Ressortarchiv: Kultur

An wankenden Wänden

An wankenden Wänden

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Gold! Geld! Als wären sie magnetisch, ziehen die auf dem Boden der Städtischen Galerie blinkenden Münzen jeden eintretenden Besucher gleich zu sich heran. Aus der Nähe dann die Enttäuschung: sind bloß blanke Chips, ohne Zahl und Wappen.
An wankenden Wänden
„Shades of Grey“: Über 100 Millionen Mal verkauft

„Shades of Grey“: Über 100 Millionen Mal verkauft

New York - Die Bücher der Erotik-Trilogie „Shades of Grey“ haben die Marke von 100 Millionen verkauften Exemplaren weltweit geknackt.
„Shades of Grey“: Über 100 Millionen Mal verkauft
Mystik im Kunstnebel

Mystik im Kunstnebel

Bremen - Von Andreas Schnell. Irgendwann an diesem Abend könnte man sich glatt fragen, wann denn wohl der Werbeblock für irische Butter kommt: „Riverdance“ lässt nämlich nur wenig aus, was an Irland-Klischees durch die Welt geistert – abseits der aktuellen Berichterstattung, die in den vergangenen Jahren eher zwischen Wachstumswunder und Pleite-Iren schwankte.
Mystik im Kunstnebel
Aufregend

Aufregend

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Der 14. europäische Klavierwettbewerb hat gestern in Bremen begonnen: Alle Vorspiele im Sendesaal sind öffentlich. Die Kandidaten spielen 40 Minuten, eine Sonate, zwei Etüden und ein Werk, das nach 1970 entstanden ist.
Aufregend
Raus aus der Angst

Raus aus der Angst

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Die Antwort auf Hans Falladas Frage fiel verheerend aus: Nur ein Jahr nach Erscheinen seines Romans „Kleiner Mann, was nun?“ verhalf ebendieser „kleine Mann“ der NSDAP zur Macht.
Raus aus der Angst
Ein Ultrafrommer hadert mit Gott

Ein Ultrafrommer hadert mit Gott

Hannover - Von Jörg Worat. Aha, es geht also doch noch: Man kann auch im heutigen Theater Bühnenmittel einsetzen, die originell sind und gleichwohl nicht nur als eitler Selbstzweck daherkommen. Wer diesbezüglich langsam Zweifel zu hegen begann, möge sich im Schauspielhaus „Hiob“ nach dem Roman von Joseph Roth anschauen. Ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerter Theaterabend.
Ein Ultrafrommer hadert mit Gott
Stimmen aus den Weltkriegen

Stimmen aus den Weltkriegen

Von Andreas SchnellBREMERHAVEN · Fast ein bisschen früh im Gedenkjahr kommt die „Feldpost“, die am Samstag in Bremerhaven Uraufführung feierte: Am 28. Juli erklärte Österreich-Ungarn dem Königreich Serbien den Krieg, nachdem einen Monat vorher in Sarajevo Erzherzog Franz Ferdinand von einem serbischen Nationalisten ermordet worden war.
Stimmen aus den Weltkriegen

Musizieren am Limit

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Gelegentlich begegnen dem Musikhörer ja Orchesterwitze. Sie sind alle grottenschlecht und gehen davon aus, dass Orchestermusiker erstens sowieso nicht ganz bei Trost sind und dass zweitens niemand von ihnen irgendetwas kann.
Musizieren am Limit
Lässig durch den mittleren Westen

Lässig durch den mittleren Westen

Von Ulf KaackWORPSWEDE · Was man hierzulande als gute und ehrliche Rockmusik bezeichnet, was mit Prädikaten und Plattitüden wie bodenständig, geerdet oder gradlinig verbal veredelt wird – exakt das hat „Wingenfelder“ am Donnerstagabend in der Musichall Worpswede eindrucksvoll auf und über die Bühne gebracht.
Lässig durch den mittleren Westen
Wingenfelder in der Musichall Worpswede

Wingenfelder in der Musichall Worpswede

Das was man hierzulande als gute und ehrliche Rockmusik bezeichnet, was mit Prädikaten und Plattitüden wie bodenständig, geerdet oder gradlinig verbal veredelt wird – das brachte das deutschrockende Ensemble „Wingenfelder“ am Donnerstag in der Musichall Worpswede eindrucksvoll auf und über die Bühne.
Wingenfelder in der Musichall Worpswede
Faszination in Grau

