Ressortarchiv: Kultur

Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne

Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne

Von Wilfried DürkoopHAMBURG · Im Hamburger Bucerius Kunst Forum ist der Schweizer Maler Cuno Amiet zu entdecken, der nie ganz aus dem Schatten seines gefeierten Landsmanns Ferdinand Hodler heraustreten konnte. Gezeigt werden fast 90 meist geradezu frühlingshafte Gemälde, die den künstlerischen Dialog der beiden Zeitgenossen an der Schwelle zur Moderne beleuchten.
Eine Künstlerfreundschaft zwischen Jugendstil und Moderne
Nach der Tragödie

Nach der Tragödie

Bremen - Von Johannes BruggaierDer Satz des Abends fällt erst nach einer knappen Stunde. „Wir sollten uns nicht kennen“, sagt da die Künstlerin Patricia Prat zum Buchverleger Julian Strawinsky. Darum geht es. Um eine Bekanntschaft wider Willen, um eine Verbindung, die sich niemand wünschen kann und die sich dennoch nicht einfach auflösen lässt. „Drei Sekunden“ heißt das kurze Stück über die Folgen eines Selbstmords. Die Autorin Nino Haratischwili hat es im Brauhauskeller am Theater Bremen selbst in Szene gesetzt.
Nach der Tragödie
Versehentliche Verwüstung

Versehentliche Verwüstung

Hannover - Von Jörg WoratDer Schlüssel zu den Ereignissen vom 11. September 2001? Ganz klar: der 1973er Auftritt der Jacob Sisters in Teheran. Diese These vertrat jedenfalls Jürgen Kuttner bei der Premiere seines neuen Programms „Kollateralschlager“ im Schauspielhaus. Wer indes daraus den Schluss zieht, der Abend sei originell, witzig und angenehm schräg gewesen, liegt leider überwiegend falsch.
Versehentliche Verwüstung
Der Zauber der Saison

Der Zauber der Saison

Von Wolfgang DenkerBREMERHAVEN · Wer kennt sie nicht, diese Schlager und Ohrwürmer? „Es muss was Wunderbares sein“, „Die ganze Welt ist himmelblau“, „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ oder „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“.
Der Zauber der Saison

Versehentliche Verwüstung

Hannover - Von Jörg WoratDer Schlüssel zu den Ereignissen vom 11. September 2001? Ganz klar: der 1973er Auftritt der Jacob Sisters in Teheran. Diese These vertrat jedenfalls Jürgen Kuttner bei der Premiere seines neuen Programms „Kollateralschlager“ im Schauspielhaus. Wer indes daraus den Schluss zieht, der Abend sei originell, witzig und angenehm schräg gewesen, liegt leider überwiegend falsch.
Versehentliche Verwüstung
Eingriff und Zugriff

Eingriff und Zugriff

Bremen - Von Rainer BeßlingDie Wiener Hofburg ist eine Touristenattraktion und ein Symbol vergangener Macht. Relikte der Habsburger Monarchie warten im Innern auf geneigte Besucher. Auch ein Sissi-Raum lässt sich bestaunen.
Eingriff und Zugriff
Halt und Fluch

Halt und Fluch

Bremen - Von Rainer BeßlingWer im gediegenen Ambiente der Bremer Rathaushalle bereits an zahlreichen Verleihungen des ohne Frage anerkannten und traditionsreichen Bremer Literaturpreises teilgenommen hat, geht der neuesten Auflage nicht unbedingt fiebernd entgegen.
Halt und Fluch
Paul McCartney bald in Computerspiel zu hören

Paul McCartney bald in Computerspiel zu hören

Hamburg - Paul McCartney erobert eine neue Branche. Der Ex-Beatle komponiert die Musik für ein Computerspiel. Damit möchte er besonders eine Zielgruppe erreichen.
Paul McCartney bald in Computerspiel zu hören
Jeder gegen jeden

