Ressortarchiv: Kultur

„Wir müssen die Werke verlebendigen“

„Wir müssen die Werke verlebendigen“

Von Rainer BeßlingBREMEN (Eig. Ber.) · Peter Konwitschny polarisiert. Der 1945 in Frankfurt/Main geborene (Opern-)Regisseur gehört zu den meistverehrten und meistattackierten Vertretern seines Fachs.
„Wir müssen die Werke verlebendigen“
Zustände einer Teekanne

Zustände einer Teekanne

Von Johannes BruggaierOLDENBURG (Eig. Ber.) · Wenn der engelsgleiche Jüngling mit lockigem Haar einer sich vor ihm lässig räkelnden Dame den Spiegel reicht, auf dass die Schönheit sich ihrer selbst gewahren möge – so ist das Kitsch. Kitsch bei Picasso. „La Coiffure“ heißt das Werk aus dem Jahr 1923. Es ist eine von insgesamt 750 Lithographien des Künstlers. Eine kleine Auswahl ist nun im Oldenburger Horst-Janssen-Museum zu sehen.
Zustände einer Teekanne
Freundlich moralischer Zeigefinger

Freundlich moralischer Zeigefinger

Von Wolfgang DenkerBREMERHAVEN (Eig. Ber.) · Zum Abschluss der Intendanz von Peter Grisebach gibt es im Stadttheater noch mal eine wirkliche Rarität zu bewundern. Von Kurt Weill werden „Die Dreigroschenoper“ und „Der Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ regelmäßig gespielt. „Der Silbersee“ hingegen ist nur selten anzutreffen.
Freundlich moralischer Zeigefinger
„Das Feld komplett gepflügt“

„Das Feld komplett gepflügt“

Bremen - Von Henning Bleyl(Eig. Ber.) · Das Theater, die Weserburg, die politische Opposition: Der Bremer Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz wird‘s nicht langweilig. Eine Rundumbefragung vor dem letzten Viertel der Legislaturperiode
„Das Feld komplett gepflügt“
Los leben und Lebenslos

Los leben und Lebenslos

Von Rainer BeßlingOLDENBURG (Eig. Ber.) · Der Zugang zum Thema ist schnell geebnet: Spielkarten als Lose und Möglichkeiten des Lebens ergeben für jeden ein zugängliches Sinnbild. Der Glaube an die Schicksalsmacht von Zahlen lässt sich auch durch hartnäckigste Aufklärungsarbeit nicht besiegen. Wer mag schon die vollständige Verantwortung für die Zukunft allein im eigenen Handeln sehen?
Los leben und Lebenslos
Jemand muss doch schuld sein

Jemand muss doch schuld sein

Von Tim SchomackerBREMEN (Eig. Ber.) · Vor gut achtzig Jahren wäre dies ein Arbeiterstück gewesen. Selbst wenn viele der Figuren keine Arbeit gehabt hätten. Arbeiter wären sie dennoch gewesen. Und der Theaterautor hätte sich vielleicht – wie bei, sagen wir: Ernst Tollers „Masse Mensch“ – auch gleich hineingeschrieben in den Text. Als mehr oder weniger bürgerliche Existenz, der viel will – aber eben nie ein Arbeiter sein wird.
Jemand muss doch schuld sein
Trommeln, Tanz und Theaterspiel

Trommeln, Tanz und Theaterspiel

Von Ute Schalz-LaurenzeBREMEN (Eig. Ber.) · Schöner hätte man sich das alles nicht vorstellen können: Am ersten warmen Abend spielten bei einbrechender Dunkelheit auf dem „Grünen Hügel“ an der Neuwieder Straße in Osterholz-Tenever rund 130 SchülerInnen der Gesamtschule Ost (GSO) Henning Mankells Roman „Der Chronist der Winde“.
Trommeln, Tanz und Theaterspiel
Aufstieg in die erste Liga

Aufstieg in die erste Liga

Bremen - Von Rainer Beßling(Eig. Ber.) · Die drei Bilder legen es nahe: Im August 1900 stehen Paula Modersohn-Becker, Otto Modersohn und Fritz Overbeck offenbar gemeinsam am Zusammenfluss zweier Moorkanäle und malen.
Aufstieg in die erste Liga
Einfach mal unbeschwert sein

