeiten

Was Paartherapeuten zur Verzweiflung treibt: Leben in verschiedenen Zeiten

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Was Paartherapeuten zur Verzweiflung treibt: Leben in verschiedenen Zeiten
Zwischen Soldaten und Scharia

Zwischen Soldaten und Scharia

Syke - Von Marvin Köhnken. An der Schranke zum Nato-Feldlager in Kabul treffen zwei Welten aufeinander: Die Welt der Afghanen, die seit 35 Jahren den Krieg erleben und sich doch nicht an ihn gewöhnen können. Und die Welt der Soldaten, die häufig weder die Sprache der Bevölkerung sprechen noch eine Ahnung davon haben was es heißt, in Angst leben zu müssen. An dieser Schranke verkaufen drei junge Mädchen Schals und erzählen von ihren Kunden, die so wenig über Afghanistan wissen. Erzählen von dem Tag, als sich direkt vor ihren Augen ein Mann in die Luft gesprengt hat. Und von ihren Albträumen, die sie seitdem nachts begleiten.
Zwischen Soldaten und Scharia
Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer tot

Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer tot

Stockholm - Fast stumm nahm Tomas Tranströmer 2011 den Literaturnobelpreis entgegen. Durch seinen Schlaganfall hatte sich Schwedens wohl berühmtester Poet nie entmutigen lassen - und weitergedichtet. Jetzt starb er im Alter von 83 Jahren.
Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer tot
Gurlitt-Taskforce weist Vorwürfe der Grünen zurück

Gurlitt-Taskforce weist Vorwürfe der Grünen zurück

München - Den Grünen geht die Arbeit der Gurlitt-Taskforce im Fall Gurlitt nicht schnell genug. Die Taskforce weist das entschieden zurück, und auch die zuständigen bayerischen Ministerien betonen: „Gründlichkeit geht vor Geschwindigkeit“.
Gurlitt-Taskforce weist Vorwürfe der Grünen zurück
Schriftsteller, 68er und Erfinder von Rudi Rüssel

Schriftsteller, 68er und Erfinder von Rudi Rüssel

München - Die Studentenbewegung, Beziehungen oder die eigene Familie: Der Schriftsteller Uwe Timm zeichnet in seinen Büchern politische und private Milieus nach. Sein Werk zählt zu den bedeutendsten der deutschen Gegenwartsliteratur.
Schriftsteller, 68er und Erfinder von Rudi Rüssel
Udo Lindenberg fährt im „Sonderzug nach Pankow“

Udo Lindenberg fährt im „Sonderzug nach Pankow“

Berlin - „Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow?“, fragt Udo Lindenberg in einem seiner größten Hits von 1983. 32 Jahre später fuhr der Sonderzug tatsächlich. Für die Fans ein Gänsehautabend.
Udo Lindenberg fährt im „Sonderzug nach Pankow“
Glamour trotz Katastrophe? - 24. Echo-Verleihung in Berlin

Glamour trotz Katastrophe? - 24. Echo-Verleihung in Berlin

Berlin - Überschattet von der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen trifft sich die deutsche Musikindustrie an diesem Donnerstag zur 24. Echo-Verleihung.
Glamour trotz Katastrophe? - 24. Echo-Verleihung in Berlin
„Gemeinsames Schicksal“: a-ha ist zurück

„Gemeinsames Schicksal“: a-ha ist zurück

Berlin - Fünf Jahre hat die Trennung gehalten - zum 30-jährigen Band-Jubiläum ist a-ha wieder da. In Berlin kündigen sie ein Album und eine Tour an. Auch Brasilien hat sie bald wieder.
„Gemeinsames Schicksal“: a-ha ist zurück
Podiumsdiskussion zur lebendigen Kultur- und Clubszene Bremens

Podiumsdiskussion zur lebendigen Kultur- und Clubszene Bremens

Podiumsdiskussion zur lebendigen Kultur- und Clubszene Bremens
Podiumsdiskussion zur lebendigen Kultur- und Clubszene Bremens
"Um die Kultur lohnt es sich zu kämpfen"

"Um die Kultur lohnt es sich zu kämpfen"

Bremen - Von Pascal Faltermann. Kulturwerte, Lärmschutzgesetze, Gentrifizierung sowie Probleme der Kneipen- und Clubszene in Bremen - die Themen sind groß und komplex.
"Um die Kultur lohnt es sich zu kämpfen"
Neue Sachlichkeit in Schlickfangbänken

