...als Veranstaltungsgelände für das „Reload“-Festival / Mögliche Alternativ-Fläche wird geprüft

Sportpark ist „vom Tisch“

Zurzeit wird geprüft, ob das Gelände westlich des Gewerbegebiets „Mühlenkamps Feld“ für das Festival geeignet wäre.

Sulingen - (oti) · Die Veranstalter des „Reload“-Festivals (1. bis 3. Juli) nehmen von weiteren Überlegungen, das Festival im städtischen Sportpark auszurichten, Abstand. Das teilte gestern Andre Jürgens für das Organisationsteam mit.

Zum einen begründet Jürgens die Entscheidung mit „relativ hohen Kosten“ für die ursprünglich angedachten Bodenabdeckungen, zum anderen aber auch mit dem Widerstand in Teilen der Bevölkerung gegen die Planungsvariante.

Andre Jürgens: „Wir sind Gäste der Stadt und haben uns für Sulingen entschieden, weil wir der Auffassung sind, hier auch die für unser Vorhaben erforderliche Unterstützung zu bekommen.“ Unterstützung hatte unter anderem der Vorstand der „Initiative Sulingen“ zugesagt. Deren Vorsitzender John-Henrik Landwehr: „Wir verfolgen mit unserem Engagement keine wirtschaftlichen Interessen, sondern wollen mit der Veranstaltung einen Beitrag dazu leisten, dass insbesondere junge Leute auf die Stadt Sulingen und ihre Vorzüge aufmerksam werden. Wir wollen aber genauso den hier wohnenden Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Junggebliebenen etwas bieten.“

Der Vorstand der „Initiative“ bedaure die Kontroversen, die im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden der „Planungsvariante Sportpark“ ausgelöst worden waren (wir berichteten). Landwehr: „Wir haben bisher bei den Untersuchungen aller infrage kommenden Standorte die für uns erkennbaren Beteiligten mit einbezogen, um ein Höchstmaß an Transparenz zu erzielen. Auch bei der ‚Variante Sportpark‘, die wir – nach eigentlicher Zustimmung der Stadt als Eigentümerin und des TuS als Hauptnutzer – verwerfen.“ Absicht sei schließlich, das Festival langfristig in Sulingen zu etablieren. „Und da hilft nur ein Miteinander. Dazu gehören auch die Anlieger.“

Schon seit vergangener Woche haben die Veranstalter eine Fläche nördlich der Bundesstraße 214 im Visier, westlich des Gewerbegebiets „Mühlenkamps Feld“. „Zurzeit prüfen wir die Eignung des Geländes für die Bereiche Festival, Camping und Parken. Wenn die Fläche geeignet scheint, sprechen wir mit den unmittelbaren Nachbarn“, sagt John-Henrik Landwehr.

Mit dem Rücktritt von den Planungen im Bereich Sportpark sind die Veranstalter der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sulingen zuvorgekommen. Fraktionsvorsitzender Wolfgang Weise hatte gestern Morgen mitgeteilt, dass die Sozialdemokraten heute einen Antrag in die Sitzung des Verwaltungsausschusses einbringen würden, nach dem sich die Stadt von der „Variante Sportpark“ trennen solle. „Im Zuge der anhaltenden Diskussion und uns dabei erst jetzt bekannt gewordener oder in ihrer Konsequenz nicht hinreichend diskutierter Fakten, sind wir zu der Auffassung gelangt, dass dieser ausschließlich für eine sportliche Nutzung vorgesehene Standort für eine derartige Veranstaltung nicht geeignet ist“, heißt es in dem Antrag wörtlich.

Laut Weise begrüße die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sulingen ausdrücklich, dass das Festival „Reload“ zukünftig in Sulingen beheimatet sein wird. „Wir fordern die Verwaltung auf, der Veranstaltung und dem Veranstaltungsteam jegliche Unterstützung zuteil werden zu lassen.“ Was auch für die Suche nach einem geeigneten Alternativstandort gelte.

In die Untersuchung einbezogen werden sollte nach Auffassung der SPD-Fraktion auch die Fläche, die die Veranstalter bereits im Blick haben. „Nach unserer Auffassung sind die für eine solche Veranstaltung notwendigen logistischen Voraussetzungen auf diesem Gelände gegeben.“

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