Familienbetrieb Hanse Bonbon produziert für Schausteller und Händler in ganz Deutschland

Süßwarenhersteller mit Tradition

Nicht im Laden zu kaufen gibt es die Leckereien aus der Hanse Bonbon Fabrik in Erichshof.

Weyhe / Bremen (vas) · Wenn im Oktober der Bremer Freimarkt beginnt, ist auch wieder die Zeit für Cachou und Co.. Zwar sieht man es nicht auf den ersten Blick, aber rund 75 Prozent der Bonbons, die man an den Ständen der Schausteller kaufen kann, kommen aus Erichshof.

Verborgen in einer Wohnsiedlung liegt die „Hanse Bonbon“-Fabrik. Geführt wird der Familienbetrieb in dritter Generation von den Geschwistern Annette von der Behrens und Christian Pätzoldt.

Frucht-Bonbons, Kräuter-Bonbons, feuergebrannte Kerne, Marzipan und noch vieles mehr produziert der Betrieb das ganze Jahr über.

Dort werkeln rund zehn Mitarbeiter an der süßen Ware, die dann auf dem Hamburger Dom, Brockser Heiratsmarkt oder anderen Märkten in Deutschland in den Auslagen zu sehen sind.

Noch von Hand werden die Süßigkeiten für die Schausteller angefertigt. Das erkennt man daran, dass kein Bonbon dem anderen gleicht. Denn die Hersteller kochen, formen, schneiden und prägen liebevoll ihre Süßwaren. Somit sind oft noch Bruchstellen und Unregelmäßigkeiten zu sehen – ein besonderes Qualitätszeichen. Anders ist es in der industriellen Produktion von Hanse Bonbon. Dabei werden Großhändler beliefert, die teilweise die Ware sogar nach Asien exportieren. Dort sei die Anfrage besonders groß, erklärt Christian Pätzoldt, der auch als Produktionsleiter fungiert. Er hat sich für seinen Beruf in Sulingen als Fachkraft für Süßwarentechnik ausbilden lassen. Pätzold entwickelt die Rezepte für rund 200 verschiedene Süßigkeiten, die auf Wunsch des Kunden produziert werden, selbst.

Zwar sind die Klassiker wie Salmiakkugeln und gebrannte Mandeln fest im Sortiment verankert, doch Hanse Bonbon probiert sich auch an ungewöhnlichen Zusammensetzungen wie zum Beispiel Chili-Kirsche oder Energy-Cola aus.

Angefangen hat die Geschichte der Hanse Bonbon Fabrik nach dem Zweiten Weltkrieg im Bremer Keller von Heinrich Weghoff, dem Großvaters der Geschwister Pätzoldt und von der Behrens. Dort legte Weghoff in einem Pusdorfer Haus den Grundstein für den Familienbetrieb. Die ersten Auslieferungen erledigte er mit dem Fahrrad. Als das Geschäft lief, musste die Produktionsfläche wachsen und umziehen. Somit landete der Betrieb in einer Wohnsiedlung in Erichshof. Dieser hat sich seit dem Bezug aufgrund der steigenden Nachfrage mehrmals vergrößert.

Heute ist aus der Idee mit dem süßen Geschäft ein florierende Geschäft geworden, das trotz traditioneller Herstellungsmethoden mit der Zeit geht und bundesweit mit Händlern zusammen arbeitet.

Der Süßwarenhersteller beliefert allerdings nur gewerbliche Verkäufer. Wer also Hanse Bonbons kosten möchte, sollte sich ein paar Süßigkeiten auf dem nächsten Jahrmarkt gönnen.

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