Neue Sachlichkeit in Schlickfangbänken

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Eine Laune der Natur, ein Muster, von Wind und Wellen eingegraben in den Sand des deutschen Wattenmeers: Es fällt nicht leicht, diese zittrige, filigrane Struktur mit Worten zu beschreiben. Doch dann fällt der Blick auf den Titel dieser Fotografie. „Vierfache Unterteilung der Wellungsrichtung“ steht da. Kein Zweifel, das trifft‘s. - Von Johannes Bruggaier.
Neue Sachlichkeit in Schlickfangbänken
Auf ins Spaßland

Auf ins Spaßland

Oldenburg - Von Corinna Laubach. Der Fantasie sind bekanntlich keinerlei Grenzen gesetzt. Eindrucksvoll untermalt das jetzt das Staatstheater Oldenburg mit einer rasanten Opernversion des Kinderbuchklassikers „Pinocchio“. Die drehbare Bühne zaubert mit jeder Sequenz eine neue wundersame Welt voller fabelhafter Wesen und Szenarien für das Publikum. Jonathan Doves moderne Oper „Pinocchios Abenteuer“ ist hier Theater zum Sattsehen und -hören.
Auf ins Spaßland
Glühendes Musizieren

Glühendes Musizieren

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Hört man sich um, verbindet der Musikliebhaber normalerweise Georg Friedrich Händel mit seinem 1741 entstandenen „Messiah“.
Glühendes Musizieren
Bei Mutti ist alles besser

Bei Mutti ist alles besser

Bremen - Von Mareike Bannasch. Er liebt sie, und alles könnte so einfach sein. Haus, Kinder und Gefühle, die bis ans Ende ihrer Tage andauern. Dumm nur, dass sie sich leider in einen anderen verguckt hat, und es auf solch eine Geschmacksverirrung nur eine Antwort geben kann: ihren Tod.
Bei Mutti ist alles besser
Das Genie ist tot, es lebe der Mob!

Das Genie ist tot, es lebe der Mob!

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Das Genie ist tot, es lebe der Mob!
„Diese Musik hat etwas Fratzenhaftes“

„Diese Musik hat etwas Fratzenhaftes“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. So berühmt der französische Komponist Georges Bizet ist, so wenig kennt man den damals Erfolglosen wirklich. Da ist nur die Oper „Carmen“ (1875), deren Erfolg, den der Komponist nicht mehr erlebt hat, alle anderen Werke nachhaltig in den Hintergrund gedrängt hat. Und: „Carmen“ ist die meist gespielte Oper der Welt, schon 1905 spielte die Pariser Opéra Comique die tausendste Aufführung.
„Diese Musik hat etwas Fratzenhaftes“
271 Picasso-Werke aufgetaucht: Urteil

271 Picasso-Werke aufgetaucht: Urteil

Grasse - Fünf Jahre nach dem spektakulären Auftauchen von 271 bis dahin unbekannten Picasso-Werken hat ein Gericht in Südfrankreich die beiden Angeklagten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
271 Picasso-Werke aufgetaucht: Urteil
Viel Glitzer, kein Hessisch

Viel Glitzer, kein Hessisch

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. „Das Geile ist“, kräht spät abends die Frau mit der goldenen Glitzerkrone: „Irgendwann kommt der Moment, da schämt man sich für gar nichts mehr!“ Als sie das sagt, hat der Mann am Tresen schon aus dem Drehbuch eines Pornofilms rezitiert, der Frontman einer lokalen Popgruppe über dicke Schafe gesprochen und das Publikum in Clownsmaskerade Westernhagens „Freiheit“ gegrölt. Lauter peinliche Sachen halt. Aber schämen? Nö. Stimmt eigentlich. - Von Johannes Bruggaier.
Viel Glitzer, kein Hessisch
Wagners „Ring“ mit Vergessenstrank

Wagners „Ring“ mit Vergessenstrank

Hannover - Von Jörg Worat. „Gegen den Strich“ heißt das Motto der diesjährigen „Kunstfestspiele Herrenhausen“, die vom 29. Mai bis zum 14. Juni 2015 stattfinden werden. Und gegen den Strich hat Elisabeth Schweeger dieses Festival gewiss gebürstet: Zum sechsten und letzten Mal ist sie als Intendantin für das verantwortlich, was vor ihrem Amtsantritt als „Festwochen Herrenhausen“ lange Zeit ein eher beschauliches Dasein gefristet hatte. - Von Jörg Worat.
Wagners „Ring“ mit Vergessenstrank
Täglich mahnt die Schlange

