Ressortarchiv: Kultur

Leiden on the road

Leiden on the road

Syke - Von Johannes BruggaierFür Künstler liegt das Geld nicht auf der Straße, vielmehr ist der Weg das Ziel: einer der vielen Wege, die bekanntlich allesamt nach Rom führen. Alles nur Phrasen? Selbstverständlich. Aber genau darin liegt die Gefahr einer Ausstellung über Straßen, Wege und Verkehr. „On The Road“ heißt die Schau im Syker Vorwerk, mit der morgen die Veranstaltungsreihe „Straße der Kunst“ eingeläutet wird. Und um es vorweg zu nehmen: Die meisten der zehn beteiligten Künstler aus der Region haben die Klischeefalle glücklich umschifft.
Leiden on the road
Karriere-Aus im Löwenkäfig

Karriere-Aus im Löwenkäfig

Bremen - Von Mareike BannaschWer was auf sich hält, muss nach Rom, die Hauptstadt des Glanz und Glamour. Nach zwei Stunden ist Ibericus angekommen: als Löwenfutter.
Karriere-Aus im Löwenkäfig
Jazz auf Leinwand

Jazz auf Leinwand

Bremen - Von Johannes BruggaierIm Sturm, sagt Mark Harrington, lerne man die Waagerechte schätzen. Der Mann muss es wissen: Seine Kunst ist gewissermaßen die Waagerechte an sich, eine Absage an alles Vertikale, eine Reminiszenz an den Horizont. Alles nur, weil er 1962 als Zehnjähriger den Atlantik überquerte – per Schiff.
Jazz auf Leinwand
Belgische Tische ohne Plan

Belgische Tische ohne Plan

Von Beate BößlOSNABRÜCK · Auch modernste Medienkunst kommt ohne solide Handwerkskunst nicht aus. Beim Presserundgang zum European Media Art Festival, kurz: EMAF, herrschte jedenfalls noch echte Werkstattstimmung.
Belgische Tische ohne Plan
Erschossen, verbrannt und die Asche per Post der Familie zugestellt

Erschossen, verbrannt und die Asche per Post der Familie zugestellt

Hannover - Von Hans BrinkmannJohanna Wanka schaudert es noch heute, wenn sie an das tragische Ende eines Fluchtversuchs von zwei Jugendlichen an der innerdeutschen Grenze denkt. Beide wurden von DDR-Grenzposten niedergeschossen; der Ältere – ein 16-Jähriger – starb.
Erschossen, verbrannt und die Asche per Post der Familie zugestellt
Experiment muss nicht sein

Experiment muss nicht sein

Hannover - Von Jörg WoratGibt es Trends im zeitgenössischen Tanz? Nach dem „Internationalen Wettbewerb für Choreographen“ zu urteilen, schon, und der auffälligste hieße dann: Experiment muss nicht sein. Wirklich verblüffen konnte im Opernhaus jedenfalls keiner der acht Finalbeiträge bei der 25. Auflage der in dieser Form einzigartigen Veranstaltung.
Experiment muss nicht sein

Jazz bis tief in die Nacht

Bremen - Von Wilfried HippenViele waren skeptisch, ob eine notorisch brotloses Kunst wie der Jazz überhaupt genug kommerzielle Masse hat, um eine eigene Messe zu rechtfertigen. Doch nun findet die „Jazzahead“ schon zum sechsten Mal im Congress Centrum an der Bürgerweide statt und die Zahlen sowohl der Aussteller wie auch der Besucher steigen langsam aber stetig.
Jazz bis tief in die Nacht
Klügl baut um

Klügl baut um

Hannover - Von Jörg WoratÜber mangelnde Abwechslung wird sich die hannoversche Staatsoper in der nächsten Zeit nicht beklagen können. Bei der Pressekonferenz zur Spielzeit 2011/12 brachte Intendant Dr. Michael Klügl eine ganze Reihe von Veränderungen zur Sprache.
Klügl baut um
Das umgedrehte Kommode

Das umgedrehte Kommode

Bremen - Von Tim SchomackerSchon schön, mal rauszukommen. Mal was anderes sehen. Nicht wenige der Premierenbesucher, die nach zwei pausenfreien Stunden „Sturm“-Paraphrase die Stahltreppen am markanten rotsteinigen Gebäude herunter stiegen, dürften sich gedacht haben: Waren wir da also auch mal drin.
Das umgedrehte Kommode
Studie der Einsamkeit

