Ressortarchiv: Kultur

„Friendly Fire“ eines bekennenden Menschenfeindes

„Friendly Fire“ eines bekennenden Menschenfeindes

Syke - Von Jörg Worat. „So frank und frei und schamlos wie ein Liebesbrief“: Das wollte Mark Twain beim Verfassen seiner Autobiographie sein. Deshalb verfügte er, dass diese Schriften erst 100 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht werden sollten. In den USA entpuppten sie sich schnell als Bestseller, nun ist eine zweibändige Ausgabe in deutscher Sprache herausgekommen.
„Friendly Fire“ eines bekennenden Menschenfeindes
"Fifty Shades" stürmt Taschenbuch-Jahrescharts

"Fifty Shades" stürmt Taschenbuch-Jahrescharts

Baden-Baden/Berlin - Für Sadomaso-Sex und einen Altenheim-Flüchtling haben sich die deutschen Buchkäufer in diesem Jahr in der Belletristik am meisten begeistert - bei den Sachbüchern dominierte „Die Kunst des klaren Denkens“.
"Fifty Shades" stürmt Taschenbuch-Jahrescharts
Gefeuert, was die Archive hergeben

Gefeuert, was die Archive hergeben

Syke - Von Jörg Worat. Retro-Freunde hatten auch 2012 keinen Grund zum Jammern: Wieder einmal feuerten die CD-Produzenten raus, was die Archive hergaben.
Gefeuert, was die Archive hergeben
In Kältekammern

In Kältekammern

Oldenburg - Von Rainer Beßling. Es könnte eine Hotellobby oder eine Club-Lounge sein. Stylische weiße Sitzmöbel, frostiges Licht. Menschen treten ein, scannen den Raum, stolzieren umher, präsentieren und setzen sich, lässig, oder eher: linkisch.
In Kältekammern
Gesangästhetik vs. exzentrische Bühnenperformance

Gesangästhetik vs. exzentrische Bühnenperformance

Bremen - Von Pascal Faltermann - Bewusst inszenierte Gesangästhetik, versehen mit Kitsch und Theatralik, tritt gegen eine exzentrische, regelrecht irre Bühnenperformance mit schrullig, verzerrtem Operngesang an.
Gesangästhetik vs. exzentrische Bühnenperformance
Als die Römer noch einmal davonkamen

Als die Römer noch einmal davonkamen

Syke - Von Johannes Bruggaier. Unsere Politik, die Medizin, unser Theater oder auch die Philosophie: Es ist wohl kaum übertrieben, unsere gesamte kulturelle Identität als Ergebnis einer einzigen Schlacht zu verstehen.
Als die Römer noch einmal davonkamen
Zeit und Zeichen in Holzskulpturen

Zeit und Zeichen in Holzskulpturen

Bremen - Von Rainer Beßling. Kein anderes Material spiegelt deutlicher die Zeit. Im Querschnitt des Baumstammes lassen sich die Jahre ablesen. Auch die Beschaffenheit des Holzes spiegelt das Alter.
Zeit und Zeichen in Holzskulpturen
Kafka in Frankreich

Kafka in Frankreich

Syke - Von Johannes Bruggaier. Sie zählt zu den bedeutendsten Autorinnen Deutschlands, und doch ist ihr Name in den Bestsellerlisten kaum zu finden. Das liegt daran, dass es sich bei Marie NDiaye, seit 2007 in Berlin lebend, um eine französische Autorin handelt.
Kafka in Frankreich
Räume in Randzonen

Räume in Randzonen

Oldenburg - Von Rainer Beßling. „Am Markt I“ zieht den Blick an. Gleißendes Licht fällt durch eine Gardine in einen dämmrigen Raum. Die Falten changieren zwischen Wärme und Kälte, weichem Fluss und kantiger Härte.
Räume in Randzonen
Erst Ebbe in der Kasse, dann in der Moral

Erst Ebbe in der Kasse, dann in der Moral

Syke - Von Johannes Bruggaier. Das Unheimliche an Robert Louis Stevensons Schauergeschichten und Abenteuerromanen ist nicht allein sein schier grenzenloser Einfallsreichtum. Auch nicht bloß sein Gespür für die geheimen Abgründe der menschlichen Seele.
Erst Ebbe in der Kasse, dann in der Moral
Bremer Filmpreis an Béla Tarr

Bremer Filmpreis an Béla Tarr

Bremen - Der Bremer Filmpreis 2013 geht an den ungarischen Regisseur, Drehbuchautor und Produzenten Béla Tarr. Das hat am Wochende die Stiftung „Gut für Bremen“ der Bremer Sparkasse bekannt gegeben.
Bremer Filmpreis an Béla Tarr
Aufstieg und Fall einer Nationalmannschaft