Täglich mahnt die Schlange

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. In Syrien hauen Bilderstürmer im Namen Allahs die Zeugnisse heidnischer Kulturen in Stücke. Jahrtausende alte Skulpturen, unwiederbringlich in den Abgrund der Geschichte gestürzt: Von Europa aus verfolgen Historiker und Archäologen das Treiben mit ohnmächtigem Entsetzen. Ein Ausdruck spezifisch islamistischer Verblendung? Weit gefehlt: Bilderstürmer hat es zu allen Zeiten und in unterschiedlichsten Kulturen gegeben, auch im Christentum.
Täglich mahnt die Schlange
Anne Franks Cousin: Schauspieler Buddy Elias gestorben

Anne Franks Cousin: Schauspieler Buddy Elias gestorben

Basel - Der aus Dutzenden Filmen und TV-Produktionen bekannte Schweizer Schauspieler Buddy Elias ist tot. Der Cousin von Anne Frank (1929-1945) starb kurz vor seinem 90. Geburtstag.
Anne Franks Cousin: Schauspieler Buddy Elias gestorben
Tödliche Hängepartie

Tödliche Hängepartie

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Als 2013 an den Wuppertaler Bühnen Wolfgang Fortners 1957 entstandene Oper „Bluthochzeit“ mit überragendem Erfolg aufgeführt wurde, erinnerte man sich an einen großen Komponisten, der in das avantgardistische Denken der sechziger und siebziger Jahre nicht so recht mehr passen wollte.
Tödliche Hängepartie
Unsinn von oben bis unten

Unsinn von oben bis unten

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Wer ist Ulf Schmidt? Michael Börgerding, Intendant des Bremer Theaters, kennt ihn nicht. Auch Joachim Lux, Kollege vom Hamburger Thalia-Theater hat den Namen nie gehört – hält aber das, was von ihm ganz aktuell zu vernehmen ist, für „Unsinn von oben bis unten“. Na prima: Dieser „Unsinn“ hatte eigentlich die Verhandlungsmasse darstellen sollen bei der Podiumsdiskussion „Theater, Kunst, Gesellschaft“, zu der am Montagabend die Heinrich-Böll-Stiftung eingeladen hatte.
Unsinn von oben bis unten
Geschichtliche Geschichten

Geschichtliche Geschichten

Hannover - Von Jörg Worat. Ach herrje, wie soll man da den Überblick behalten? Es gibt eine Geschichte, eine Geschichte über die Geschichte und dann noch die geschichtliche Geschichte – das klingt schon für einen Roman aberwitzig, aber auf der Bühne muss es doch endgültig schief gehen? Nichts dergleichen: Mit der Theaterfassung von Jonathan Safran Foers „Alles ist erleuchtet“ hat das Staatsschauspiel ein kleines Juwel in die Landschaft gesetzt. Aus gutem Grund kam in der Cumberlandschen Bühne heftige Begeisterung auf.
Geschichtliche Geschichten
Kein Licht im Tunnel der Vernunft

Kein Licht im Tunnel der Vernunft

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Die tollen Tage sind vorbei, Vernunft ist wieder eingekehrt in unser Leben. Sie weckt uns morgens früh zur Arbeit, ermahnt uns, zeitig loszufahren. Erinnert an die unbezahlte Rechnung und an den nächsten Arzttermin. Eine Vormundschaft auf Lebenszeit, oft nervend zwar, doch stets korrekt, Vernunft liegt niemals falsch, hat immer Recht.
Kein Licht im Tunnel der Vernunft
Wir werden alle kurzsichtig

Wir werden alle kurzsichtig

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Wir werden alle kurzsichtig
Jeder Gipfel braucht seinen Steinbock

Jeder Gipfel braucht seinen Steinbock

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Ja, so kennt man sie, die barocken Landschaftsszenen: weite Täler, lichte Höhen und Menschen bei ihrer Arbeit inmitten der unberührten Natur. Bei Claes Dircksz. van der Heck zum Beispiel, da macht die Bauersfrau ihre Rast am Wegesrand, da hütet auf der Weide der Hirte die Schafe, und auf den Gipfeln dort oben springen die Steinböcke. Auf jedem der Gipfel steht genau einer.
Jeder Gipfel braucht seinen Steinbock
Fantasy-Autor Terry Pratchett mit 66 Jahren gestorben

Fantasy-Autor Terry Pratchett mit 66 Jahren gestorben

London - Nach langem Kampf gegen den Alzheimer ist der weltberühmte Fantasy-Autor Terry Pratchett gestorben. Erst im vergangenen Jahr hatte er seinen letzten „Scheibenwelt“-Roman beendet.
Fantasy-Autor Terry Pratchett mit 66 Jahren gestorben
Shakespeare mit Jagdflitter