Studie der Einsamkeit

Bremen - Von Ute Schalz-LaurenzeDas dialogische Prinzip der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach kann auf der Orgelempore des Bremer Doms nicht deutlich werden. Zwei Orchester verlangte Bach und zwei Chöre.
Studie der Einsamkeit
Sternsuche mit der geistreichsten Frau des Universums

Sternsuche mit der geistreichsten Frau des Universums

Syke - Von Johannes BruggaierIhr Name fehlt in keiner Heine-Biografie. Und wer sich mit Friedrich Schlegel befasst, kommt um sie nicht herum. Auch Heinrich von Kleist kannte sie, Ludwig Börne, Jean Paul, Alexander von Humboldt und Johann Wolfgang von Goethe.
Sternsuche mit der geistreichsten Frau des Universums

Wutbürger Kohlhaas

Hannover - Von Jörg Worat„Kontinuität und Weiterentwicklung“: So überschreibt Staatsschauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg seine Planungen für die kommende Spielzeit. Gestern stellte er das neue Programm vor.
Wutbürger Kohlhaas
Auch hinter dem Horizont gibt es keine Wahrheit

Auch hinter dem Horizont gibt es keine Wahrheit

Syke - Von Johannes BruggaierAuf den fehlenden Buchstaben kommt es an: „Ein Leben“ nennt Anna Maria Carpi ihre Biografie über Heinrich von Kleist. Tatsächlich wäre es auch vermessen, „sein Leben“ zu erzählen.
Auch hinter dem Horizont gibt es keine Wahrheit
Schweinedarm muss sein

Schweinedarm muss sein

Bremen - Von Mareike BannaschAn der Decke hängt: ein Sack. Der auch noch blinkt. Regelmäßig pulsierend wie ein Herz. Und genau das ist dieses Gebilde eigentlich auch: ein Herz mit Arterie und Aorta, wenn auch nur in Form von Plastikschläuchen an einem Kunststoffsack.
Schweinedarm muss sein
Wiederentdeckungen aus dem Pappkarton

Wiederentdeckungen aus dem Pappkarton

Syke - Von Jörg WoratDer Siegeszug der Musik-Downloads ist nicht mehr aufzuhalten? Gemach: „Es gibt sehr wohl noch ein Bedürfnis nach physischen Tonträgern“, sagt Wolfgang Eckart.
Wiederentdeckungen aus dem Pappkarton
Ort aus Farbe und Vorstellung

Ort aus Farbe und Vorstellung

Bremen - Von Rainer BeßlingDer Raum wirkt aufgeräumt, die Menge der Exponate ist übersichtlich. Dennoch geben sich die Bildobjekte von Wolfgang Michael nicht leicht zu erkennen. Tafeln lassen abstrakte Figurationen vermuten: vorzugsweise vertikale Balken in einem Material, das je nach Betrachterstandpunkt unterschiedliche Farbwerte annimmt. Licht und Perspektive sind damit schon mal ein Thema.
Ort aus Farbe und Vorstellung
Bürgerbewegung mit Stehplatzkarten

Bürgerbewegung mit Stehplatzkarten

Von Johannes BruggaierOLDENBURG · Ein paar Dübel noch und ein paar Schrauben, dann ist die Sanierung des großen Hauses am Oldenburger Theaterwall abgeschlossen. Das trifft sich gut. Denn mit seiner Rückkehr in die Innenstadt (während der einjährigen Umbauphase bespielte man die Halle 10 des Fliegerhorsts) feiert das Oldenburgische Staatstheater auch zugleich sein Comeback im Bürgertum.
Bürgerbewegung mit Stehplatzkarten

Kraftvolle Poesie

Von Corinna LaubachOLDENBURG · Über zwölf Tage lang bei einem Festival die Spannung zu halten, das Publikum immer wieder mit Neuem zu überraschen – diese Kunst ist Honne Dohrmann und seinem Team bei den 10. Internationalen Tanztagen in Oldenburg gelungen.
Kraftvolle Poesie

