Ressortarchiv: Kultur

Nie mehr „Gefällt mir halt“

Nie mehr „Gefällt mir halt“

Syke - Bruggaiers Kulturwochen werfen einen Blick auf das, was war und das, was wird. 
Nie mehr „Gefällt mir halt“
Promis fordern Hilfe für Bibliotheken und Archive

Promis fordern Hilfe für Bibliotheken und Archive

Weimar - Zerfallenes Papier, marode Einbände: Große Bibliotheken und Archive fürchten um ihre Bestände. Jetzt haben sie einen „Weimarer Appell“ verabschiedet.
Promis fordern Hilfe für Bibliotheken und Archive
Verhüllungskünstler Christo plant neues Projekt

Verhüllungskünstler Christo plant neues Projekt

Wien (dpa) - Nach diversen Rückschlägen glaubt Verhüllungskünstler Christo diesmal fest an sein nächstes Projekt „Over the River“. Er ist optimistisch.
Verhüllungskünstler Christo plant neues Projekt
Ausstellung will mit gängigem Alchemistenbild aufräumen

Ausstellung will mit gängigem Alchemistenbild aufräumen

Wolfenbüttel - Ein Alchemist? Der will doch Blei zuGold machen, oder? Eine Ausstellung inWolfenbüttel stemmt sich gegen dieses einseitige Bild.
Ausstellung will mit gängigem Alchemistenbild aufräumen
Wie im Punkrock-Märchen

Wie im Punkrock-Märchen

Hamburg - Von Pascal Faltermann. Das Musikmachen hatte John Allen 2013 fast aufgegeben. Die Gitarre lag schon im Kasten. Doch was dann passierte, erscheint surreal. Für den Neu-Hamburger wird es lebensverändernd. Jetzt, ein Jahr später, veröffentlicht Allen sein Album „Sophomore“ über das Bremer Label Gunner Records. Eine Platte mit folkigem Punk-Flair, das durch die raue, weiche Stimme besticht. - Von Pascal Faltermann.
Wie im Punkrock-Märchen
Revue „Da Da Da“ - Apokalypse-Visionen und Geschmacksverirrungen

Revue „Da Da Da“ - Apokalypse-Visionen und Geschmacksverirrungen

Braunschweig - Von Alexander Kohlmann. In Braunschweig lassen das Staatstheater und die Band Jazzkantine in „Da Da Da“ die 80er Jahre als Bühnenrevue wiederauferstehen. Regisseur Peter Schanz zeigt eine Zeit, die zwischen Apocalypse-Visionen und Pop-Kultur wankt.
Revue „Da Da Da“ - Apokalypse-Visionen und Geschmacksverirrungen
„Wir gehen ein ziemliches Risiko ein“

„Wir gehen ein ziemliches Risiko ein“

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Musik war natürlich schon immer drin in diesem kleinsten der drei Staatstheater Niedersachsens. Von der kommenden Spielzeit an aber soll es noch mehr werden. Christian Firmbach, bislang Künstlerischer Betriebsdirektor des Theaters Bonn, übernimmt am Oldenburger Sechsspartenhaus die Generalintendanz. Sein Auftrag: Mehr Oper und ein schärferes musikalisches Profil.
„Wir gehen ein ziemliches Risiko ein“
Benno Pludra ist tot

Benno Pludra ist tot

Berlin - Junge Bücherfans in der DDR kannten seinen Namen. Der Schriftsteller Benno Pludra versorgte Generationen mit Kinder- und Jugend-Lektüre - vor und nach dem Mauerfall.
Benno Pludra ist tot
Alle Fouls auf einem Bild

Alle Fouls auf einem Bild

Hamburg - Von Jörg Worat. Die imposanten Räumlichkeiten der Hamburger Deichtorhallen eignen sich besonders für ebenso imposante Ausstellungen. Auf die Schau „Visual Leader“ trifft dieses Kriterium allemal zu – jährlich werden dabei in etlichen Kategorien Highlights aus Zeitschriften, Zeitungen oder Internet vorgestellt. Wer daran denkt, die Sache mal eben im Vorbeigehen abzuhaken, ist völlig schief gewickelt: Hier muss man für den Besuch unbedingt Zeit mitbringen.
Alle Fouls auf einem Bild
Göttlich geordnet

Göttlich geordnet

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Eine Figur, die weder Bewegung der Seele noch des Körpers zeigt, war für Leonardo da Vinci gleich „doppelt tot“. Giovanni Paolo Lomazzo meinte, die ideale Figur sei rastlos wie züngelnde Herdflammen oder winde sich wie eine Schlange. Derweil ermahnte Kunsttheoretiker Leon Battista Alberti die bildende Zunft zum Maßhalten: Insbesondere Helden und Heilige seien nur mit gedämpften Affekten zu porträtieren, damit sie ihre Würde nicht verlieren.
Göttlich geordnet
Weitere Schwitters-Arbeiten im Sprengel Museum

Weitere Schwitters-Arbeiten im Sprengel Museum

Hannover - Typographische Arbeiten von der Opernkarte bis zum Zeugnisheft des Avantgardekünstlers Kurt Schwitters (1887-1948) werden künftig das Sprengel Museum Hannover bereichern.
Weitere Schwitters-Arbeiten im Sprengel Museum
Tauchstunde in der Ursuppe des Spektakels

