„In unserer Band will doch keine Frau dabei sein!“

„The Bosshoss“ im Interview.

Sulingen - Endlich: Die Festival-Saison geht wieder los! Morgen steht das „Reload“ im Kalender. Von Freitagmittag bis Sonntagabend wird in Sulingen die Hölle los sein. Einer der Headliner: „The Bosshoss“. Wir haben die Musiker vorher schon mal ein bisschen was gefragt.

Jungs, was schießt Euch sofort in den Kopf, wenn Ihr das Wort „Sulingen“ hört?

„Nichts. Ganz ehrlich: Vor unserem Gig auf dem ,Reload’ 2010 – noch nie gehört.“

Ihr tretet Freitag in Sulingen auf. Was wird an diesem Auftritt definitiv anders sein als bei anderen?

„Dass wir dieses Mal Headliner des Abends sind. Das erfüllt uns schon mit Stolz.“

Euer aktuelles Album heißt „Liberty of Action“ – wie sind die Songs dafür entstanden, was für Geschichten stecken dahinter?

„Entweder hast Du zuerst eine Textzeile als Idee, aus der Du ‘nen Song machen willst. Oft ist aber auch erst mal ein Riff auf der Gitarre die Grundlage, und der Rest formt sich drumrum. Die Inspirationen dafür sind ganz unterschiedlich. Unser Trip nach Texas hat natürlich die eine oder andere Note beigesteuert. Textlich ist es nicht immer eine persönliche Story oder Erfahrung, die dahinter steht. Manchmal ist es einfach nur ein Thema, das uns beschäftigt. Oder was, das zur Stimmung des Songs passt.“

Die Reload-Bands im Überblick

Überblick: Die Bands des Reload-Festivals

Ihr seid zu siebt in der Band. Wer ist wer, wer macht was, und was seid Ihr für Charaktere?

„Wir sind sieben Jungs, und jeder ist natürlich ein absolutes Individuum – zum Glück. Hoss Power spielt Gitarre und ist einer der beiden Frontsänger. Boss Burns: der andere Frontsänger. Guss Brooks: Bass. Frank Doe: Drums. Russ T. Rocket: Gitarre. Hank Williamson: Harp, Mandoline, Waschbrett. Ernesto Escobar de Tijuana: Percussion.“

Warum gibt’s in Eurer Band keine Frau?

„Das hat sich so ergeben. Und ganz ehrlich – (sie lachen) da will auch keine dabei sein!“

Wie seid Ihr zur Musik gekommen?

„Das sind sehr verschiedene Geschichten, aber eins ist bei allen gleich: Jeder war schon sehr früh dabei, hat in unterschiedlichsten Bands gespielt – aber immer den Weg verfolgt, Musik von Herzen zu machen.“

War für Euch immer klar, dass Ihr Musiker werdet, oder stand auch mal was anderes zur Debatte?

„Dass Musik unser Herzblut und unser Motor ist, steht fest, seit wir Teenager waren. Der Traum, als Musiker seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, war immer da. Aber das klappt ja nicht oft. Umso mehr sind wir happy, den Sprung in die Profiliga geschafft zu haben.“

Wie ist eigentlich dieser ganze Bosshoss-Style mit Cowboyhüten und so entstanden?

„Die Idee, für uns den Country zu erschließen, entstand am Tresen. Wir hatten Bock, ein neues Genre auszuprobieren: Pop, Hip-Hop, alle Songs, die weit weg von Country sind, durch den Countrywolf zu drehen. Mit viel Ironie und Spaß an der Sache. Als es drum ging, Bosshoss live auf der Bühne umzusetzen, war es die logische Konsequenz, auch mit den Klischees zu spielen und das Ganze vom Entertainmentfaktor auch optisch umzusetzen. Aber nie zu übertrieben oder kostümiert, sondern immer authentisch bleiben.“

Was wollt Ihr im Leben unbedingt noch erreichen?

„Wir wollen noch viele Jahre so weitermachen und Bosshoss stetig und langsam wachsen lassen. Bis zur Stadionwelttour!“

miu und mah

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