Schwerer Unfall auf der Bühne

Hannover - Tragisches Ende einer Premiere: Die Vorstellung „Herzog Theodor von Gothland“ am Schauspiel Hannover wurde gestern nach einem schweren Unglück abgebrochen.
Schwerer Unfall auf der Bühne
In der Hölle sitzen nur die Schweinchen

In der Hölle sitzen nur die Schweinchen

Bremen - Von Johannes Bruggaier Nachdem ihn sein Geliebter verlassen hatte, setzte sich Armin Meier in die Küche, trank eine Flasche Wodka, schluckte Tabletten und wartete auf den Tod. Es war das Jahr 1978, es war ein Jahr mit 13 Neumonden, und Meiers Geliebter hieß Rainer Werner Fassbinder.
In der Hölle sitzen nur die Schweinchen
Mozart auf Türkisch sorgt für Integrations-Debatte

Mozart auf Türkisch sorgt für Integrations-Debatte

Frankfurt/Main - Die Darstellung von Türken in der Mozart-Oper "Die Entführung aus dem Serail" grenzt - der damaligen Zeit entsprechend - an Beleidigung. Jetzt soll der Bühnenklassiker in Frankfurt teilweise auf Türkisch aufgeführt werden.
Mozart auf Türkisch sorgt für Integrations-Debatte
Jansons bleibt bis 2015 Chef des BR-Symphonieorchesters

Jansons bleibt bis 2015 Chef des BR-Symphonieorchesters

München - Der lettische Dirigent Mariss Jansons bleibt bis Ende August 2015 Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Am Freitagmorgen unterschrieben er einen neuen Vertrag.
Jansons bleibt bis 2015 Chef des BR-Symphonieorchesters
Ochsentour zum Rock-Olymp

Ochsentour zum Rock-Olymp

Von Rainer BeßlingSYKE · Bands beherrschten die Zeit, Beat hieß das damals. Die Stones lebten vor, wie man sich Gefühle aus dem Leib schrie und spielte. Gesteigerte Phonzahlen versprachen Triebabfuhr, Ruhm und leichtere Kontakte zum anderen Geschlecht.
Ochsentour zum Rock-Olymp
Ruhige Sicht auf die Kunst

Ruhige Sicht auf die Kunst

Bremen - Von Rainer BeßlingAuch wenn sich die Möglichkeiten zum Studium gerade verbesserten, Malerinnen standen um 1900 vor hohen Hürden, wenn sie ihrer Profession nachgehen wollten. Eine Hürde bestand in familiären Pflichten. Das mag man hausgemacht nennen. Doch die Rollenverteilung schien noch fest zementiert: In den meisten Künstler-Ehen ordneten um die Zeit Frauen ihre eigenen Ziele denen des Mannes unter.
Ruhige Sicht auf die Kunst
Verstörende Ansichten

Verstörende Ansichten

Von Corinna LaubachOLDENBURG · „RepNet“, die Zweite. Nach dem schwedischen „Skånes Dans Teater“ und dem Scottish Dance Theatre am Montag, zeigten die „Iceland Dance Company“ und das norwegische Ensemble „Carte Blanche“ am Dienstagabend ebenfalls vor ausverkauftem Haus in Oldenburg zwei ihrer jüngsten Choreografien.
Verstörende Ansichten
Frischzellenkur für das Gehirn

Frischzellenkur für das Gehirn

Von Corinna LaubachOLDENBURG · Die Abkürzung „RepNet“ steht für den Zusammenschluss fünf nordeuropäischer Tanzcompagnien zu einem Netzwerk. Das noch junge „Network of Repertory Dance Companies“ besteht aus der Iceland Dance Company, dem Scottish Dance Theatre, Carte Blanche aus Norwegen, dem Skånes Dansteater und der Tanzcompagnie Oldenburg.
Frischzellenkur für das Gehirn
Blicke in Bewegung

Blicke in Bewegung

Von Rainer BeßlingCUXHAVEN · Der Titel klingt pathetisch und liest sich verrätselt: „im:heimat:rausch“ nennt Michael Weisser seine Ausstellung im Cuxhavener Schloss Ritzebüttel.
Blicke in Bewegung
Klarheit durch Verwirrung

Klarheit durch Verwirrung

Bremen - Von Corinna LaubachDer Ausgangspunkt des Stückes ist wahrlich kein schöner. Das Publikum blickt ins sterile Kabinett des Gerichtsanthropologen Boon. Auf dem Stahltisch liegt eine abgedeckte Leiche.
Klarheit durch Verwirrung