Faszination in Grau

Bremen - Von Rainer BeßlingDie Begeisterung Picassos ist nachvollziehbar. Etwas scheu, ungemein charmant, mit rührender Aufrichtigkeit und in einer unter den Spuren des Alters immer noch strahlenden Schönheit spricht Sylvette David vom Podium in der Kunsthalle Bremen.
Faszination in Grau
„Switch“-Schauspieler Kessler inszeniert bittere Arbeitswelt-Satire

„Switch“-Schauspieler Kessler inszeniert bittere Arbeitswelt-Satire

Göttingen - Von Matthias Brunnert. Bekannt wurde er als Fernseh-Komiker in der „Schillerstraße“ oder bei „Switch“: Michael Kessler parodiert Florian Silbereisen, Peter Klöppel oder Alfred Biolek. Er kann aber auch anders: In Göttingen inszeniert er nun zeitkritisches Theater.
„Switch“-Schauspieler Kessler inszeniert bittere Arbeitswelt-Satire
Cliquenkampf im Streetstyle

Cliquenkampf im Streetstyle

Bremen - Von Lorena Pabelick. Sicher, am Ende sind sie tot. Die Tragik der berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten bleibt bestehen, geändert ist das Transportmittel, das Choreografin Adrienne Canterna und künstlerischer Leiter Rasta Thomas benutzen, um Romeo und Julia auf die Theaterbühne und in die Köpfe des Publikums zu fahren.
Cliquenkampf im Streetstyle
Kein Königsweg zum Format

Kein Königsweg zum Format

Syke - Von Rainer BeßlingDie Konturen des Gesichts sind verschleiert, die Perspektiven wechseln in der Folge der Bildnisse. Farbe liegt frei schwebend über der Form, Abstraktion begegnet Figürlichkeit, Individualität trifft auf Typus.
Kein Königsweg zum Format
„Text, Text, Text, Text, Text!“

„Text, Text, Text, Text, Text!“

Hannover - Von Jörg Worat. „Sie erwarten einen Schauspieler“, sagt der Mann auf der Vorbühne des Schauspielhauses, „und vor Ihnen erscheint der Dramaturg.“ Das stimmt so nicht: Vor uns ist ein Schauspieler erschienen, der einen Dramaturgen spielt.
„Text, Text, Text, Text, Text!“
Kafkas Klischees

Kafkas Klischees

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Die Lage ist längst ausweglos, da ist dem Angeklagten der Trost eines gütigen Kaplans vergönnt. Es ist jene Art von Trost, wie ihn Kirchenmänner lieben: eine in fromme Worte gekleidete Hinrichtung.
Kafkas Klischees
Unter Tränen

Unter Tränen

Bremerhaven - Von Wolfgang Denker. Der Komponist Emmerich Kálmán war Jude und musste Deutschland 1940 verlassen.
Unter Tränen
Die Ausfallstraßen der anderen

Die Ausfallstraßen der anderen

Bremen - Von Tim Schomacker. Wie um ihre Winzigkeit inmitten des gar nicht großen Galerieraums noch zu unterstreichen, ist eine Briefmarke von einem grauen Karton umgeben. Zur Verhinderung von Verkehrsunfällen fordert das Postwertzeichen auf – dem Design nach vermutlich 1960er-Jahre.
Die Ausfallstraßen der anderen
Ewigkeit als Dauererektion

Ewigkeit als Dauererektion

Oldenburg - Von Johannes Bruggaier. Auf der Zielgeraden hatte es zuletzt den Anschein, als gehe dem Schauspiel am Oldenburgischen Staatstheater ein wenig die Luft aus. Es sind die letzten hundert Meter eines Ensembles, das sich mit dem Wechsel von Intendant Markus Müller nach Mainz im Sommer dieses Jahres größtenteils auflösen wird.
Ewigkeit als Dauererektion
Entweder Pianistin – oder Kanzler Kohl

Entweder Pianistin – oder Kanzler Kohl

Hannover - Von Jörg Worat. 25 Jahre jung und doch bereits lange im Geschäft: Alice Sara Ott wollte schon als ganz kleines Kind Pianistin werden – entgegen dem Wunsch der selbst am Klavier ausgebildeten Mutter.
Entweder Pianistin – oder Kanzler Kohl
Protestantisches aus München

Protestantisches aus München

Syke - Von Johannes BruggaierWer in München von der katholischen Asamkirche weiter zur nicht minder katholischen Frauenkirche und schließlich an der tiefkatholischen Theatinerkirche vorbei läuft, der merkt bald: Jetzt wird‘s evangelisch.
Protestantisches aus München
Theater über Theater - Uraufführung „Die römische Octavia“

