Ressortarchiv: Kultur

Die Eule ist ein Dieb

Die Eule ist ein Dieb

Von Johannes BruggaierOLDENBURG · Dieser Sturm hatte es offenbar in sich. Bis auf den Boden hat der Baumstamm das kleine Häuschen in zwei Hälften zerlegt (Bühne: Jan de Brabander). Heil geblieben ist dagegen eine andere Behausung: die kleine Höhle im Stamm selbst.
Die Eule ist ein Dieb
Vom Knirschen, Rauschen und anderen Unruheherden

Vom Knirschen, Rauschen und anderen Unruheherden

Bremen - Von Rainer BeßlingDen Besucher des Künstlerhauses Bremen empfängt ein beunruhigendes Geräusch. Ein Blick bestätigt die Ahnung: Eine Gaskartusche befeuert sich mit bläulich züngelnder Flamme selbst. Man mag die explosive Situation ungern zu Ende denken. Mein letzter Ausstellungsbesuch?
Vom Knirschen, Rauschen und anderen Unruheherden
Zeit und Luft

Zeit und Luft

Bremen - Von Rainer BeßlingSchon die Besetzung macht neugierig: Violine und Kontrabass, keine der gängigen Duo-Formationen. Auch der Name der Geigerin lässt aufhorchen: Anne-Sophie Mutter.
Zeit und Luft
Nach dem Essen Zähne putzen

Nach dem Essen Zähne putzen

Bremen - Von Corinna LaubachKaum auf der Welt und in Kontaktaufnahme mit dieser, greifen auch schon die Regeln um sich. Ein nicht enden wollendes Manifest an „Tu das nicht, aber bitte tu tunlichst dies“ ergießt sich im Laufe der Kindheit über einen.
Nach dem Essen Zähne putzen
Besuch ohne Hose

Besuch ohne Hose

Von Johannes BruggaierOLDENBURG · Die klügste Aussage liefert an diesem Abend eine Zuschauerin. „I don‘t want to see your dick“, erklärt die Frau in der letzten Reihe der Oldenburger Exerzierhalle. Der Satz richtet sich an einen Darsteller des Produktionsteams „andcompany&Co“, und er meint eine jener Grenzüberschreitungen, die sich beim besten Willen nicht mehr mit theaterbedingter Provokation entschuldigen lässt.
Besuch ohne Hose

Maurice André: Der Jahrhundert-Trompeter ist tot

Paris - Maurice André galt als einer der ganz Großen an der Trompete. Sein Leben war so ungewöhnlich wie sein Musikinstrument, mit der er es zu Weltruhm brachte.
Maurice André: Der Jahrhundert-Trompeter ist tot
Natur ist Kunst

Natur ist Kunst

Bremen - Von Rainer BeßlingDie Ausstellung beginnt mit dem Medium, das am Anfang von Alfred Otto Wolfgang Schulzes Künstlerkarriere steht. In Fotografien rückt er ein Paris der kleinen visuellen Sensationen ins Bild: Tischarrangements, Wischeimer, Menschen, Tierkadaver, skurrile Korrespondenzen zwischen Grabskulpturen und Werbeplastiken.
Natur ist Kunst
Jazz im ganz weiten Sinne

Jazz im ganz weiten Sinne

Bremen - Von Andreas SchnellAls Silje Nergaard mit ihrer Band nach der zweiten Zugabe die Bühne verließ, gab es stehende Ovationen. Das war kaum überraschend, zählt die Sängerin doch zu den erfolgreichsten europäischen Vokalistinnen des Jazz.
Jazz im ganz weiten Sinne
Felsstürze eines Steineflüsterers

Felsstürze eines Steineflüsterers

Von Johannes BruggaierOLDENBURG · Achtung, Aufmerksamkeit bitte, das ist jetzt wichtig. Zwei Dinge, ruft Chefdramaturg Jörg Vorhaben im Foyer des Staatstheaters, seien zu beachten, damit der niederländische Künstler Nick Steur ungestört seiner Arbeit nachgehen könne.
Felsstürze eines Steineflüsterers

„Immer eisig, ewig dunkel“

Bremen - Von Ute Schalz-LaurenzeEs ist nicht leicht, eine Stunde reinstes psychologisches Geschehen zu inszenieren und zu spielen.
„Immer eisig, ewig dunkel“
Rausch mit Nachwirkungen: Ragna Schirmer spielt Händel und Schnittke