Tauchstunde in der Ursuppe des Spektakels

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Eine Geschichte des Theaters „von Schlingensief bis Aischylos“: Das hört sich gut an. Denn für gewöhnlich neigen Geschichtsschreiber ja zu chronologischer Erzählweise. Schlingensief aber, so viel ist unstrittig, lebte ein paar Jahrtausende später als Aischylos, weshalb die jetzt im Siedler-Verlag erschienene Theatergeschichte „Spektakel“ von Rüdiger Schaper ihrem Untertitel nach eine reichlich unorthodoxe Methode verspricht: das Theater rückwärts zu erklären, mit dem Urvater des abendländischen Schauspiels als Zielpunkt einer im Heute verankerten Entwicklung. - Von Johannes Bruggaier.
Tauchstunde in der Ursuppe des Spektakels
Alben sollen weltweit gleichzeitig auf Markt kommen

Alben sollen weltweit gleichzeitig auf Markt kommen

Berlin - Musikalben sollen künftig weltweit am gleichen Tag erscheinen. Sony, Universal und Warner wollten vom kommenden Sommer an neue Alben einheitlich am Freitag herausbringen, heißt es.
Alben sollen weltweit gleichzeitig auf Markt kommen
Liebe bis zum Sonnenaufgang

Liebe bis zum Sonnenaufgang

Was war? Was wird? "Bruggaiers Kulturwochen" schauen hin.
Liebe bis zum Sonnenaufgang
Auf den Geisterschiffen der Literaturgeschichte

Auf den Geisterschiffen der Literaturgeschichte

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Von der Seefahrt, da war sich Kant sehr sicher, könnte die Kunst niemals Erbauliches erwarten. Wer wolle schon „die düstere tobende See erhaben nennen?“, fragte er mit erkennbar rhetorischem Gestus in seiner „Kritik der ästhetischen Urteilskraft“. Erhaben, das waren für den Aufklärer Kant antike Bauten, edle Skulpturen, nicht aber das Chaos einer ungezähmten Natur. - Von Johannes Bruggaier.
Auf den Geisterschiffen der Literaturgeschichte
Spitzhacke und Spitzenschuh

Spitzhacke und Spitzenschuh

Bremen - Von Mareike Bannasch. Wer verdient mehr? Wer bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder? Und warum gibt es kaum Frauen in den Chefetagen der Republik? Fragen, die in diesen Breiten aus den Diskussionen um Gleichberechtigung nicht mehr wegzudenken sind.
Spitzhacke und Spitzenschuh
Skulptur des Nichts

Skulptur des Nichts

Hannover - Von Jörg Worat. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg wird in Kunstausstellungen eher selten behandelt. Das mag damit zu tun haben, dass sich die 60er Jahre mit Pop-Art und Nouveau Réalisme deutlich attraktiver präsentieren lassen – vielleicht spielen auch Verdrängungsmechanismen in Bezug auf jene eher düstere Epoche eine Rolle.
Skulptur des Nichts
Per Kabelgroschen zum Großereignis

Per Kabelgroschen zum Großereignis

Bremen - Von Henning Bleyl. Das Bremer Musikfest feiert seinen 25. Geburtstag. Zu seiner Entstehung bedurfte es nachhaltiger Entwicklungshilfe aus dem Schwäbischen, jetzt zieht es seine Stärken auch aus der Nordwest-Region.
Per Kabelgroschen zum Großereignis
Leere, immer nur gähnende Leere

Leere, immer nur gähnende Leere

Was war? Was wird? "Bannaschs Kulturwochen" schauen hin.
Leere, immer nur gähnende Leere
Hochintelligent und sehr seriös

Hochintelligent und sehr seriös

Syke - Von Jörg Worat. Wenn es um Klassik-Boxen geht, die einem Dirigenten gewidmet sind, steht 2014 immer wieder Herbert von Karajan im Mittelpunkt – das ist dessen 25. Todesjahr geschuldet. Andere Veröffentlichungen drohen darüber ein wenig unterzugehen. Und das wäre möglicherweise sehr schade, wie der Fall von „Herbert Blomstedt: The San Francisco Years“ beweist. - Von Jörg Worat.
Hochintelligent und sehr seriös
Der gedruckte Brockhaus ist Geschichte

Der gedruckte Brockhaus ist Geschichte

Gütersloh - Nach 200 Jahren ist eine Ära zu Ende: Regulär gibt es keinen druckfrischen Brockhaus mehr zu kaufen. Bertelsmann hat die ein Jahr alte Ankündigung, das Lexikon nicht mehr zu vetreiben, jetzt umgesetzt.
Der gedruckte Brockhaus ist Geschichte
1000 Autoren protestieren gegen Amazon-Methoden

1000 Autoren protestieren gegen Amazon-Methoden

Darmstadt - Der Protest gegen Amazon wächst. Rund 1000 deutschsprachige Autoren beklagen, der Onlinehändler nehme sie in „Beugehaft“.
1000 Autoren protestieren gegen Amazon-Methoden
Im Schatten der Stadtmusikanten

