Vorbereitungen für den Brokser Heiratsmarkt gehen in die heiße Phase / Marktmeister im Stress

Obelisk glänzt, „Invasion“ läuft

Heinz-Dieter Stelter macht den Obelisken am Marktplatz in Bruchhausen-Vilsen fein für den Heiratsmarkt. Fotos (2): Pröpper

Br.-Vilsen - (kp) „Ganz ohne Chemie geht es nicht“, sagt Maik Behlmer, während sein Kollege Heinz-Dieter Stelter das Denkmal auf dem Marktplatz in Bruchhausen-Vilsen mit Moos-Entferner besprüht.

Ein Jahr hatten Wind und Wetter Zeit, den weißen Obelisken zu bearbeiten. Jetzt geht es seiner grünen Ummantelung mit Besen und Reinigungsmitteln an den „Kragen“, damit das Monument während des Brokser Heiratsmarkts vom 21. bis 25. August wieder tausenden Besuchern als „glänzender“ Treffpunkt dienen kann. Die beiden Mitarbeiter des Bauhofes der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bearbeiteten die Steinsäule von oben bis unten. Nicht bei allen ihrer Arbeiten sind die Ergebnisse sichtbar. Sie müssen Abflüsse auf dem Marktplatz verlegen, Wasserhähne aus ihren erdigen Verstecken holen und andere „kosmetische“ Arbeiten vornehmen. Auch die Ortseinfahrten richten die Männer noch her.

„Der Aufbau der Vorrichtungen nimmt die meiste Zeit in Anspruch, das Abbauen ist innerhalb von zwei, drei Tagen erledigt“, erklärt Behlmer. Vier Wochen lang bereiten acht Bauhof-Angestellte und zwei Saisonkräfte den gesamten Platz auf den Ansturm der zahlreichen Schausteller mit ihren Karussells und Buden vor. Behlmer und Stelter sind froh, die Arbeiten frühzeitig erledigen zu können. Schließlich ist der Platz bereits eine Woche vor Marktbeginn voll und ganz in Beschickerhand.

Und die „Invasion“ beginnt schon. Erste Schausteller haben ihre rollenden Quartiere auf dem Markplatz aufgestellt. Einer von ihnen ist Albert Dormeier aus Bassum, Besitzer des Karussells „Rock-Express“, des Simulators „Time Visitor“ und einer Après-Ski-Partyhütte. „In Bruchhausen-Vilsen haben wir Glück, weil wir früher auf das Marktgelände dürfen. Uns bleibt mehr Zeit zum Aufbauen sowie für Instand- und Reinigungsarbeiten. Von Mitte Juni bis vergangene Woche waren wir noch auf Märkten in Holland vertreten. Das war schon etwas stressig“, erklärt der Beschicker, der aus einer alten Schaustellerfamilie stammt.

Genau wie Dormeier wohnen ab dem Marktfreitag etwa 1 000 Leute auf dem Marktplatz, davon rund 80 Prozent Aussteller. Sie lassen sich von den feiernden Menschenmassen nicht stören. „Man gewöhnt sich daran. Manche fahren an den ‚Ballermann‘ in den Urlaub, um das zu erleben, was wir tagelang vor der Haustür haben“, lacht Dormeier, dem jetzt der Aufbau seiner drei Attraktionen bevorsteht.

Von Langeweile spricht auch Marktmeister Ralf Rohlfing nicht. Bis Anfang kommender Woche muss er die einzelnen Plätze für die Bauten ausmessen. „Die Vorbereitungen sind noch bis Freitag, 15 Uhr, in vollem Gange“, erklärt Rohlfing.

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