Aufstieg und Fall einer Nationalmannschaft

Syke - Von Johannes Bruggaier. Es geht wieder mal ein Gespenst um. Diesmal im deutschen Literaturbetrieb. So jedenfalls sieht es Buchautor Helmut Böttiger, der jetzt eine umfassende Darstellung über die sagenumwobene „Gruppe 47“ vorgelegt hat (erschienen bei der Deutschen Verlags-Anstalt).
Aufstieg und Fall einer Nationalmannschaft
Urdemokratisch und einstimmig: „Nomeansno“ im Bremer Schlachthof

Urdemokratisch und einstimmig: „Nomeansno“ im Bremer Schlachthof

Bremen - Tim Schomacker. Warum eigentlich springt einem bei der einen Musik so deutlich ins Auge, wenn die, die das tun graue Haare haben? Und bei anderer Musik nicht? Peter Brötzmann, zum Beispiel.
Urdemokratisch und einstimmig: „Nomeansno“ im Bremer Schlachthof
Motzen mit Faultier

Motzen mit Faultier

Bremen - Von Pascal Faltermann. Vor dem rustikalen Barhocker liegt eine Songliste in Plakatgröße. Mikrofon, Akustikgitarre, Wasserflasche sind die Austrüstung des Olli Schulz.
Motzen mit Faultier
Sequenzen des Horrors

Sequenzen des Horrors

Hannover - Von Jörg Worat. Als 2010 das „Wilhelm-Busch-Museum – Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik“ zunächst in „Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst Wilhelm Busch“ umbenannt wurde und dieser Name schon ein Jahr später der Bezeichnung „Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst“ weichen musste, schlugen die Wellen in Hannover hoch.
Sequenzen des Horrors
Hüpfburg für Große

Hüpfburg für Große

Bremen - Von Tim Schomacker. Sogar unter das bekannte Widerstands-Volkslied „Bella Ciao“ schiebt sich irgendwann dieser Generalbass, der seinen Ursprung in den Tubafiguren südosteuropäischer Brass- und Wedding-Bands hat.
Hüpfburg für Große
Vor dem digitalen Gericht

Vor dem digitalen Gericht

Oldenburg - Von Rainer Beßling. Die Installation kommt mit Retro-Charme daher und erinnert an historische Science-Fiction-Visionen. Dennoch: Was Timo Toots mit „Memopolis“ bildhaft macht, kommt der Wirklichkeit bedrückend nahe.
Vor dem digitalen Gericht
Oldenburg: Müller verlässt Theater

Oldenburg: Müller verlässt Theater

Oldenburg - Markus Müller verlässt das Oldenburgische Staatstheater. Wie gestern bekannt wurde, wechselt der Intendant zur Spielzeit 2014/15 ans Staatstheater Mainz. Theaterbeirat und Aufsichtsrat hätten ihn einstimmig gewählt, hieß es gestern in einer Pressemitteilung des Oldenburgischen Staatstheaters.
Oldenburg: Müller verlässt Theater
Zuhause kann man das alles nachschlagen

Zuhause kann man das alles nachschlagen

Bremen - Von Tim Schomacker. Sie spielten nur, dass sie ihre Songs spielen, meinte Thomas Meinecke am Dienstagabend, schließlich sei man hier ja in einem Theater. In grauer Popmoderne-Vorzeit hat der Schriftsteller und Mitbegründer der Band „F.S.K.“ einmal notiert, man solle doch alle Theater in Parkhäuser umfunktionieren. Manches wird man eben nicht mehr los.
Zuhause kann man das alles nachschlagen
Die Entdeckung der Jugend

Die Entdeckung der Jugend

Oldenburg - Von Rainer Beßling. Es ist das Jahrzehnt der Aufbrüche und Umbrüche. Russen und Amerikaner erobern das Weltall, die Bundesliga startet, der Rocksaum rutscht nach oben. Rüstungsgegner versammeln sich bei Ostermärschen, mehr als 100 Starfighter-Piloten verlieren ihr Leben.
Die Entdeckung der Jugend
Jauchzen und frohlocken – auch am Werktag

Jauchzen und frohlocken – auch am Werktag

Syke - Von Johannes Bruggaier. Vieles ist verzichtbar von all der vorweihnachtlichen Klangpracht. Ohne „Stille Nacht“ und „Oh du Fröhliche“ zum Beispiel lässt es sich immer noch bestens auskommen.
Jauchzen und frohlocken – auch am Werktag
Andere Wirklichkeiten

Andere Wirklichkeiten

Bremen - Von Rainer Beßling. Es ist nicht auszuschließen, dass Achim Bertenburg den Namen Eugène Carrière schon länger kennt. Dass seine Bilder aber einmal in der Bremer Kunsthalle neben denen des französischen Symbolisten (1849-1906) hängen würden, hätte der 1954 geborene Maler wohl kaum jemals vermutet – schon gar nicht, dass dabei so viele Korrespondenzen und Parallelen erkennbar würden.
Andere Wirklichkeiten
Des Ghettos andere Saite