Einfach mal unbeschwert sein

Bremen - Vojn Johannes Bruggaier - Was sind das da für Symbole auf seiner Krawatte? Und seine Schuhe trägt er wirklich ohne Schnürsenkel? James Rizzi ist da und wirft bei der Pressekonferenz zu seiner Werkschau in der Bremer Messehalle Nr. 6 manche Fragen auf, die ihm so direkt dann doch niemand stellen mag.
Einfach mal unbeschwert sein
Meine kleine Welt?

Meine kleine Welt?

Von Tim SchomackerBREMEN (Eig. Ber.) · Ein schlauer deutscher Verleger hat einmal dem noch schlaueren Buch des französischen Soziologen Pierre Bourdieu den wunderschönen Titel verpasst: Der Einzige und sein Eigenheim.
Meine kleine Welt?
Die große US-Tanzshow

Die große US-Tanzshow

Von Jörg WoratWOLFSBURG (Eig. Ber.) · Vielfältig: Binnen weniger Tage gastierten beim Festival „Movimentos“ in der Autostadt zwei Gruppen, die trotz mancher Gemeinsamkeit sehr unterschiedliche Tanzwelten repräsentieren. Vorhang auf für zweimal USA, zweimal große Show, zweimal ein hingerissenes Publikum.
Die große US-Tanzshow
Wieder da: Pro Musica Nova

Wieder da: Pro Musica Nova

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze(Eig. Ber.) · Fast zehn Jahre ist es her, dass eines der weltweit renommiertesten Festivals für zeitgenössische Musik, „Pro Musica Nova“ von der Intendanz von Radio Bremen eingestellt wurde. Danach wurde das Gelände von Radio Bremen verkauft und ein einzigartiger Kampf hat den Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Sendesaals verhindert.
Wieder da: Pro Musica Nova
„Es ist eine große, große Ehre...“

„Es ist eine große, große Ehre...“

Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze(Eig. Ber.) · Der Schauspieler Simon Zigah war noch nie in Ghana, obschon sein Vater daher kommt. Er ist der „Chronist“, der Erzähler des neuen Riesenprojektes an der Gesamtschule Bremen Ost mit dem Titel „Afrika kommt“.
„Es ist eine große, große Ehre...“
Turmsprung ins Grab

Turmsprung ins Grab

Von Rainer BeßlingBREMEN (Eig. Ber.) · Das große Gittertor steht schon einen Spalt breit offen. Es braucht noch ein wenig Druck, und dann betritt der Besucher eine andere Welt. Von hohen Bäumen überdacht, durch Zäune und Hecken abgeschirmt, liegt unweit der Weser das LichtLuftBad Bremen. Während zur Sommerzeit keine 100 Meter entfernt am Café Sand die Städter Strandleben spielen, genießen hier auf 20 000 Quadratmetern Naturfreunde die Segnungen frischer Luft und Gemüt aufhellende Sonne.
Turmsprung ins Grab
„Das mendelt sich zurecht“

„Das mendelt sich zurecht“

Von Ute Schalz-LaurenzeBREMEN (Eig. Ber.) · Der Ausdruck „Das Wunder von der Weser“ stammt aus dem Fußball, wurde aber gelegentlich auch auf andere überraschende Ereignisse übertragen. Nun kann man ihn wieder herausholen, denn man traut seinen Augen kaum, wenn man die Ankündigung eines Festivals liest: „Nova/Sendesaal Radio Bremen – Tage für Neue Musik“.
„Das mendelt sich zurecht“
Was Paul Potts immer singt

Was Paul Potts immer singt

Von Johannes BruggaierBREMEN (Eig. Ber.) · Die Betonung fällt nur ganz leicht aus, ist aber unüberhörbar: „Diese“ Entscheidung von Hans-Joachim Frey sei eine goldrichtige gewesen, erklärt Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) auf der Pressekonferenz am Bremer Einkaufszentrum Waterfront.
Was Paul Potts immer singt

