„Reload“: Widerstand gegen Veranstaltungsgelände „Sportpark“ / Knoop: „Vertraglich absichern“

„Wir stehen für Schäden gerade“

Anlieger sprechen sich gegen den Sportpark als Veranstaltungsgelände aus.Archivfoto: Stadt Sulingen

Sulingen - (oti) · Gegen die Absicht der Veranstalter des „Reload“, das Festival vom 1. bis 3. Juli im Sportpark der Stadt Sulingen durchzuführen, regt sich in der Bevölkerung Widerstand.

 Eine Gruppe von Anwohnern hat inzwischen eine Unterschriftenaktion initiiert. Einer der Verantwortlichen ist Eckhard Bieder aus der Siedlung Labbus: „Wir haben nichts gegen das Festival, sondern gegen die Wahl des Veranstaltungsortes.“

200 Unterschriften von Bürgern liegen Bieder inzwischen nach eigenen Angaben vor. Und: „Ich habe bei weitem noch nicht alle Listen zurück.“ Gesammelt habe man auch nur im unmittelbaren Umfeld des Sportparks – angefangen bei der Siedlung Labbus über die Edenstraße, Eschen- und Jasminweg bis zum Wohngebiet Dr. Golm-Straße. Laut Eckhard Bieder wollen die Anlieger mit ihren Unterschriften ihrem Unmut Luft verschaffen. Sie beklagen demnach die an drei Veranstaltungstagen erwartete Lärmbelästigung („Bis spät in die Nacht“, O-Ton Bieder) und die Umwidmung des Naherholungsgebietes Sportpark zum Festivalgelände. Bieder: „Für uns stellt sich die Frage, wie das Gelände nach der Veranstaltung aussieht. Die Initiatoren ziehen nach dem Festival vom Acker – und die Schäden bleiben an uns oder der Stadt hängen. Da werden Steuergelder verschwendet, obwohl die Stadtkasse leer ist.“

Sulingens Bürgermeister Harald Knoop teilte auf Anfrage mit, dass die Stadt bemüht sei, vertraglich die Bedenken der Anwohner aus dem Weg zu räumen. Etwa was den Zustand des Sportparks nach der Veranstaltung angehe: „Wir erwarten, dass das Gelände an uns zurückgegeben wird, wie es vorgefunden wurde.“ Die Stadt befinde sich im ständigen Dialog mit den Veranstaltern. Die Anregung, die Veranstaltung auf das „Informa“-Gelände zu verlegen, ist für den Hauptverwaltungsbeamten nicht diskutabel. „Wir wollen den Bogen nicht überspannen“, sagt Knoop mit Blick auf Zirkusveranstaltungen, Fahrerlager der Rallye der Motorsportgemeinschaft Sulinger Land und „Informa“.

Andre Jürgens von der Veranstaltungsgruppe „Reload“ kann die Bedenken der Anlieger nachvollziehen, hält sie aber auch für unbegründet. „Wir setzen auf modernste Technik, mit der der Schall genau gesteuert werden kann.“ Nach bisherigen Planungen sei angedacht, die Bühne mit dem Rücken zum Clubhaus des TuS aufzustellen. „Den Schall richten wir dann in Richtung Umgehungsstraße. Hinter der Bühne konnte man sich bei den letzten Veranstaltungen problemlos unterhalten.“ Die Festivaltage Freitag und Sonnabend endeten spätestens um 1 Uhr nachts, der Sonntag gegen 22 Uhr. Dass im Zuge des Festivals im Sportpark der „eine oder andere kleinere Schaden“ entstehen könnte, möchte Andre Jürgens nicht von sich weisen. „Wir haben vereinbart, dafür gerade zu stehen beziehungsweise mögliche Schäden selbst zu beseitigen. Das gilt auch für Platz und Tartanbahn.“

Erwartet werden zum Festival überwiegend Jugendliche im Alter von 15 bis 35 Jahren. Jürgens: „Während der fünf Jahre in Twistringen gab es keine nennenswerten Schwierigkeiten, weder auf dem Festivalgelände, noch auf den Campingplätzen.“ Wichtig sei den Veranstaltern die Feststellung, dass man derzeit neben dem Sportpark noch weitere Flächen auf „Festival“-Eignung untersuche. „Wenn uns auch der Sulinger Sportpark bis dato am geeignetsten erscheint...“

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