Jeder gegen jeden

Bremen - Von Rainer BeßlingEs beginnt im Dezember. Die Kälte ist greifbar und die Dunkelheit wiegt schwer. „Noch nie waren so viele Raubvögel zu sehen gewesen.“ Schon mit dem ersten Satz ihres Romans „Die Schmerzmacherin“ entwirft Marlene Streeruwitz ein Klima unbestimmter, unausweichlicher Bedrohung.
Jeder gegen jeden
Durchs Auge ins Bewusstsein

Durchs Auge ins Bewusstsein

Bremen - Von Johannes BruggaierWenn einer eine Reise tut, so wusste schon Matthias Claudius, dann kann er was erzählen. Jahr für Jahr füllen die reisefreudigen Deutschen deshalb ganze Bibliotheken von Kreuzfahrtberichten und Safari-Reportagen: Alles selbst erlebt, alles spannend aufgeschrieben. Nur drucken mag es keiner, jedenfalls kein Verlag.
Durchs Auge ins Bewusstsein
Nicht träumen, leben!

Nicht träumen, leben!

Bremen - Von Rainer BeßlingDas Stück ist Kult, die Geschichte klassisch. Richard O‘Brien brachte mit der „Rocky Horror Show“ im Jahr 1973 einen der schrägsten Longseller der Burlesque und Musicalgeschichte auf die Bühne. Tim Curry, auch in der Verfilmung Hauptakteur, setzte mit seinem „Frank‘n‘Furter“ Maßstäbe.
Nicht träumen, leben!
Die Künstlerin als Forschungsreisende

Die Künstlerin als Forschungsreisende

Bremen - Von Rainer Beßling„Das Runde an dem Heiligen“: Der Titel von Susanne Bollenhagens Ausstellung in der Bremer Galerie Herold erklärt sich schnell selbst. Es gibt viele Heilige und eine Menge Heiliges zu sehen, in Figuren und Ornamenten, die ursprünglich magische Zahlenverhältnisse und göttliche Schöpfungspläne illustrierten. Und es gibt viel Rundes. Das betrifft die Bildträger und manchmal auch die Motive.
Die Künstlerin als Forschungsreisende
Seriöse Wagnisse und brillante Schlichtheit

Seriöse Wagnisse und brillante Schlichtheit

Bremen - Von Johannes BruggaierUnd wieder ist eine Aufnahme im Kasten, eine weitere Produktion aus dem Bremer Sendesaal.
Seriöse Wagnisse und brillante Schlichtheit
Tragisch austauschbar

Tragisch austauschbar

Von Andreas SchnellWILHELMSHAVEN · Der 1966 in Como geborene Journalist Fabrizio Gatti gilt als „italienischer Wallraff“. Immer wieder recherchiert er mit verdeckter Identität zu Themen wie Menschenhandel, Kriminalität oder illegaler Immigration.
Tragisch austauschbar
Feine Fingerzeige

Feine Fingerzeige

Bremen - Von Ute Schalz-LaurenzeDer junge polnische Dirigent Krzysztof Urbanski, Chefdirigent des Trondheimer Sinfonieorchesters und seit 2011 Music Director des Indiannapolis Symphony Orchestra, hat mehr als zwei Hände zum Dirigieren. Beim Debütkonzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie explodierte eine wahre Choreographie der fünf Finger linker Hand: Es ist nicht übertrieben zu sagen, mit jeder Fingerbewegung schien er bestimmte Linien und Gesten zu gestalten, und oft machte der kleine Finger dann etwas anderes als Zeige- und der Mittelfinger.
Feine Fingerzeige
Die Liebe für alle Ewigkeit festgeschraubt