Preis für Bruggaiers Recherche

BERLIN (ms) · Dr. Johannes Bruggaier, Kulturredakteur dieser Zeitung, ist gestern Abend mit dem Axel-Springer-Preis ausgezeichnet worden. Für seine Arbeit „Ein ‚Professor‘ erobert Grenzen“ wurde ihm der 1.
Preis für Bruggaiers Recherche
Im Mix der Zeiten und Räume

Im Mix der Zeiten und Räume

Bremen - Von Rainer Beßling(Eig. Ber.) · Was passiert mit dem Ausstellungsbesucher, wenn er sein Abbild auf dem Monitor betrachtet? Fühlt er sich zu Aktion oder Posen aufgerufen, hält er stille Konfrontation aus? Überwiegt Unmut über die Vereinnahmung? Und überhaupt: Was wirft derlei Verdoppelung eigentlich an Erkenntnis oder zumindest Unterhaltungsmehrwert ab?
Im Mix der Zeiten und Räume

Von Krieg, Lärm und der Gründung des Staates Israel

Von Jörg WoratWOLFSBURG (Eig. Ber.) · Zum Auftakt eines großen Festivals wählen die Programmgestalter gern etwas Gefälliges. Umso bemerkenswerter, dass die „Movimentos“-Tanzreihe in der Autostadt Wolfsburg in diesem Jahr mit einem recht heftigen Abend begann. Die israelische Kibbutz Contemporary Dance Company um den Choreographen Rami Be’er verlangte dem Publikum eine ganze Menge ab.
Von Krieg, Lärm und der Gründung des Staates Israel
Nur Image-Beratung ist nicht im Angebot

Nur Image-Beratung ist nicht im Angebot

Von Johannes BruggaierSYKE (Eig. Ber.) · Wer im Internet nach „Knigge“ sucht, stößt auf http://www.knigge.de. „Manieren per Mausklick“ werden dort angekündigt.
Nur Image-Beratung ist nicht im Angebot
Dann lieber schlechter Verlierer sein

Dann lieber schlechter Verlierer sein

Von Johannes BruggaierOLDENBURG (Eig. Ber.) · Kunst darf nicht alles, und die Regeln des zivilisierten Miteinanders gelten natürlich auch auf der Bühne.
Dann lieber schlechter Verlierer sein
Stolz und Vorteile

Stolz und Vorteile

Von Rainer BeßlingHAMBURG (Eig. Ber.) · Gerade mal vier Jahre ist es her, dass sich Rihanna bei dem 80er-Jahre-Klassiker Tainted Love von Soft Cell bediente und mit „S.O.S.“ die ersten erfolgreichen Signale in die R&B-Welt sendete.
Stolz und Vorteile

Revolution macht Spaß

Von Corinna LaubachBREMEN (Eig. Ber.) · Der Titel ist schlicht und abstrakt, das Potenzial dahinter offenbart sich jedoch beim ersten Akkord aus dem E-Bass. Thorsten zum Felde (musikal.
Revolution macht Spaß
Boogie für die Busse

Boogie für die Busse

Von Wilfried HippenBREMEN (Eig. Ber.) · Neue Hardware bedingt neue Software. Dieses Axiom der Unterhaltungsindustrie wurde am Samstag durch einen Auftritt des britischen Musikers Jamie Cullum in Bremen bestätigt, der so ohne moderne Kommunikationstechnik gar nicht möglich gewesen wäre.
Boogie für die Busse
Über den Star ohne den Star

Über den Star ohne den Star

Von Corinna LaubachBREMEN (Eig. Ber.) · Legt man die eigene Messlatte besonders hoch, dann wächst man entweder über sich hinaus oder verfehlt das Ziel gnadenlos. Eine überirdische Show hatte das Theater Bremen mit seiner Uraufführung der Rock-Oper „Dangerous – Ein Michael Jackson Abend“ versprochen. Himmlisch ist hingegen nur das Treiben der Engel im Jenseits, unterirdisch das Bühnenergebnis im Neuen Schauspielhaus.
Über den Star ohne den Star