Des Ghettos andere Saite

Bremen - Von Johannes Bruggaier. An einem trüben Montagmorgen, der Nebel hängt noch zwischen den Wohnblöcken von Tenever, beginnt Ahmad Öncel mit der Pflege deutscher Barockmusik.
Des Ghettos andere Saite
Architektonische Fehlleistungen im Haus der Liebe

Architektonische Fehlleistungen im Haus der Liebe

Syke - Von Johannes Bruggaier. In Deutschland beschränkt sich sein bescheidener Ruhm auf eine Oper. „The Turn Of The Screw“ lautet die Novelle von Henry James, deren Vertonung von Benjamin Britten vor einem Jahr am Theater Bremen zu erleben war.
Architektonische Fehlleistungen im Haus der Liebe
Am Bayreuther Festspielhaus bröckelt der Putz

Am Bayreuther Festspielhaus bröckelt der Putz

Bayreuth - Richard Wagners 200. Geburtstag steht bevor. In Bayreuth herrscht aber nicht nur Vorfreude: Das Festspielhaus ist aus Sicherheitsgründen eingerüstet. Es ist nicht die einzige Baustelle in der Wagner-Stadt.
Am Bayreuther Festspielhaus bröckelt der Putz
Als der Jazz den Funk entdeckte

Als der Jazz den Funk entdeckte

Bremen - Von Rainer BeßlingEs ist ein Programm für kleinere Clubs. Till Brönner mag größere Häuser füllen können. Doch wenn sich Deutschlands bekanntester Jazzer auf sein Kerngeschäft konzentriert, bleibt auch bei ihm der Publikumszulauf überschaubar.
Als der Jazz den Funk entdeckte
Kein Humor ist auch keine Lösung

Kein Humor ist auch keine Lösung

Bremen - Von Andreas Schnell„Entschuldigen Sie, ich bin der Prolog“, erklärt da ein Mann auf Italienisch sinngemäß. Aber wofür muss sich so ein Prolog eigentlich entschuldigen? Für seine bloße Existenz? Komische Sache.
Kein Humor ist auch keine Lösung
Vom Ei zum Fliegen

Vom Ei zum Fliegen

Syke - Von Rainer Beßling. Das Deutsche besitzt dafür kein Wort: „Roadkill“ meint die Tierkadaver am Straßenrand, die Kollateralschäden der Mobilität. Vom Vogel bis zum Fuchs, mal äußerlich kaum versehrt, mal bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt.
Vom Ei zum Fliegen
Keine Friedenshoffnung strahlt von fern

Keine Friedenshoffnung strahlt von fern

Syke - Von Johannes Bruggaier. Schiller verstehen zu wollen, ist nicht immer ratsam. Am Anfang hat es meist noch den Anschein, als genüge die bloße Lektüre. Aha, ein Tyrannenmord: Appell zum Widerstand, Schiller als politischer Dichter. Oder auch verbotene Liebe: Plädoyer für eine liberale Gesellschaft, Schiller als Heros der Freiheit.
Keine Friedenshoffnung strahlt von fern
Mit langem Atem

Mit langem Atem

Bremen - Von Rainer Beßling. Es ist nicht schlecht, Pläne zu haben. Langfristige Perspektiven helfen, gegen Beschleunigung und Fremdbestimmung eigene nachhaltige Gestaltung zu setzen. Weitsicht und Ehrgeiz von Klara Hobza verblüffen allerdings dann doch.
Mit langem Atem
Schmetterlinge im Soundgewitter

Schmetterlinge im Soundgewitter

Syke - Von Matthias Berger. „Koi No Yokan“ haben die Deftones ihr neues Album betitelt – aus dem Japanischen übersetzt heißt das „Liebe auf den ersten Blick“.
Schmetterlinge im Soundgewitter
Hamlet geistig und geistlich

Hamlet geistig und geistlich

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Die Tageszeitung „Die Welt“ hat einmal ihre Feuilletonisten auf eine heikle Mission geschickt. „Das Wort vom Sonntag“ lautete die zeitweilige Rezensionsreihe, und ihr Gegenstand waren weder Konzerte noch Theaterpremieren.
Hamlet geistig und geistlich
Zweifel und Tod

Zweifel und Tod

Bremen - Von Wolfgang Denker. Margot Käßmann wird im Programmheft zum Weihnachtskonzert mit dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg zu recht als „die bekannteste Theologin Deutschlands“ bezeichnet.
Zweifel und Tod
Das geht euch auch was an

Das geht euch auch was an

Osnabrück - Von Tim Schomacker. Im Grunde genommen müsste man diesem Stück wünschen, dass es nicht hineinragt in eine umfassende Debatte darüber, wie wir uns heute das Sterben denken.
Das geht euch auch was an
Grabdenkmal und reiner Ton

Grabdenkmal und reiner Ton

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Seine Sinfonien seien „Grabdenkmäler“ sagte Dmitri Schostakowitsch über seine 15 Sinfonien, Grabdenkmäler als Dokumente des Leidens unter staatlichen Repressionen, denen der russische Komponist zeitlebens ausgesetzt war.
Grabdenkmal und reiner Ton