Rausch mit Nachwirkungen: Ragna Schirmer spielt Händel und Schnittke

Hannover - Von Johannes BruggaierVom „Orchestersterben“ ist in deutschen Musikerkreisen seit Jahren die Rede. Dabei bleibt völlig unbeachtet, dass hin und wieder auch Geburtswehen einsetzen: In Hannover etwa hat sich unter dem Namen „musica assoluta“ ein neues Ensemble formiert.
Rausch mit Nachwirkungen: Ragna Schirmer spielt Händel und Schnittke
Kein Ponyhof

Kein Ponyhof

Hannover - Von Jörg WoratAm Anfang gibt’s Zuckerwatte. Eine Frau in Weiß verteilt die Süßigkeit an die Besucher des Schauspielhauses. Um dann indes alle Freundlichkeit abzustreifen und zum fiesen Doktor zu mutieren.
Kein Ponyhof
Gegen die Wand

Gegen die Wand

Bremen - Von Rainer Beßling - So richtig zufrieden ist dieser Besucher mit der Präsentation nicht. Skulpturen sollten von allen Seiten angeschaut werden können, sagt der kunstkundige Herr. In früheren Arbeiten habe Eberhard Szejstecki das auch erfolgreich beherzigt.
Gegen die Wand
Spaziergang und Sprünge

Spaziergang und Sprünge

Syke - Von Rainer BeßlingDer große Raum im Erdgeschoss des Syker Vorwerks ist sparsam bestückt. Drei Monitore, kleine Tuschearbeiten. Immer ist die Künstlerin selbst mit „im Bild“.
Spaziergang und Sprünge

Spaziergang und Sprünge

Syke - Von Rainer BeßlingDer große Raum im Erdgeschoss des Syker Vorwerks ist sparsam bestückt. Drei Monitore, kleine Tuschearbeiten. Immer ist die Künstlerin selbst mit „im Bild“.
Spaziergang und Sprünge
Pablo Picasso - Seine Werke

Pablo Picasso - Seine Werke

Pablo Picasso - Seine Werke
Island, Elfen oder das unsichtbare Dritte

Island, Elfen oder das unsichtbare Dritte

Bremen - Von Tim Schomacker - Worüber reden wir, wenn wir über Elfen reden? Wir reden über etwas, das nur in Erscheinung tritt, wenn es das will. Und nicht etwa wenn wir es wollen. Eigentlich redet an diesem Abend nur Wolfgang Müller.
Island, Elfen oder das unsichtbare Dritte
Vergiftete Versöhnung

Vergiftete Versöhnung

Von Johannes BruggaierOLDENBURG · Sein oder Nichtsein, das war für die Einwohner Oldenburgs im Jahr 1676 eine nur allzu berechtigte Frage. Bei einem Gewitter waren drei Blitze gleichzeitig in der Stadt eingeschlagen, der Großbrand legte 700 Häuser in Schutt und Asche.
Vergiftete Versöhnung
Zwischen den Polen gewabert

Zwischen den Polen gewabert

Von Johannes Bruggaier OLDENBURG · Nord- und Südpol, Mann und Frau, rechts und links: Die Welt, in der wir leben, ist voller Gegensätze. Das ist für uns Menschen vorteilhaft, weil die allgegenwärtige Polarität uns Orientierung bietet. Das ist aber auch gefährlich, weil wir dabei vergessen können, dass es zwischen vorne und hinten, oben und unten noch jede Menge Zwischenraum gibt – keinesfalls aber eine unumstößliche Wahrheit.
Zwischen den Polen gewabert
Schule des Sehens

Schule des Sehens

Von Rainer BeßlingDELMENHORST · Die Städtische Galerie Delmenhorst lockt mit ungewöhnlichem Komfort. Im Nebengebäude des Hauses ermöglichen Holzgestelle vor altmeisterlichen Grafiken das Abstützen der Arme. Schemel laden zum Sitzen ein. Wer mag, kann auf Augenhöhe mit Blättern von Lucas van Leyden, Albrecht Dürer oder Hendrick Goltzius zur bereit gestellten Lupe greifen.
Schule des Sehens
Willkommen in der Welt der Bühnen

Willkommen in der Welt der Bühnen

Hannover - Von Jörg WoratDas hannoversche Theatermuseum ist eine höchst ungewöhnliche Institution. Nicht nur, weil es sich nach wechselvoller Geschichte seit 20 Jahren direkt im Schauspielhaus des Niedersächsischen Staatstheaters in der Prinzenstraße befindet, sondern auch in Hinblick auf die hiesigen Ausstellungen.
Willkommen in der Welt der Bühnen
Mittelalter-Schriftsteller Horst ist tot