Shakespeare mit Jagdflitter

Bremen - Von Tim Schomacker. Wirklich leichtgängig ist er nicht, der dramaturgische Bogen, den die Deutsche Kammerphilharmonie diesem Konzert verpasst hat: Irgendwie soll sich alles auf Shakespeare beziehen. Nun ja. Die extravagante Schauspielmusik des Purcell-Mentors Matthew Locke zu „Der Sturm“ gewiss.
Shakespeare mit Jagdflitter
Aus Versehen Widerstandskämpfer

Aus Versehen Widerstandskämpfer

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Irgendwann am Ende von Thomas Brussigs neuem Roman stößt der Held auf einen Fantasyroman von selten dämlicher Handlung. Da strömen im Sommer 1989 Bürger der DDR über Ungarn in den Westen, und niemand tut was dagegen. Das Politbüromitglied Schabowski verhaspelt sich in lächerlicher Weise auf einer Pressekonferenz, und wenige Stunden später fällt die Berliner Mauer – „so weit, so doof“. Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus: An einen Fall der Mauer ist seit ihrer Errichtung bis heute nicht zu denken, von einer Wiedervereinigung ganz zu schweigen. - Von Johannes Bruggaier.
Aus Versehen Widerstandskämpfer
Von Refused bis Broilers

Von Refused bis Broilers

Meerhout - Zum 24. Mal treffen sich die größten Punk- und Hardcorebands in Belgien. Mit Gruppen wie The Mighty Mighty Bosstones, The Loved Ones, Nasty und Brutus komplettierte das Groezrock in Meerhout (Belgien) sein Line-up. Das Festival findet am Freitag, 1. und Samstag, 2. Mai 2015 statt.
Von Refused bis Broilers
Warum hier? Warum jetzt? Warum so?

Warum hier? Warum jetzt? Warum so?

Hannover - Von Jörg Worat. Doch, doch, wir sind tatsächlich im Schauspielhaus. Und vor unseren Augen spielen sich wirklich die Turbulenzen einer klassischen Komödie ab – das hat man in dieser Form vor Ort schon lange nicht mehr erlebt. Keine Frage, die Premiere von Georges Feydeaus 1907 uraufgeführtem „Floh im Ohr“ dürfte für Gesprächsstoff sorgen. So oder so. - Von Jörg Worat.
Warum hier? Warum jetzt? Warum so?
Da wabert sie, die Trauer

Da wabert sie, die Trauer

Bremen - Von Mareike Bannasch. „Dort bleib ich auf der Brücke stehn und schau ins Tal hinaus: Ich möcht so gerne weitergehn, ich möcht so gern – nach Haus!“ Zeilen voller Melancholie und Sehnsucht nach einem alten Leben außerhalb der Mauern des Konzentrationslagers Teresienstadt, zu Papier gebracht von Ilse Weber.
Da wabert sie, die Trauer
Der tiefe Fall eines gewaltsamen Hallodris

Der tiefe Fall eines gewaltsamen Hallodris

Bremen - Von Lars Warnecke. Es war mitnichten immer ein Erfolgsstück, dieser „Liliom“ des Ungarn Ferenc Molnár. 1909 uraufgeführt, gelang es dem Österreicher Alfred Polgar mit seiner deutschsprachigen Fassung, vom Budapester Stadtwäldchen in den Wiener Prater verlegt, erst vier Jahre später das Karussell, bei dem der trotzige Tunichgut Liliom als Ausrufer beschäftigt ist, an Fahrt gewinnen zu lassen. Und dem Stück, eine Melange aus Tragik, Derbheit und komödiantischen Momenten, fehlt es an nichts: eine schrille Kirmes-Atmosphäre, eine zu Herz gehende Liebesgeschichte, ein Raubmord und ja, sogar eine Gerichtsverhandlung im Himmel – das alles klingt nach einem Patentrezept für eine gelungene Theaterproduktion. - Von Lars Warnecke.
Der tiefe Fall eines gewaltsamen Hallodris
Warum Eltern Kinder töten

Warum Eltern Kinder töten

Was war? Was wird? Bruggaiers Kulturwochen schauen hin.
Warum Eltern Kinder töten
Niemand entkommt der Staatsräson

Niemand entkommt der Staatsräson

Bremen - Von Andreas Schnell. Ob es Zufall ist, dass derzeit zweimal „Maria Stuart“ auf Bremer Bühnen zu sehen ist? Und dass zudem beide Inszenierungen Regiedebüts sind – am Theater Bremen das von Anne Sophie Domenz, am Leibnitzplatz das von Petra Janina Schultz? Wahrscheinlich. Eher kein Zufall dürfte es sein, dass die „Maria Stuart“ von Schultz, die am Donnerstag Premiere feierte, im Programmheft mit dem Terrorismus konnotiert wird – wie gerade erst die „Medea“ von Alexander Riemenschneider im Kleinen Haus. - Von Andreas Schnell.
Niemand entkommt der Staatsräson
Leise schwebt der Metalltisch