Theater über Theater - Uraufführung „Die römische Octavia“

Hannover - Wie macht man aus einem 7000-Seiten-Roman ein Theaterstück? Das ist die Kernfrage, um die an diesem Sonntag (16. Februar) die Uraufführung „Die römische Octavia“ am Schauspiel Hannover kreist.
Theater über Theater - Uraufführung „Die römische Octavia“
Braunschweiger Sommertheater als Reise durch die Achtziger

Braunschweiger Sommertheater als Reise durch die Achtziger

Braunschweig - Die 80er Jahre stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Sommertheaters am Staatstheater Braunschweig. Ein musikalisches Navigationssystem durch das Jahrzehnt soll das Stück mit dem Titel „Da Da Da“ werden.
Braunschweiger Sommertheater als Reise durch die Achtziger
Helene Fischer ist wieder Gastgeberin der Echo-Gala

Helene Fischer ist wieder Gastgeberin der Echo-Gala

Berlin - Die Schlagersängerin Helene Fischer (29) wird wieder die Echo-Preisverleihung im Ersten präsentieren. Fischer sei eine „deutsche Ausnahmeentertainerin“, die in diesem Jahr auf dem Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere stehe, erklärte der ARD-Koordinator Unterhaltung, Thomas Schreiber, am Mittwoch.
Helene Fischer ist wieder Gastgeberin der Echo-Gala
Marteria steigt mit „Zum Glück in die Zukunft II“ direkt auf Platz eins ein

Marteria steigt mit „Zum Glück in die Zukunft II“ direkt auf Platz eins ein

Baden-Baden - Rapper Marteria ist mit seinem neuen Album an der Spitze der Charts eingestiegen. Der 31-jährige Berliner landete mit „Zum Glück in die Zukunft II“ direkt auf Platz eins, wie Media Control GfK am Dienstag in Baden-Baden mitteilte.
Marteria steigt mit „Zum Glück in die Zukunft II“ direkt auf Platz eins ein
Kind sein im Nachhall des Krieges

Kind sein im Nachhall des Krieges

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Die Familie, das ist dein Feind: eine Anstalt der Machtspiele und Intrigen, getarnt als Hort der Harmonie mit Händchenhalten am Mittagstisch. Ausnahmen gibt es leider keine, jedenfalls nicht, wenn es nach den Schlüsselromanen der Weltliteratur geht – von „Hamlet“ bis „Don Karlos“, von den „Brüdern Karamasow“ bis zu den „Buddenbrooks“.
Kind sein im Nachhall des Krieges
Unentschiedener Abend mit langen Laufwegen

Unentschiedener Abend mit langen Laufwegen

Hamburg - Von Tim Schomaker. Ein Text aus knappen Sätzen, die Verben stets im Infinitiv. Alltägliches – Kaffee zubereiten, Zeitung hereinholen, Pflanzen von anderen Pflanzen unterscheiden, eine Reise vorbereiten – erscheint als Unvollendetes.
Unentschiedener Abend mit langen Laufwegen
Mutproben aus dem Jugendzimmer

Mutproben aus dem Jugendzimmer

Bremen - Von Andreas Schnell. Am Einlass liegen Ohrstöpsel und Sonnenbrillen, ein Schild warnt vor Stroboskoplicht – und die vier Akteure, die mit viel Gerät den White Cube der Bühne betreten, tragen Overalls und Sonnenbrillen, darüber Grubenlampen. Könnte gefährlich werden.
Mutproben aus dem Jugendzimmer
Isoliert und gut gelaunt

Isoliert und gut gelaunt

Oldenburg - Von Ute Schalz-Laurenze. „Das albernste Zeug der Welt“ war die gängige zeitgenössische Meinung über Wolfgang Amadeus Mozarts „Così fan tutte“. Und immer wieder gibt es noch heute harte Urteile über die unglaubwürdige Geschichte, in der der Philosoph Alfonso seine beiden Freunde Ferrando und Guglielmo darüber belehren will, dass ihre Verlobten ihnen innerhalb kürzester Zeit untreu werden.
Isoliert und gut gelaunt
Formen des Wartens

Formen des Wartens

Von Volker Stahl und Folke HavekostHAMBURG · Die Dauerbaustelle übt sich in Erfolgsmeldungen: Gestern wurde der Elbphilharmonie ein „gestaltbildendes Teil“ verpasst. Die wellige Glasfassade aus 1 100 Einzelteilen ist komplett.
Formen des Wartens
Am Quell der Niedertracht

Am Quell der Niedertracht

Bremen - Von Andreas Schnell. Reichlich kompliziert sind die Familienverhältnisse des britischen Königshauses im ausgehenden Mittelalter.
Am Quell der Niedertracht