Die Liebe für alle Ewigkeit festgeschraubt

Bremen - Von Johannes BruggaierBitumen besteht aus hochmolekularen Wasserstoffen, aus Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff und Spuren von Metallen. Es eignet sich zum Hochbau, zur Herstellung von Asphalt und zur Abdichtung von Hausdächern. Als Teppich eignet es sich auf jeden Fall nicht, wie sich beim Besuch der aktuellen Ausstellung von André Sassenroth und Sebastian Dannenberg leicht erfahren lässt.
Die Liebe für alle Ewigkeit festgeschraubt
Im Bann der Begriffe

Im Bann der Begriffe

Bremen - Von Rainer Beßling - Der Ausstellungsort ist nicht alltäglich. Der Besucher nimmt den Fahrstuhl und steigt in der sechsten Etage des Atlantic Grand Hotels Bremen aus.
Im Bann der Begriffe
Ritt auf der Genre-Welle

Ritt auf der Genre-Welle

Bremen - Von Tim SchomackerIn den vergangenen Jahren ist das Revival eines klassischen Jazzformats zu beobachten: die Wiedergeburt des Klaviertrios aus dem Geist der Popmusik.
Ritt auf der Genre-Welle
Wegen Morddrohungen: Literaturfest ohne Rushdie

Wegen Morddrohungen: Literaturfest ohne Rushdie

Neu Delhi - Aus Angst vor einem Mordanschlag hat der britische Schriftsteller Salman Rushdie seine Teilnahme an einem Literaturfest im nordwestindischen Jaipur abgesagt.
Wegen Morddrohungen: Literaturfest ohne Rushdie

Bremen ehrt Kamerafrau

Bremen - Von Wilfried HippenDer 14. Bremer Filmpreis, vergeben von der Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Bremen, wurde gestern in der oberen Rathaushalle an die französische Kamerafrau Caroline Champetier verliehen.
Bremen ehrt Kamerafrau
Schön schwärmen

Schön schwärmen

Von Rainer BeßlingOLDENBURG · Es ist ein klassisches Thema der Moderne: Individuum und Masse. Wie gehen Abgrenzung und Gemeinschaft zusammen? Das Thema ist ein Klassiker vor allem im Tanztheater. In keinem anderen Genre lassen sich körperlicher Gruppenbildung und Vereinzelung, Magnetismus der Menge und Ausscheren aus der Meute darstellen.
Schön schwärmen
Im Dickicht der Vorstädte

Im Dickicht der Vorstädte

Bremen - Von Tim SchomackerKnoten, Siedlungsinsel, Relikt, Zerhäuselung – der Versuch, ein Stück Erde zu beschreiben, produziert mitunter nicht nur hilfreiche, sondern auch hübsche Begrifflichkeiten. Die genannten stammen aus dem „Handbuch zum Stadtrand“, in dem ein Forschungsprojekt der ETH Zürich verschiedene Peripherie-Sorten zu katalogisieren versucht.
Im Dickicht der Vorstädte
„Wie schön ist ein Klang, der nicht wabert!“

„Wie schön ist ein Klang, der nicht wabert!“

Bremen - Von Ute Schalz-LaurenzeNeujahrskonzert! Besetzt und weltberühmt vor allem durch die Wiener Philharmoniker. Da muss man sich andernorts schon was einfallen lassen und es entsprechend präsentieren.
„Wie schön ist ein Klang, der nicht wabert!“
Grauen der Welt in geballten Dissonanzen

Grauen der Welt in geballten Dissonanzen

Von Markus WilksHAMBURG · Eine verrückte Idee, sein Königreich so aufzuteilen, dass der größte Anteil an diejenige Tochter geht, die den Vater am meisten liebt. Dies ist der Anfang vom grausamen Ende, das Aribert Reimann in seiner Oper „Lear“ in fast übermenschliche Töne gesetzt hat. Sie kam nun in Hamburg zur Aufführung – ein Triumph für die Staatsoper, die endlich, 34 Jahre nach der Uraufführung, jenes Werk zeigt, das einmal in und für Hamburg in Auftrag gegeben worden war.
Grauen der Welt in geballten Dissonanzen
Alles ganz einfach

