„Absichtserklärung“ in Kulturdeputation

Weserburg-Pläne werden konkreter

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Mit Hilfe der Absichtserklärung soll die Weserburg in einer sichere Zukunft blicken.

Bremen - Von Johannes Bruggaier. Neues vom Bremer Museum Weserburg: Auf einer Sitzung der Kulturdeputation ist gestern eine „gemeinsame Absichtserklärung“ der beiden Institutionen Kunstverein und Neues Museum Weserburg vorgestellt worden.

Ziel sei eine „Intensivierung der Zusammenarbeit“ mit dem Ziel des „Erhalts“ und der „Zukunftsfähigkeit“ eines „weitgehend eigenständigen und dafür ausgewiesenen Ortes zur Präsentation von Gegenwartskunst in Bremen“. Was das konkret bedeutet, bleibt nach wie vor ungewiss, jedoch ist die Rede von einer seitens der Weserburg initiierten Machbarkeitsstudie für einen Neubau in unmittelbarer Nähe der Kunsthalle. - Von Johannes Bruggaier.

Einen solchen Neubau haben sowohl Weserburg-Chef Peter Friese als auch die Beschäftigten des Museums bis zuletzt abgelehnt. Unterzeichnet hat das nun vorgestellte gemeinsame Papier aber nicht die Museumsdirektion selbst, sondern der Vorsitzende des Weserburg-Stiftungsrats, Klaus Sondergeld.

Ob es zum Neubau oder gar zu einer – von Friese besonders vehement zurückgewiesenen – Angliederung an die Kunsthalle kommt, lässt die Erklärung noch völlig offen: Zusätzlich zur Machbarkeitsstudie eines neuen Gebäudes werde man die Kosten für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes überprüfen, heißt es darin. Allerdings wird diese Variante in der offiziellen Verlautbarung der Kulturbehörde nur nachrangig als „Alternative“ zu einem Neubau in den Wallanlagen angeführt.

Die Expertise zum Neubauprojekt soll zwei Varianten berücksichtigen. Variante Nummer eins besteht laut Mitteilung in einem Gebäude mit ausreichenden Kapazitäten für den komplett eigenständigen Betrieb einer „Neuen Weserburg“. Variante Nummer zwei würde „die räumlichen Kapazitäten der Kunsthalle“ mit einbeziehen.

Konfliktstoff dürfte die Frage enthalten, in wieweit die räumlichen Kapazitäten auch mit personellen und damit hierarchischen Strukturveränderungen einhergehen könnten. Auch zur künftigen Rolle des Studienzentrums für Künstlerpublikationen als Teil der Weserburg sowie der Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK) zeichnet sich Gesprächsbedarf ab – die Anforderungen dieser Institutionen wolle man bei der Entscheidungsfindung berücksichtigen, heißt es in der erklärung.

Der Dialog mit Kritikern der zurzeit diskutierten Pläne soll jedenfalls aufrecht erhalten bleiben: Alle beteiligten und betroffenen Institutionen seien dazu eingeladen, den Prozess in einer Arbeitsgruppe zu begleiten.

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