Mittelalter-Schriftsteller Horst ist tot

München - Der Schriftsteller Eberhard Horst ist tot. Der Autor starb am Mittwoch im Alter von 88 Jahren nach langer Krankheit in seinem Haus in Gröbenzell bei München.
Mittelalter-Schriftsteller Horst ist tot

Shakespeare zum Mitfühlen

Von Johannes BruggaierOLDENBURG · Oldenburg liegt im Westen – für sein Theater aber manchmal nicht westlich genug. „Go West“ lautet das alljährlich stattfindende Festival, mit dem das Oldenburgische Staatstheater einen Blick hinter die Landesgrenze riskiert. Schon zum dritten Mal stellen jetzt Schauspiel- und Tanzgruppen aus Flandern und den Niederlanden ihre aktuellen Produktionen vor.
Shakespeare zum Mitfühlen
Nicht nur einsam

Nicht nur einsam

Von Wilfried DürkoopFRANKFURT/M. · In der Frankfurter Schirn Kunsthalle wird Edvard Munch nicht einmal mehr als schwermütiger Maler vorgestellt. Sie zeigt vielmehr auch seinen produktiven Umgang mit Film und Fotografie.
Nicht nur einsam
Risiko vor Perfektion

Risiko vor Perfektion

Von Jörg WoratHANNOVER/BREMEN · Sie ist die „junge Wilde“ unter den Violinistinnen: Patricia Kopatchinskaja hat mit ihrem eigenwilligen Stil für viel Aufsehen gesorgt.
Risiko vor Perfektion
Aktualisierte Weiblichkeit

Aktualisierte Weiblichkeit

Bremen - Von Rainer BeßlingIn den Motiven befand sich William Turner auf der Höhe seiner Zeit, malerisch war er ihr weit voraus. In „Rain, Steam and Speed“ aus dem Jahr 1844 rückt der Brite die Eisenbahn als Symbol der Industrialisierung ins Bild, allerdings kaum figürlich, eher im Nachvollzug von Erscheinung, Wirkung und Rang. Dampf und Geschwindigkeit drücken sich in Stofflichkeit und Energie der Farbe aus, nahe an den kompositorischen Prinzipien der Moderne.
Aktualisierte Weiblichkeit
„Mir kamen die Tränen“

„Mir kamen die Tränen“

Hamburg - Von Pascal Faltermann - Nur ein kleiner, unscheinbarer Aufkleber weist darauf hin: Hier sitzt das Hamburger Label „Grand Hotel van Cleef“. Im ersten Stock sind die Büroräume. Die Einrichtung schlicht. Hinten an der Wand sitzt Marcus Wiebusch. Von seinem Platz aus kann er den kompletten Raum überblicken.
„Mir kamen die Tränen“
„Glück ist, keinen Krebs zu kriegen“

„Glück ist, keinen Krebs zu kriegen“

Hamburg - Von Pascal Faltermann - Nur ein kleiner, unscheinbarer Aufkleber weist darauf hin: Hier sitzt das Hamburger Label „Grand Hotel van Cleef“. Im ersten Stock sind die Büroräume. Die Einrichtung schlicht. Hinten an der Wand sitzt Marcus Wiebusch. Von seinem Platz aus kann er den kompletten Raum überblicken. Und aus dem Fenster schauen. Dunkle Jeans, schwarzer Pullover, Dreitagebart. So kennt man den Sänger der Band Kettcar. Teil zwei des Interviews.
„Glück ist, keinen Krebs zu kriegen“
Kettcar Konzertfotos

Kettcar Konzertfotos

Beim Hurricane-Festival 2008, beim Omas Teich Festival in in Großefehn/Ostfriesland oder in Bremen im Aladin: Die Hamburger Band Kettcar hat in Nordeutschland schon fast überall gespielt. Heute bringt die Band ihr neues Album "Zwischen den Runden" raus.
Kettcar Konzertfotos
Energische Erzählstimme

Energische Erzählstimme

Bremen - Von Tim SchomackerDie Bremer mögen ihre Philharmoniker. Und ihre Straßenbahn. So saßen jetzt am Abend zahlreiche Bremer, aus der vollbesetzten Glocke kommend, in der Bahn und sprachen über ein Konzert der Philharmoniker. In gewisser Weise erinnerte diese Einheit von Stadt und Menschen und Musik an die Zeit, in der die Orchester nicht riesig waren.
Energische Erzählstimme
Ein Jahr für zwei Striche