Im Schatten der Stadtmusikanten

Syke - Von Mareike Bannasch. Forscher aus allen Teilen Europas treffen sich im Schatten der Bremer Stadtmusikanten, um sich mit Märchen, nicht nur von den Gebrüdern Grimm, zu beschäftigen. Doch was als Fachtagung eines überschaubaren Expertenkreises beginnt, wird schnell bitterer Ernst, als ein brutaler Mord die Akademiker erschüttert. Und er soll nicht der einzige bleiben. Wie sich schnell herausstellt, treibt ein irrer Serienkiller zwischen Bürgerpark und Schnoor sein Unwesen. Der an jedem Tatort einen ungewöhnlichen Fußabdruck hinterlässt: eine Blechfigur der Stadtmusikanten. Für Kriminalhauptkommissar Heiner Hölzle und sein Team nicht nur ein wichtiger Hinweis auf den Täter, sondern auch ein Grund, sich mit den Ermittlungen zu beeilen. Denn vom tierischen Quartett aus Esel, Hunde, Katzen und Hahn fehlt nur noch der gefiederte Musikant. Und auch die Presse hat schon Wind von der Sache bekommen und setzt die Polizisten öffentlich unter Druck. - Von Mareike Bannasch.
Im Schatten der Stadtmusikanten
Picasso für Arme

Picasso für Arme

Hamburg - Von Jörg Worat. Er war der exzentrischste der „Brücke“-Künstler, für so manche Zeitgenossen der unsympathischste und in seinem Werdegang womöglich der interessanteste: Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) ist eine Ausstellung im Bucerius Kunst Forum in Hamburg gewidmet. Sie zeigt fast ausschließlich Druckgraphik und speist sich reichhaltig aus dem Brücke-Museum Berlin. Der Untertitel „Das expressionistische Experiment“ ist – streng genommen – etwas unscharf formuliert, was aber keineswegs ein Grund sein sollte, vom Besuch Abstand zu nehmen.
Picasso für Arme
Der Direktor ist verschwunden

Der Direktor ist verschwunden

Bremen - Von Henning Bley. Der August ist das typische Zeitfenster, in dem allerlei monströse Sommerloch-Tiere auftauchen und durch die Medien kreuchen. Allerdings eignet sich die Politikpause auch, um ganz reale Akteure unauffällig abtauchen zu lassen. Letzteres geschah nun mit dem Direktor der Bremer Kunstsammlungen Böttcherstraße, zu denen das bekannte Paula Modersohn-Becker Museum gehört: Frank Laukötter ist seit vergangenem Mittwoch nicht mehr Amt, ohne dass dies in irgendeiner Weise kommuniziert worden wäre.
Der Direktor ist verschwunden
Bannaschs Kulturwochen.

Bannaschs Kulturwochen.

Was War? - Der Bremer Kunstverein hat einen neuen Vorsitzer: Bernd Schmielau. Der Chef des Bremer Bauunternehmens Siedentopf beerbt Georg Abegg, der sein Amt nach 20 Jahren abgibt. So emotionslos teilt der Kunstverein, immerhin privater Träger der Bremer Kunsthalle, die personelle Veränderung mit. Kein Wort davon, dass die Personalie Schmielau mit einiger Brisanz beladen ist. Denn das Unternehmen Siedentopf war in der Vergangenheit am Gebäude der Weserburg interessiert. Eben jenem Museum, das in Zukunft mit der Kunsthalle kooperieren soll und vielleicht in ein Gebäude in den Wallanlagen umziehen muss. So hat es zumindest der Stiftungsrat beschlossen, ohne die Mitwirkung der Museumsdirektion. Wer in dem Gremium sitzt? Keine Ahnung, die Identität der Mitglieder wird besser gehütet als Fort Knox. Bekannt ist nur soviel: Dem Vorstand des Bremer Kulturvereins steht ebenfalls ein Platz zu. Also theoretisch auch Schmielau. -
Bannaschs Kulturwochen.
Zwischen Publikumsliebe und Publikumshass

Zwischen Publikumsliebe und Publikumshass

Bayreuth - Wer waren die Publikumslieblinge, was die größten Aufreger? Die wichtigsten Fragen rund um die Premierenwoche auf dem Grünen Hügel von Bayreuth.
Zwischen Publikumsliebe und Publikumshass
Bloß nicht gerade

Bloß nicht gerade

Oldenburg - Von Mareike Bannasch. Dicht an dicht stehen die Häuser, schmiegen sich aneinander und kämpfen gegen das Umfallen. Kleine dunkle, ja schon fast schwarze Gebäude ducken sich neben große. Aber auch diese versprechen der Reihe nur wenig Halt, sind sie doch ebenfalls in sich schief und driften merklich nach rechts. Dass dies zu keiner städtebaulichen Katastrophe führt, ist einem entscheidenden und zugleich einfachen Grund zu verdanken: Die Gebäude sind aus Keramik, und ob die fließenden Formen wirklich Häuser sind, bleibt unklar.
Bloß nicht gerade