Leise schwebt der Metalltisch

Bremen - Von Mareike Bannasch. Hin und her, vor und zurück: Geräuschlos und überraschend sanft rollt der große graue Metalltisch zur Wand. Von versteckten Motoren gesteuert, scheint das schwere Möbelstück zu schweben: Fast glaubt man, sich die Bewegung nur eingebildet zu haben. Ein ausdrucksstarker Umgang mit den Grenzen und Möglichkeiten des Raumes, den Tobias Venditti mit feiner Ironie untermalt. Ein Witz, der preisverdächtig ist – erhält Venditti doch heute Abend den mit 5500 Euro dotierten 38. Bremer Förderpreises für Bildende Kunst.
Leise schwebt der Metalltisch
Hannah Collins erhält „Spectrum“-Preis 2015

Hannah Collins erhält „Spectrum“-Preis 2015

Hannover - Die diesjährige Auszeichnung „Spectrum“ für internationale Fotografie geht an Hannah Collins. Die Britin erhält am Freitagabend im Rahmen der Eröffnung ihrer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover ein Preisgeld von 15 000 Euro.
Hannah Collins erhält „Spectrum“-Preis 2015
Paul McCartney beim Roskilde Festival

Paul McCartney beim Roskilde Festival

Roskilde – Der Headliner ist da! Ex-Beatle Paul McCartney ist einer der Hauptacts beim Roskilde Festival in Dänemark. Wie die Festivalleitung am Freitag bekanntgab, werde der Brite am 4. Juli auf der Hauptbühne, der Orange Stage, spielen.
Paul McCartney beim Roskilde Festival
Widerstand lohnt sich nicht

Widerstand lohnt sich nicht

Bremen - Von Mareike Bannasch. Eng ist‘s in der spitzen Pyramide, nur wenig Platz bleibt der jungen Frau, die sich langsam aufrichtet. Mit gefletschten Zähnen kämpft sie gegen die Wände ihres Gefängnisses – bis ihr schließlich die Flucht gelingt. Also eine Geschichte mit Happy End? Nicht ganz, aus dem Gefängnis ist sie zwar entkommen, die Zwänge der Gesellschaft wird sie aber trotzdem nicht los.
Widerstand lohnt sich nicht
"Wollen nicht so viel Wohlfühlkram machen"

"Wollen nicht so viel Wohlfühlkram machen"

Hamburg - Von Pascal Faltermann. Jupiter Jones proben und leben mittlerweile in Hamburg. Schlagzeuger Marco Hontheim ist der einzige, der noch in der Eifel wohnt. Der neue Sänger Sven Lauer war ein langjähriger Begleiter der Band, hing mit Gitarrist Sascha Eigner seit Kindertagen ab und spielte mit ihm in seiner ersten Band.
"Wollen nicht so viel Wohlfühlkram machen"
Radiopreisverleihung erneut in Hamburg

Radiopreisverleihung erneut in Hamburg

Hamburg - Radio im Rampenlicht: Der Deutsche Radiopreis wird am 3. September zum sechsten Mal in Hamburg verliehen. Ab April können Radiosender sich bewerben.
Radiopreisverleihung erneut in Hamburg
Es gibt nur ein Problem: Zu wenig Platz

Es gibt nur ein Problem: Zu wenig Platz

Oldenburg - Von Mareike Bannasch. Mehr Oper und ein stärkeres musikalisches Profil: Diesen Auftrag hatte Christian Firmbach im August des vergangenen Jahres im Interview mit dieser Zeitung formuliert, kurz bevor er seine erste Spielzeit als Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters begann. Fünfeinhalb Monate ist der Wechsel an der Spitze des Hauses nun her: Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. - Von Mareike Bannasch.
Es gibt nur ein Problem: Zu wenig Platz
Tödliches Kribbeln im Bauch

Tödliches Kribbeln im Bauch

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Wer alt wird, darf sich manche Absonderlichkeit erlauben, das gilt für Menschen wie für zweihundert Jahre alte Texte. Seltsame Dinge geschehen in Lessings Dramen: Liebespaare freuen sich über die Entdeckung ihrer geschwisterlichen Verwandtschaft („Nathan der Weise“), Männer mögen nur mittellose Frauen heiraten („Minna von Barnhelm“), und Väter ermorden lieber ihre entehrte Tochter als deren Peiniger („Emilia Galotti“).
Tödliches Kribbeln im Bauch