Überragendes Debüt mit Mozart

Von Ute Schalz-LaurenzeBREMEN · Robert Schumann, Ouvertüre, Scherzo und Finale für Orchester op. 52: schon mal gehört. Sinfonie Nr. 2 in C-Dur: schon zweimal gehört. So ist das inzwischen bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Überragendes Debüt mit Mozart
Helmbold nach Bremen

Helmbold nach Bremen

BREMEN (joh) · Auf dem Weg zum Neustart im kommenden Jahr hat das Theater Bremen die nächste Hürde genommen.
Helmbold nach Bremen
Außenseiter des Repertoires

Außenseiter des Repertoires

Von Ute Schalz-LaurenzeBREMEN · Der Dirigent Marko Lentonja wunderte sich mehrfach: Da wurde im letzten Sinfoniekonzert der Bremer Philharmoniker nach jedem Satz applaudiert, da wurde zweimal geklascht, ehe das Stück überhaupt zu Ende war. Natürlich war es die Musik, die solches unerwartete Verhalten provozierte, aber er war sichtlich irritiert und legte einmal sogar den Finger auf den Mund. Um was ging es?
Außenseiter des Repertoires
Krieg macht das Publikum böse

Krieg macht das Publikum böse

Von Johannes BruggaierHAMBURG · Die Diagnose lautet „Posttraumatisches Belastungssyndrom“, doch das sagt niemandem etwas außer den Betroffenen selbst. Was es bedeutet, aus einem Krieg heimzukehren, was es heißt, im Leben den Tod zu spüren, nach den Schrecken des Sterbens die Banalitäten des Alltags zu erfahren: Das lässt sich für Unbeteiligte nur erahnen. Zum Beispiel anhand des 1947 uraufgeführten Dramas „Draußen vor der Tür“.
Krieg macht das Publikum böse
Liebestanz und Leidenspose

Liebestanz und Leidenspose

Von Rainer BeßlingOLDENBURG · Die Ausweichbühne des Oldenburgischen Staatstheaters hat sich zur Kultstätte entwickelt. Knapp 100 Prozent Auslastung meldet der Fliegerhorst. Verständlich, dass Akteure und Publikum Wehmut überfällt, wenn der Abschied vom vermeintlichen Provisorium Anfang Juli immer näher rückt.
Liebestanz und Leidenspose
Genaue Klangrede und großer Gefühlsbogen

Genaue Klangrede und großer Gefühlsbogen

Von Ute Schalz-LaurenzeBREMEN · Es ist eine gute Idee der Philharmonischen Gesellschaft, sich für die Kammerkonzerte an Ergebnisse großer Wettbewerbe „dranzuhängen“: Angesichts einer Unzahl wirklich fabelhafter Streichquartette kann man natürlich noch einmal besonders gespannt sein auf junge Menschen, die einen solchen Wettbewerb gewinnen.
Genaue Klangrede und großer Gefühlsbogen
Relativ krasser Wagemut

Relativ krasser Wagemut

Bremen - Von Johannes BruggaierDie Zeit der Stars und Sternchen ist am Theater Bremen seit einem Jahr vorbei, doch bei der Vorstellung der neuen Spielzeit ist es, als sitze Ex-Intendant Hans-Joachim Frey immer noch auf dem Podium. So deutlich ist man darum bemüht, das Glanz- und Glamourtrauma zu bewältigen.
Relativ krasser Wagemut
Körpersprache und Gedankenspiele

Körpersprache und Gedankenspiele

Von Rainer BeßlingBREMEN · Man könnte es ein einfaches Thema nennen, das da Fahrt aufnimmt. Die Richtung ist schließlich auch eindeutig: „Night Train To You“ heißt das Stück. Motorisches Geschehen und innerer Antrieb verschmelzen.
Körpersprache und Gedankenspiele
Frühstück in Rubljovka

Frühstück in Rubljovka

Von Rainer BeßlingBREMEN · Seit 1992 lebt Eugenia Gortschakova in Oldenburg. Immer wieder reist sie in ihre russische Heimat. Die Veränderungen in der ehemaligen Sowjetunion beobachtet sie somit aus der Distanz und Nähe.
Frühstück in Rubljovka