Ein Jahr für zwei Striche

Von Veit-Mario ThiedeBERLIN/DRESDEN · Der Maler Gerhard Richter bekennt: „Ich wollte zu keiner Zeit ein unverstandener Künstler sein, ein Außenseiter, ein Bürgerschreck. Ich bin mehr fürs Akzeptiertwerden.“ Das hat er glänzend hinbekommen. Er ist unbestritten der Liebling aller Kunstfreunde.
Ein Jahr für zwei Striche
Norwegens Prinzessin eröffnet Munch-Ausstellung

Norwegens Prinzessin eröffnet Munch-Ausstellung

Frankfurt - Mit Stolz auf ihren Landsmann hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit die Munch-Ausstellung in Frankfurt eröffnet.
Norwegens Prinzessin eröffnet Munch-Ausstellung

In Mexiko verschleppt

Von Benno SchirrmeisterBREMERHAVEN · Sie haben ihn verschleppt. Seit mehr als 200 Tagen ist der Dirigent Rodolfo Cázares in der Hand seiner Entführer. Das letzte Lebenszeichen stammt von Ende Juli.
In Mexiko verschleppt
Unheimliches in der digitalen Welt

Unheimliches in der digitalen Welt

Von Rainer BeßlingOLDENBURG · In der Medienkunst-Szene genießt die Einrichtung weltweit größte Anerkennung: Der Name „Edith-Russ-Haus“ dürfte dort bekannter sein als der seines Standorts Oldenburg.
Unheimliches in der digitalen Welt
Süßes Augenfutter

Süßes Augenfutter

Oldenburg - Von Rainer Beßling · Prall und fruchtig gleitet eine Erdbeere zwischen blutrote Lippen. Selbstversunken lustvoll richtet die blonde Schönheit ihre grünen Augen zur Seite. Für Irritation sorgt eine zweite Schicht auf der Leinwand: Farbkreise und Pinselspuren dokumentieren Konstruktion und Kompositionen des fotorealistisch erscheinenden Bildnisses.
Süßes Augenfutter
Knallhart gütig

Knallhart gütig

Bremen - Von Johannes Bruggaier - Ein paar Meter entscheiden an diesem Abend über Kulisse oder Leere, über Premiere oder Probe, über Sein oder Nichtsein.
Knallhart gütig
„Ich dachte, ich weine“

„Ich dachte, ich weine“

Von Rebecca GoellnerOLDENBURG · Sarah Kuttner schreibt jetzt Romane. Eigentlich schon seit einigen Jahren. 2009 veröffentlichte sie ihr erstes Werk „Mängelexemplar“, Ende 2011 legte sie mit „Wachstumsschmerz“ nach.
„Ich dachte, ich weine“
Keine Rettung vor dem Wandel

Keine Rettung vor dem Wandel

Syke - Von Johannes BruggaierAls Ilze Orinska Anfang der neunziger Jahre nach Bremen kam, war ihr Zuhause gerade auseinandergebrochen. Sie hatte zuvor das ganze Programm sowjetischer Künstlerausbildung durchlaufen.
Keine Rettung vor dem Wandel
Die Rampensau groovt wieder

Die Rampensau groovt wieder

Hamburg · Von Ulf Kaack · Stefan Gwildis empfängt uns in einer eleganten Hotellobby in Citynähe. Er ist gut aufgelegt. Kaffeetassen dampfen. Über sein neues Album „frei händig“ wollen wir plaudern, das am 24. Februar erscheinen wird. Dreizehn neue Songs. Wollen von der anstehenden Tournee reden – von dem was kommt und was war. Und natürlich über Soul!
Die Rampensau groovt wieder
"Zwillingsschwester" der "Mona Lisa" entdeckt

"Zwillingsschwester" der "Mona Lisa" entdeckt

Madrid - Kunstexperten des Madrider Prado-Museums haben eine “Zwillingsschwester“ der berühmten “Mona Lisa“ entdeckt. Das Bild wurde in der Werkstatt von Leonardo da Vinci gemalt.
"Zwillingsschwester" der "Mona Lisa" entdeckt
Auf die Ränder kommt es an

Auf die Ränder kommt es an

Hannover - Von Wilfried DürkoopDas Hannoversche Sprengel Museum stellt erstmals das malerische Werk des mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichneten Künstlers Ilya Kabakov aus. Sein Thema ist die Zeit des Totalitarismus in der Sowjetunion.
Auf die Ränder kommt es an