Alles ganz einfach

Bremen - Von Johannes BruggaierFrüher, so heißt es in diesem Stück, da habe man sich aufs Alter gefreut. Darauf, in Rente zu gehen: „Mensch, was für ‘ne Zeit, dann kann ich richtig genießen!“ Heute dagegen, da „gruselt‘s dich nur“.
Alles ganz einfach
Sprachen des Körpers

Sprachen des Körpers

Bremen - Von Rainer BeßlingGleich zum Auftakt fordert das Festival die Besucher heraus. Angeregt durch eine künstlerische Installation, die ein Rudel ausgestopfter Wölfe gegen eine Glasplatte stürmen lässt, thematisiert die junge US-amerikanische Choreographin Andrea Miller den menschlichen Herdentrieb. Wer ist Anführer, wer wird abgehängt, wer bleibt Meute?
Sprachen des Körpers
Endlich Ordnung in der Kunst

Endlich Ordnung in der Kunst

Bremen - Von Johannes BruggaierDas Runde möge man rund nennen, empfahl einst Konfuzius, und das Eckige eckig: „Dann ist die Welt in Ordnung.“ Ob Ordnung die hervorstechendste Eigenschaft der Kunst ist, bleibt dahingestellt.
Endlich Ordnung in der Kunst
Roms vergessene Schlacht

Roms vergessene Schlacht

Von Martin SommerHANNOVER/NORTHEIM · Die Geschichte muss neu geschrieben werden. Jahrzehnte lang hat ein Heer von Archäologen und Historikern geglaubt und gelehrt, dass nach der fürchterlichen Varusschlacht im Jahre 9 nach Christus weitgehend Ruhe in Germanien herrschte, weil sich die Weltmacht Rom fortan hinter die Rheingrenze zurückgezogen hatte. Neuere Funde am Harzhorn im Landkreis Northeim beweisen aber, dass dort, im tiefsten Germanien, noch im dritten Jahrhundert ein blutiges Gemetzel stattgefunden hat. Die Fachwelt staunte nicht schlecht; die Geschichte hatte ein Weltereignis einfach vergessen.
Roms vergessene Schlacht
Text schlägt Theater

Text schlägt Theater

Hannover - Von Jörg WoratCarl Sternheims Trilogie „Aus dem bürgerlichen Heldenleben“ an einem Abend auf die Bühne zu bringen – das ist ein ambitioniertes Unterfangen. Ob es auch ein kluges ist, kann man nach der Premiere im Schauspielhaus nachhaltig diskutieren.
Text schlägt Theater
„Immer nur Sonne ist Wüste“

„Immer nur Sonne ist Wüste“

Von Ulf KaackHAMBURG · In den Achtzigern war er die Stimme, das Gesicht und der Komponist von „Felix de Luxe“ – Michy Reincke. Mit seiner Komposition „Taxi nach Paris“ landete das Ensemble 1984 einen Charterfolg, der Kult wurde und auch heute noch eine kaum gebremste Präsenz genießt. Seit 1988 ist der 52-jährige als Solokünstler unterwegs.
„Immer nur Sonne ist Wüste“
Bach in Bücken

Bach in Bücken

Bücken - Von Ute Schalz-LaurenzeWenn man an Epiphanias ein Konzert mit den Teilen IV bis VI des Weihnachts-Oratoriums von Johann Sebastian Bach besucht, wird man in der Regel nicht überrascht.
Bach in Bücken

Schleichende Übergänge

Syke - Von Rainer BeßlingDie Wellen eines abgenutzten Teppichs verwandeln den tristen Zimmerboden in eine verlassene Steppenlandschaft. Ein vertrockneter Rosenstrauß auf einer verschmutzten Rosentapete erzählt von einstiger überbordender Dekorationslust.
Schleichende Übergänge