„nu addition“ spielen beim Sommerfestival

„Stuhr ist das Highlight im Sommer“

+
Nathalie Dorra und Ole Feddersen treten mit ihrer eigenen, neuen Band „Nu Addition“ auf Gut Varrel auf.

Varrel - Von Andreas Hapke. Energie ist das Lieblingswort des Musikers Ole Feddersen. Er will sie geben und – im Idealfall – auch beim Publikum spüren. Gemeinsam mit seiner Freundin Nathalie Dorra steht er am Freitag, 28. August, beim Sommerfestival „A heart for Stuhr“ in der Gutsscheune auf der Bühne.

Bekannt sind die beiden vor allen Dingen durch ihre Auftritte in der Fernsehshow „The Voice of Germany“ und durch ihr Engagement als Sänger in Udo Lindenbergs Panikorchester. Gerade erst sind sie von einer Stadiontour mit dem Deutschrockmusiker zurückgekommen. Seit vier Jahren hat Helmut Frank, Vorsitzender des Vereins „A heart for Stuhr“ und Organisator des Festivals, nach eigener Auskunft Dorra und Feddersen im Visier. „Ich habe sie oft live gesehen, sie sind Jahr für Jahr besser geworden“, sagt Frank. „Manche behaupten, sie haben die besten deutschen Soulstimmen.“

In Varrel gastiert das Paar mit seiner neuen Band „nu addition“, in einer Besetzung mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboards, Bläsern und Percussion. Letztere bedient Feddersen selbst. Seiner Auskunft nach spielt die Gruppe „eine Sammlung von Songs, die wir selbst am liebsten hören“. Tina Turner, David Bowie, Jan Delay und Pink haben es in diese Auswahl geschafft. „Aber auch Titel, die Coverbands sonst nicht spielen“, sagt Dorra und nennt „Unfinished Sympathie“ von Massive Attack als Beispiel.

Die Gründung einer eigenen Band bezeichnet Feddersen als Traum, als Herzensangelegenheit. „Wir haben unsere Musiker selbst ausgewählt und können unsere eigenen Interpretationen von den Liedern spielen.“ Denn der Sinn eines Covers sei, dass es etwas Neues beinhalte, an Energie hinzugewinne. „Es ist ein Problem, wenn man ein Stück genauso spielt, wie es die Leute schon 10000 Mal gehört haben“, erklärt der 40-Jährige. „Manchmal, wenn auch selten, finden die Besucher unsere Stücke besser als das Original.“ Es gehe darum, das Publikum immer wieder zu überraschen, fügt Dorra hinzu.

Kein Problem haben die beiden damit, dass sie ihre Bekanntheit der Show „The Voice of Germany“ verdanken – auch wenn es Dorra im Nachhinein geärgert hat, „dass man schneller Aufmerksamkeit erhält, wenn man mit seinem Gesicht mal in der Glotze war. Ich habe doch vorher auch schon Musik gemacht“. Allein mit Udo Lindenberg arbeitet sie schon seit 1998 zusammen, hinzu kommen unzählige Auftritte als Frontfrau der Coverband „Max & Friends“ und ihr Engagement in der Showband JCB. Feddersen hatte schon 2001 sein erstes Album „Wir sehen uns wieder“ veröffentlicht, zwei weitere folgten 2006 und 2012.

Zum Background-Job für Lindenberg sagt Feddersen: „Es ist eine Mega-Verantwortung, die Bühne für ihn auszufüllen. Man muss die Besucher rechts und links abholen.“ Auftritte mit dem Star „pushen einen positiv“, betont Dorra.

Mit dieser Einstellung komme auch „nu addition“ nach Varrel. Dorra: „Die Band ist frisch, den Musikern jucken die Finger, die gesamte Mannschaft freut sich auf Stuhr. Das ist unser Sommerhighlight.“ Und dann fällt es wieder, das Lieblingswort Feddersens: „Da steckt eine Menge Energie drin.“ Es bleibt abzuwarten, wie viel das Publikum zurückgibt.

Mehr zum Thema:

Germanwings-Absturz: Gutachten verärgert Hinterbliebene

Germanwings-Absturz: Gutachten verärgert Hinterbliebene

Riesige Open-Air-Ausstellung: València ist Feuer und Flamme

Riesige Open-Air-Ausstellung: València ist Feuer und Flamme

Fünf Rückkehrer beim Werder-Training am Freitag

Fünf Rückkehrer beim Werder-Training am Freitag

Neue Tragödie im Mittelmeer

Neue Tragödie im Mittelmeer

Kommentare